<h1>Berufliche Rehabilitation (Berufsf&ouml;rderung)</h1> <h2>M&ouml;glichkeiten der Berufsf&ouml;rderung. Hilfen f&uuml;r Arbeitnehmer. Tipps f&uuml;r Arbeitgeber... Quelle Deutsche Rentenversicherung</h2> <p>Berufliche Rehabilitation M&ouml;glichkeiten der Berufsf&ouml;rderung Hilfen f&uuml;r Arbeitnehmer Tipps f&uuml;r Arbeitgeber Sie wollen trotz gesundheitlicher Probleme wieder Ihre Frau oder Ihren Mann im Beruf stehen? Die Deutsche Rentenversicherung hilft Ihnen dabei. Sie finanziert Ma&szlig;nahmen zur beruflichen Rehabilitation oder zur Berufsf&ouml;rderung. Der Fachbegriff daf&uuml;r lautet Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Diese Leistungen sollen Ihren Arbeitsplatz m&ouml;glichst erhalten oder Ihnen neue Berufschancen er&ouml;ffnen. Die Brosch&uuml;re gibt Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber das breite Leistungsspektrum der beruflichen Rehabilitation. Es reicht von finanzieller Unterst&uuml;tzung &uuml;ber verschiedene Ausbildungs und Weiterbildungsangebote bis hin zur Bereitstellung von Hilfsmitteln am Arbeitsplatz. Was ein Arbeitgeber &uuml;ber die berufliche Rehabilitation wissen sollte und wer au&szlig;erdem zum Netzwerk einer erfolgreichen Berufsf&ouml;rderung geh&ouml;rt, k&ouml;nnen Sie hier ebenfalls nachlesen. Arbeiten trotz Handicaps Werkst&auml;tten f&uuml;r behinderte Menschen Berufsf&ouml;rderung ist Teamarbeit Berufsf&ouml;rderung lohnt sich - Chancen und Ziele Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) sollen helfen, Sie trotz Erkrankung oder Behinderung m&ouml;glichst dauerhaft ins Berufsleben einzugliedern und eine vorzeitige Rente zu vermeiden. Die Leistungen k&ouml;nnen allein oder auch erg&auml;nzend zu einer bereits erfolgten medizinischen Rehabilitation durchgef&uuml;hrt werden. Es gibt Ma&szlig;nahmen, die den Arbeitsplatz erhalten sollen, aber auch Aus- und Weiterbildungsangebote, die Ihnen ganz neue berufliche Perspektiven erm&ouml;glichen k&ouml;nnen. Bei der Auswahl der Leistungen werden individuell unterschiedliche Faktoren wie Eignung, Neigung und auch Ihre bisherige T&auml;tigkeit angemessen ber&uuml;cksichtigt. Auch die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt flie&szlig;t in die Entscheidung mit ein. Durchgef&uuml;hrt werden die Leistungen m&ouml;glichst am Wohnort, zumindest in Wohnortn&auml;he. Nur wenn die Art oder Schwere Ihrer Behinderung es erfordern, k&ouml;nnen sie station&auml;r in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation stattfinden. Das ist immer dann notwendig, wenn Sie aufgrund der Behinderung auf die medizinischen, psychologischen oder sozialen Dienste angewiesen sind, die dort angeboten werden. Wenn Sie an einer Leistung teilnehmen und deshalb ausw&auml;rts wohnen m&uuml;ssen, &uuml;bernimmt Ihre Rentenversicherung die Miete f&uuml;r Ihre Unterkunft. Auch Verpflegungskosten k&ouml;nnen erstattet werden. Pendeln Sie t&auml;glich zwischen Wohnort und Ausbildungsst&auml;tte und sind deshalb mehr als acht Stunden von Ihrem Wohnort abwesend, bekommen Sie eine Mittagessenpauschale. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben dauern grunds&auml;tzlich so lange, wie sie f&uuml;r das angestrebte Berufsziel allgemein &uuml;blich oder vorgesehen sind. Weiterbildungen, die ganzt&auml;gig stattfinden, sind auf zwei Jahre begrenzt. Ist eine erfolgreiche berufliche Wiedereingliederung in dieser Zeit nicht zu erwarten, k&ouml;nnen aber auch l&auml;ngerfristige Aus- oder Weiterbildungen durchgef&uuml;hrt werden. Dies h&auml;ngt von der Art und Schwere Ihrer Behinderung, von deren Prognose und Entwicklung sowie von der Situation auf dem Arbeitsmarkt ab. Eine F&ouml;rderung einzelner herausgel&ouml;ster Ausbildungsabschnitte f&uuml;r sich, die innerhalb einer l&auml;nger als zwei Jahre dauernden Berufsausbildung liegen, ist nicht m&ouml;glich. Vorbereitungslehrg&auml;nge oder Vorf&ouml;rderungen im Rahmen der Rehabilitation werden bei der Zweijahresfrist nicht mitgez&auml;hlt. Die Rehabilitationen werden grunds&auml;tzlich im Inland durchgef&uuml;hrt. Unabh&auml;ngig davon k&ouml;nnen Tagespendler, die in einem angrenzenden Nachbarstaat arbeiten m&ouml;chten, bei ihrer beruflichen Wiedereingliederung ebenfalls mit Zusch&uuml;ssen, einem Gr&uuml;ndungszuschuss oder Hilfsmitteln am Arbeitsplatz unterst&uuml;tzt werden. Pers&ouml;nliche Voraussetzungen Die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen f&uuml;r berufliche Rehabilitationen erf&uuml;llen Sie, wenn Ihre Erwerbsf&auml;higkeit wegen Krankheit, k&ouml;rperlicher oder seelischer Behinderung erheblich gef&auml;hrdet oder bereits gemindert ist und durch Rehabilitationsleistungen bei erheblich gef&auml;hrdeter Erwerbsf&auml;higkeit die drohende Minderung abgewendet werden kann oder die bereits geminderte Erwerbsf&auml;higkeit wesentlich gebessert, wiederhergestellt oder eine deutliche Verschlechterung abgewendet werden kann oder bei teilweise geminderter Erwerbsf&auml;higkeit ohne Aussicht auf wesentliche Besserung der bisherige Arbeitsplatz erhalten werden kann oder ein anderer in Aussicht stehender Arbeitsplatz erlangt werden kann, wenn die Erhaltung des bisherigen Arbeitsplatzes nach Feststellung des Tr&auml;gers der Rentenversicherung nicht m&ouml;glich ist. Versicherungsrechtliche Voraussetzungen F&uuml;r Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben m&uuml;ssen Sie zus&auml;tzlich eine der folgenden versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erf&uuml;llen. Sie k&ouml;nnen diese Leistungen erhalten, wenn Ihnen ohne diese Leistungen eine Rente wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit gezahlt werden m&uuml;sste Rehabilitationsleistungen der Rentenversicherung kommen nicht in Frage, wenn Sie wegen eines Arbeitsunfalls, einer Berufskrankheit oder einer Sch&auml;digung durch dritte Personen Anspruch auf eine gleichartige Leistung von einem anderen Rehabilitationstr&auml;ger haben (zum Beispiel von der Unfallversicherung) oder bereits eine Altersrente in H&ouml;he von wenigstens zwei Dritteln der Vollrente erhalten oder beantragt haben oder Beamter oder Empf&auml;nger von Versorgungsbez&uuml;gen im Ruhestand sind oder bereits dauerhaft aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und bis zum Beginn Ihrer Altersrente &uuml;bergangsweise andere Leistungen erhalten oder sich gew&ouml;hnlich im Ausland aufhalten. Damit Sie an Ihrem Arbeitsplatz trotz eines Handicaps wieder arbeiten k&ouml;nnen, bietet die Rentenversicherung unterschiedliche Hilfen an. Welche Leistungen das im Einzelnen sind, erl&auml;utern wir hier. Eine medizinische Funktionsst&ouml;rung kann zum Beispiel durch eine Brille beseitigt werden. Wenn