<h1>Erh&ouml;hung der Zeitgrenzen f&uuml;r kurzfristige Besch&auml;ftigungen</h1> <h2>Die Zeitgrenzen f&uuml;r die kurzfristige Besch&auml;ftigung werden &uuml;bergangsweise von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen auf f&uuml;nf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben... Quelle Spitzenorganisationen der Sozialversicherung</h2> <p>Versicherungsrechtliche Beurteilung von geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungen, Vor&uuml;bergehende Erh&ouml;hung der Zeitgrenzen f&uuml;r kurzfristige Besch&auml;ftigungen vom 1. M&auml;rz 2020 bis 31. Oktober 2020 Mit dem Gesetz f&uuml;r den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung und zum Einsatz und zur Absicherung sozialer Dienstleister aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozial schutz-Paket) vom 27. M&auml;rz 2020 (BGBl I S. 575) werden die Zeitgrenzen f&uuml;r die kurz fristige Besch&auml;ftigung (&sect; 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV) &uuml;bergangsweise vom 1. M&auml;rz 2020 bis 31. Oktober 2020 von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen auf f&uuml;nf Monate oder 115 Ar beitstage angehoben. Eine kurzfristige Besch&auml;ftigung liegt jedoch weiterhin nicht vor, wenn die Besch&auml;ftigung berufsm&auml;&szlig;ig ausge&uuml;bt wird und das monatliche Arbeitsentgelt 450 Euro &uuml;bersteigt. Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung beschreiben die versicherungsrechtli che Beurteilung geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigungen in den Geringf&uuml;gigkeits-Richtlinien. Die aktuelle Fassung tr&auml;gt das Datum vom 21. November 2018 und beh&auml;lt weiterhin ihre G&uuml;l tigkeit. F&uuml;r die Dauer der gesetzlichen &Uuml;bergangsregelung, die f&uuml;r Besch&auml;ftigungen in der Zeit vom 1. M&auml;rz 2020 bis 31. Oktober 2020 gilt, sind erg&auml;nzend die Ausf&uuml;hrungen in dieser gemeinsamen Verlautbarung zu beachten. Das Inhaltsverzeichnis und die Textpassagen reihen sich in die Gliederung der Geringf&uuml;gigkeits-Richtlinien ein. Die Erh&ouml;hung der Zeitgrenzen ist befristet bis zum 31. Oktober 2020. F&uuml;r die Zeit ab 1. November 2020 gelten hinsichtlich der kurzfristigen Besch&auml;ftigungen wieder uneinge schr&auml;nkt die Ausf&uuml;hrungen in den Geringf&uuml;gigkeits-Richtlinien in der Fassung vom 21. November 2018. Es ergeben sich &uuml;bergangsweise f&uuml;r Besch&auml;ftigungen, die in der Zeit vom 1. M&auml;rz 2020 bis 31. Oktober 2020 ausge&uuml;bt werden, folgende &Auml;nderungen: &Auml;nderung der Zeitgrenzen f&uuml;r eine kurzfristige Besch&auml;ftigung von drei Monaten/70 Arbeitstagen auf f&uuml;nf Monate/115 Arbeitstage (vgl. B 2.5). Analog zur &Auml;nderung bei der kurzfristigen Besch&auml;ftigung gilt die ge&auml;nderte Zeit grenze von f&uuml;nf Monaten anstelle von drei Monaten ebenfalls f&uuml;r ein vor&uuml;berge hendes unvorhersehbares &Uuml;berschreiten der Entgeltgrenze bei geringf&uuml;gig ent lohnten Besch&auml;ftigungen (vgl. B 3.3). Erg&auml;nzung von Beispielen f&uuml;r die &Uuml;bergangsregelung (vgl. J). A Gesetzliche Grundlagen &sect; 8 SGB IV Geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung und geringf&uuml;gige selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit (1) Eine geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung liegt vor, wenn 1. das Arbeitsentgelt