Rauchfrei am Arbeitsplatz (Leitfaden für Betriebe)

Dieser Leitfaden fasst Kenntnisse und Empfehlungen kompakt zusammen,

so dass Betriebe von den Erfahrungen profitieren können

und organisatorische - oder andere - Hürden leichter nehmen werden...

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Rauchfrei am Arbeitsplatz Passivrauchen am Arbeitsplatz Gute Gründe für betrieblichen Nichtraucherschutz Betrieblicher Nichtraucherschutz bringt ?nanzielle Vorteile Nichtraucherschutz bedeutet auch Gesundheitsförderung für Raucher Mit rauchfreien Arbeitsplätzen verbessert sich das Arbeitsklima: Sie stehen für eine fortschrittliche Unternehmenskultur Rechtsgrundlagen des Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz Auszüge aus den wichtigsten arbeitsrechtlichen Vorschriften zum Gesundheits- bzw. Nichtraucherschutz Die Arbeitsstättenverordnung: Der Nichtraucherschutz-Paragraph (§5) Was bedeutet der Nichtraucherschutz-Paragraph für die Praxis? Wie ist die Mitbestimmung bei der Umsetzung des Nichtraucherschutz-Paragraphen geregelt? Welche Möglichkeiten der praktischen Umsetzung des Nichtraucherschutz-Paragraphen gibt es? Wie kann der betriebliche Nichtraucherschutz verbindlich geregelt werden? Wie ist der Schutz der unternehmerischen Betätigungsfreiheit berücksichtigt? Wie ist die Überwachung durch staatliche Behörden geregelt? Welche Rechte haben Arbeitnehmer? Juristische Kommentare zu Einzelfragen beim betrieblichen Nichtraucherschutz Maßnahmen der Rauchentwöhnung Rauchentwöhnung in Deutschland im Überblick Möglichkeiten der erfolgreichen Rauchentwöhnung Schritt für Schritt - Die praktische Umsetzung des betrieblichen Nichtraucherschutzes Das WHO-Konzept ''Rauchfrei am Arbeitsplatz'' Muster-Betriebsvereinbarung zum Nichtraucherschutz in Betrieben Muster-Dienstanweisung bzw. Muster-Dienstvereinbarung zum Nichtraucherschutz in Behörden Beschreibung von motivierenden Maßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens im Betrieb Rauchentwöhnungskurse - Professionelle Unterstützung für Raucher Fagerström-Fragebogen zur Tabakabhängigkeit Fragebogen 1 zum Status Quo: Rauchen im Betrieb Fragebogen 2 zu Zielen des betrieblichen Nichtraucherschutzes und der Gesundheitsförderung Fragebogen 3 zur Bestandsaufnahme: Erfolge der Maßnahmen zum Nichtraucherschutz im Betrieb Fragebogen 4: Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema Rauchen im Betrieb Folienvortrag 1: Rauchfrei am Arbeitsplatz. Warum ist das wichtig und richtig? Folienvortrag 2: Gute Gründe für einen Rauchstopp Kommunikationshilfen Musterbrief 1: Einladung zur Mitwirkung im Arbeitskreis - Ausgewählter Adressatenkreis Musterbrief 2: Startschuss für mehr betrieblichen Nichtraucherschutz - Information der Belegschaft Musterbrief 3: Befragungsergebnis / Zielfestlegung - Information der Belegschaft Musterbrief 4: Einladung zur Fortbildung ''Raucherberater'' - Ausgewählter Adressatenkreis Musterbrief 5: Aktionstag, Raucherberater, Rauchentwöhnungskurse - Information der Belegschaft Musterbrief 6: Ergebnisse der Aktionen - Information der Belegschaft Musterartikel 1: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz: Unser Thema Musterartikel 2: Mitarbeiterbefragung zum Thema ''Rauchen'' - Gemeinsame Ziele stehen fest Musterartikel 3: Aktionen zum Nichtraucherschutz und zur Rauchentwöhnung Musterartikel 4: Kurse für Raucher: Endlich Nichtraucher werden! Musterartikel 5: Nichtraucherschutz: Die Resultate Informationsartikel 1: Startschuss für mehr Gesundheitsschutz Informationsartikel 2: Gesetzliche Regelung zum betrieblichen Nichtraucherschutz Informationsartikel 3: Rauchen - Wieso? Informationsartikel 4: Weg von der Zigarette! Was kann man tun? Informationsartikel 