<h1>Hinzuverdienstgrenzen bei Hinterbliebenenrente</h1> <h2>Wann wird Einkommen bei der Hinterbliebenenrente angerechnet? Welches Einkommen wird ber&uuml;cksichtigt? Wie funktioniert Witwen- und Waisenrente? Quelle Deutsche Rentenversicherung</h2> <p>Rente Hinterbliebener: So viel k&ouml;nnen Sie hinzuverdienen Einkommensanrechnung - was das f&uuml;r Sie bedeutet Wer einen nahen Angeh&ouml;rigen verliert, muss sich in der neuen Situation erst zurechtfinden. Damit zum seelischen Leid nicht noch finanzielle Sorgen hinzukommen, gibt es die sogenannten Renten wegen Todes. Dazu geh&ouml;ren Witwen-, Witwer- und Waisenrenten. Sie sollen helfen, den Lebensunterhalt der Hinterbliebenen zu sichern. Wenn ein h&ouml;heres eigenes Einkommen vorhanden ist, kann die Rente allerdings gek&uuml;rzt werden. Zu den Renten wegen Todes z&auml;hlen neben den Witwen- und Witwerrenten und Renten an &uuml;berlebende eingetragene Lebenspartner auch Witwen- oder Witwerrenten an vor dem 1. Juli 1977 geschiedene Ehegatten. Auch Witwen- oder Witwerrenten nach dem vorletzten Ehegatten oder vorletzten eingetragenen Lebenspartner sowie Erziehungsrenten sind Renten wegen Todes. Wie funktioniert die Einkommensanrechnung bei Renten wegen Todes? Was wird angerechnet? &Uuml;bergangs- und Vertrauensschutzregelungen Wie funktioniert die Einkommensanrechnung bei Renten wegen Todes? Ihr Einkommen wird nur dann tats&auml;chlich auf Ihre Rente angerechnet, wenn es einen festgelegten Freibetrag &uuml;bersteigt. Waisen d&uuml;rfen seit dem 1. Juli 2015 grunds&auml;tzlich unbegrenzt hinzuverdienen, wenn sie alle weiteren Voraussetzungen f&uuml;r den Rentenanspruch erf&uuml;llen. Auch auf die Witwen-/Witwerrente und die Hinterbliebenenrente an &uuml;berlebende eingetragene Lebenspartner wird in den ersten drei Kalendermonaten nach dem Tod des verstorbenen Versicherten (sogenanntes Sterbevierteljahr) kein Einkommen angerechnet. Der Freibetrag f&uuml;r die Einkommensanrechnung ist mit dem aktuellen Rentenwert verkn&uuml;pft. So ist sichergestellt, dass er mitw&auml;chst, wenn die Renten erh&ouml;ht werden. Er betr&auml;gt f&uuml;r alle Hinterbliebenen- und Erziehungsrentner das 26,4-Fache des aktuellen Rentenwertes (zurzeit 30,45 Euro).Wohnen Sie in den neuen Bundesl&auml;ndern, leitet sich der Freibetrag vom aktuellen Rentenwert (Ost), zurzeit 28,66 Euro, ab. Der Freibetrag liegt damit zurzeit in den alten Bundesl&auml;ndern bei 803,88 Euro und in den neuen Bundesl&auml;ndern bei 756,62 Euro. Wenn Sie Kinder haben, steigt der Freibetrag f&uuml;r jedes Kind, das grunds&auml;tzlich einen Anspruch auf Waisenrente hat, um das 5,6 Fache des aktuellen Rentenwertes. Es ist aber nicht n&ouml;tig, dass Ihr Kind eine Waisenrente erh&auml;lt. Beispiel: Henriette L. aus Hamburg ist Witwe. Ihr Kind befindet sich in einer Ausbildung. Ihr Freibetrag erh&ouml;ht sich daher um 170,52 Euro auf insgesamt 974,40 Euro. &Uuml;bersteigt Ihr Nettoeinkommen den Freibetrag, werden 40 Prozent des &uuml;bersteigenden Betrages auf Ihre Rente angerechnet. Beispiel: Henriette L. hat ein Nettoeinkommen