<h1>Kinder im Steuerrecht</h1> <h2>Diese Brosch&uuml;re stellt die bestehende Rechtslage &uuml;bersichtlich dar und soll helfen, sich in den komplexen Steuervorschriften zurechtzufinden... Quelle S&auml;chsisches Staatsministerium der Finanzen</h2> <p>Kinder im Steuerrecht Kindergeld und weitere steuerliche M&ouml;glichkeiten zur Ber&uuml;cksichtigung von Kindern Kinder sind die Zukunft - unsere und die unseres Landes. Was zum einen gro&szlig;e Freude bereitet, bedeutet auf der anderen Seite auch enorme Verantwortung. Diese Verantwortung ist zum Teil mit nicht unerheblichen Aufwendungen verbunden. Der Staat jedoch unterst&uuml;tzt Familien mit zahlreichen Leistungen und auch das deutsche Steuerrecht sieht Verg&uuml;nstigungen vor, mit denen Eltern finanziell entlastet werden k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber, liebe Eltern, informiert Sie dieser Ratgeber. Das vorliegende Heft bietet Ihnen eine F&uuml;lle von Tipps und Hinweisen &uuml;ber die steuerlichen M&ouml;glichkeiten zur Ber&uuml;cksichtigung von Kindern. Mit diesem Wissen gehen Ihnen staatliche Leistungen f&uuml;r Ihre Kinder nicht verloren. F&uuml;r weitere Ausk&uuml;nfte stehen Ihnen neben den Angeh&ouml;rigen der steuerberatenden Berufe auch die Finanz&auml;mter zur Verf&uuml;gung. Sie erreichen das Info-Telefon der Finanz&auml;mter von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr und am Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr unter der Telefonnummer 0351-7999 7888. 2. Das Kindergeld 2.1 Wer hat Anspruch auf Kindergeld? 2.2 F&uuml;r welche Kinder wird grunds&auml;tzlich Kindergeld gezahlt? 2.3 Welche Voraussetzungen m&uuml;ssen au&szlig;erdem erf&uuml;llt sein? 2.4 In welchen F&auml;llen liegt eine anspruchssch&auml;dliche Erwerbst&auml;tigkeit vor? 2.5 Wie hoch ist das Kindergeld? 2.6 Wer erh&auml;lt das Kindergeld, wenn mehrere Personen anspruchsberechtigt sind? 2.7 Welche Leistungen schlie&szlig;en die Zahlung von Kindergeld ganz oder teilweise aus? 2.8 Wo und wie muss ich das Kindergeld beantragen? Gibt es hierf&uuml;r eine bestimmte Frist? 14 2.9 Welche Nachweise muss ich vorlegen? 2.10 Wer zahlt das Kindergeld aus und wann? 2.10.1 Auszahlung durch die Familienkasse 2.10.2 Auszahlung an Angeh&ouml;rige des &ouml;ffentlichen Dienstes 2.11 Welche Ver&auml;nderungen muss ich der Familienkasse mitteilen? 3. Die Ber&uuml;cksichtigung von Kindern in der Einkommensteuererkl&auml;rung 3.1 Freibetr&auml;ge f&uuml;r Kinder 3.1.1 F&uuml;r welche Kinder werden die Freibetr&auml;ge grunds&auml;tzlich gew&auml;hrt? 3.1.2 Wie hoch sind die Freibetr&auml;ge? 3.2Kinderbetreuungskosten 3.2.1Allgemeines 3.2.2 F&uuml;r welche Kinder k&ouml;nnen Kinderbetreuungskosten abgezogen werden? 3.2.3 Welche Betreuungsleistungen sind beg&uuml;nstigt? 3.2.4 In welcher H&ouml;he k&ouml;nnen Kinderbetreuungskosten geltend gemacht werden? 3.3 Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende 3.3.1 Wer hat Anspruch auf den Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende? 3.3.2 Wie hoch ist der Entlastungsbetrag? 3.3.3 Wie wird der Entlastungsbetrag ber&uuml;cksichtigt? 3.4 Freibetrag zur Abgeltung des Sonderbedarfs bei Berufsausbildung eines vollj&auml;hrigen Kindes 3.4.1 F&uuml;r welche Kinder wird der Freibetrag gew&auml;hrt? 3.4.2 Wie hoch ist der Freibetrag zur Abgeltung des Sonderbedarfs bei Berufsausbildung eines vollj&auml;hrigen Kindes? 3.5Schulgeld 4. Ber&uuml;cksichtigung von Kindern beim Lohnsteuerabzug/Erm&auml;&szlig;igungsverfahren 4.1Allgemeines 4.2 Welche kindbedingten Freibetr&auml;ge k&ouml;nnen beim Lohnsteuerabzug ber&uuml;cksichtigt werden? Die steuerliche Freistellung eines Einkommensbetrags in H&ouml;he des Existenzminimums eines Kindes einschlie&szlig;lich des Bedarfs f&uuml;r dessen Betreuung und Erziehung oder Ausbildung wird durch das Kindergeld Abschnitt 2) oder durch die Freibetr&auml;ge f&uuml;r Kinder Nr. 3.1) bewirkt (sog. Familienleistungsausgleich). Im laufenden Jahr wird ausschlie&szlig;lich Kindergeld gezahlt - und zwar monatlich. Erst im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung pr&uuml;ft das Finanzamt, ob die individuelle steuerliche Wirkung der Freibetr&auml;ge f&uuml;r Kinder h&ouml;her ist als der Anspruch auf Kindergeld. Ist dies der Fall, werden die Freibetr&auml;ge vom Einkommen abgezogen - gleichzeitig wird die sich ergebende Einkommensteuer um den Anspruch auf Kindergeld erh&ouml;ht. Zur Berechnung von Solidarit&auml;tszuschlag und Kirchensteuer werden jedoch stets die steuerlichen Freibetr&auml;ge f&uuml;r Kinder 2.Das Kindergeld 2.1 Wer hat Anspruch auf Kindergeld? Deutsche erhalten Kindergeld, wenn sie in Deutschland ihren Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt haben oder im Ausland wohnen, aber in Deutschland entweder unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig sind oder entsprechend behandelt werden. In Deutschland wohnende Ausl&auml;nder k&ouml;nnen Kindergeld erhalten, wenn sie eine g&uuml;ltige Niederlassungserlaubnis besitzen. Bestimmte Aufenthaltstitel k&ouml;nnen ebenfalls einen Anspruch auf Kindergeld ausl&ouml;sen. Freiz&uuml;gigkeitsberechtigte Staatsangeh&ouml;rige der Europ&auml;ischen Union sowie des Europ&auml;ischen vom Einkommen abgezogen. Deshalb sind diese als Lohnsteuerabzugsmerkmale auch beim Lohnsteuerabzug von Bedeutung. Alleinerziehende, zu deren Haushalt ein Kind geh&ouml;rt, f&uuml;r das ihnen Kindergeld oder ein Kinderfreibetrag zusteht, k&ouml;nnen einen Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende Nr. 3.3) geltend machen. Dieser Betrag ist ab 2015 nach der Zahl der im Haushalt des Alleinerziehenden lebenden Kinder gestaffelt. Dar&uuml;ber hinaus wird f&uuml;r vollj&auml;hrige, sich in Ausbildung befindliche Kinder ein Freibetrag zur Abgeltung des Sonderbedarfs bei Berufsausbildung Nr. 3.4) gew&auml;hrt, wenn das Kind ausw&auml;rtig untergebracht ist. