<h1>Merkblatt f&uuml;r Leiharbeitnehmer</h1> <h2>Sie sind Leiharbeitnehmerin oder Leiharbeitnehmer, wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber (Verleiher) einem Dritten (Entleiher) zur Arbeitsleistung &uuml;berlassen werden... Quelle Bundesagentur f&uuml;r Arbeit</h2> <p>Merkblatt f&uuml;r Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer Sie sind Leiharbeitnehmerin oder Leiharbeitnehmer, wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber (Verleiher) einem Dritten (Entleiher) zur Arbeitsleistung &uuml;berlassen werden. Wenn Sie nicht die deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit besitzen, k&ouml;nnen Sie vom Verleiher verlangen, dass er Ihnen dieses Merkblatt und den Nachweis &uuml;ber die wesentlichen Arbeitsbedingungen (siehe A.) in Ihrer Muttersprache aush&auml;ndigt. Sie auf das voraussichtliche Ende der Abwicklungsfrist hinweisen. Die Frist zur Abwicklung des Vertrags betr&auml;gt h&ouml;chstens 12 Monate. Unter Abwicklungsfrist versteht man die Frist, die dem Verleiher maximal bleibt, um mit dem Entleiher bereits geschlossene Vertr&auml;ge zu realisieren. Ihr Arbeitgeber darf Sie nur &uuml;berlassen, soweit zwischen Ihnen und dem Arbeitgeber ein Arbeitsverh&auml;ltnis besteht. Er muss Sie vor jeder &Uuml;berlassung an einen Entleiher dar&uuml;ber informieren, dass Sie als Leiharbeitnehmer bzw. Leiharbeitnehmerin t&auml;tig werden. Der Nachweis der wesentlichen Vertragsbedingungen des Leiharbeitsverh&auml;ltnisses richtet sich nach &sect; 11 Absatz 1 Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz (A&Uuml;G) und den Bestimmungen des Nachweisgesetzes. Der Verleiher ist verpflichtet, die wesentlichen Inhalte des Leiharbeitsverh&auml;ltnisses schriftlich festzuhalten. Der schriftliche Nachweis muss mindestens folgende Angaben enthalten: A. Arbeitsverh&auml;ltnis Ihr Arbeitgeber (Verleiher) muss eine Erlaubnis der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zur Arbeitnehmer&uuml;berlassung haben. Ihr Arbeitsvertrag ist unwirksam, wenn Ihr Arbeitgeber keine Erlaubnis besitzt und auch die Ausnahmen von der Erlaubnispflicht nicht zutreffen. In diesem Fall entsteht ein Arbeitsverh&auml;ltnis zwischen Ihnen und dem Entleiher. Sie haben die M&ouml;glichkeit, an dem Arbeitsverh&auml;ltnis mit Ihrem Arbeitgeber festzuhalten. Dazu m&uuml;ssen Sie innerhalb einer Frist von einem Monat gegen&uuml;ber dem Verleiher oder dem Entleiher schriftlich erkl&auml;ren, dass Sie an dem Arbeitsverh&auml;ltnis mit dem Verleiher festhalten wollen (sog. Festhaltenserkl&auml;rung). Dabei ist folgendes zu beachten: Ihre schriftliche Erkl&auml;rung m&uuml;ssen Sie zun&auml;chst pers&ouml;nlich in einer Agentur f&uuml;r Arbeit vorlegen, dort Ihre Identit&auml;t feststellen und dies auf Ihrem Schreiben vermerken lassen. Anschlie&szlig;end m&uuml;ssen Sie diese Erkl&auml;rung innerhalb von 3 Tagen Ihrem Arbeitgeber oder dem Entleiher vorlegen. Wenn die Erlaubnis im Laufe des Arbeitsverh&auml;ltnisses wegf&auml;llt, muss der Verleiher Sie dar&uuml;ber sofort informieren. Der Verleiher muss Ihren Namen und Ihre Anschrift sowie den Namen und die Anschrift des Verleihers, das Datum, an dem das Arbeitsverh&auml;ltnis beginnt, bei befristeten Arbeitsverh&auml;ltnissen die voraussichtliche Dauer des Arbeitsverh&auml;ltnisses, den