Arbeitsmarkt im Zeichen des demografischen Wandels

Engpässe auf dem Arbeitsmarkt.

Geändertes Bildungs- und Erwerbsverhalten mildert Fachkräftemangel...

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Forschungs- und Arbeitsergebnisse aus dem Bundesinstitut für Berufsbildung Der Arbeitsmarkt im Zeichen des demografischen Wandels Gesamtwirtschaftliche Arbeitsmarktentwicklung bis 2030 Bilanzierung nach Qualifikationsstufen Bilanzierung nach Berufsfeldern Aussagen über einen drohenden Fachkräfte- oder gar generellen Arbeitskräftemangel sind zum festen Bestandteil in der politischen Diskussion um die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes geworden. Neue Modellrechnungen der Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen im Rahmen des vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) gemeinsam durchgeführten QuBe-Projekts zeigen, dass bis zum Jahr 2030 trotz gestiegenem Erwerbsverhalten, insbesondere von Frauen und Älteren, Engpässe in einigen Berufsbereichen auf der mittleren Qualifikationsebene erkennbar sind. Die künftige Entwicklung der Wirtschaft und damit auch des Arbeitsmarktes gehört zu den zentralen Fragen, die sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft derzeit stellen. Sie ist untrennbar mit der demografischen Entwicklung verbunden, deren zentrale Faktoren die Geburtenentwicklung, die Lebenserwartung und die Migration sind. Eine Vielzahl von Facetten der künftigen Entwicklungen ist bereits bekannt und auch hinreichend belegt. Die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen wird in den kommenden Jahren rückläufig sein und die Bevölkerung wird zudem älter (vgl. 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2009)1. Bereits jetzt ist die Zahl der Menschen über 65 Jahre größer als die der unter 15-Jährigen. Wenn in den kommenden Jahren die geburtenstarken Jahrgänge sukzessive dem Rentenalter näherkommen, verschiebt sich auch das Durch1 Hierbei zählen die Geburtenentwicklung, die Lebenserwartung und die Migration zu den zentralen Faktoren der demografischen Entwicklung. Parallel zur demografischen Entwicklung ist ein Trend zu höheren Bildungsabschlüssen erkennbar, der sich vor allem im steigenden Anteil an akademischen Abschlüssen niederschlägt. Die demografisch bedingte Abnahme der Zahl jüngerer Arbeitskräfte und die sich im akademischen Bereich abzeichnende neue Bildungsexpansion könnten rein quantitativ zu einem Mangel an Fachkräften auf der mittleren Qualifikationsebene in einigen Berufsfeldern führen. Die Unternehmen werden sich in der Zukunft also verstärkt darauf einstellen müssen, dass sie ihren Bedarf an qualifizierten Fachkräften nicht immer passgenau decken können ...

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