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen f&uuml;r Kinder unter 14 Jahren und f&uuml;r behinderte Kinder Kinderbetreuungskosten Nr. 3.2) steuerlich ber&uuml;cksichtigt werden. Wirtschaftsraums, deren Rechtstellung von dem Gesetz &uuml;ber die allgemeine Freiz&uuml;gigkeit von Unionsb&uuml;rgern geregelt ist (Belgien, Bulgarien, D&auml;nemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Gro&szlig;britannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, &Ouml;sterreich, Polen, Portugal, Rum&auml;nien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern) und Staatsangeh&ouml;rige der Schweiz k&ouml;nnen Kindergeld unabh&auml;ngig davon erhalten, ob sie eine Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis besitzen. Das Gleiche gilt f&uuml;r Staatsangeh&ouml;rige der Staaten Algerien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Marokko, Serbien, Montenegro, Tunesien und der T&uuml;rkei auf Grundlage der jeweiligen zwischen staatlichen Abkommen, wenn sie in Deutschland als Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt sind oder beispielsweise Arbeitslosengeld bzw. Krankengeld beziehen. Unanfechtbar anerkannte Fl&uuml;chtlinge und Asylberechtigte k&ouml;nnen ebenfalls Kindergeld erhalten. N&auml;here Ausk&uuml;nfte dazu erteilt die zust&auml;ndige Familienkasse. 2.2 F&uuml;r welche Kinder wird grunds&auml;tzlich Kindergeld gezahlt? Kindergeld wird f&uuml;r Kinder gezahlt, die in Deutschland einen Wohnsitz oder ihren gew&ouml;hnlichen Aufenthalt haben. Dasselbe gilt, wenn die Kinder in einem anderen Mitgliedstaat der Europ&auml;ischen Union bzw. des Europ&auml;ischen Wirtschaftsraums leben. Als Kinder werden ber&uuml;cksichtigt: im ersten Grad mit dem Kindergeldberechtigten verwandte Kinder (leibliche und angenommene Kinder) Kinder des Ehegatten/Lebenspartners (Stiefkinder) und Enkelkinder, die der Kindergeldberechtigte in seinen Haushalt aufgenommen hat Pflegekinder, mit denen der Kindergeldberechtigte durch eine familien&auml;hnliche, auf l&auml;ngere Dauer angelegte Beziehung verbunden ist, sofern er sie nicht zu Erwerbszwecken in seinen Haushalt aufgenommen hat und das Obhuts- und Pflegeverh&auml;ltnis zu den leiblichen Eltern nicht mehr besteht. 2.3 Welche Voraussetzungen m&uuml;ssen au&szlig;erdem erf&uuml;llt sein? Kinder bis 18 Jahre Bis zum Monat der Vollendung des 18. Lebensjahres wird Kindergeld ohne weitere Voraussetzungen gezahlt. Beispiel: Ein Kind hat am 1. April seinen 18. Geburtstag. Es vollendet also mit Ablauf des 31. M&auml;rz sein 18. Lebensjahr. Kindergeld kann deshalb ab April nicht mehr gew&auml;hrt werden, es sei denn, es liegen die nachfolgend genannten Voraussetzungen vor. Kinder ab 18 Jahre Bei &uuml;ber 18 Jahre alten Kindern setzt die Ber&uuml;cksichtigung voraus, dass einer der unten aufgef&uuml;hrten Tatbest&auml;nde erf&uuml;llt ist. Vollendet ein Kind das 18. Lebensjahr, wird ab dem Folgemonat die Zahlung des Kindergeldes f&uuml;r dieses Kind zun&auml;chst automatisch eingestellt. Eine Weiterzahlung erfolgt nur dann, wenn der Familienkasse schriftlich mitgeteilt wird (Neuantrag), dass bei diesem Kind die nachfolgenden Voraussetzungen erf&uuml;llt sind und die entsprechenden Nachweise bzw. Unterlagen (z.B. Schul-, Ausbildungs- oder Immatrikulationsbescheinigung) vorgelegt werden. Kinder bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres Kinder bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres werden ber&uuml;cksichtigt, wenn sie nicht in einem Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis stehen oder nur einen sog. Ein-Euro-Job bzw. einen Minijob aus&uuml;ben und bei einer inl&auml;ndischen Agentur f&uuml;r Arbeit oder einem anderen f&uuml;r Arbeitslosengeld II zust&auml;ndigen Leistungstr&auml;ger als Arbeitsuchende gemeldet sind. F&uuml;r den Nachweis, dass ein Kind als Arbeit suchend gemeldet ist, erteilt die zust&auml;ndige Agentur f&uuml;r Arbeit bzw. das zust&auml;ndige Jobcenter eine Bescheinigung. Ein Kind, das in einem anderen Staat der Europ&auml;ischen Union bzw. des Europ&auml;ischen Wirtschaftsraumes oder in der Schweiz bei der staatlichen Arbeitsvermittlung arbeitssuchend gemeldet ist, kann ebenfalls ber&uuml;cksichtigt werden. Kinder bis zur Vollendung des 25. Lebens--jahres werden ber&uuml;cksichtigt, wenn sie f&uuml;r einen Beruf ausgebildet werden Ein Kind wird f&uuml;r einen Beruf ausgebildet, wenn es sein Berufsziel noch nicht erreicht hat, sich aber ernstlich darauf vorbereitet. Zur Ausbildung f&uuml;r einen Beruf z&auml;hlt neben berufsbezogenen Ausbildungsverh&auml;ltnissen auch die Schulausbildung, der Besuch von Fach- und Hochschulen oder die Ausbildung f&uuml;r einen weiteren Beruf. Zur Berufsausbildung geh&ouml;rt auch die Zeit eines Praktikums, sofern dadurch die Kenntnisse, F&auml;higkeiten und Erfahrungen vermittelt werden, die als Grundlagen f&uuml;r die Aus&uuml;bung des angestrebten Berufs geeignet sind und es sich nicht lediglich um ein gering bezahltes Arbeitsverh&auml;ltnis handelt. Auch Sprachaufenthalte im Ausland k&ouml;nnen als Berufsausbildung anerkannt werden, wenn der Erwerb der Fremdsprachenkenntnisse nicht dem Kind allein &uuml;berlassen bleibt, sondern Ausbildungsinhalt und Ausbildungsziel von einer fachlich autorisierten Stelle vorgegeben werden (z.B. bei Besuch eines Colleges oder einer Universit&auml;t). Bei Au-pair-Verh&auml;ltnissen setzt die Anerkennung voraus, dass der Aufenthalt von einem theoretisch-systematischen Sprachunterricht begleitet wird, der w&ouml;chentlich mindestens zehn Unterrichtsstunden umfasst. Wird die Ausbildung wegen Erkrankung oder Mutterschaft nur vor&uuml;bergehend unterbrochen, wird das Kindergeld grunds&auml;tzlich weitergezahlt, nicht jedoch f&uuml;r Unterbrechungszeiten wegen der Kinderbetreuung nach