<h1>Beobachtungs- und Beurteilungsfehler erkennen</h1> <h2>Diagnostische Fehler k&ouml;nnen zu gravierenden Fehleinsch&auml;tzungen und damit zugleich zu unpassenden Stellenbesetzungen, ungeeigneten oder ausbleibenden Entwicklungsma&szlig;nahmen sowie letztendlich zu Demotivation und erh&ouml;hter Fluktuation f&uuml;hren... Quelle Dr. Kraus &amp; Partner</h2> <p>Beobachtungs- und Beurteilungsfehler erkennen und diagnostische Qualit&auml;t sichern Beobachten und Beurteilen: was kann man da schon gro&szlig; falsch machen? Im Alltag gelangen wir schnell zu Urteilen, h&auml;ufig auf der Basis spontaner Beobachtungen, die wir mit einer ganzen Menge Vorwissen interpretieren und bewerten. Nat&uuml;rlich erliegen wir dabei auch vielen T&auml;uschungen und Irrt&uuml;mern - nur fallen sie uns selten auf oder haben vernachl&auml;ssigbare Konsequenzen. Anders liegt der Fall, wenn es um die professionelle Beobachtung und Bewertung von Mitarbeitern geht. Diagnostische Fehler k&ouml;nnen zu gravierenden Fehleinsch&auml;tzungen und damit zugleich zu unpassenden Stellenbesetzungen, ungeeigneten oder ausbleibenden Entwicklungsma&szlig;nahmen sowie letztendlich zu Demotivation und erh&ouml;hter Fluktuation f&uuml;hren. Im Rahmen der simulationsorientierten Personaldiagnostik (z.B. Assessment / Development Center) k&ouml;nnen auf Seiten der Beobachter Fehler auftreten, die der Wahrnehmung (Beobachtungsfehler) oder der Bewertung der Wahrnehmung (Beurteilungsfehler) entspringen. Mitunter ist die Grenze zwischen Beobachtungs- und Beurteilungsfehler jedoch nicht eindeutig zu ziehen. Stattdessen bietet sich an, zwischen allgemeinen und pers&ouml;nlichkeitsbezogenen Fehlern zu unterscheiden: Allgemeine Beobachtungs- und Beurteilungsfehler betreffen die Beobachter meist gleicherma&szlig;en Pers&ouml;nlichkeitsbezogene Beobachtungs- und Beurteilungsfehler h&auml;ngen in Auftreten und Auspr&auml;gung dagegen stark von der individuellen Pers&ouml;nlichkeit des einzelnen Beobachters ab. Fundamentaler Attributionsfehler Halo-Effekt (Critical-Incident-Effekt, Nimbus-Effekt) Hierarchie-Effekt und Benjamin-Effekt Kleber-Effekt Primacy-Effekt und Recency-Effekt Reihenfolgen-Effekt und Kontrast-Effekt Soziale Stereotype Pers&ouml;nlichkeitsbezogene Beobachtungs- und Beurteilungsfehler L&ouml;sungsans&auml;tze: Diagnostische Qualit&auml;t sichern Allgemeine Beobachtungs- und Beurteilungsfehler: Fundamentaler Attributionsfehler Das konkrete Verhalten eines Menschen wird sowohl durch seine Pers&ouml;nlichkeitsmerkmale als auch durch die Situation bestimmt, in der er sich aktuell befindet. Soweit, so gut. Geht es jedoch darum, das Verhalten anderer Menschen zu beurteilen, so verlieren wir gerne die situationsbezogenen Faktoren aus den Augen: Der Andere verh&auml;lt sich freundlich / aggressiv / selbstbewusst, weil er nun mal ein freundlicher / aggressiver / selbstbewusster Typ ist! Eine solche &Uuml;berbetonung personaler Eigenschaften zulasten der Rahmenbedingungen wird als fundamentaler Attributionsfehler bezeichnet. Wird diesem Beurteilungsfehler nicht vorgebeugt, kann er sich gerade in der simulationsorientierten Personaldiagnostik als problematisch erweisen: Assessment und Development Center sind speziell darauf angelegt, von den beobachteten Verhaltensweisen des Kandidaten auf seine Kompetenzen zu schlie&szlig;en</p> <p><a href="https://www.kraus-und-partner.de/sites/default/files/institutes/downloads/beobachterfehler_030912.pdf">Publikation zeigen</a></p>