von 1 200 Euro. Es &uuml;bersteigt damit den Freibetrag um 225,60 Euro (1 200 Euro abz&uuml;glich 974,40 Euro), davon 40 Prozent sind 90,24 Euro. Auf die Rente von Henriette L. werden 90,24 Euro angerechnet. Das bedeutet, dass ihre Witwenrente um diesen Betrag niedriger wird. Was wird angerechnet? Es werden nahezu alle Einkommensarten angerechnet. Eine Ausnahme bilden allerdings bedarfsorientierte Leistungen und die Einnahmen aus Altersvorsorgevertr&auml;gen, soweit sie staatlich gef&ouml;rdert worden sind (Riester-Rente). Zu den bedarfsorientierten Leistungen z&auml;hlen das Arbeitslosengeld II, Leistungen wie die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder die Sozialhilfe. Bitte beachten Sie: In bestimmten F&auml;llen gelten f&uuml;r Sie &Uuml;bergangs- und Vertrauensschutzregelungen, nach denen dann weitere Einkommen nicht angerechnet werden. Lesen Sie hierzu bitte das Kapitel &Uuml;bergangs- und Vertrauensschutzregelungen. F&uuml;r die Einkommensanrechnung wird Ihr Rentenversicherungstr&auml;ger zun&auml;chst die Bruttobetr&auml;ge Ihres Einkommens ermitteln. Davon werden Pauschalwerte abgezogen, um ein Nettoeinkommen zu erhalten. Die Pauschalwerte sollen den tats&auml;chlichen Abz&uuml;gen relativ nahe kommen. Wenn Sie beispielsweise abh&auml;ngig besch&auml;ftigt sind, werden 40 Prozent abgezogen. Beispiel: Henriette L. verdient als Verk&auml;uferin 2 000 Euro brutto im Monat. Von ihrem Einkommen werden pauschal 40 Prozent abgezogen. Ihr Nettoeinkommen betr&auml;gt somit 1 200 Euro. Wenn Sie eine Altersrente erhalten, werden f&uuml;r den Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie f&uuml;r eine eventuelle Steuerbelastung pauschal 13 Prozent abgezogen. Beginnt Ihre Altersrente nach dem 31. Dezember 2010, betr&auml;gt der Pauschalabzug 14 Prozent. Erhalten Sie kurzfristiges Erwerbsersatzeinkommen (beispielsweise Kranken- oder Arbeitslosengeld), werden ebenfalls die Beitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung pauschal abgezogen. Bei der Einkommensanrechnung ist das monatliche Einkommen ma&szlig;gebend. Beziehen Sie in einem Monat mehrere Einkommen, werden diese zusammengerechnet. Vergleichbare ausl&auml;ndische Einkommen werden ebenfalls ber&uuml;cksichtigt. Bei Erwerbseinkommen (beispielsweise Arbeitsentgelt) und kurzfristigen Erwerbsersatzeinkommen (beispielsweise Krankenund Arbeitslosengeld) gilt als monatliches Einkommen grunds&auml;tzlich das durchschnitt7 liche Vorjahreseinkommen einschlie&szlig;lich etwaiger Sonderzahlungen (zum Beispiel Urlaubs- und Weihnachtsgeld) - bei Selbst&auml;ndigen grunds&auml;tzlich ein Zw&ouml;lftel des steuerpflichtigen Gewinns des Vorjahres. Hatten Sie im Vorjahr keine oder nur kurzfristige Eink&uuml;nfte, dann gilt als monatliches Einkommen das laufende Einkommen - bei Selbst&auml;ndigen ein Zw&ouml;lftel des voraussichtlichen Jahreseinkommens. Beispiel: Henriette L. erh&auml;lt seit Januar 2015 eine Witwenrente. Sie ist berufst&auml;tig und hatte im Jahr 2014 einschlie&szlig;lich ihres Weihnachtsgeldes ein Bruttoeinkommen von 24 000 