Ablauf der Mutterschutzfristen (z.B. Elternzeit). Die Kindergeldzahlung endet mit Ablauf des Schuljahres bzw. mit dem Monat, in dem die schriftliche Mitteilung des Pr&uuml;fungsergebnisses erfolgt, auch wenn der Ausbildungsvertrag f&uuml;r l&auml;ngere Zeit abgeschlossen war oder das Kind nach der Abschlusspr&uuml;fung noch immatrikuliert bleibt. &Uuml;ber das 25. Lebensjahr hinaus wird f&uuml;r Kinder in Berufsausbildung Kindergeld gezahlt, wenn sie den gesetzliche Grundwehrdienst oder Zivildienst geleistet sich freiwillig f&uuml;r nicht mehr als drei Jahre zum Wehrdienst verpflichtet oder eine vom Grundwehr- bzw. Zivildienst befreiende T&auml;tigkeit als Entwicklungshelfer ausge&uuml;bt und sie diesen Dienst oder die T&auml;tigkeit vor dem 1. Juli 2011 angetreten haben. Die Ber&uuml;cksichtigung erfolgt l&auml;ngstens f&uuml;r die Dauer des inl&auml;ndischen gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienstes. F&uuml;r die Zeit der Ableistung der genannten Dienste selbst besteht grunds&auml;tzlich kein Anspruch auf Kindergeld. sich in einer &Uuml;bergangszeit von h&ouml;chstens vier Monaten befinden zwischen zwei Ausbildungsabschnitten oder zwischen einem Ausbildungsabschnitt und der Ableistung des freiwilligen Wehrdienstes bzw. der Ableistung eines freiwilligen sozialen bzw. &ouml;kologischen Jahres, des Bundesfreiwilligendienstes, des europ&auml;ischen oder entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes, eines Freiwilligendienstes aller Generationen oder eines Internationalen Jugendfreiwilligendienstes. Wie bei Kindern in Berufsausbildung wird auch hier das Kindergeld &uuml;ber das 25. Lebensjahr hinaus weitergezahlt, wenn das Kind vor Vollendung des 25. Lebensjahres den gesetzlichen Grundwehrdienst, Zivildienst oder einen entsprechenden Dienst abgeleistet hat und dieser Dienst vor dem 1. Juli 2011 angetreten wurde. eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatz nicht beginnen oder fortsetzen k&ouml;nnen Ausbildungspl&auml;tze sind neben betrieblichen und &uuml;berbetrieblichen auch solche an Fach- und Hochschulen. Die Ber&uuml;cksichtigung eines Kindes ohne Ausbildungsplatz setzt voraus, dass trotz ernsthafter Bem&uuml;hungen die Suche nach einem Ausbildungsplatz zum n&auml;chstm&ouml;glichen Ausbildungsbeginn erfolglos verlaufen ist und dies anhand geeigneter Unterlagen (z.B. Bewerbungsschreiben, Zwischennachrichten, Absagen, Best&auml;tigung der Berufsberatung der Agentur f&uuml;r Arbeit) glaubhaft gemacht wird. ein freiwilliges soziales Jahr, ein freiwilliges &ouml;kologisches Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst, einen europ&auml;ischen oder einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst, einen Freiwilligendienst aller Generationen oder einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst ableisten Ein freiwilliges soziales Jahr bzw. ein freiwilliges &ouml;kologisches Jahr kann auch im Ausland abgeleistet werden, wenn der Tr&auml;ger seinen Hauptsitz in Deutschland hat. Behinderte Kinder F&uuml;r ein &uuml;ber 18 Jahre altes Kind wird Kindergeld gezahlt, wenn es wegen einer k&ouml;rperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht in der Lage ist, sich selbst zu unterhalten. In Betracht kommen insbesondere Kinder, deren Schwerbehinderung festgestellt ist oder die einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind. Zu einer Behinderung k&ouml;nnen auch Suchtkrankheiten (z.B. Drogenabh&auml;ngigkeit, Alkoholismus) f&uuml;hren. Die Behinderung des Kindes muss urs&auml;chlich f&uuml;r die mangelnde F&auml;higkeit zum Selbstunterhalt sein. Aus Vereinfachungsgr&uuml;nden ist hiervon grunds&auml;tzlich auszugehen, wenn bei einem Kind der Grad der Behinderung 50 oder mehr betr&auml;gt und besondere Umst&auml;nde (z.B. Unterbringung in einer Werkstatt f&uuml;r behinderte Menschen, Bezug von Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB XII oder die Fortdauer einer Schul- oder Berufsausbildung eines Kindes aufgrund seiner Behinderung &uuml;ber das 25. Lebensjahr hinaus) hinzutreten, aufgrund derer eine Erwerbst&auml;tigkeit unter den &uuml;blichen Bedingungen des Arbeitsmarktes ausgeschlossen erscheint. Die Urs&auml;chlichkeit der Behinderung f&uuml;r die Unf&auml;higkeit des Kindes, sich selbst zu unterhalten, kann auch angenommen werden, wenn im Schwerbehindertenausweis das Merkmal H (hilflos) eingetragen ist oder wenn gegen&uuml;ber dem Kind eine volle Erwerbsminderungsrente bewilligt worden ist. Dem Merkzeichen H steht die Einstufung als Schwerstpflegebed&uuml;rftiger in Pflegestufe III nach dem SGB XI gleich. F&uuml;r die Frage, ob ein Kind au&szlig;erstande ist, sich selbst zu unterhalten, ist zu pr&uuml;fen, ob die dem Kind zur Verf&uuml;gung stehenden finanziellen Mittel zur Deckung des gesamten notwendigen Lebensbedarfs ausreichen. Bei der Ermittlung des verf&uuml;gbaren Nettoeinkommens des Kindes sind alle steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte (z.B. Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit - d.h. Bruttoarbeitslohn abz&uuml;glich Werbungskosten bzw. Arbeitnehmer-Pauschbetrag - oder Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung), der Abgeltungsteuer unterliegende Kapitalertr&auml;ge (ohne Abzug des Sparer-Pauschbetrags), alle steuerfreien Einnahmen (z.B. Arbeitslosengeld, Elterngeld, Wohngeld, Berufsausbildungsbeihilfe oder BAf&ouml;G) sowie etwaige Steuererstattungen (Einkommensteuererstattung im Rahmen der Einkommensteuererkl&auml;rung) zu ber&uuml;cksichtigen. Abzuziehen sind tats&auml;chlich gezahlte Steuern (z.B. Steuernachzahlungen an das Finanzamt) sowie unvermeidbare Vorsorgeaufwendungen, wie Beitr&auml;ge zu einer Basiskrankenversicherung bzw. zu einer Pflegepflichtversicherung oder gesetzliche Sozialabgaben des Arbeitnehmers. Verm&ouml;gen des Kindes geh&ouml;rt nicht zu den kindeseigenen Mitteln. Ist das Kind trotz seiner Behinderung aufgrund hohen verf&uuml;gbaren Einkommens in der Lage selbst f&uuml;r seinen Lebensunterhalt zu sorgen, besteht kein Anspruch auf Kindergeld. Der notwendige Lebensbedarf des behinderten Kindes setzt sich aus dem allgemeinen Lebensbedarf (Grundbedarf) und dem individuellen behinderungsbedingten Mehrbedarf zusammen. Als Grundbedarf ist ein Betrag in H&ouml;he des steuerlichen Grundfreibetrages von aktuell 8.472 Euro (ab 2016: 8.652 Euro) anzusetzen. Aus Vereinfachungsgr&uuml;nden ist davon auszugehen, dass das Kind au&szlig;erstande ist, sich selbst zu unterhalten, wenn das verf&uuml;gbare Nettoeinkommen des Kindes und die Leistungen Dritter den Betrag von 8.472 Euro (bzw. ab 2016: 8.652 Euro) im Kalenderjahr nicht &uuml;bersteigen. Leistungen, die dem Kind zweckgebunden zuflie&szlig;en (z.B. Pflegegeld bzw. -zulagen aus der gesetzlichen Unfallversicherung oder Leistungen der Pflegeversicherung bzw. Blindengeld) bleiben hierbei au&szlig;er Ansatz. Sofern nach der vorgenannten Berechnung der Grundfreibetrag &uuml;berschritten wurde, ist eine ausf&uuml;hrliche Berechnung vorzunehmen. Zu diesem Zweck ist der notwendige Lebensbedarf (Grundbedarf und behinderungsbedingter Mehrbedarf) des Kindes den kindeseigenen Mitteln (verf&uuml;gbares Nettoeinkommen sowie s&auml;mtliche Leistungen Dritter) gegen&uuml;berzustellen. &Uuml;bersteigen die kindeseigenen Mittel nicht den notwendigen Lebensbedarf, ist es au&szlig;erstande, sich selbst zu unterhalten und demzufolge nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes zu ber&uuml;cksichtigen. Zum behinderungsbedingten Mehrbedarf geh&ouml;ren alle mit der Behinderung zusammenh&auml;ngenden au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen, z.B. Aufwendungen f&uuml;r die Hilfe bei den gew&ouml;hnlichen und regelm&auml;&szlig;ig wiederkehrenden Verrichtungen des t&auml;glichen Lebens, f&uuml;r die Pflege sowie erh&ouml;hten W&auml;schebedarf. Ohne Einzelnachweis ist ein behinderungsbedingter Mehrbedarf in H&ouml;he des ma&szlig;geblichen Pauschbetrages f&uuml;r behinderte Menschen anzusetzen. Anstelle des Pauschbetrages kann das Pflegegeld als behinderungsbedingter Mehrbedarf angesetzt werden, wenn das Kind Pflegegeld aus der Pflegeversicherung erh&auml;lt. Gleiches gilt f&uuml;r das Blindengeld. Daneben kann weiterer behinderungsbedingter Mehrbedarf angesetzt werden, soweit dieser nicht durch den Pauschbetrag erfasst ist (z.B. Arzt- und Arzneikosten, Fahrtkosten). Kindergeld wird f&uuml;r behinderte Kinder &uuml;ber das 25. Lebensjahr hinaus ohne weitere Altersbegrenzung ausgezahlt. Die Behinderung muss aber vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten sein. Eine Ausnahme besteht f&uuml;r Kinder, bei denen vor dem 1. Januar 2007 eine Behinderung eingetreten ist, wegen der sie au&szlig;erstande sind sich selbst zu unterhalten. Hier gilt noch die Altersgrenze von 27 Jahren nach fr&uuml;herer Rechtslage. 2.4 In welchen F&auml;llen liegt eine anspruchssch&auml;dliche Erwerbst&auml;tigkeit vor? Ab dem Kalenderjahr 2012 ist im Familienleistungsausgleich die Eink&uuml;nfte- und Bez&uuml;gegrenze f&uuml;r vollj&auml;hrige Kinder entfallen. Ein &uuml;ber 18 Jahre altes Kind wird nun grunds&auml;tzlich bis zum Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums ber&uuml;cksichtigt. Dar&uuml;ber hinaus wird ein vollj&auml;hriges Kind nur noch dann ber&uuml;cksichtigt, wenn es weiterhin f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wird, sich in einer &Uuml;bergangszeit befindet, seine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatz nicht beginnen oder fortsetzen kann oder einen Freiwilligendienst leistet und keiner anspruchssch&auml;dlichen Erwerbst&auml;tigkeit nachgeht. Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums gilt die gesetzliche Vermutung, dass ein vollj&auml;hriges Kind in der Lage ist, sich selbst zu unterhalten. Dies hat zur Folge, dass das Kind, wenn es nicht als arbeitsuchend gemeldet ist (bis 21 Jahre) oder behindert ist, im Rahmen des Familienleistungsausgleichs nicht mehr ber&uuml;cksichtigt wird. Die gesetzliche Vermutung gilt als widerlegt, wenn nachgewiesen wird, dass das Kind weiterhin f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wird und tats&auml;chlich keiner Erwerbst&auml;tigkeit nachgeht, die Zeit und Arbeitskraft des Kindes &uuml;berwiegend beansprucht (sch&auml;dliche Erwerbst&auml;tigkeit). Eine Erwerbst&auml;tigkeit liegt vor, wenn das Kind einer auf Erzielung von Eink&uuml;nften gerichteten Besch&auml;ftigung nachgeht, die den Einsatz seiner pers&ouml;nlichen Arbeitskraft erfordert. Dies ist der Fall, bei Aus&uuml;bung einer nichtselbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit bzw. einer land- und forstwirtschaftlichen, einer gewerblichen oder einer selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit. Die Verwaltung eigenen Verm&ouml;gens (z.B. bei Erzielung von Eink&uuml;nften aus Vermietung) oder ein Au-Pair-Verh&auml;ltnis ist keine Erwerbst&auml;tigkeit. Anspruchsunsch&auml;dlich ist eine Erwerbst&auml;tigkeit mit bis zu 20 Stunden regelm&auml;&szlig;iger w&ouml;chentlicher Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverh&auml;ltnis oder ein geringf&uuml;giges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis im Sinne der &sect;&sect; 8 und 8a SGB IV (z.B. ein sog. Minijob). Ferner steht eine Erwerbst&auml;tigkeit im Rahmen eines geregelten Freiwilligendienstes einer Ber&uuml;cksichtigung des Kindes nicht entgegen. Bei der Grenze von 20 Stunden Wochenarbeitszeit kommt es auf die individuell vertraglich vereinbarte Arbeitszeit an. Eine vor&uuml;bergehende (h&ouml;chstens 2 Monate andauernde) Ausweitung der Besch&auml;ftigung auf mehr als 20 Stunden ist unerheblich, wenn dadurch w&auml;hrend des gesamten