Flexible Arbeitszeitmodelle und der Arbeitsschutz

Flexible Arbeitszeitmodelle eröffnen zwar vielfältige Chancen, bergen aber auch Risiken.

Wie kann man negative Konsequenzen für Wohlbefinden, Sicherheit und Gesundheit vermeiden?

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Zu langes Arbeiten gefährdet die Gesundheit Steigendes Unfallrisiko, weniger Leistung Gesundheit und Wirtschaftlichkeit sichern Das Arbeitszeitgesetz Mehr Flexibilität für die Arbeitswelt 4.0 Sicherheit und Gesundheit bei flexiblen Arbeitszeiten Acht Stunden Arbeit werktags, wenig Nachtarbeit Mehr Mitarbeiterbeteiligung, bessere Arbeitszeitmodelle Neue Arbeitszeitmodelle in neun Phasen einführen Arbeitszeitkonten als Voraussetzung Kurzzeit- und Langzeitkonten Das Ampelkontomodell Die Arbeitszeitmodelle im Überblick Modell 1: Teilzeit Modell 2: Jobsharing Modell 3: Altersteilzeit Modell 4: Kurzarbeit Modell 5: Mehrarbeit Modell 6: Gleitzeit Modell 7: Funktionszeit Modell 8: Wahlarbeitszeit Modell 9: Vertrauensarbeitszeit Modell 10: Jahresarbeitszeit Modell 11: Nacht- und Schichtarbeit Modell 12: Telearbeit Modell 13: Lebensarbeitszeit Modell 14: Sabbatical Modell 15: Bereitschaftsdienst Modell 16: Rufbereitschaft Wie Arbeitszeit gesund und ergonomisch gestaltet werden kann, gehört zu den zentralen Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Es geht dabei neben Dauer und Lage von Arbeits- wie Ruhezeiten auch zunehmend darum, inwieweit diese für die Beschäftigten noch vorhersehbar oder beeinflussbar sind. So entsteht derzeit eine Vielzahl neuer Arbeitsformen, bei denen Zeit und Ort der Tätigkeit immer flexibler werden, Stichwort Digitalisierung. Das eröffnet zwar vielfältige Chancen, birgt aber auch Risiken. Beispielsweise können flexible Arbeitszeiten für die Beschäftigten mehr Zeitsouveränität bedeuten, die zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben beitragen kann. Andererseits verschmelzen Arbeits- und Ruhezeiten immer öfter zu einer entgrenzten Arbeit mit allen negativen Konsequenzen für Wohlbefinden, Sicherheit und Gesundheit. Deshalb steht der Arbeitsschutz einmal mehr vor der Aufgabe, Arbeitszeiten für alle gut zu gestalten, sowohl im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen als auch im Schutzinteresse der Beschäftigten. Den Rahmen für flexible Arbeitszeiten setzt das moderne Arbeitszeitrecht. Es begrenzt einerseits die Arbeitszeit, damit Beschäftigte Lebenszeit für Familie, Freizeit, Kultur, sich selbst und für die Regeneration behalten. Andererseits fördert das Arbeitszeitrecht die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen, indem es zum Erhalt der Leistungsfähigkeit beiträgt und dabei ausdrücklich Spielraum für flexible Arbeitszeiten lässt. Damit wird auf eine veränderte Arbeitswelt reagiert, die mit starren Regelungen nicht mehr funktionieren würde. Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeiten flexibler Arbeitszeiten bereits, wenngleich in unterschiedlichem Maße. So sind Gleitzeit und Teilzeit, Mehrarbeit und Arbeitszeitkonten als leicht handhabbare Modelle weit verbreitet. Andere werden seltener angewendet, wie etwa die Vertrauensarbeitszeit. Das auch, weil einige Arbeitszeitmodelle in kleinen und mittleren Unternehmen weniger bekannt sein dürften. Hier hilft die vorliegende baua: Praxis weiter. Sie informiert zunächst über Grundsätzliches zum Arbeitszeitschutz. Danach werden sechzehn flexible Arbeitszeitmodelle ausführlicher vorgestellt ...

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