Arbeitsort oder, falls Sie nicht nur an einem bestimmten Arbeitsort t&auml;tig sein sollen, einen Hinweis darauf, dass Sie an verschiedenen Orten besch&auml;ftigt werden k&ouml;nnen, eine kurze Beschreibung Ihrer T&auml;tigkeit, die Zusammensetzung, H&ouml;he und F&auml;lligkeit des Arbeitsentgelts einschlie&szlig;lich der Zuschl&auml;ge, der Zulagen, Pr&auml;mien und Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts, die vereinbarte w&ouml;chentliche bzw. monatliche Arbeitszeit, die Zahl der Urlaubstage, die beiderseitigen K&uuml;ndigungsfristen des Arbeitsverh&auml;ltnisses, einen allgemeinen Hinweis auf die Tarifvertr&auml;ge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die f&uuml;r das Arbeitsverh&auml;ltnis gelten, die Erlaubnisbeh&ouml;rde sowie Ort und Datum der Erteilung der Erlaubnis nach &sect; 1 A&Uuml;G, Art und H&ouml;he der Leistungen f&uuml;r Zeiten, in denen Sie nicht verliehen sind. Sp&auml;testens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverh&auml;ltnisses sind die wesentlichen Vertragsbedingungen von Ihrem Verleiher schriftlich festzuhalten, zu unterschreiben und Ihnen zu &uuml;bergeben. Zum Beispiel sind Ihnen die Fahrtkosten zu erstatten f&uuml;r die Fahrten zwischen dem Betriebssitz des Verleihers und dem Betriebssitz des Entleihers. 2 Tarifvertraglich oder einzelvertraglich k&ouml;nnen jedoch abweichende Regelungen getroffen werden. Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang diese Ausgaben auch vom Finanzamt erstattet werden k&ouml;nnen, ist von den steuerlichen Regelungen abh&auml;ngig, die im jeweiligen Einzelfall zu beachten sind. Achten Sie darauf, dass Sie den schriftlichen Nachweis immer vor Beginn der Besch&auml;ftigung erhalten, damit Sie rechtlich abgesichert sind, besonders wichtig ist dies bei befristeten Vertr&auml;gen/ Arbeitsverh&auml;ltnissen. Sie d&uuml;rfen an denselben Entleiher grunds&auml;tzlich h&ouml;chstens 18 Monate 1 &uuml;berlassen werden. Damit Ihr Arbeitgeber die &Uuml;berlassungsh&ouml;chstdauer nicht &uuml;berschreitet, muss er Ihre vorherigen Eins&auml;tze bei demselben Entleiher auch f&uuml;r andere Verleiher vollst&auml;ndig ber&uuml;cksichtigen, wenn zwischen den Eins&auml;tzen jeweils nicht mehr als 3 Monate liegen. Von der &Uuml;berlassungsh&ouml;chstdauer von 18 Monaten kann durch Tarifvertrag der Einsatzbranche oder - im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages - durch Betriebs- oder Dienstvereinbarung im Einsatzbetrieb abgewichen werden. Mit dem &Uuml;berschreiten der &Uuml;berlassungsh&ouml;chstdauer ist das Arbeitsverh&auml;ltnis mit Ihrem Arbeitgeber unwirksam und es entsteht ein Arbeitsverh&auml;ltnis zwischen Ihnen und dem Entleiher. Sie haben die M&ouml;glichkeit, an dem Arbeitsverh&auml;ltnis mit Ihrem Arbeitgeber (Verleiher) festzuhalten. Hierzu m&uuml;ssen Sie die unter A., 1. Absatz beschriebene Festhaltenserkl&auml;rung abgeben. Der Vertrag zwischen Ihrem Arbeitgeber und dem Entleiher muss ausdr&uuml;cklich als Arbeitnehmer&uuml;berlassung bezeichnet sein (sog. Offenlegung). Zus&auml;tzlich m&uuml;ssen Ihr Arbeitgeber und der Entleiher Sie vor Ihrem Einsatz im &Uuml;berlassungsvertrag oder durch Bezugnahme auf diesen Vertrag namentlich benennen (sog. Konkretisierung). Werden diese Pflichten nicht