Ber&uuml;cksichtigungszeitraums im Kalenderjahr, die durchschnittliche w&ouml;chentliche Arbeitszeit nicht mehr als 20 Stunden betr&auml;gt. Eine Berufsausbildung im vorgenannten Sinne liegt vor, wenn das Kind durch eine berufliche Ausbildungsma&szlig;nahme die notwendigen fachlichen F&auml;higkeiten und Kenntnisse erwirbt, die zur Aufnahme eines Berufes bef&auml;higen. Voraussetzung ist, dass der Beruf durch eine Ausbildung in einem &ouml;ffentlich-rechtlich geordneten Ausbildungsgang erlernt wird und der Ausbildungsgang durch eine Pr&uuml;fung abgeschlossen wird. Eine erstmalige Berufsausbildung liegt vor, wenn das Kind zuvor weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen hat. Ein Studium im Sinne der Vorschrift liegt dann vor, wenn es sich um ein Studium an einer Hochschule gem&auml;&szlig; &sect; 1 Hochschulrahmengesetz handelt (z.B. Universit&auml;t, P&auml;dagogische Hochschule, Kunsthochschule, Fachhochschule). Private und kirchliche Bildungseinrichtungen sowie Hochschulen des Bundes, die nach Landesrecht anerkannt werden, sind gleichgestellt. Studien k&ouml;nnen auch als Fernstudien durchgef&uuml;hrt werden. Ein Erststudium liegt dann vor, wenn ihm weder ein abgeschlossenes Studium noch eine abgeschlossene nichtakademische Berufsausbildung vorangegangen ist. Bei der Pr&uuml;fung, ob die Voraussetzungen f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung des Kindes vorliegen, ist auf den Kalendermonat abzustellen. Es gen&uuml;gt, wenn in dem jeweiligen Monat an einem Tag die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. Beispiel: Ein Kind schlie&szlig;t nach dem Abitur zun&auml;chst im Jahr 2013 erfolgreich eine Berufsausbildung als Koch ab. Danach entscheidet es sich f&uuml;r ein Studium. Ab dem 3. August 2015 nimmt es unbefristet eine Teilzeitbesch&auml;ftigung mit 30 Stunden pro Woche auf. Das Kind wird weiterhin f&uuml;r einen Beruf ausgebildet. Da das Studium jedoch nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung durchgef&uuml;hrt wird, kann das Kind nur ber&uuml;cksichtigt werden, wenn es keiner sch&auml;dlichen Erwerbst&auml;tigkeit nachgeht. Eine Ber&uuml;cksichtigung kann aber f&uuml;r jeden Kalendermonat erfolgen, in dem wenigstens an einem Tag s&auml;mtliche Anspruchsvoraussetzungen (hier insbesondere: keiner Erwerbst&auml;tigkeit nachgeht) vorgelegen haben, somit f&uuml;r die Monate Januar bis August 2015. F&uuml;r die Monate September bis Dezember 2015 besteht kein Anspruch auf Kindergeld. 2.5 Wie hoch ist das Kindergeld? Das Kindergeld wird monatlich in folgender H&ouml;he gezahlt: Im Jahr 2015 f&uuml;r das erste und zweite Kind jeweils 188 Euro, f&uuml;r das dritte Kind 194 Euro und f&uuml;r das vierte und jedes weitere Kind jeweils 219 Euro Ab 2016 f&uuml;r das erste und zweite Kind jeweils 190 Euro, f&uuml;r das dritte Kind 196 Euro und f&uuml;r das vierte und jedes weitere Kind jeweils 221 Euro. Welches Kind bei einer Person als erstes, zweites bzw. weiteres Kind zu ber&uuml;cksichtigen ist, richtet sich nach der Reihenfolge der Geburten. In der Reihenfolge der Kinder z&auml;hlen als Z&auml;hlkinder auch diejenigen Kinder mit, f&uuml;r die der Berechtigte kein Kindergeld erhalten kann, weil es einem anderen Elternteil vorrangig zusteht Nr. 2.6). Beispiel: Herr Schmidt hat aus erster Ehe zwei Kinder, f&uuml;r die jedoch seine geschiedene Ehefrau das Kindergeld erh&auml;lt. F&uuml;r die zwei Kinder aus seiner jetzigen Ehe steht ihm das Kindergeld zu. Die zwei Kinder aus seiner ersten Ehe sind sog. Z&auml;hlkinder, weshalb die aus seiner jetzigen Ehe stammenden Kinder kindergeldrechtlich als drittes und viertes Kind gelten. Herr Schmidt erh&auml;lt damit 2015 monatlich 413 Euro (194 Euro und 219 Euro). Kinder, f&uuml;r die der Kindergeldanspruch entf&auml;llt, z&auml;hlen in der Reihenfolge nicht mehr mit. 2.6 Wer erh&auml;lt das Kindergeld, wenn mehrere Personen anspruchsberechtigt sind? F&uuml;r ein und dasselbe Kind kann immer nur eine Person Kindergeld erhalten. Es wird grunds&auml;tzlich dem Elternteil gezahlt, der das Kind in seinen Haushalt aufgenommen hat. Lebt das Kind nicht im Haushalt eines Elternteils, erh&auml;lt das Kindergeld derjenige Elternteil, der dem Kind laufend (den h&ouml;heren) Barunterhalt zahlt. Ist ein Kind in den gemeinsamen Haushalt von Eltern, von einem Elternteil und dessen Ehegatten/ Lebenspartner, von Pflegeeltern oder von Gro&szlig;eltern aufgenommen worden, so bestimmen diese untereinander, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll. F&uuml;r die Berechtigtenbestimmung kann die hierf&uuml;r vorgesehene Erkl&auml;rung am Ende des Vordrucks Antrag auf Kindergeld verwendet werden, die von dem anderen im gemeinsamen Haushalt lebenden Kindergeldberechtigten zu unterschreiben ist. Diese Erkl&auml;rung kann nur schriftlich und nur mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft widerrufen werden. Wird keine Berechtigtenbestimmung getroffen, bestimmt das Amtsgericht als Familiengericht auf Antrag den vorrangigen Kindergeldberechtigten. Den Antrag kann stellen, wer ein berechtigtes Interesse an der Zahlung des Kindergeldes hat. Lebt ein Kind im gemeinsamen Haushalt eines Elternteils und der Gro&szlig;eltern, steht das Kindergeld vorrangig dem Elternteil zu. Dieser kann jedoch auf seinen Vorrang zugunsten eines Gro&szlig;elternteils verzichten. Den Verzicht muss er der Familienkasse schriftlich mitteilen. 