Ausbildung in Teilzeit (Finanzierungsmöglichkeiten)

Ein Hauptproblem bei der erfolgreichen Umsetzung des Ausbildungsmodells

besteht in der Frage eines gesicherten Lebensunterhaltes...

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Ausbildung in Teilzeit Finanzierungsmöglichkeiten des Lebensunterhaltes im Überblick Gesetzliche Grundlagen der Teilzeitberufsausbildung Staatliche Unterstützungsleistungen Checkliste für Auszubildende Seit vielen Jahren erproben und bewerben Projekte die teilzeit berufsausbildung. Die Erfahrungen aus den Projekten zeigen: Ein hauptproblem bei der erfolgreichen Umsetzung des ausbil dungsmodells besteht in der Frage eines gesicherten Lebens unterhaltes. Die vorliegende Broschüre möchte mit Informatio nen zu diesem thema die arbeit der Projekte unterstützen und zu mehr transparenz bei Finanzierungsfragen beitragen. Die Teilzeitberufsausbildung bietet jungen Eltern und Jugendlichen, die Angehörige pflegen, die Möglichkeit, Berufsausbildung und Familie in Einklang zu bringen. Der Gesetzgeber hat mit entsprechen den Regelungen im Berufsbildungsgesetz für diese Jugendlichen eine Brücke zwischen Familienverantwortung und Berufsausbildung gebaut. Betriebe wiederum können die Potenziale einer gänzlich neuen Zielgruppe für sich erschließen: Sie sichern sich motivierte Auszubildende, die gerade wegen ihrer familiären Pflichten ein ho hes Maß an sozialen und organisatorischen Kompetenzen sowie an Verantwortungsbewusstsein mitbringen. Die Teilzeitberufsausbildung ist ein Angebot, das die Bedürfnisse von Jugendlichen wie von Betrieben gleichermaßen berücksichtigt. Jugendliche Eltern können jedoch dieses Angebot häufig erst dann wahrnehmen, wenn insbesondere zwei wesentliche Voraussetzungen erfüllt sind: Kinderbetreuung und Lebensunterhalt müssen gesichert sein. Im Fokus dieser Broschüre stehen der Lebensunterhalt und die Möglichkeiten, wie dieser gesichert werden kann. Zahlreiche staatliche Leistungen, die von der Berufsausbildungsbeihilfe, Eltern geld und Kindergeld über den Unterhaltsvorschuss, Mehrbedarf für Alleinerziehende bis hin zum Zuschuss zu den ungedeckten Kosten für Unterkunft und Heizung reichen, unterstützen die Jugendlichen dabei, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die Leistungen sind jedoch in unterschiedlichen Vorschriften geregelt, Finanzierungsquellen schließen sich teilweise gegenseitig aus, und Leistungen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgezahlt. Die Vielfalt und die mangelnde Transparenz über den Zugang zu den Fördermöglichkeiten von Teilzeitauszubildenden führen häufig zu Unsicherheit. Daher ist es notwendig, den interessierten Jugendlichen von vornherein die Möglichkeiten einer Finanzierung des Lebens unterhalts bei einer Teilzeitberufsausbildung aufzuzeigen. Die vorliegende Broschüre führt durch die verschiedenen Leistungen und gibt einen Überblick über die bundesweit gültigen Fakten. Infor mationen auf regionaler Ebene bilden hierzu eine ideale Ergänzung, wie es die Beispiele der weiterführenden Literaturtipps belegen. Für einen finanziell reibungslosen Übergang in die Teilzeitberufsaus bildung benötigen Jugendliche und Betriebe eine individuelle Bera tung mit zielgerichteten Lösungsmodellen. Regionale Netzwerke und Kooperationsmodelle können dabei maßgeblich zu mehr Transparenz der Beratungswege beitragen und hilfreiche Instrumente an die Hand geben. Daher werden in dieser Publikation exemplarisch ein Koope rationsmodell und ein JOBSTARTER­Projekt vorgestellt, deren Arbeit zur Nachahmung einladen soll. Eine Checkliste für Auszubildende mit nützlichen Hinweisen für die Beantragung von Leistungen rundet die Broschüre ab ...

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