Euro. Als monatliches Einkommen setzt ihr Rentenversicherungstr&auml;ger daher 2 000 Euro (24 000 Euro : 12 Monate) an. Haben Sie ein (regelm&auml;&szlig;iges) Verm&ouml;genseinkommen, gilt als monatliches Einkommen grunds&auml;tzlich ein Zw&ouml;lftel Ihrer im Vorjahr erzielten Verm&ouml;genseink&uuml;nfte. Wurde das Verm&ouml;genseinkommen nur einmalig gezahlt, gilt ein Zw&ouml;lftel des gezahlten Betrages f&uuml;r die der Auszahlung folgenden zw&ouml;lf Kalendermonate als monatliches Einkommen. Zum Verm&ouml;gen z&auml;hlen nicht die angelegten beziehungsweise eingezahlten Betr&auml;ge, sondern nur die daraus erwirtschafteten Ertr&auml;ge (also beispielsweise Sparbuchzinsen oder Mieteinnahmen). Ausnahmsweise kann auch das laufende Einkommen ber&uuml;cksichtigt werden, wenn es um wenigstens zehn Prozent niedriger ist. Das kann beispielsweise sein, wenn das Arbeitsentgelt oder die Mieteinnahmen deutlich geringer als im Vorjahr ausfallen. Bei den dauerhaften Erwerbsersatzeinkommen (beispielsweise Altersrenten) wird stets vom laufenden Einkommen ausgegangen. Unser Tipp: Welche Einkommen im Einzelnen auf Ihre Rente angerechnet werden und in welchem Umfang diese Einkommen pauschal zu k&uuml;rzen sind, erfahren Sie bei Ihrem Rentenversicherungstr&auml;ger. &Uuml;bergangs- und Vertrauensschutzregelungen &Uuml;bergangs- und Vertrauensschutzregelungen bestimmen dar&uuml;ber, ob f&uuml;r Sie die alten oder neuen Regeln f&uuml;r die Einkommensanrechnung gelten. Zum 1. Januar 2002 wurden hier erhebliche &Auml;nderungen eingef&uuml;hrt. Vor 2002 wurden kurzfristige Erwerbsersatzeinkommen nicht angerechnet, wenn sie nicht von einem Sozialleistungstr&auml;ger gezahlt werden (beispielsweise Krankengeld aus einer privaten Versicherung), au&szlig;erdem Betriebsrenten und private Versorgungsrenten. Das galt auch f&uuml;r Zusatzrenten der &ouml;ffentlich-rechtlichen Versicherungs- und Versorgungseinrichtungen (zum Beispiel VBL), H&ouml;herversicherungsanteile aus einer Versichertenrente und Verm&ouml;genseinkommen. Das ist jetzt nur noch m&ouml;glich, wenn f&uuml;r Sie die &Uuml;bergangs- und Vertrauensschutzregelungen gelten. Die &Uuml;bergangs- und Vertrauensschutzregelungen gelten f&uuml;r Sie, wenn Sie eine Witwen- oder Witwerrente erhalten und der versicherte Ehepartner vor 2002 gestorben ist oder eine Witwen- oder Witwerrente erhalten und der versicherte Ehepartner zwar nach 2001 gestorben ist, aber Ihre Ehe vor 2002 geschlossen und mindestens einer von Ihnen vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde. Die genannten Regelungen gelten auch f&uuml;r eingetragene Lebenspartnerschaften und wenn Sie eine Erziehungsrente erhalten. Beispiel: Jutta V. ist am 23. November 2014 im Alter von 54 Jahren gestorben. Ihr Mann G&uuml;nther, mit dem sie seit 1987 verheiratet war, beantragt eine Witwerrente. Bei der Einkommensanrechnung gelten f&uuml;r G&uuml;nther V. die alten Regelungen, da die Ehe vor dem 1. Januar 2002 geschlossen und Jutta V. vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01115.pdf">Publikation zeigen</a></p>