2.7 Welche Leistungen schlie&szlig;en die Zahlung von Kindergeld ganz oder teilweise aus? Kindergeld wird nicht gezahlt, wenn f&uuml;r das Kind ein Anspruch auf folgende Leistungen besteht: Kinderzulage aus der gesetzlichen Unfallversicherung oder Kinderzusch&uuml;sse aus einer gesetzlichen Rentenversicherung (Hinweis: Diese Leistungen werden nur noch in seltenen Ausnahmef&auml;llen gew&auml;hrt.) Leistungen f&uuml;r Kinder, die im Ausland gezahlt werden und die dem Kindergeld, der Kinderzulage bzw. dem Kinderzuschuss vergleichbar sind Leistungen f&uuml;r Kinder von einer zwischenoder &uuml;berstaatlichen Einrichtung, wenn sie dem Kindergeld vergleichbar sind. Das Kind kann jedoch in diesen F&auml;llen bei einem etwaigen Kindergeldanspruch f&uuml;r j&uuml;ngere Kinder als Z&auml;hlkind mitgez&auml;hlt werden und dadurch zur Erh&ouml;hung des Kindergeldanspruchs beitragen Nr. 2.5). Ausl&auml;ndische kindbezogene Leistungen schlie&szlig;en den Kindergeldanspruch auch dann aus, wenn sie niedriger als das deutsche Kindergeld sind. Dies gilt allerdings nicht f&uuml;r Familienleistungen, die von einem anderen Mitgliedstaat der Europ&auml;ischen Union oder des Europ&auml;ischen Wirtschaftsraumes oder der Schweiz gew&auml;hrt werden. Hier besteht ggf. ein Anspruch auf einen Unterschiedsbetrag als Teilkindergeld. 2.8 Wo und wie muss ich das Kindergeld beantragen? Gibt es hierf&uuml;r eine bestimmte Frist? Das Kindergeld ist bei der zust&auml;ndigen Familienkasse schriftlich zu beantragen. Entsprechende Antragsvordrucke sind bei der Familienkasse erh&auml;ltlich. Es besteht die M&ouml;glichkeit, die Vordrucke aus dem Internet unter www.familienkasse.de als Dokument herunterzuladen, am Computer auszuf&uuml;llen und auszudrucken. Der Antrag muss unterschrieben werden. Er kann auch durch einen Bevollm&auml;chtigten (z.B. steuerlicher Vertreter) gestellt werden, wenn dem Antrag die Vollmacht beigef&uuml;gt wird. In erster Linie ist die Familienkasse der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zust&auml;ndig, in deren Bezirk Sie wohnen oder Ihren gew&ouml;hnlichen Aufenthalt haben. Ein Ortsverzeichnis der Familienkassen bzw. eine &Uuml;bersicht der Postanschriften sind unter oben genannter Internetadresse eingestellt. F&uuml;r Angeh&ouml;rige des &ouml;ffentlichen Dienstes und Empf&auml;nger von Versorgungsbez&uuml;gen ist in der Regel zust&auml;ndige Familienkasse die mit der Bez&uuml;gefestsetzung befasste Stelle des jeweiligen &ouml;ffentlich-rechtlichen Arbeitgebers bzw. Dienstherrn. Der Antrag auf Kindergeld ist grunds&auml;tzlich an keine Frist gebunden. Zu beachten ist jedoch, dass der Kindergeldanspruch vier Jahre nach dem Jahr der Entstehung verj&auml;hrt. &Uuml;ber die Entscheidung zu Ihrem Antrag erhalten Sie von der Familienkasse einen schriftlichen Bescheid. Vollendet das Kind das 18. Lebensjahr und liegen nach wie vor die Voraussetzungen f&uuml;r die Auszahlung des Kindergeldes vor, m&uuml;ssen diese der Familienkasse unter Vorlage entsprechender Nachweise angezeigt werden (Neuantrag). Ohne eine derartige Mitteilung wird die Kindergeldzahlung ab dem der Vollendung des 18. Lebensjahrs folgenden Kalendermonat automatisch eingestellt. 2.9 Welche Nachweise muss ich vorlegen? Bestimmte Angaben im Antrag m&uuml;ssen durch Urkunden oder Bescheinigungen nachgewiesen werden, die auf Wunsch zur&uuml;ckgesandt werden. Sollten eingereichte Originalunterlagen wieder ben&ouml;tigt werden, ist dies der Familienkasse schriftlich mitzuteilen. Kopien m&uuml;ssen in einwandfreiem Zustand sein und d&uuml;rfen keinen Zweifel an der &Uuml;bereinstimmung mit dem Original aufkommen lassen. Beim Antrag aufgrund der Geburt eines Kindes ist die Geburtsurkunde bzw. die Geburtsbescheinigung f&uuml;r Kindergeld jeweils im Original erforderlich und ausreichend, wenn keine Zweifel bestehen, dass das Kind in den Haushalt der Eltern aufgenommen ist. Zum sp&auml;teren Nachweis des Vorhandenseins der Kinder und ihrer Zugeh&ouml;rigkeit zum Haushalt des Berechtigten ist eine schriftliche Erkl&auml;rung &uuml;ber die Haushaltszugeh&ouml;rigkeit (Haushaltsbescheinigung) abzugeben. F&uuml;r &uuml;ber 18 Jahre alte Kinder sind zus&auml;tzliche Unterlagen notwendig: Der Ausbildungsplatzmangel ist durch entsprechende Unterlagen, wie z.B. Bewerbungsschreiben, Zwischennachricht oder Absagen darzulegen. F&uuml;r Kinder in einem freiwilligen sozialen oder &ouml;kologischen Jahr, im europ&auml;ischen oder entwicklungspolitischen Freiwilligendienst, dem Bundesfreiwilligendienst, einem Freiwilligendienst aller Generationen oder Internationalen Jugenfreiwilligendienst muss dieser Dienst durch eine Bescheinigung des Tr&auml;gers nachgewiesen werden. F&uuml;r ein Kind in Schul- oder Berufsausbildung ist eine Bescheinigung der Ausbildungsst&auml;tte vorzulegen, aus der Art und Dauer der Ausbildung hervorgehen (Schulbescheinigung, Immatrikulationsbescheinigung, Ausbildungsbescheinigung bzw. Ausbildungsvertrag). Die Fortdauer eines Studiums ist jedes Jahr und zwar sp&auml;testens im Oktober nachzuweisen. Ergibt sich aus der Immatrikulationsbescheinigung f&uuml;r das laufende Semester, dass auch das vorangegangene Semester belegt war (ersichtlich aus der Anzahl der Fachsemester), ist f&uuml;r dieses kein gesonderter Nachweis erforderlich. F&uuml;r ein &uuml;ber 25 Jahre altes Kind in Ausbildung Nr. 2.3) ist die Dauer des abgeleisteten Wehr- oder Zivildienstes (Verl&auml;ngerungstatbestand) durch Dienstzeitbescheinigungen zu belegen. F&uuml;r Kinder, die wegen k&ouml;rperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung au&szlig;erstande sind, sich selbst zu versorgen, ist eine amtliche Bescheinigung &uuml;ber die Behinderung beizuf&uuml;gen. Im Allgemeinen ist der Schwerbehindertenausweis, der Feststellungsbescheid des Sozialamtes, der Bescheid &uuml;ber die Einstufung in Pflegestufe III nach SGB XI oder der Rentenbescheid ausreichend. Der Nachweis der Behinderung kann auch in Form einer Bescheinigung des behandelnden Arztes oder eines &auml;rztlichen Gutachtens erbracht werden. Aus der Bescheinigung bzw. dem Gutachten muss Folgendes hervorgehen: Umfang der Behinderung, Beginn der Behinderung, soweit das Kind das 25. Lebensjahr vollendet hat und Auswirkungen der Behinderung auf die Erwerbsf&auml;higkeit des Kindes Zudem sind die kindeseigenen finanziellen Mit tel des Kindes mit Behinderung nachzuweisen. F&uuml;r Kinder ohne Arbeits- und Ausbildungsplatz sind besondere Angaben und Nachweise erforderlich. F&uuml;r den Nachweis der Meldung als Arbeitsuchender ist eine Bescheinigung der Agentur f&uuml;r Arbeit bzw. des Jobcenters vorzulegen. 