aus dieser Besch&auml;ftigung regelm&auml;&szlig;ig im Monat 450 Euro nicht &uuml;bersteigt, 2. die Besch&auml;ftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf l&auml;ngstens drei Monate oder 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertrag lich begrenzt ist, es sei denn, dass die Besch&auml;ftigung berufsm&auml;&szlig;ig ausge&uuml;bt wird und ihr Entgelt 450 Euro im Monat &uuml;bersteigt. (2) Bei der Anwendung des Absatzes 1 sind mehrere geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungen nach Nummer 1 oder Nummer 2 sowie geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungen nach Nummer 1 mit Ausnahme einer geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung nach Nummer 1 und nicht geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungen zusammenzurechnen. Eine geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung liegt nicht mehr vor, sobald die Voraussetzungen des Absatzes 1 entfallen. Wird bei der Zusammenrech nung nach Satz 1 festgestellt, dass die Voraussetzungen einer geringf&uuml;gigen Besch&auml;fti gung nicht mehr vorliegen, tritt die Versicherungspflicht erst mit dem Tag ein, an dem die Entscheidung &uuml;ber die Versicherungspflicht nach &sect; 37 des Zehnten Buches durch die Einzugsstelle nach &sect; 28i Satz 5 oder einen Tr&auml;ger der Rentenversicherung bekannt ge geben wird. Dies gilt nicht, wenn der Arbeitgeber vors&auml;tzlich oder grob fahrl&auml;ssig ver s&auml;umt hat, den Sachverhalt f&uuml;r die versicherungsrechtliche Beurteilung der Besch&auml;ftigung aufzukl&auml;ren. (3) Die Abs&auml;tze 1 und 2 gelten entsprechend, soweit anstelle einer Besch&auml;ftigung eine selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit ausge&uuml;bt wird. Dies gilt nicht f&uuml;r das Recht der Arbeitsf&ouml;rderung. &sect; 115 SGB IV Geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung und geringf&uuml;gige selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit Vom 1. M&auml;rz 2020 bis einschlie&szlig;lich 31. Oktober 2020 gilt &sect; 8 Absatz 1 Nummer 2 mit der Ma&szlig;gabe, dass die Besch&auml;ftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf l&auml;ngstens f&uuml;nf Monate oder 115 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist, es sei denn, dass die Besch&auml;ftigung berufsm&auml;&szlig;ig ausge&uuml;bt wird und ihr Entgelt 450 Euro im Monat &uuml;bersteigt. 2.5 &Uuml;bergangsregelung vom 1. M&auml;rz 2020 bis 31. Oktober 2020 Die Zeitdauer f&uuml;r die Annahme einer kurzfristigen Besch&auml;ftigung betr&auml;gt nach &sect; 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV drei Monate bzw. 70 Arbeitstage und wurde f&uuml;r eine &Uuml;bergangszeit f&uuml;r Be sch&auml;ftigungszeitr&auml;ume vom 1. M&auml;rz 2020 bis 31. Oktober 2020 auf f&uuml;nf Monate bzw. 115 Arbeitstage erh&ouml;ht (&sect; 115 SGB IV). Gleiches gilt f&uuml;r die Zeitgrenzen im Zusammenhang mit der Pr&uuml;fung der Berufsm&auml;&szlig;igkeit (vgl. 2.3.3.3, 2.3.3.4 und 2.3.3.6). Aufgrund fehlen der Bestandsschutzregelungen erfolgt die Beurteilung der &uuml;ber den 29. Februar 2020 bzw. 31. Oktober 2020 hinausgehenden Besch&auml;ftigungen nach dem f&uuml;r den jeweiligen Besch&auml;ftigungszeitraum geltenden Recht. Entscheidend f&uuml;r die Anwendung der zul&auml;ssi gen Zeitdauer ist somit der Zeitpunkt, zu dem die versicherungsrechtliche