Sie pers&ouml;nliche Hilfsmittel ben&ouml;tigen oder Ihr Arbeitsplatz mit besonderen technischen Hilfsmitteln ausgestattet werden muss, damit Sie dort dauerhaft arbeiten k&ouml;nnen, &uuml;bernimmt Ihre Rentenversicherung die Kosten daf&uuml;r. Damit sollen die Folgeerscheinungen Ihrer Behinderung f&uuml;r die berufliche T&auml;tigkeit ausgeglichen werden. Allerdings werden f&uuml;r pers&ouml;nliche Hilfsmittel keine Kosten &uuml;bernommen, wenn damit nur eine medizinische Funktionsst&ouml;rung beseitigt wird. Beispiel: Peter K. ist durch seine Diabeteserkrankung sehbehindert. Damit er trotzdem an seinem Bildschirmarbeitsplatz t&auml;tig sein kann, ben&ouml;tigt er einen gr&ouml;&szlig;eren Bildschirm und eine besondere Tastatur. Die daf&uuml;r anfallenden Kosten k&ouml;nnen im Rahmen der beruflichen Rehabilitation &uuml;bernommen werden. Kraftfahrzeughilfe Zur sogenannten Kraftfahrzeughilfe geh&ouml;ren Zusch&uuml;sse f&uuml;r den Kauf eines Autos, f&uuml;r die behindertengerechte Zusatzausstattung Ihres Autos, um eine Fahrerlaubnis zu erwerben und f&uuml;r die Bef&ouml;rderung durch Transportdienste (zum Beispiel Taxi). Voraussetzung daf&uuml;r ist, dass Sie aufgrund Ihrer Behinderung dauerhaft auf ein Auto angewiesen sein m&uuml;ssen, um Ihren Arbeits- oder Ausbildungsort erreichen zu k&ouml;nnen. Die Zusch&uuml;sse f&uuml;r den Kauf eines Autos und die F&ouml;rdermittel f&uuml;r eine Fahrerlaubnis werden abh&auml;ngig von der H&ouml;he Ihres Einkommens gezahlt. Die Kosten f&uuml;r die behindertengerechte Zusatzausstattung Ihres Fahrzeugs &uuml;bernimmt die Rentenversicherung dagegen unabh&auml;ngig von der H&ouml;he Ihres Einkommens. Dazu z&auml;hlen beispielsweise Aufwendungen f&uuml;r ein Automatikgetriebe, f&uuml;r Lenkhilfen, Bremskraftverst&auml;rker oder verstellbare und schwenkbare Sitze. Das Auto sollte hinsichtlich Gr&ouml;&szlig;e und Ausstattung f&uuml;r Ihre Behinderung angemessen sein und die Zusatzausstattung keinen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Mehraufwand erfordern. Grunds&auml;tzlich wird hier von einem Fahrzeug der unteren Mittelklasse ausgegangen. Alternativ kann die Rentenversicherung Ihnen auch Zusch&uuml;sse f&uuml;r Ihre Bef&ouml;rderung zwischen Wohnung und Arbeitsstelle durch Transportdienste zahlen. Dies ist m&ouml;glich, wenn die Bef&ouml;rderungskosten letztlich wirtschaftlicher sind als der Zuschuss f&uuml;r den Kauf eines Autos oder Sie selbst nicht Auto fahren k&ouml;nnen. Aufwendungen f&uuml;r die erste Fahrt zum Antritt einer ausw&auml;rtigen Arbeit, in Ausnahmef&auml;llen die Kosten f&uuml;r die t&auml;gliche Fahrt zwischen Wohnort und Arbeitsstelle, wenn diese Kosten f&uuml;r Sie unzumutbar hoch w&auml;ren und dadurch Ihre Wiedereingliederung gef&auml;hrdet ist, die Sicherung des Lebensunterhalts von Ihnen und Ihrer Familie bis zur ersten vollen Lohnzahlung, wenn der Arbeitgeber Ihnen keinen Abschlag auf das erste Gehalt zahlt oder die Kosten, die im Zusammenhang mit der Arbeitsaufnahme entstehen, die Kosten f&uuml;r Arbeitskleidung und -ger&auml;te, die Sie sich selbst kaufen m&uuml;ssen, weil der Arbeitgeber Ihnen keine Ausr&uuml;stung (zum Beispiel einen Schutzanzug) bereitstellt, die Kosten, die w&auml;hrend der Anlaufphase Ihrer Besch&auml;ftigung f&uuml;r eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung entstehen, weil Ihr beruflicher Wiedereinstieg nur ausw&auml;rts m&ouml;glich ist und Sie &uuml;bergangsweise einen zweiten Haushalt f&uuml;hren m&uuml;ssen, weil der Arbeitsort au&szlig;erhalb des zumutbaren Pendelbereichs liegt oder Ihre Familie nicht umziehen kann, die Kosten f&uuml;r den Umzug an einen anderen Arbeitsort, weil eine Arbeitsaufnahme am Wohnort nicht m&ouml;glich ist sowie die Reisekosten f&uuml;r Ihre Familienangeh&ouml;rigen, die mit Ihnen umziehen. Im Rahmen der Aktivierung und beruflichen Eingliederung k&ouml;nnen Sie auch an vielf&auml;ltigen Veranstaltungen teilnehmen, die Ihre berufliche Eingliederung unterst&uuml;tzen. Hierzu geh&ouml;ren zum Beispiel Ma&szlig;nahmen, die Sie an den aktuellen Ausbildungsund Arbeitsmarkt heranf&uuml;hren - beispielsweise Trainingsma&szlig;nahmen, in denen Sie unterschiedliche Kenntnisse und F&auml;higkeiten erwerben oder auffrischen k&ouml;nnen oder Ma&szlig;nahmen, die eventuelle Hemmnisse bei der Vermittlung feststellen, verringern oder beseitigen (zum Beispiel EDV-Kurse, Coachingleistungen). Wohnungshilfen sind F&ouml;rderungen, die Sie f&uuml;r die Beschaffung, die Ausstattung und Erhaltung einer behindertengerechten Wohnung bekommen k&ouml;nnen. Die Bauma&szlig;nahmen m&uuml;ssen dazu beitragen, Ihren Arbeitsplatz zu erhalten oder einen neuen zu bekommen. Sie d&uuml;rfen nicht in erster Linie einer besseren Lebensqualit&auml;t dienen. Auch f&uuml;r eine behindertengerechte Zufahrt (Auffahrrampe) zur Wohnung k&ouml;nnten Sie einen Zuschuss erhalten. Die Arbeitsassistenz wird erbracht durch eine Person, die behinderten Menschen nach deren Anweisung durch Erledigung von Hilfst&auml;tigkeiten unterst&uuml;tzt. Wenn Sie schwerbehindert sind und f&uuml;r die Aufnahme einer Besch&auml;ftigung eine Arbeitsassistenz ben&ouml;tigen, erhalten Sie von der Rentenversicherung finanzielle Unterst&uuml;tzung. Die Kosten werden l&auml;ngstens f&uuml;r drei Jahre &uuml;bernommen. Bei weiterem Bedarf finanziert das Integrationsamt die Arbeitsassistenz. Gr&uuml;ndungszuschuss Auch als Gr&uuml;nder einer selbst&auml;ndigen Existenz k&ouml;nnen Sie im Rahmen der beruflichen Rehabilitation unterst&uuml;tzt werden. Wenn Ihre selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit zu Ihrem Krankheitsbild passt und Sie - statt arbeitslos zu sein - dadurch ins Erwerbsleben zur&uuml;ckfinden, erhalten Sie einen Gr&uuml;ndungszuschuss. Dieser ist genauso hoch wie Ihre zuvor von der Agentur f&uuml;r Arbeit gezahlte Unterst&uuml;tzung und enth&auml;lt zus&auml;tzlich einen Pauschalbetrag f&uuml;r Sozialversicherungsbeitr&auml;ge. Der Gr&uuml;ndungszuschuss wird f&uuml;r sechs Monate gezahlt. Unter bestimmten Voraussetzungen k&ouml;nnen Sie den Gr&uuml;ndungszuschuss in einer zweiten Phase f&uuml;r weitere neun Monate bekommen. Er wird dann aber ausschlie&szlig;lich in H&ouml;he des Pauschalbetrags f&uuml;r die soziale Absicherung gezahlt. Berufsvorbereitung Leistungen zur Berufsvorbereitung bietet Ihnen die Rentenversicherung dann an, wenn Ihnen f&uuml;r eine Bildungsma&szlig;nahme noch bestimmte Grundkenntnisse fehlen. Daf&uuml;r gibt es berufsbezogene F&ouml;rderlehrg&auml;nge, Lehrg&auml;nge zur Verbesserung der Eingliederungsm&ouml;glichkeiten und Grundausbildungslehrg&auml;nge (zum Beispiel eine blindentechnische Grundausbildung). Sie