2.10 Wer zahlt das Kindergeld aus und wann? 2.10.1Auszahlung durch die Familienkasse Die monatliche Auszahlung des Kindergeldes erfolgt grunds&auml;tzlich durch die Familienkasse und zwar unbar durch &Uuml;berweisung auf ein Konto des Berechtigten bei einem Geldinstitut. Die Auszahlung richtet sich nach der Kindergeldnummer und erfolgt je nach Endziffer zu Beginn des Monats, in der Monatsmitte oder am Ende des Monats. 2.10.2Auszahlung an Angeh&ouml;rige des &ouml;ffentlichen Dienstes F&uuml;r Angeh&ouml;rige des &ouml;ffentlichen Dienstes und Empf&auml;nger von Versorgungsbez&uuml;gen wird das Kindergeld in der Regel von der f&uuml;r die Bez&uuml;gefestsetzung zust&auml;ndigen Stelle des &ouml;ffentlich-rechtlichen Arbeitgebers bzw. Dienstherrn festgesetzt und monatlich ausgezahlt. Die &ouml;ffentlichen Arbeitgeber sind insoweit als Familienkassen t&auml;tig. 2.11 Welche Ver&auml;nderungen muss ich der Familienkasse mitteilen? Jeder Kindergeldempf&auml;nger ist gesetzlich verpflichtet, alle &Auml;nderungen der Verh&auml;ltnisse, die f&uuml;r den Anspruch auf Kindergeld erheblich sind, der Familienkasse mitzuteilen. Mitteilungen an andere Beh&ouml;rden (z.B. Gemeindeverwaltung, Einwohnermeldeamt, Finanzamt) oder eine Stelle in der Agentur f&uuml;r Arbeit gen&uuml;gen nicht. Die Familienkasse muss beispielsweise informiert werden, wenn ein Berechtigter bei seinem &ouml;ffentlich-rechtlichen Arbeitgeber oder Dienstherrn Kindergeld beantragt hat, ein Berechtigter eine Besch&auml;ftigung im Ausland aufnimmt, ein Berechtigter oder eines der Kinder ins Ausland umzieht, eine andere kindbezogene Leistung (z.B. ausl&auml;ndische Familienleistung) gezahlt wird, die Ehegatten/Lebenspartner sich auf Dauer trennen oder geschieden werden bzw. die Lebenspartnerschaft aufgel&ouml;st wird, der Berechtigte oder ein Kind den bisherigen Haushalt verl&auml;sst, ein Kind verstirbt, sich die Zahl der kindergeldrechtlich zu ber&uuml;cksichtigenden Kinder aus sonstigen Gr&uuml;nden vermindert, sich die Anschrift oder Bankverbindung &auml;ndert. Wird Kindergeld f&uuml;r Kinder ab 18 Jahre gezahlt, ist die Familienkasse zus&auml;tzlich unverz&uuml;glich zu benachrichtigen, wenn das Kind bereits eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen hat und eine Erwerbst&auml;tigkeit aufnimmt (dies gilt nicht f&uuml;r Kinder ohne Arbeitsplatz oder behinderte Kinder), die Schul- oder Berufsausbildung wechselt, beendet oder unterbricht (das gilt auch, wenn sich ein Kind trotz fortbestehender Immatrikulation vom Studium beurlauben oder von der Belegpflicht befreien l&auml;sst), den freiwilligen Wehrdienst antritt, bisher Arbeit suchend oder ohne Ausbildungsplatz war und nun eine Schul- oder Berufsausbildung oder eine Erwerbst&auml;tigkeit aufnimmt, wenn f&uuml;r das Kind wegen einer Schwangerschaft die Mutterschutzfrist beginnt. 3.Die Ber&uuml;cksichtigung von Kindern in der Einkommensteuererkl&auml;rung Die unter Nr. 3.1 bis 3.5 aufgef&uuml;hrten M&ouml;glichkeiten f&uuml;r die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von Kindern werden durch das Finanzamt im Rahmen der Bearbeitung der Einkommensteuererkl&auml;rung gepr&uuml;ft. Angaben zu Kindern sind auf dem Steuererkl&auml;rungsvordruck Anlage Kind vorzunehmen und zwar f&uuml;r jedes Kind auf einer gesonderten Anlage. 3.1 Freibetr&auml;ge f&uuml;r Kinder Zu den Freibetr&auml;gen f&uuml;r Kinder geh&ouml;ren der Kinderfreibetrag f&uuml;r das s&auml;chliche Existenzminimum des Kindes und der Freibetrag f&uuml;r Betreuungs- und Erziehungsoder Ausbildungsbedarf. Wie bereits eingangs erw&auml;hnt, wird im laufenden Jahr Kindergeld gezahlt. Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer pr&uuml;ft das Finanzamt von Amts wegen, ob anstelle des Kindergeldanspruchs f&uuml;r das einzelne Kind die Freibetr&auml;ge f&uuml;r Kinder abzuziehen sind. Ist die Steuerersparnis durch Abzug der Freibetr&auml;ge h&ouml;her als der Anspruch auf Kindergeld, werden diese Freibetr&auml;ge vom Einkommen abgezogen. Gleichzeitig wird dann die ermittelte Einkommensteuer um den Betrag des Kindergeldanspruchs erh&ouml;ht. Es besteht also entweder Anspruch auf Kindergeld oder auf die Freibetr&auml;ge f&uuml;r Kinder. Der Steuerbescheid enth&auml;lt hierzu eine entsprechende Bemerkung. 3.1.1 F&uuml;r welche Kinder werden die Freibetr&auml;ge grunds&auml;tzlich gew&auml;hrt? Als Kinder werden ber&uuml;cksichtigt: im ersten Grad mit dem Steuerpflichtigen verwandte Kinder (leibliche und angenommene Kinder) sowie Pflegekinder, mit denen der Steuerpflichtige durch eine familien&auml;hnliche, auf l&auml;ngere Dauer angelegte Beziehung verbunden ist, sofern er sie nicht zu Erwerbszwecken in seinen Haushalt aufgenommen hat und das Obhuts- und Pflegeverh&auml;ltnis zu den leiblichen Eltern nicht mehr besteht. Ein Kind wird ab dem Kalendermonat, in dem es geboren wird, bis mindestens zu dem Monat, in dem es das 18. Lebensjahr vollendet hat, ber&uuml;cksichtigt (vgl. Beispiel Nr. 2.3). &Uuml;ber 18 Jahre alte Kinder k&ouml;nnen nur ber&uuml;cksichtigt werden, wenn weitere Voraussetzungen vorliegen. Um Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die Regelungen zum Kindergeld verwiesen, da die Voraussetzungen gleich sind. Insbesondere gelten auch hier die Ausf&uuml;hrungen zu einer anspruchssch&auml;dlichen Erwerbst&auml;tigkeit nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums sowie zu der M&ouml;glichkeit, Kinder &uuml;ber das 25. Lebensjahr (z.B. bei Kindern in Ausbildung oder in einer viermonatigen &Uuml;bergangszeit) hinaus zu ber&uuml;cksichtigen, wenn diese vorher den gesetzlichen Grundwehrdienst oder Zivildienst usw. abgeleistet haben Nr. 2.3 und 2.4). 