Beurteilung der Besch&auml;ftigung zu erfolgen hat, also unmittelbar bei Besch&auml;ftigungsbeginn und erneut bei jeder &Auml;nderung der Verh&auml;ltnisse (vgl. 2). Die &Uuml;bergangsregelung ist am 28. M&auml;rz 2020 (Tag nach Verk&uuml;ndung des Gesetzes) in Kraft getreten, gilt aber bereits ab dem 1. M&auml;rz 2020. Dadurch ergeben sich f&uuml;r bereits bestehende Besch&auml;ftigungen, die nunmehr r&uuml;ckwirkend im Rahmen einer kurzfristigen Besch&auml;ftigung ausge&uuml;bt werden, versicherungs-, beitrags- und melderechtliche Korrektu ren. 2.5.1 Besch&auml;ftigung vom 1. M&auml;rz 2020 bis 31. Oktober 2020 Eine Besch&auml;ftigung, die ausschlie&szlig;lich in den Zeitraum vom 1. M&auml;rz 2020 bis 31. Oktober 2020 f&auml;llt, ist kurzfristig, wenn sie auf l&auml;ngstens f&uuml;nf Monate oder 115 Arbeitstage befris tet ist (vgl. Beispiel 55). Vorbesch&auml;ftigungszeiten sind zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. 2.3.2). 2.5.2 Besch&auml;ftigung &uuml;ber den 29. Februar 2020 hinaus Eine Besch&auml;ftigung, die bis zum 29. Februar 2020 beginnt und dar&uuml;ber hinaus andauert, ist ab Besch&auml;ftigungsbeginn kurzfristig, wenn sie auf l&auml;ngstens drei Monate oder 70 Ar beitstage befristet ist. Vorbesch&auml;ftigungszeiten sind zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. 2.3.2). Zum 1. M&auml;rz 2020 tritt kraft Gesetzes eine &Auml;nderung in den Verh&auml;ltnissen ein, so dass ab die sem Zeitpunkt die l&auml;ngere Zeitdauer zu ber&uuml;cksichtigen ist. Ab 1. M&auml;rz 2020 liegt eine kurzfristige Besch&auml;ftigung vor, wenn die Besch&auml;ftigung unter Ber&uuml;cksichtigung von Vor besch&auml;ftigungszeiten seit ihrem Beginn im Jahr 2020 auf l&auml;ngstens f&uuml;nf Monate bzw. 115 Arbeitstage befristet ist (vgl. Beispiel 56). 2.5.3 Besch&auml;ftigung &uuml;ber den 31. Oktober 2020 hinaus Eine Besch&auml;ftigung, die bis zum 31. Oktober 2020 beginnt und dar&uuml;ber hinaus andauert, ist ab Besch&auml;ftigungsbeginn kurzfristig, wenn sie auf l&auml;ngstens f&uuml;nf Monate oder 115 Ar beitstage befristet ist. Vorbesch&auml;ftigungszeiten sind zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. 2.3.2). Zum 1. November 2020 tritt kraft Gesetzes eine &Auml;nderung in den Verh&auml;ltnissen ein, so dass ab diesem Zeitpunkt wieder die k&uuml;rzere Zeitdauer zu ber&uuml;cksichtigen ist. Ab 1. November 2020 liegt eine kurzfristige Besch&auml;ftigung nur noch dann vor, wenn die Besch&auml;ftigung un ter Ber&uuml;cksichtigung von Vorbesch&auml;ftigungszeiten seit ihrem Beginn im Jahr 2020 auf l&auml;ngstens drei Monate bzw. 70 Arbeitstage befristet ist (vgl. Beispiel 57). 2.5.4 Besch&auml;ftigungen ab 1. November 2020 Eine Besch&auml;ftigung, die nach dem 31. Oktober 2020 beginnt, ist kurzfristig, wenn sie auf l&auml;ngstens drei Monate oder 70 Arbeitstage befristet ist. Vorbesch&auml;ftigungszeiten sind zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. 2.3.2). 3.3 Gelegentliches unvorhersehbares &Uuml;berschreiten der Entgeltgrenze vom 1. M&auml;rz 2020 bis 31. Oktober 2020 &Uuml;berschreitet das Arbeitsentgelt regelm&auml;&szlig;ig 450 Euro im Monat, so liegt vom Tage des &Uuml;berschreitens an keine geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung mehr vor. F&uuml;r die zur&uuml;ckliegende Zeit verbleibt es bei der geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigung. Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares &Uuml;berschreiten der Arbeitsentgeltgrenze f&uuml;hrt nicht zur Beendigung der geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigung, bislang war als gelegentlich grunds&auml;tzlich ein Zeitraum bis zu drei Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen (vgl. 3.1). Analog zur Erh&ouml;hung der Zeitgrenzen f&uuml;r eine kurzfristige Besch&auml;ftigung (vgl. 2.5) liegt ein gelegentliches &Uuml;berschreiten der Arbeitsentgeltgrenze f&uuml;r die Kalendermonate M&auml;rz bis Oktober 2020 vor, wenn innerhalb des f&uuml;r den jeweiligen Entgeltabrechnungszeitraum zu bildenden Zeitjahres maximal in f&uuml;nf Kalendermonaten ein nicht vorhersehbares &Uuml;ber schreiten vorliegt (Beispiele 51d bis 51f). Beispiel 51d (zu B 3.3): Eine familienversicherte Raumpflegerin arbeitet seit dem 01.01.2017 gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 420 Euro. Ende M&auml;rz 2020 bittet der Arbeitgeber sie wider Erwarten, vom 01.03. bis zum 31.03.2020 die Vertretung f&uuml;r eine Voll zeitkraft zu &uuml;bernehmen, die sich aufgrund der Corona-Pandemie in Quarant&auml;ne befindet. Dadurch erh&ouml;ht sich das Arbeitsentgelt im Monat M&auml;rz 2020 auf monat lich 2.000 Euro. Die Raumpflegerin hat bereits im Jahr 2019 &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum von Oktober bis Dezember 2019 die Vertretung einer damals erkrankten Vollzeitkraft &uuml;bernommen. Aufgrund der Vertretung &uuml;bersteigt das regelm&auml;&szlig;ige monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt der Jahresbetrachtung (01.01.2020 bis 31.12.2020) die f&uuml;r die An nahme einer geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigung ma&szlig;gebende Entgeltgrenze von 450 Euro. Die Raumpflegerin bleibt dennoch auch f&uuml;r die Zeit vom 01.03. bis zum 31.03.2020 weiterhin geringf&uuml;gig entlohnt besch&auml;ftigt, da es sich innerhalb des ma&szlig;gebenden Zeitraums (01.04.2019 bis 31.03.2020) nur um ein gelegentli ches (f&uuml;r die Zeit vom 01.03. bis 31.10.2020 maximal f&uuml;nfmaliges) und nicht vor hersehbares &Uuml;berschreiten der Arbeitsentgeltgrenze handelt. Der Arbeitgeber hat (auch in der Zeit vom 01.03. bis zum 31.03.2020) weiterhin Pauschalbeitr&auml;ge zur Krankenversicherung und gemeinsam mit der Arbeitnehmerin Pflichtbeitr&auml;ge zur Rentenversicherung zu zahlen. Personengruppenschl&uuml;ssel: 109 Beitragsgruppenschl&uuml;ssel: 6 1 0 0 Beispiel 51e (zu B 3.3): Fortsetzung von Beispiel 51d Da sich die betriebliche Situation aufgrund der Corona-Pandemie nicht gebessert hat, bittet der Arbeitgeber die Raumpflegerin Ende M&auml;rz 2020 erneut, auch vom 01.04.2020 bis 30.04.2020 die Vertretung einer Vollzeitkraft zu &uuml;bernehmen, die aufgrund der famili&auml;ren Verh&auml;ltnisse freigestellt wurde. Dadurch erh&ouml;ht sich das Arbeitsentgelt auch im Monat April 2020 auf monatlich 2.000 Euro. Aufgrund der Vertretung &uuml;bersteigt das regelm&auml;&szlig;ige monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt der Jahresbetrachtung (01.01.2020 bis 31.12.2020) die f&uuml;r die An nahme einer geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigung ma&szlig;gebende Entgeltgrenze von 450 Euro. Die Raumpflegerin bleibt dennoch auch f&uuml;r die Zeit vom 01.04. bis zum 30.04.2020 weiterhin geringf&uuml;gig entlohnt besch&auml;ftigt, da