Bühnenmaler und -plastiker (Plastik)*

Bühnenmaler/innen und Bühnenplastiker/innen der Fachrichtung Plastik bauen,

bemalen, bekleben und modellieren Bühnen- und Szenenbilder.

Sie besprechen die geplante plastische Ausgestaltung

mit der Regie und Bühnenbildnern bzw. Bühnenbildnerinnen und setzen die Entwürfe maßstabsgetreu um.

Dazu sägen und schnitzen sie Holz, modellieren Kunststoffe und Gips und formen Metallwerkstücke

wie Gitter- und Drahtkonstruktionen, die sie bei Bedarf anschließend mit Papier, Folien oder Gipsbinden verkleiden.

Sie imitieren Oberflächen aus Stein, Metall oder Holz und kopieren ggf. detailgenau historische Plastiken, Gefäße und Reliefs.

Darüber hinaus gestalten sie auch Plastiken zur Dekoration

von Ausstellungen, Messen, Werbeproduktionen oder Innenausstattungen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Bühnenmaler und -plastiker (Plastik)*'' beträgt sie 3 Jahre.

Wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Bühnenmaler/innen und Bühnenplastiker/innen der Fachrichtung Plastik arbeiten

trotz Maschineneinsatz (z.B. Schleifmaschinen) viel mit der Hand.

Beim Modellieren von Bühnen- und Szenenbildern tragen sie Schutzkleidung, z.B. Arbeitshandschuhe.

In erster Linie arbeiten sie in Werkstätten und auf Bühnen.

Dort sind sie Schleifstaub sowie Dämpfen und Gerüchen von Farb- und Lösungsmitteln ausgesetzt.

Bei kurzfristigen Änderungen an den Kulissen kann Wochenendarbeit oder auch Arbeit in den Abendstunden anfallen.

Um Entwürfe und Modelle in Bühnen- und Szenenbilder umzusetzen, benötigen Bühnenmaler/innen und Bühnenplastiker/innen

der Fachrichtung Plastik Kreativität, Sinn für Ästhetik sowie zeichnerische Fähigkeiten.

Beim Anfertigen von dekorativen Plastiken ist Handgeschick erforderlich.

Zugang zur Ausbildung

Voraussetzung für den Zugang zu einer dualen Ausbildung ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb.

Die Ausbildungsbetriebe suchen sich Auszubildende nach eigenen Kriterien (z.B. schulische Vorbildung) aus.

Jugendliche unter 18 Jahren müssen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen.

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Handwerkliches Geschick und künstlerisches Talent gehören

für angehende Bühnenmaler/innen und Bühnenplastiker/innen der Fachrichtung Plastik zur Grundausstattung.

Sie sägen, schnitzen, formen und modellieren die unterschiedlichsten Materialien. Um Dekorationen aus Holz, Metall, Gips

oder Kunststoff detailgenau anzufertigen, benötigen sie sowohl Fertigkeiten im Werken als auch Kenntnisse z.B. der Farbenlehre.

Um die richtige Wirkung von Licht und Schatten zu erzielen, werden viele der Objekte für Bühne,

Fernsehstudio und Filmdrehorte in dreidimensionaler Ausfertigung hergestellt.

Zukünftige Bühnenmaler/innen und Bühnenplastiker/innen der Fachrichtung Plastik benötigen daher auch Kenntnisse in Geometrie.

Wenn angehende Bühnenmaler/innen und Bühnenplastiker/innen der Fachrichtung Plastik

sich mit der Statik von Modellen beschäftigen, sind physikalische Kenntnisse hilfreich.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Bühnenmaler/innen und Bühnenplastiker/innen der Fachrichtung Plastik

vor allem an Theatern, in Opernhäusern, bei Filmproduktionsfirmen und Fernsehsendern.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Bildhauerei bis hin zu Zeichentechniken.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.

Naheliegend ist es, eine Weiterbildung als Gestalter/in der Fachrichtung Farbtechnik und Raumgestaltung zu absolvieren.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren

und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bühnen-, Kostümbild erwerben.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Kunst, Kultur, Gestaltung einsortiert.

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

Info an Freunde und Bekannte

Gefällt Ihnen dieses Berufsporträt? Möchten Sie Freunde und Bekannte über dieses Berufsporträt informieren?

Bitte empfehlen bzw. teilen Sie diese Internetseite bei Facebook, Twitter, LinkedIn und/oder XING.

Für einen entsprechenden Hinweis auf dem elektronischen Weg nutzen Sie bitte die Weiterempfehlung per E-Mail.