3.1.2 Wie hoch sind die Freibetr&auml;ge? Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer werden f&uuml;r jedes zu ber&uuml;cksichtigende Kind des Steuerpflichtigen folgende Betr&auml;ge vom Einkommen abgezogen: Im Jahr 2015 Kinderfreibetrag von j&auml;hrlich 2.256 Euro Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf von j&auml;hrlich 1.320 Euro Ab 2016 Kinderfreibetrag von j&auml;hrlich 2.304 Euro Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf von j&auml;hrlich 1.320 Euro Eltern, die zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, haben f&uuml;r ein gemeinsames Kind Anspruch auf die doppelten Betr&auml;ge, z.B. f&uuml;r 2016: Kinderfreibetrag von j&auml;hrlich 4.608 Euro Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf von j&auml;hrlich 2.640 Euro. Diese h&ouml;heren Freibetr&auml;ge stehen Steuerpflichtigen auch dann zu, wenn: der andere Elternteil verstorben ist oder im Ausland lebt der Steuerpflichtige allein das Kind angenommen hat oder das Kind nur zu ihm in einem Pflegekindschaftsverh&auml;ltnis steht. Lebt das Kind im Ausland, werden die oben aufgef&uuml;hrten Freibetr&auml;ge unter Umst&auml;nden nur zu angesetzt. F&uuml;r jeden vollen Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen f&uuml;r einen Freibetrag nicht vorliegen, erm&auml;&szlig;igen sich die oben genannten Betr&auml;ge um ein Zw&ouml;lftel. Bei einem Elternpaar, bei dem die Voraussetzungen f&uuml;r eine Zusammenveranlagung nicht vorliegen, bestehen hinsichtlich der Freibetr&auml;ge folgende &Uuml;bertragungsm&ouml;glichkeiten: Auf Antrag eines Elternteils (auf der Anlage Kind) kann der dem anderen Elternteil zustehende Kinderfreibetrag zusammen mit dem Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf auf ihn &uuml;bertragen werden, wenn er, nicht jedoch der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht gegen&uuml;ber dem Kind zu mindestens 75 v. H. nachkommt oder der andere Elternteil mangels Leistungsf&auml;higkeit nicht unterhaltspflichtig ist. Dabei erf&uuml;llt der Elternteil, in dessen Obhut das Kind sich befindet, seine Unterhaltsverpflichtung in der Regel durch die Pflege und Erziehung des Kindes. Eine &Uuml;bertragung f&uuml;r Zeitr&auml;ume, f&uuml;r die Unterhaltsleistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz gezahlt werden, kommt jedoch nicht in Betracht. Ist ein minderj&auml;hriges Kind nur bei einem Elternteil gemeldet, kann dieser beim Finanzamt beantragen (Anlage Kind), dass der Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungsoder Ausbildungsbedarf des anderen Elternteils auf ihn &uuml;bertragen wird. Eine &Uuml;bertragung scheidet jedoch aus, wenn der andere Elternteil der &Uuml;bertragung widersprochen hat, weil er f&uuml;r das nicht bei ihm gemeldete Kind Kinderbetreuungskosten (z.B. Aufwendungen im Zusammenhang mit den regelm&auml;&szlig;igen Aufenthalten des Kindes bei ihm) getragen hat oder dieses regelm&auml;&szlig;ig in einem nicht unwesentlichen Umfang (typischerweise bei regelm&auml;&szlig;igem Umgang mit dem Kind an Wochenenden und in den Ferien) betreut. Im Jahr der Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes ist nur eine zeitanteilige &Uuml;bertragung m&ouml;glich. Die den Eltern zustehenden Freibetr&auml;ge k&ouml;nnen auf Antrag auch auf einen Stiefelternteil oder Gro&szlig;elternteil &uuml;bertragen werden, wenn dieser das Kind in seinen Haushalt aufgenommen hat. Eine &Uuml;bertragung der Freibetr&auml;ge auf einen Gro&szlig;elternteil kommt auch in Betracht, wenn dieser einer Unterhaltspflicht gegen&uuml;ber dem Kind unterliegt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Eltern des Kindes nicht leistungsf&auml;hig sind. Hierzu ist zus&auml;tzlich zur Anlage Kind die Anlage K auszuf&uuml;llen. Steht einem Kind ein Behinderten-Pauschbetrag oder ein Hinterbliebenen-Pauschbetrag zu ( vgl. Info-Brosch&uuml;re Sonderausgaben und Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen, siehe Hinweis auf Seite 26), den das Kind - z.B. mangels eigener Eink&uuml;nfte - nicht in Anspruch nimmt, besteht die M&ouml;glichkeit, den Pauschbetrag auf Antrag auf den Steuerpflichtigen zu &uuml;bertragen, welcher Anspruch auf die Freibetr&auml;ge f&uuml;r Kinder oder auf Kindergeld f&uuml;r dieses Kind hat. Der Pauschbetrag wird grunds&auml;tzlich auf beide Elternteile je zur H&auml;lfte aufgeteilt, es sei denn, der Kinderfreibetrag wurde auf den anderen Elternteil &uuml;bertragen. Auf gemeinsamen Antrag der Eltern ist eine andere Aufteilung m&ouml;glich. 3.2Kinderbetreuungskosten 3.2.1Allgemeines Aufwendungen f&uuml;r die Betreuung eines Kindes, welches j&uuml;nger als 14 Jahre alt ist und im Haushalt der Eltern lebt, k&ouml;nnen als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. F&uuml;r den Abzug der Aufwendungen wird seit 2012 nicht mehr zwischen erwerbsbedingten und nicht erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten unterschieden. Damit sind die pers&ouml;nlichen Anspruchsvoraussetzungen bei den Eltern entfallen. 3.2.2 F&uuml;r welche Kinder k&ouml;nnen Kinderbetreuungskosten abgezogen werden? Ein Abzug von Aufwendungen f&uuml;r Dienstleistungen zur Kinderbetreuung kommt in Betracht, wenn das betreute Kind zum Haushalt geh&ouml;rt, im ersten Grad mit dem Steuerpflichtigen verwandt oder ein Pflegekind ist, das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen einer vor dem 25. Lebensjahr eingetretenen k&ouml;rperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung au&szlig;erstande ist, sich selbst zu unterhalten</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01007.pdf">Publikation zeigen</a></p>