es sich innerhalb des ma&szlig;gebenden Zeitraums (01.05.2019 bis 30.04.2020) nur um ein gelegentli ches (f&uuml;r die Zeit vom 01.03. bis 31.10.2020 maximal f&uuml;nfmaliges) und nicht vor hersehbares &Uuml;berschreiten der Arbeitsentgeltgrenze handelt. Der Arbeitgeber hat (auch in der Zeit vom 01.04. bis zum 30.04.2020) weiterhin Pauschalbeitr&auml;ge zur Krankenversicherung und gemeinsam mit der Arbeitnehmerin Pflichtbeitr&auml;ge zur Rentenversicherung zu zahlen. Personengruppenschl&uuml;ssel: 109 Beitragsgruppenschl&uuml;ssel: 6 1 0 0 Beispiel 51f (zu B 3.3): Fortsetzung von Beispiel 51e Der Arbeitgeber bittet die Raumpflegerin Ende Oktober 2020 wider Erwarten, vom 01.11. bis zum 30.11.2020 erneut die Vertretung f&uuml;r eine erkrankte Vollzeitkraft zu &uuml;bernehmen. Dadurch erh&ouml;ht sich das Arbeitsentgelt im Monat November 2020 auf 2.000 Euro. Ab 01.12.2020 werden wieder laufend 420 Euro monatlich ge zahlt. Die Raumpflegerin wird vom 01.11. bis 30.11.2020 versicherungspflichtig in der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, weil das regelm&auml;&szlig;ige monatliche Arbeitsentgelt unter Ber&uuml;cksichtigung der Krankheitsvertretung im Durchschnitt der Jahresbetrachtung (01.01.2020 bis 31.12.2020) die ma&szlig;gebende Entgeltgrenze von 450 Euro &uuml;bersteigt und innerhalb des ma&szlig;gebenden Zeit raums (01.12.2019 bis 30.11.2020) bereits in den Monaten Dezember 2019 sowie M&auml;rz und April 2020 ein nicht vorhersehbares &Uuml;berschreiten der Arbeitsentgelt grenze vorgelegen hat. Im Monat November 2020 liegt somit kein gelegentliches (f&uuml;r die Zeit ab 1.11. maximal dreimaliges) &Uuml;berschreiten der Arbeitsentgeltgrenze mehr vor. Ab 01.12.2020 liegt wieder eine geringf&uuml;gig entlohnte Besch&auml;ftigung vor, weil das regelm&auml;&szlig;ige monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer von die sem Zeitpunkt an (aufgrund der dauerhaften Reduzierung bzw. Weiterzahlung des vertraglich vereinbarten Arbeitsentgelts auf 420 Euro) neu angestellten Jahresbe trachtung 450 Euro nicht &uuml;bersteigt. Bis 31.10.2020: Personengruppenschl&uuml;ssel: 109 Beitragsgruppenschl&uuml;ssel: 6 1 0 0 Vom 01.11.2020 bis 30.11.2020: Personengruppenschl&uuml;ssel: 101 Beitragsgruppenschl&uuml;ssel: 1 1 1 1 Ab 01.12.2020 Personengruppenschl&uuml;ssel: 109 Beitragsgruppenschl&uuml;ssel: 6 1 0 0 Beispiel 55 (zu B 2.5.1): Ein Student nimmt am 01.04.2020 eine Besch&auml;ftigung als landwirtschaftliche Aus hilfe gegen ein monatlich schwankendes Arbeitsentgelt von mehr als 450 Euro (unter 5 Tagen pro Woche mit mehr als 20 Stunden) auf. Die Besch&auml;ftigung ist von vornherein bis zum 31.10.2020 befristet und soll maximal an 115 Arbeitstagen ausge&uuml;bt werden. Vorbesch&auml;ftigungszeiten liegen nicht vor. Die Besch&auml;ftigung ist kurzfristig und damit versicherungsfrei in der Kranken-, Ren ten- und Arbeitslosenversicherung sowie nicht versicherungspflichtig in der Pfle geversicherung, weil zu ihrem Beginn feststeht, dass die Besch&auml;ftigungsdauer im laufenden Kalenderjahr die (in der Zeit vom 01.03. bis 31.10.2020 zul&auml;ssige) Zeit grenze von 115 Arbeitstagen (weniger als 5-Tage-Woche) nicht &uuml;berschreitet und die Besch&auml;ftigung nicht berufsm&auml;&szlig;ig ausge&uuml;bt wird. Personengruppenschl&uuml;ssel: 110 Beitragsgruppenschl&uuml;ssel: 0 0 0 0 Beispiel 56 (zu