erf&uuml;llt, wirkt sich dies auf Ihr Arbeitsverh&auml;ltnis aus. Das Arbeitsverh&auml;ltnis mit Ihrem Arbeitgeber ist dann unwirksam und es entsteht ein Arbeitsverh&auml;ltnis zwischen Ihnen und dem Entleiher. Sie haben die M&ouml;glichkeit, an dem Arbeitsverh&auml;ltnis mit Ihrem Arbeitgeber (Verleiher) festzuhalten. Hierzu m&uuml;ssen Sie die unter A., 1. Absatz beschriebene Festhaltenserkl&auml;rung abgeben. Die Beteiligungsrechte der Arbeitnehmervertretungen (Betriebsr&auml;te, Personalr&auml;te) nach dem Betriebsverfassungsgesetz bzw. Bundespersonalvertretungsgesetz sind auch von den Verleihern und deren Besch&auml;ftigten zu beachten. Der Verleiher darf Ihnen nicht verbieten, nach Beendigung Ihres Leiharbeitsverh&auml;ltnisses ein Arbeitsverh&auml;ltnis mit dem Entleiher einzugehen. Steht ein solches Verbot in Ihrer Vereinbarung mit dem Verleiher oder in der Vereinbarung zwischen dem Verleiher und dem Entleiher, dann ist ein solches Verbot unwirksam. Der Verleiher hat Ihnen das vereinbarte Arbeitsentgelt auch dann zu zahlen, wenn er Sie nicht bei einem Entleiher besch&auml;ftigen kann. Sie sind nicht verpflichtet, bei einem Entleiher t&auml;tig zu werden, soweit dieser durch einen Arbeitskampf unmittelbar betroffen ist. Bei einem solchen Arbeitskampf muss der Verleiher Sie darauf hinweisen, dass Sie das Recht haben, die Leistung zu verweigern und nicht f&uuml;r diesen Entleiher arbeiten m&uuml;ssen. Dem Entleiher ist es verboten, Sie in seinem Betrieb t&auml;tig werden zu lassen, der unmittelbar von einem Arbeitskampf betroffen ist. Ausnahmsweise ist Ihr Einsatz in einem bestreikten Betrieb zul&auml;ssig, wenn der Entleiher sicherstellt, dass Sie nicht als Streikbrecher eingesetzt werden. B. Grundsatz der Gleichstellung F&uuml;r die Zeit, in der Sie beim Entleiher arbeiten, haben Sie grunds&auml;tzlich ab dem ersten Tag der &Uuml;berlassung Anspruch auf die wesentlichen Arbeitsbedingungen (wie Arbeitszeit, Urlaub usw.) und das Arbeitsentgelt wie eine vergleichbare Arbeitnehmerin bzw. ein vergleichbarer Arbeitnehmer im Betrieb des Entleihers 3. Grunds&auml;tzlich haben Sie Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen (z.B. Fahrt- und &Uuml;bernachtungskosten) bei ausw&auml;rtigem Einsatz. F&uuml;r die Berechnung des Zeitraums sind nur ab 01. April 2017 zur&uuml;ckgelegte &Uuml;berlassungszeiten ma&szlig;geblich. 2 Vgl. &sect; 670 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches Vgl. &sect; 8 Absatz 1 A&Uuml;G Auskunft &uuml;ber die wesentlichen Arbeitsbedingungen und das Arbeitsentgelt k&ouml;nnen Sie von Ihrem Entleiher verlangen. C. Mindestlohn und Lohnuntergrenze Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, Ihnen mindestens den gesetzlichen Mindestlohn in H&ouml;he von 8,84 Euro brutto je Zeitstunde 5 zu zahlen. Dies gilt auch f&uuml;r Zeiten, in denen Sie nicht verliehen werden. Von diesem Gleichstellungsgrundsatz darf nur in folgendem Fall abgewichen werden: F&uuml;r Ihr Leiharbeitsverh&auml;ltnis gilt ein Tarifvertrag, der die wesentlichen Arbeitsbedingungen regelt. Ein solcher Tarifvertrag ist zum einen anzuwenden, wenn zwischen einer Gewerkschaft und einem Arbeitgeberverband ein Tarifvertrag geschlossen wurde und Sie Mitglied der Gewerkschaft sind und Ihr Arbeitgeber Mitglied des beteiligten Arbeitgeberverbandes