k&ouml;nnen stundenweise ambulant oder station&auml;r als Vollzeitf&ouml;rderung durchgef&uuml;hrt werden. Berufliche Anpassung Die berufliche Anpassung soll Ihnen helfen, im alten Beruf wieder Fu&szlig; zu fassen. Sie baut auf vorhandenen Kenntnissen und F&auml;higkeiten auf und schlie&szlig;t eingetretene Wissensl&uuml;cken. Au&szlig;erdem sollen Sie berufliche Kenntnisse aktualisieren und den neuen technischen Erfordernissen und Standards anpassen. Sie erlernen Ihren alten Beruf also noch einmal neu. Die berufliche Anpassung kann auch dazu dienen, eine andere T&auml;tigkeit - zum Beispiel an einem anderen Arbeitsplatz - im erlernten Beruf auszu&uuml;ben. Ma&szlig;nahmen, die lediglich die Allgemeinbildung betreffen, geh&ouml;ren aber nicht dazu. Bei der beruflichen Weiterbildung geht es darum, neues Wissen zu erlangen und vorhandene berufliche Kenntnisse und F&auml;higkeiten zu erweitern. Hierzu z&auml;hlen berufliche Fortbildungen und berufliche Umschulungen. Die berufliche Fortbildung dient Ihrer Weiterqualifizierung im bisherigen Beruf. Sie soll Ihnen damit eine Wiedereingliederung in das gewohnte Arbeitsfeld erm&ouml;glichen. Wenn Sie Ihre bisherige T&auml;tigkeit wegen Ihrer Behinderung nicht mehr aus&uuml;ben k&ouml;nnen, bietet Ihnen die Rentenversicherung eine Umschulung an. Umschulen hei&szlig;t, dass Ihnen Kenntnisse und F&auml;higkeiten f&uuml;r eine behindertengerechte T&auml;tigkeit mit neuen Arbeitsinhalten vermittelt werden. Sie k&ouml;nnen also im Rahmen der beruflichen Rehabilitation sogar einen v&ouml;llig neuen Beruf erlernen, wenn Sie diesen auch unter Ber&uuml;cksichtigung Ihrer Behinderung aus&uuml;ben k&ouml;nnen. Eine Umschulung sollten Sie mit einer Qualifikation, zum Beispiel mit einer Pr&uuml;fung vor der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer, abschlie&szlig;en. Sie wird in Berufsf&ouml;rderungswerken, aber auch an Fachschulen oder in Betrieben durchgef&uuml;hrt. Unterst&uuml;tzte Besch&auml;ftigung Wenn es f&uuml;r Sie aufgrund Ihres gesundheitlichen Handicaps besonders schwierig sein sollte, wieder fit f&uuml;r den allgemeinen Arbeitsmarkt zu werden, gibt es die M&ouml;glichkeit einer individuellen betrieblichen Qualifizierung. Mit dem Instrument Unterst&uuml;tzte Besch&auml;ftigung kann dann alternativ zu einer Leistung in einer Werkstatt f&uuml;r behinderte Menschen die berufliche Wiedereingliederung erreicht werden. Professionelle Helfer (beispielsweise Integrationsfachdienste) finden f&uuml;r Sie zun&auml;chst geeignete Arbeitsm&ouml;glichkeiten. In einer betrieblichen Qualifizierung, die ein oder zwei Jahre dauert, werden Ihnen dann individuell notwendige praktische Inhalte, t&auml;tigkeits&uuml;bergreifende Kenntnisse und Schl&uuml;sselqualifikationen vermittelt, damit Sie einen Arbeitsvertrag abschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Diese Leistung bereitet Sie also auf den Wiedereinstieg in ein sozialversicherungspflichtiges Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis vor, das k&uuml;nftig wieder Ihren Unterhalt sichern soll. Die Rentenversicherung sucht mit Ihnen gemeinsam eine Leistung aus, die f&uuml;r Ihre berufliche Eingliederung zweckm&auml;&szlig;ig und trotzdem wirtschaftlich ist. Nicht immer l&auml;sst sich gleich feststellen, welche Art der Leistung oder welche einzelnen