<h1>Grunds&auml;tze und Verfahren der Personalbeurteilung</h1> <h2>Diese Analyse gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber wichtige und n&uuml;tzliche Elemente betrieblicher Regelungen... Quelle Hans-B&ouml;ckler-Stiftung</h2> <p>In privatwirtschaftlichen Unternehmen und im &ouml;ffentlichen Dienst werden viele Besch&auml;ftigte regelm&auml;&szlig;ig oder anlassbezogen beurteilt. Formen und Ziele dieser Beurteilungen k&ouml;nnen sehr verschieden sein. Sie sollen die Personalentwicklung f&ouml;rdern, die Zusammenarbeit verbessern oder eine Entgeltdifferenzierung erm&ouml;glichen. Entsprechend hat sich im Beurteilungswesen eine bunte Vielfalt von unterschiedlichen Konzepten und Verfahren entwickelt. Es gibt offene, flexible Verfahren. Weit verbreitet sind auch stark strukturierte Systeme mit festen Kriterien und Skalierungen. Das gilt vor allem im &ouml;ffentlichen Dienst wie die Auswertung zeigt. Die Analyse gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber wichtige und n&uuml;tzliche Elemente betrieblicher Regelungen zu Beurteilungsverfahren und -grunds&auml;tzen. Einschl&auml;gige gesetzliche Regelungen geben Betriebs- und Personalr&auml;ten bei Beurteilungsgrunds&auml;tzen weit reichende Mitbestimmungsm&ouml;glichkeiten. F&uuml;r die Analyse wurden 127 betriebliche Vereinbarungen der Jahre 1993 bis 2010 ausgewertet. Es wird gezeigt, welche Regelungstrends zur Gestaltung von Personalbeurteilungen bestehen und wie die betrieblichen Akteure das Thema aufgreifen. Die Auswertung verfolgt dabei nicht das Ziel, Regelungen zu bewerten, die Hintergr&uuml;nde und Strukturen in den Betrieben und Verwaltungen sind uns nicht bekannt. Ziel ist es, betriebliche Regelungspraxis abzubilden, Trends aufzuzeigen, Hinweise und Anregungen f&uuml;r die Gestaltung eigener Vereinbarungen zu geben. Weitere Hinweise und Informationen zu unseren Auswertungen finden Sie im Internet unter www.boeckler.de/betriebsvereinbarungen. Verfahren der Personalbeurteilung geh&ouml;ren zu den klassischen Instrumenten der betrieblichen Personalwirtschaft. Sie unterscheiden sich deutlich voneinander hinsichtlich ihrer Konzeption sowie der Ziele, die sie verfolgen. An einem Ende des Spektrums finden sich stark strukturierte Verfahren, die darauf ausgerichtet sind, Bewertungsdaten &uuml;ber die Besch&auml;ftigten zu gewinnen. Dabei sind feste Kriterien vorgegeben wie z.B. Arbeitsmenge, Arbeitsqualit&auml;t, Fachkenntnisse, Zusammenarbeit. Sie werden jeweils einzeln von den Vorgesetzten nach einer Skala &auml;hnlich den Schulnoten bewertet. Hinsichtlich der Verfahrensziele stehen hierbei oft &#039;&#039;harte&#039;&#039; Zwecke wie Entgeltfindung (Ableitung einer leistungsbezogenen Komponente) und/oder Personalplanung sowie Personalentscheidung im Vordergrund. Dem stehen auf der anderen Seite offenere, flexiblere Verfahren gegen&uuml;ber, bei denen es weniger auf die Bewertungsdaten als auf die R&uuml;ckmeldung an die Besch&auml;ftigten ankommt. In der neueren Arbeits- und Betriebspsychologie wird daf&uuml;r h&auml;ufig der Begriff Feedback verwendet. Im Mittelpunkt steht das pers&ouml;nliche Beurteilungsgespr&auml;ch (f Glossar) zwischen F&uuml;hrungskraft und Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter. Es geht vor allem darum, die Kommunikation zu f&ouml;rdern, die Zusammenarbeit zu verbessern und Ma&szlig;nahmen zur Personalentwicklung (f Glossar) abzuleiten. Die unterschiedlichen Konzepte spiegeln die abweichenden Ziele (f Glossar) wider. Aufgrund praktischer Erfahrungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse ist inzwischen bekannt und weitgehend akzeptiert, dass Beurteilungsverfahren (f Glossar) stark zielabh&auml;ngig gestaltet werden m&uuml;ssen. Dennoch existiert mitunter durchaus noch die Vorstellung &#039;&#039;Beurteilung ist Beurteilung&#039;&#039;: Man k&ouml;nne ein f&uuml;r alle m&ouml;glichen Zwecke nutzbares System - quasi eine &#039;&#039;Eier legende Wollmilchsau&#039;&#039; (vgl. Neuberger 1980) - etablieren, wenn man es sorgf&auml;ltig entwickelt und einf&uuml;hrt. Dies trifft in den meisten F&auml;llen nicht zu (vgl. Breisig 2005)</p> <p><a href="https://www.boeckler.de/pdf/mbf_bvd_grundsaetze_und_verfahren_der_personalbeurteilung.pdf">Publikation zeigen</a></p>