ist. Zum anderen kann im Arbeitsvertrag zwischen Ihnen und Ihrem Verleiher die Anwendung eines bestimmten Tarifvertrages vereinbart werden. Sofern Sie T&auml;tigkeiten &uuml;bernehmen, f&uuml;r die ein abweichender Branchenmindestlohn oder ein abweichendes Mindestentgelt aufgrund eines f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rten Tarifvertrags gilt 6, haben Sie w&auml;hrend Ihres Einsatzes Anspruch auf das dort festgelegte Mindestentgelt. Das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) kann auf Vorschlag der Tarifvertragsparteien eine verbindliche Lohnuntergrenze im Bereich der Arbeitnehmer&uuml;berlassung festsetzen 7. Die vom BMAS festgesetzten Mindeststundenentgelte gehen dem gesetzlichen Mindestlohn vor, das hei&szlig;t, Ihr Arbeitgeber muss Ihnen mindestens das in der jeweils geltenden Rechtsverordnung festgelegte Mindeststundenentgelt bezahlen. Durch oder aufgrund eines Tarifvertrages der Zeitarbeit darf Ihnen grunds&auml;tzlich nur in den ersten 9 Monaten 4 einer &Uuml;berlassung an einen Entleiher ein niedrigeres Arbeitsentgelt bezahlt werden. Ihr Arbeitgeber muss Ihre vorherigen Eins&auml;tze bei dem Entleiher auch f&uuml;r andere Verleiher vollst&auml;ndig anrechnen, wenn zwischen den Eins&auml;tzen jeweils nicht mehr als 3 Monate liegen. Ein von einer vergleichbaren Arbeitnehmerin bzw. einem vergleichbaren Arbeitnehmer im Betrieb des Entleihers abweichendes niedrigeres Arbeitsentgelt darf Ihnen dann l&auml;nger als 9 Monate bezahlt werden, wenn in einem geltenden Tarifvertrag ein gleichwertiges Arbeitsentgelt festgelegt und geregelt ist, dass Sie dieses Entgelt durch stufenweise Erh&ouml;hung nach dem 15. Monat Ihrer &Uuml;berlassung erreichen. Die stufenweise Erh&ouml;hung des Arbeitsentgelts muss sp&auml;testens nach 6 Wochen Einsatzzeit beginnen. Die Tarifvertragsparteien der Zeitarbeit haben dem BMAS einen entsprechenden Vorschlag zum Erlass einer Dritten Verordnung &uuml;ber eine Lohnuntergrenze in der Arbeitnehmer&uuml;berlassung unterbreitet. Mit deren Inkrafttreten ist der Verleiher auf Grund der Verordnung verpflichtet, Ihnen mindestens das nachfolgend aufgef&uuml;hrte Bruttoentgelt pro Arbeitsstunde (Mindeststundenentgelt) zu zahlen: 1. in den Bundesl&auml;ndern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Th&uuml;ringen Anders verh&auml;lt es sich, wenn Sie einem Entleiher &uuml;berlassen werden, bei dem Sie schon einmal gearbeitet haben, und zwar in den letzten sechs Monaten, bevor Sie der Verleiher dem Entleiher &uuml;berlassen hat. Dies trifft auch auf einen Entleiher zu, der mit diesem Entleiher einen Konzern bildet. In diesen F&auml;llen hat Ihr Verleiher den Gleichstellungsgrundsatz sicherzustellen. F&uuml;r die Berechnung dieses Zeitraums sind die ab dem 01. April 2017 zur&uuml;ckgelegten &Uuml;berlassungszeiten ma&szlig;geblich. Seit dem 01. Januar 2017 gem&auml;&szlig; &sect; 1 Mindestlohnanpassungsverordnung (MiLoV) i. V. m. &sect; 11 Mindestlohngesetz (MiLoG) Vgl. &sect;&sect; 3 ff. Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) Vgl. &sect; 3a A&Uuml;G 2. in den &uuml;brigen Bundesl&auml;ndern a) vom Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung bis zum 31.03.2018 sch&auml;ftigten richtet sich die Anzahl der Plusstunden anteilig nach der jeweils arbeitsvertraglich vereinbarten Arbeitszeit. 