Friseur*

Friseure und Friseurinnen beraten ihre Kunden bei der Wahl einer passenden Frisur.

Dann waschen, schneiden, pflegen und frisieren sie die Haare. Je nach Wunsch färben sie die Haare auch oder legen Dauerwellen.

Sie ergänzen Frisuren mit künstlichen Haarteilen, die sie zum Teil selbst herstellen, verlängern Haare mit künstlichen Strähnen

(Extensions) oder beraten ihre Kunden bei der Auswahl, Verwendung und Pflege von Perücken und Toupets.

Zum Herrenfach gehört es zudem, Bärte zu rasieren, zu pflegen und zu formen.

Friseure und Friseurinnen führen auch kosmetische Behandlungen

der Haut sowie Hand- und Nagelpflege durch und beraten Kunden über Kosmetikprodukte.

Darüber hinaus bedienen sie die Kasse, führen Abrechnungen durch und vereinbaren Kundentermine.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Friseur*'' beträgt sie 3 Jahre.

Wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Friseure und Friseurinnen arbeiten viel mit der Hand.

Zum Einsatz kommen neben Schere, Kamm, Bürste und Schneidemaschine auch Färbepinsel oder Kreppeisen.

Wenn sie Haare waschen, Farbmischungen und Tönungen auftragen oder mit anderen chemischen Präparaten umgehen,

tragen sie Gummihandschuhe, um Hautreizungen vorzubeugen.

In Friseursalons liegen Dämpfe und Gerüche von Haarsprays und anderen Kosmetika in der Luft.

Zu ihren Kunden haben Friseure und Friseurinnen direkten Körperkontakt.

Meist sind sie zu den üblichen Ladenöffnungszeiten tätig - auch an Samstagen.

Wenn sie ihre Kunden zu Hause bedienen, richten sie sich

nach deren zeitlichen Wünschen und sind daher evtl. auch in den Abendstunden noch beschäftigt.

Sorgfältig und geschickt schneiden und behandeln Friseure und Friseurinnen Haare.

Für die typgerechte Gestaltung von Frisuren benötigen sie Kreativität und Sinn für Ästhetik.

Farbsehvermögen und ein gutes Gespür für Formen sind unabdingbar.

Friseure und Friseurinnen müssen kontaktfreudig und kommunikationsstark sein, wenn sie Kunden bedienen

und zu Frisuren und Haarpflegemitteln beraten. Ihre Arbeit kann durch langes Stehen und einseitige Haltungen anstrengend sein.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hauptschulabschluss ein.

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Geschickte Hände müssen angehende Friseure und Friseurinnen besitzen,

beispielsweise wenn sie mit Schere oder elektrischem Schneidemesser Haare schneiden,

mit unterschiedlichen Techniken Haare färben oder Dauerwellen legen.

Wem schon in der Schule handwerkliche Fächer lagen, dem fallen diese Arbeiten ggf. leichter.

In der Ausbildung lernt man Dauerwell-, Färbungs- und Tönungsmittel anzumischen und anzuwenden.

Um die Wirkungsweise der chemischen Prozesse bei den Haarbehandlungen zu verstehen, sind Kenntnisse in Chemie von Vorteil.

Angehende Friseure und Friseurinnen benötigen eine gute mündliche Ausdrucksfähigkeit,

um Kunden über Frisuren beraten und über Pflegeprodukte und Kosmetikdienstleistungen informieren zu können.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Friseure und Friseurinnen vor allem in Fachbetrieben des Friseurhandwerks.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Friseurhandwerk bis hin zu Hand- und Nagelpflege.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.

Naheliegend ist es, die Prüfung als Friseurmeister/in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren

und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Maskenbild erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Friseurhandwerks.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Dienstleistung einsortiert.

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

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