<h1>Akuthilfe f&uuml;r pflegende Angeh&ouml;rige</h1> <h2>Etwa 2,5 Millionen Berufst&auml;tige pflegen Angeh&ouml;rige zu Hause. Durch die Corona-Krise sind sie zus&auml;tzlich belastet. Damit sie Pflege und Beruf besser vereinbaren k&ouml;nnen, hat die Bundesregierung eine Akuthilfe beschlossen... Quelle BMFSFJ</h2> <p>Akuthilfe f&uuml;r pflegende Angeh&ouml;rige Etwa 2,5 Millionen Berufst&auml;tige pflegen Angeh&ouml;rige zu Hause. Durch die Corona-Krise sind sie zus&auml;tzlich belastet. Damit sie Pflege und Beruf besser vereinbaren k&ouml;nnen, hat die Bundesregierung eine Akuthilfe beschlossen. Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld Bisher erhalten Besch&auml;ftigte f&uuml;r bis zu zehn Arbeitstage Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld als Lohnersatzleistung, wenn sie vor einer akuten Pflegesituation stehen, in der sie die Pflege sicherstellen oder organisieren m&uuml;ssen. Die Neuregelung sieht einen vereinfachten Zugang zum Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld vor. Es wird bis zum 30. September 2020 auch gew&auml;hrt, wenn ein Engpass in der pflegerischen Versorgung entstanden ist, den die Angeh&ouml;rigen im Zuge der COVID-19-Pandemie nur selbst auffangen k&ouml;nnen. Bis zum 30. September 2020 sollen Besch&auml;ftigte dar&uuml;ber hinaus die M&ouml;glichkeit erhalten, das Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld insgesamt f&uuml;r bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch zu nehmen. Bereits genutzte Tage mit Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld werden angerechnet. Kurzzeitige Arbeitsverhinderung Bisher haben Besch&auml;ftigte in einer akut auftretenden Pflegesituation die M&ouml;glichkeit, bis zu zehn Arbeitstage von der Arbeit fernzubleiben. Die Neuregelung sieht eine Inanspruchnahme von bis zu 20 Tagen vor. Voraussetzung ist, dass eine pandemiebedingte akute Pflegesituation besteht, die bew&auml;ltigt werden muss. So wird pflegenden Angeh&ouml;rigen mehr Zeit einger&auml;umt, um die Pflege zu Hause sicherzustellen oder neu zu organisieren, wenn zum Beispiel wegen der COVID-19-Pandemie Tagespflegeeinrichtungen geschlossen wurden oder ambulante Pflegedienste nicht mehr in dem gewohnten Umfang arbeiten. Die Regelung ist bis 30. September 2020 befristet. Flexibilisierungen bei Familienpflegezeit und Pflegezeit Besch&auml;ftigte, die gleichzeitig Pflegeaufgaben &uuml;bernehmen, werden befristet bis zum 30. September die M&ouml;glichkeit erhalten, mit Zustimmung des Arbeitgebers Familienpflegezeit und Pflegezeit flexibler zu nutzen. Wer den gesetzlichen Rahmen f&uuml;r die Auszeiten (sechs Monate Pflegezeit, 24 Monate Familienpflegezeit) bisher nicht ausgesch&ouml;pft hat, soll kurzfristig Restzeiten der Freistellungen in Anspruch nehmen k&ouml;nnen, sofern sie die Gesamtdauer von 24 Monaten nicht &uuml;berschreiten. Die Ank&uuml;ndigungsfrist gegen&uuml;ber dem Arbeitgeber wird bei der Familienpflegezeit vor&uuml;bergehend nur zehn Tage (statt acht Wochen) betragen. Die Mindestarbeitszeit der Familienpflegezeit von 15 Wochenstunden kann vor&uuml;bergehend unterschritten werden. Die Ank&uuml;ndigung in Textform gen&uuml;gt. Auch wird der unmittelbare Anschluss zwischen Pflegezeit und Familienpflegezeit befristet entfallen. Ber&uuml;cksichtigung von Einkommenseinbu&szlig;en bei der finanziellen F&ouml;rderung durch zinslose Darlehen Auch das Darlehen nach dem Familienpflegezeitgesetz wird den aktuellen Bedingungen angepasst. Monate mit pandemiebedingten Einkommensausf&auml;llen k&ouml;nnen bei der Ermittlung der Darlehensh&ouml;he auf Antrag unber&uuml;cksichtigt bleiben. Die R&uuml;ckzahlung der Darlehen wird f&uuml;r die Betroffenen im Verwaltungsverfahren erleichtert</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01085.pdf">Publikation zeigen</a></p>