9,23 Euro b) vom 01.04.2018 bis 31.03.2019 9,49 Euro c) vom 01.04.2019 bis 30.09.2019 9,79 Euro d) vom 01.10.2019 bis 31.12.2019 D. Sozialversicherung Der Verleiher als Ihr Arbeitgeber ist, wie jeder andere Arbeitgeber auch, verpflichtet, die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge zu zahlen. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, so haftet daf&uuml;r im Einsatzfall der Entleiher 8. 9,96 Euro. Es ist Ihnen das Mindeststundenentgelt Ihres Arbeitsortes zu zahlen. Wenn Sie ausw&auml;rtig t&auml;tig sind und das Mindeststundenentgelt an Ihrem Einstellungsort h&ouml;her als am Arbeitsort ist, haben Sie Anspruch auf dieses h&ouml;here Mindeststundenentgelt. Sie haben Anspruch darauf, dass Ihnen das Mindeststundenentgelt sp&auml;testens am 15. Bankarbeitstag (Referenzort ist Frankfurt am Main) gezahlt wird, der auf den Monat folgt, f&uuml;r den das Mindeststundenentgelt zu zahlen ist. Diese Regelung gilt nicht f&uuml;r die &uuml;ber die regelm&auml;&szlig;ige monatliche Arbeitszeit hinaus entstandenen Arbeitsstunden, wenn eine tarifvertragliche Regelung zur Arbeitszeitflexibilisierung mit einem Arbeitszeitkonto besteht. Dieses Arbeitszeitkonto darf h&ouml;chstens 200, bei saisonalen Schwankungen im Einzelfall bis zu 230, Plusstunden umfassen. Sofern Sie mehr als 150 Plusstunden auf Ihrem Arbeitszeitkonto haben, muss Ihr Verleiher die &uuml;ber 150 Stunden hinausgehenden Plusstunden einschlie&szlig;lich der darauf entfallenden Sozialversicherungsbeitr&auml;ge gegen Insolvenz sichern und diese Insolvenzsicherung Ihnen gegen&uuml;ber nachweisen. Ohne diesen Nachweis, darf Ihr Arbeitszeitkonto h&ouml;chstens 150 Plusstunden umfassen. Wenn Ihre arbeitsvertraglich vereinbarte Arbeitszeit weniger als 35 Wochenstunden betr&auml;gt, wird die Obergrenze des Arbeitszeitkontos entsprechend Ihrer Arbeitszeit angepasst. Auf Ihr Verlangen werden Ihnen Stunden aus dem Arbeitszeitkonto ausbezahlt, die &uuml;ber 105 Plusstunden hinausgehen. Bei Teilzeitbe Vgl. &sect; 28 e Absatz 2 Viertes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV) Vgl. &sect; 38 Absatz 1 Drittes Buchs Sozialgesetzbuch (SGB III) E. Arbeitsschutz und Unfallverh&uuml;tung F&uuml;r Ihre T&auml;tigkeit bei dem Entleiher gelten die &ouml;ffentlich-rechtlichen Vorschriften des Arbeitsschutzrechts, die auch der Betrieb des Entleihers einzuhalten hat. F&uuml;r die Einhaltung dieser Vorschriften sind Verleiher und Entleiher verantwortlich. Der Entleiher hat auch die notwendigen Unfallverh&uuml;tungsma&szlig;nahmen zu treffen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Sie sind verpflichtet, die entsprechenden Vorschriften zu befolgen. Der Entleiher hat Sie ferner, insbesondere vor Beginn der Besch&auml;ftigung und bei Ver&auml;nderungen in seinem Arbeitsbereich, &uuml;ber Folgendes zu informieren: Gefahren f&uuml;r Sicherheit und Gesundheit, denen Sie bei der Arbeit ausgesetzt sein k&ouml;nnen, sowie &uuml;ber die Ma&szlig;nahmen und Einrichtungen zur Abwendung oder zum Schutz einschlie&szlig;lich arbeitsmedizinischer Vorsorge, die Notwendigkeit besonderer Qualifikationen oder beruflicher F&auml;higkeiten sowie besondere Gefahren des Arbeitsbereichs und die getroffenen oder zu treffenden Ma&szlig;nahmen. F. Ihre Pflicht