Gärtner (Friedhofsgärtnerei)*

Gärtner/innen der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei gestalten, bepflanzen und pflegen Grabstätten.

Sie fertigen Grabschmuck sowie Dekorationen wie z.B. Trauergebinde, Kränze und Pflanzschalen.

Dabei berücksichtigen sie die Wünsche der Kunden ebenso wie die Richtlinien zur Grabgestaltung.

Einen Teil der für den Verkauf, die Grabbepflanzung oder Trauerbinderei benötigten Pflanzen

vermehren und kultivieren sie in eigenen Gewächshäusern.

Außerdem sind sie häufig für die Pflege der Friedhofsanlage verantwortlich:

Sie bearbeiten den Boden, mähen den Rasen und schneiden Hecken.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer ist für jeden Ausbildungsberuf in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt (Regelausbildungszeit).

Beim Ausbildungsberuf ''Gärtner (Friedhofsgärtnerei)*'' beträgt sie 3 Jahre.

Wenn das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreicht werden kann, besteht die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen.

Arbeitsbedingungen, Arbeitssituation

Gärtner/innen der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei erledigen viele Aufgaben mit Handwerkzeugen,

bedienen jedoch auch Maschinen und Fahrzeuge, z.B. Topfmaschinen, Kleinbagger oder Rasenmäher.

Bei vielen Tätigkeiten tragen sie wetterfeste Kleidung, Handschuhe sowie ggf. Schutzbrillen, Gehör- und Atemschutz.

Sie sind in feuchtwarmen Gewächshäusern tätig, in kühlen Verkaufsräumen, überwiegend jedoch im Freien.

Draußen sind sie der Witterung und Pollenstäuben ausgesetzt.

Beim Düngen und beim chemischen Pflanzenschutz kommen sie ggf. mit Dämpfen und Gerüchen in Kontakt.

Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein, besonders wenn schwere Säcke

mit Erde oder Dünger gehoben oder Zwangshaltungen eingenommen werden müssen.

Tätigkeiten wie das Binden von Kränzen oder die Grabgestaltung

erfordern geschickte Hände, Kreativität und vor allem Sinn für Ästhetik.

Sorgfältig überwachen die Gärtner/innen die klimatischen Verhältnisse im Gewächshaus,

damit die Pflanzen unter optimalen Bedingungen heranwachsen können.

Mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln gehen Gärtner/innen verantwortungsbewusst um, um die Umwelt nicht zu belasten.

Auf die Wünsche der Kunden, z.B. zur Grabgestaltung, gehen sie serviceorientiert ein.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Gewünschte schulische Vorkenntnisse

Ob es um die Beurteilung der Pflanzenqualität oder Böden geht, mit Kenntnissen in Biologie

sind angehende Gärtner/innen der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei im Vorteil.

Wissen in Chemie kann z.B. bei der Auswahl von Düngemitteln und -verfahren nützlich sein.

Um Flächenaufteilungen zu berechnen oder Preise zu kalkulieren,

sind Kenntnisse der Grundrechenarten und im Prozentrechnen dienlich.

Da angehende Gärtner/innen der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei bereits während ihrer Ausbildung Kunden beraten

und z.B. verschiedene Kranzgestaltungen vorschlagen und verkaufen, ist gute mündliche Ausdrucksfähigkeit von Vorteil.

Für den Einsatz und die Instandhaltung von Maschinen, Geräten und technischen Einrichtungen,

z.B. zur Bewässerung, sind handwerkliche und technische Vorkenntnisse bereits in der Ausbildung ein Plus.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen.

Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen

für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven nach der Ausbildung

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Gärtner/innen der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei

in Friedhofsgärtnereien oder im Einzel- oder Großhandel mit Blumen.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern.

Das Themenspektrum reicht dabei von Gartenbau bis hin zu Verkaufstraining.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen.

Naheliegend ist es, die Prüfung als Gärtnermeister/in der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise

einen Bachelorabschluss im Studienfach Garten-, Landschaftsbau erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich,

z.B. mit einer eigenen Friedhofsgärtnerei oder durch Übernahme eines Betriebes für gärtnerische Dienstleistungen.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf

Ausführliche Informationen zum Ausbildungsberuf finden Sie in der Berufsinfo der Datenbank BERUFENET.

Der Ausbildungsberuf ist im Berufsfeld Landwirtschaft, Natur, Umwelt einsortiert.

Freie Ausbildungsplätze

Aktuelle Ausbildungsplatzangebote finden Sie in den Jobbörsen der Unternehmen,

die sich Ihnen mit einem Firmenprofil präsentieren und/oder im entsprechenden Portalbereich bei Jobadu.de.

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