B 2.5.2): Eine Hausfrau nimmt am 01.02.2020 eine Besch&auml;ftigung als Aushilfsverk&auml;uferin gegen ein monatliches Arbeitsentgelt von 1.300 Euro (5-Tage-Woche) auf. Die Besch&auml;ftigung ist von vornherein bis zum 30.06.2020 befristet. Vorbesch&auml;fti gungszeiten liegen nicht vor. Die am 01.02.2020 aufgenommene Besch&auml;ftigung ist nicht kurzfristig und damit versicherungspflichtig in der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversiche rung, weil zu ihrem Beginn feststeht, dass die am 01.02.2020 geltende Zeitgrenze f&uuml;r kurzfristige Besch&auml;ftigungen von drei Monaten &uuml;berschritten wird. F&uuml;r die Zeit ab 01.03.2020 ist die Besch&auml;ftigung neu zu beurteilen, weil aufgrund gesetzlicher Neuregelung eine &Auml;nderung in den Verh&auml;ltnissen eintritt. Ab diesem Zeitpunkt liegt eine kurzfristige Besch&auml;ftigung vor, weil die Besch&auml;ftigungsdauer seit ihrem Beginn (01.02.2020) nicht mehr als f&uuml;nf Monate betr&auml;gt. Die Besch&auml;ftigung ist vom 01.03.2020 bis 30.06.2020 versicherungsfrei in der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie nicht versicherungspflichtig in der Pflegeversiche rung, da sie auch nicht berufsm&auml;&szlig;ig ausge&uuml;bt wird. Vom 01.02.2020 bis 29.02.2020: Personengruppenschl&uuml;ssel: 101 Beitragsgruppenschl&uuml;ssel: 1 1 1 1 Vom 01.03.2020 bis 30.06.2020: Personengruppenschl&uuml;ssel: 110 Beitragsgruppenschl&uuml;ssel: 0 0 0 0 Beispiel 57 (zu B 2.5.3): Ein privat krankenversicherter Pension&auml;r (62 Jahre) nimmt am 01.07.2020 eine Besch&auml;ftigung als Fahrer eines Lieferservices gegen ein monatliches Arbeitsent gelt von 1.200 Euro (5-Tage-Woche) auf. Die Besch&auml;ftigung ist von vornherein bis zum 30.11.2020 befristet. Vorbesch&auml;ftigungszeiten liegen nicht vor. Die am 01.07.2020 aufgenommene Besch&auml;ftigung ist kurzfristig und daher versi cherungsfrei in der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie nicht versicherungspflichtig in der Pflegeversicherung, weil zu ihrem Beginn feststeht, dass die am 01.07.2020 geltende Zeitgrenze f&uuml;r kurzfristige Besch&auml;ftigungen von f&uuml;nf Monaten nicht &uuml;berschritten und die Besch&auml;ftigung nicht berufsm&auml;&szlig;ig ausge &uuml;bt wird. F&uuml;r die Zeit ab 01.11.2020 ist die Besch&auml;ftigung neu zu beurteilen, weil aufgrund der Beendigung der gesetzlichen &Uuml;bergangsregelung zum 31.10.2020 eine &Auml;nderung in den Verh&auml;ltnissen eintritt. Ab dem 01.11.2020 liegt keine kurz fristige Besch&auml;ftigung mehr vor, weil die (ab diesem Zeitpunkt wieder geltende) Zeitdauer von drei Monaten ausgehend vom Besch&auml;ftigungsbeginn im Laufe des Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses &uuml;berschritten wird. Ab dem 01.11.2020 liegt aufgrund der H&ouml;he des erzielten Arbeitsentgelts eine in der Arbeitslosenversicherung versi cherungspflichtige Besch&auml;ftigung vor. In der Kranken- und Rentenversicherung besteht Versicherungsfreiheit und damit in der Pflegeversicherung keine Versiche rungspflicht, weil der Arbeitnehmer eine beamtenrechtliche Versorgung nach Er reichen einer Altersgrenze bezieht und Anspruch auf Beihilfe im Krankheitsfall hat. Der Arbeitgeber muss in der Rentenversicherung gleichwohl seinen Arbeitgeber anteil zahlen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01095.pdf">Publikation zeigen</a></p>