5: Passivrauchen - Wie gefährlich ist es wirklich? Informationsartikel 6: Ein paar Zahlen zum Rauchverhalten Mit der Änderung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) wurden die Arbeitgeber in Deutschland im Oktober 2002 zum ersten Mal ausdrücklich verp?ichtet, nicht rauchende Beschäftigte vor den Gesundheitsgefahren des Passivrauchens am Arbeitsplatz zu schützen. Die Regelung hat Rechtsklarheit geschaffen, wo häu?g der Klageweg des Einzelnen notwendig war. Auf diese Rechtssicherheit haben Nichtraucher lange gewartet. Allerdings: Noch immer geben rund 27 Prozent der erwerbstätigen und auszubildenden Nicht- und Exraucher an, täglich dem Passivrauchen am Arbeitsplatz ausgesetzt zu sein. 15 Prozent von ihnen geben zusätzlich an, ein- bis dreimal pro Woche, am Arbeitsplatz mitrauchen zu müssen (vgl.: Neubauer et al., 2004). Was bedeuten diese Zahlen? Möglicherweise ist die Gesetzesänderung noch nicht generell bekannt oder die Durchsetzung trifft auf größere Widerstände. Umso wichtiger ist es, Betriebe und Behörden bei der praktischen Umsetzung der Arbeitsstättenverordnung zum Nichtraucherschutz zu unterstützen. Rauchverbote alleine reichen nicht aus, um dem ''Kon?iktfeld: Rauchen am Arbeitsplatz'' gerecht zu werden. Vielmehr gilt es, strategisch klug vorzugehen und auf den Betrieb individuell abgestimmte Regelungen zu ?nden, die sowohl den nicht rauchenden als auch den rauchenden Beschäftigten gerecht werden. Der vorliegende Leitfaden will bei diesem Prozess mit aktuellen Hintergrundinformationen und Empfehlungen aus der Praxis unterstützen. Er gibt dabei die Erfahrungen aus mehreren Jahren Beratungstätigkeit im Rahmen des Projektes ''Rauchfrei am Arbeitsplatz'' (2002-2005) weiter. Das Projekt - vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert - hat zahlreiche Betriebe und Behörden bei der Umsetzung des betrieblichen Nichtraucherschutzes modellhaft beraten und begleitet. Der Leitfaden ist in erster Linie für größere Betriebe oder Behörden mit mehr als 500 Beschäftigten konzipiert und richtet sich an Arbeitgeber (Unternehmensleitung, Geschäftsführung, Behördenleitung), Betriebs- und Personalräte, Personalverantwortliche, Betriebsärzte, Beauftragte für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit und betriebliche Sozialarbeiter. Die Betriebe sollten neben den erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der nicht rauchenden Beschäftigten auch Angebote der Raucherberatung und Rauchentwöhnung im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung umsetzen. Denn: Etwa jeder dritte Raucher möchte lieber heute als morgen mit dem Rauchen aufhören. Dies fällt aber vielen von ihnen - auch am Arbeitsplatz - sehr schwer, die Rückfallquoten beim Rauchstopp sind hoch. Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung kann hier mit quali?zierten Angeboten Hilfe beim Rauchstopp geboten werden: Eine gute Chance für den Betrieb, mehr für die Gesundheit der Beschäftigten zu tun. Und: Vom Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz pro?tieren Arbeitgeber, rauchende und nicht rauchende Beschäftigte. Umfragen aus Finnland, wo im Jahr 1995 das Rauchen während der Arbeit per Gesetz auf bestimmte Rauchzonen beschränkt wurde, bestätigen, dass die Anzahl der täglich und gelegentlich im Betrieb rauchenden Angestellten und der durchschnittliche Zigarettenkonsum am Arbeitsplatz deutlich sank - die Zufriedenheit der Nichtraucher stieg. Es gibt viele gute Gründe für den betrieblichen Nichtraucherschutz. Das Konzept ''Gesundheitsschutz für Nichtraucher - Gesundheitsförderung für Raucher'' ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen ...

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