Schritte hierf&uuml;r am besten geeignet sind. Eine Arbeitserprobung und die Kl&auml;rung Ihrer beruflichen Eignung k&ouml;nnen hier hilfreich sein. Bei der Pr&uuml;fung Ihrer beruflichen Eignung werden Faktoren wie individuelles Leistungsverm&ouml;gen, Neigung sowie Auswirkungen der Behinderung auf die sp&auml;tere berufliche T&auml;tigkeit beurteilt. Eine anschlie&szlig;ende Arbeitserprobung kann dann kl&auml;ren, ob Sie den Ausbildungs- und Arbeitsplatzanforderungen des Berufs, der geeignet erscheint, tats&auml;chlich gerecht werden. Berufliche Eingliederung Um Arbeitgebern einen Anreiz zu geben, Arbeitnehmern mit gesundheitlichem Handicap m&ouml;glichst dauerhaft einen Arbeitsplatz zu bieten, zahlt die Rentenversicherung Eingliederungszusch&uuml;sse. Dies sind Zusch&uuml;sse zum Arbeitsentgelt, die Ihr Arbeitgeber in Ihrer Einarbeitungsphase bekommen kann. Sie sollen die verminderte Arbeitsleistung ausgleichen, bis Sie die volle Leistungsf&auml;higkeit erreicht haben. Die H&ouml;he richtet sich nach dem Leistungsstand des Versicherten und wird zwischen Rentenversicherung und Arbeitgeber jeweils vereinbart. Zusch&uuml;sse kann Ihr Arbeitgeber auch dann bekommen, wenn er Ihnen zur Wiedereingliederung einen ArbeitsDie Zuschussh&ouml;he ist platz anbietet, der von Anfang an Ihrem Leistungsverauch hier von Ihrem m&ouml;gen entspricht. Die Vermittlung neuer F&auml;higkeiten Leistungsstand und Kenntnisse ist dann nicht zwingend erforderlich. abh&auml;ngig. Arbeitshilfen und behindertengerechte Einrichtungen Muss der Arbeits- oder Ausbildungsplatz behindertengerecht ausgestattet werden, zahlt die Rentenversicherung Zusch&uuml;sse zu den Aufwendungen. Dazu geh&ouml;ren beispielsweise Umbauten wie Auffahrrampen, Treppenhilfen oder behindertengerechte sanit&auml;re Anlagen. Besch&auml;ftigung auf Probe Wenn durch eine Besch&auml;ftigung auf Probe Ihre Chance auf eine vollst&auml;ndige und dauerhafte Eingliederung steigt oder &uuml;berhaupt erst entsteht, kann f&uuml;r diese Besch&auml;ftigung ein Zuschuss gezahlt werden. Von einer Besch&auml;ftigung auf Probe profitieren beide Seiten. Sie k&ouml;nnen testen, ob Sie die Arbeit aus&uuml;ben k&ouml;nnen. Der Arbeitgeber sieht, ob Sie daf&uuml;r geeignet sind, und kann &uuml;ber eine weitere Besch&auml;ftigung entscheiden. Die w&auml;hrend der Probezeit anfallenden Lohn- und Gehaltskosten einschlie&szlig;lich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung &uuml;bernimmt Ihre Rentenversicherung teilweise oder manchmal auch ganz. Die Rentenversicherung hilft Ihnen auch dann, wenn die Einschr&auml;nkungen durch Ihre Behinderung so gravierend sind, dass Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht wieder Fu&szlig; fassen k&ouml;nnen. Berufsf&ouml;rdernde Leistungen bietet die Rentenversicherung daher auch f&uuml;r den besonderen Arbeitsmarkt der Werkst&auml;tten f&uuml;r behinderte Menschen an. Diese werden im Eingangs- und im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt f&uuml;r behinderte Menschen durchgef&uuml;hrt und finanziert. Es muss jedoch absehbar sein, dass Sie auf diesem besonderen Arbeitsmarkt wettbewerbsf&auml;hig sind beziehungsweise nur dort einer angemessenen Erwerbst&auml;tigkeit nachgehen k&ouml;nnen. Anschlie&szlig;end wird ein Eingliederungsplan erstellt. F&uuml;r die Dauer einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben zahlen wir Ihnen grunds&auml;tzlich &Uuml;bergangsgeld. Als Unterhaltsersatz soll es finanzielle Einbu&szlig;en abfedern oder von vornherein ausschlie&szlig;en. Die H&ouml;he richtet sich zum einen nach den letzten Arbeitseink&uuml;nften oder den letzten Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung, zum anderen nach einem fiktiven Arbeitsentgelt einer altersm&auml;&szlig;ig und beruflich vergleichbaren Person, die nicht behindert ist. Unter bestimmten Voraussetzungen kann &Uuml;bergangsgeld auch f&uuml;r Zeiten nach einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie zwischen zwei zusammenh&auml;ngenden berufsf&ouml;rdernden Leistungen gezahlt werden. Das gilt auch f&uuml;r die Zeit zwischen einer medizinischen und einer sich anschlie&szlig;enden berufsf&ouml;rdernden Rehabilitation. W&auml;hrend des Bezugs von &Uuml;bergangsgeld sind Sie sozialversichert. Die Beitr&auml;ge &uuml;bernimmt Ihr Rehabilitationstr&auml;ger f&uuml;r Sie. Inbegriffen ist auch der Unfallversicherungsschutz. Dieser schlie&szlig;t den Weg zur Rehabilitationseinrichtung und zur&uuml;ck mit ein. Den Beitragszuschlag f&uuml;r Kinderlose zur Pflegeversicherung m&uuml;ssen Sie jedoch selbst zahlen. Reisekosten, die Ihnen wegen einer berufsf&ouml;rdernden Rehabilitation entstehen, &uuml;bernimmt Ihr Rehabilitationstr&auml;ger. Erstattet werden grunds&auml;tzlich die Kosten f&uuml;r die Hinund R&uuml;ckfahrt zwischen Ihrem Wohnort und der Ausbildungsst&auml;tte in H&ouml;he der Tarife f&uuml;r &ouml;ffentliche Verkehrsmittel. Sch&ouml;pfen Sie m&ouml;gliche Fahrpreiserm&auml;&szlig;igungen dabei bitte aus. Reisen Sie mit Ihrem eigenen Kraftfahrzeug an, bekommen Sie eine Wegstreckenentsch&auml;digung. Au&szlig;erdem werden in der Regel auch die Reisekosten f&uuml;r zwei durchgef&uuml;hrte Familienheimfahrten im Monat zu Ihrem Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsort &uuml;bernommen, wenn Sie au&szlig;erhalb untergebracht sind. Anstelle der Kosten f&uuml;r die Familienheimfahrten k&ouml;nnen Reisekosten von Angeh&ouml;rigen f&uuml;r Fahrten vom Wohnort zu Ihrem Aufenthaltsort und zur&uuml;ck &uuml;bernommen werden. Haushaltshilfe und Kinderbetreuung Der Rehabilitationstr&auml;ger kann auch Kosten f&uuml;r eine Haushaltshilfe oder Kinderbetreuung &uuml;bernehmen, wenn eine Teilnahme an der Rehabilitationsleistung ansonsten nicht m&ouml;glich ist. Diese Kosten&uuml;bernahme sollten Sie jedoch vor Beginn der Berufsf&ouml;rderung beantragen. M&ouml;glich ist die Kosten&uuml;bernahme, wenn Sie wegen der Teilnahme an der Rehabilitation Ihren Haushalt nicht weiterf&uuml;hren und die Kinder nicht versorgen k&ouml;nnen und auch keine andere im Haushalt lebende Person diese Aufgaben &uuml;bernehmen kann. Au&szlig;erdem muss ein Kind im Haushalt leben, das j&uuml;nger als zw&ouml;lf Jahre alt oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. Bei der Suche nach einer geeigneten Person haben Sie die freie Wahl. Kosten, die unmittelbar bei einer beruflichen Rehabilitation entstehen, wie zum Beispiel Pr&uuml;fungsgeb&uuml;hren, Lernmittel, Arbeitskleidung oder Arbeitsger&auml;te, k&ouml;nnen ebenfalls von der Rentenversicherung &uuml;bernommen werden</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01099.pdf">Publikation zeigen</a></p>