sich rechtzeitig arbeitsuchend zu melden 9 Wenn Ihr Arbeitsverh&auml;ltnis beim Verleiher endet, sind Sie verpflichtet, sich sp&auml;testens drei Monate vorher pers&ouml;nlich bei Ihrer Arbeitsagentur arbeitsuchend zu melden. Erfahren Sie von der Beendigung weniger als drei Monate vorher, m&uuml;ssen Sie sich sp&auml;testens drei Tage, nachdem Sie von der Beendigung erfahren haben, arbeitsuchend melden. Es reicht aus, wenn Sie Ihrer Arbeitsagentur innerhalb der genannten Fristen z.B. online (http://www.arbeitsagentur.de) oder aber telefonisch die Beendigung Ihres Arbeitsverh&auml;ltnisses mitteilen und einen Termin zur pers&ouml;nlichen Arbeitsuchendmeldung vereinbaren. Sie haben Ihre Pflicht, sich arbeitsuchend zu melden, erst dann vollst&auml;ndig erf&uuml;llt, wenn Sie den vereinbarten Termin mit der Agentur f&uuml;r Arbeit wahrnehmen. Bitte beachten Sie, dass eine Sperrzeit von einer Woche eintreten kann, wenn Sie sich nicht rechtzeitig melden. Eintritt einer Sperrzeit bedeutet, dass trotz Anspruch auf Arbeitslosengeld I, dieser Anspruch ruht und Sie f&uuml;r diese Woche, in der der Anspruch ruht, kein Arbeitslosengeld I erhalten. G. Informationspflicht des Entleihers &uuml;ber freie Arbeitspl&auml;tze Der Entleiher hat Sie &uuml;ber freie Arbeitspl&auml;tze, die in seinem Unternehmen besetzt werden sollen, zu informieren. Dies kann durch einen Aushang an einer f&uuml;r Sie zug&auml;ngigen Stelle im Betrieb oder Unternehmen des Entleihers geschehen. H. Zugang zu Gemeinschaftseinrichtungen oder Gemeinschaftsdiensten Zu den Gemeinschaftseinrichtungen oder diensten eines Unternehmens - beispielsweise Kinderbetreuungseinrichtungen, Gemeinschaftsverpflegung und Bef&ouml;rderungsmittel hat der Entleiher Ihnen Zugang zu gew&auml;hren, und zwar unter den gleichen Bedingungen wie vergleichbaren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in seinem Betrieb. Es kann jedoch sachliche Gr&uuml;nde geben, die eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Ein solcher Grund kann vorliegen, wenn Sie nur kurz beim Entleiher besch&auml;ftigt sind und es f&uuml;r den Entleiher einen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hohen Verwaltungsaufwand bedeuten w&uuml;rde, Ihnen Zugang zu den Gemeinschaftseinrichtungen und -diensten zu verschaffen. I. Wer hilft bei Streitigkeiten oder Fragen? F&uuml;r die Entscheidung von Streitigkeiten aus dem Leiharbeitsverh&auml;ltnis zwischen Ihnen und dem Verleiher sind die Arbeitsgerichte zust&auml;ndig. N&auml;here Ausk&uuml;nfte dazu erhalten Sie von den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverb&auml;nden, Rechtsanw&auml;ltinnen und Rechtsanw&auml;lten sowie den f&uuml;r die &Uuml;berwachung der Verleiher zust&auml;ndigen Agenturen f&uuml;r Arbeit D&uuml;sseldorf, Kiel und N&uuml;rnberg. Bei Zweifeln, ob der Verleiher die erforderliche Erlaubnis der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit besitzt, k&ouml;nnen Sie sich an das jeweils zust&auml;ndige Team Arbeitnehmer&uuml;berlassung in den Agenturen f&uuml;r Arbeit D&uuml;sseldorf, N&uuml;rnberg und Kiel wenden. Diese Teams nehmen auch Hinweise auf Rechtsverst&ouml;&szlig;e von Erlaubnisinhabern entgegen und gehen diesen nach</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01140.pdf">Publikation zeigen</a></p>