<h1>Kurzarbeitergeld (Info f&uuml;r Arbeitnehmer)</h1> <h2>Kurzarbeitergeld wird Ihnen auf Antrag Ihres Arbeitgebers oder Ihrer Betriebsvertretung (Betriebsrat) von der Agentur f&uuml;r Arbeit gew&auml;hrt... Quelle Bundesagentur f&uuml;r Arbeit</h2> <p>Kurzarbeitergeld Das Kurzarbeitergeld (Kug) ist eine Leistung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Es wird Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen bei unvermeidbarem, vor&uuml;bergehendem Arbeitsausfall, der auf wirtschaftlichen Ursachen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht, gezahlt. Daneben muss zu erwarten sein, dass dadurch die Arbeitspl&auml;tze erhalten werden und Arbeitslosigkeit vermieden wird. Dieses Merkblatt unterrichtet Sie als Arbeitnehmer/-in &uuml;ber das Kug und soll eventuelle pers&ouml;nliche Nachteile, die Ihnen durch Nichtbeachtung der Kug-Bestimmungen entstehen k&ouml;nnten, vermeiden helfen. Hinweise zu den arbeitsrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von Kurzarbeit k&ouml;nnen wegen der Vielfalt der damit zusammenh&auml;ngenden Fragen in diesem Merkblatt nicht gegeben werden. In Betrieben mit Betriebsvertretung ist die Einf&uuml;hrung von Kurzarbeit mit dem Betriebsrat schriftlich zu vereinbaren. Ihr Arbeitgeber wird anhand des Tarifvertrages oder der Einzelarbeitsvertr&auml;ge beurteilen, unter welchen Voraussetzungen eine Verk&uuml;rzung der Arbeitszeit zul&auml;ssig ist (z.B. Ank&uuml;ndigungsfristen, &Auml;nderungsk&uuml;ndigungen, Vereinbarungen mit den einzelnen Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen). Betrieb im Sinne des Kug-Rechts ist auch eine Betriebsabteilung. An Arbeitnehmer/-innen des Baugewerbes wird das Kurzarbeitergeld in der Schlechtwetterzeit vom 01.12. bis 31.03. in Betrieben des Bauhauptgewerbes, des Dachdeckerhandwerkes und des Garten-, Landschaftsund Sportplatzbaus sowie in Betrieben des Ger&uuml;stbaus bis einschl. der Winterperiode 2017/2018 vom 01.11. bis 31.03. nur in Form des Saison-Kug f&uuml;r wirtschaftlich bedingte und witterungsbedingte Arbeitsausf&auml;lle gew&auml;hrt. Wenn in Betrieben des Baugewerbes die wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit auch w&auml;hrend der Schlechtwetterzeit fortgesetzt wird und/oder witterungsbedingte Arbeitsausf&auml;lle eintreten, sind f&uuml;r das Saison-Kug teilweise abweichende Anspruchsvoraussetzungen zu beachten. Erheblicher Arbeitsausfall Vermeidbarer Arbeitsausfall Tatbest&auml;nde, die den Anspruch auf Kurzarbeitergeld ausschlie&szlig;en Ausgeschlossene Personengruppen Arbeitsunf&auml;hig erkrankte Arbeitnehmer mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung Ruhen des Anspruchs bei Rentenbezug H&ouml;he des Kurzarbeitergeldes, Anrechnung von Nebeneinkommen und steuerliche Behandlung H&ouml;he des Kug F&ouml;rderung beruflicher Weiterbildung w&auml;hrend.des Bezuges von Kurzarbeitergeld Verhinderung missbr&auml;uchlicher Inanspruchnahme von Kug, strafrechtliche Verfolgung Transferkurzarbeitergeld Kug wird Ihnen auf Antrag Ihres Arbeitgebers oder Ihrer Betriebsvertretung (Betriebsrat) von der Agentur f&uuml;r Arbeit gew&auml;hrt, wenn in dem Betrieb, in dem Sie t&auml;tig sind, ein erheblicher Arbeitsausfall eingetreten ist und die Agentur f&uuml;r Arbeit mit schriftlichem Bescheid anerkannt hat, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung des Kug nach den &sect;&sect; 96 Abs. 1, 97 SGB III vorliegen, Sie nach Beginn des Arbeitsausfalls eine arbeitslosenversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung fortsetzen (dies gilt auch f&uuml;r den Fall, dass ein bisher befristetes Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis fortgesetzt werden soll) oder aus zwingenden Gr&uuml;nden oder im Anschluss an die Beendigung eines Berufsausbildungsverh&auml;ltnisses aufnehmen, Ihr Arbeitsverh&auml;ltnis nicht gek&uuml;ndigt oder durch Aufhebungsvertrag aufgel&ouml;st ist, Sie nicht vom Kurzarbeitergeldbezug ausgeschlossen sind und Sie infolge des Arbeitsausfalls einen Entgeltausfall erleiden. Zu den Voraussetzungen nach &#039;&#039; Nr. 1.1 erster Punkt geh&ouml;rt u. a., dass ein erheblicher Arbeitsausfall vorliegt. Ein Arbeitsausfall ist erheblich, wenn er auf wirtschaftlichen Gr&uuml;nden oder einem unabwendbaren Ereignis beruht, vor&uuml;bergehend ist, Ein Arbeitsausfall ist nur dann unvermeidbar, wenn Arbeitgeber und gegebenenfalls Betriebsvertretung vor der Anzeige des Arbeitsausfalls vergeblich versucht haben, den Arbeitsausfall abzuwenden oder einzuschr&auml;nken. W&auml;hrend des Bezuges von Kug muss der Betrieb sich laufend darum bem&uuml;hen, den Arbeitsausfall zu verringern oder zu beenden. Als vermeidbar gilt insbesondere ein Arbeitsausfall, der &uuml;berwiegend branchen&uuml;blich, betriebs&uuml;blich oder saisonbedingt ist oder ausschlie&szlig;lich auf betriebsorganisatorischen Gr&uuml;nden beruht, bei Gew&auml;hrung von bezahltem Erholungsurlaub ganz oder teilweise verhindert werden kann, soweit vorrangige Urlaubsw&uuml;nsche der Arbeitnehmer/ -innen der Urlaubsgew&auml;hrung nicht entgegenstehen oder bei Nutzung von im Betrieb zul&auml;ssigen Arbeitszeitschwankungen ganz oder teilweise vermieden werden kann. Besteht in einem Betrieb eine Vereinbarung &uuml;ber die Flexibilisierung der Arbeitszeit, nach der mindestens 10 v.H. der ohne Mehrarbeit geschuldeten Jahresarbeitszeit f&uuml;r einen unterschiedlichen Arbeitsanfall eingesetzt werden, gilt ein Arbeitsausfall, der im Rahmen dieser Regelung nicht mehr ausgeglichen werden kann, als nicht vermeidbar (&sect; 96 Abs. 4 Satz 4 SGB III). Soweit im Rahmen der Flexibilisierung der Arbeitszeit Arbeitszeitkonten gef&uuml;hrt werden, sind die darin eingestellten Arbeitszeitguthaben vor bzw. w&auml;hrend der Kurzarbeit zur Vermeidung von Arbeitsausf&auml;llen einzubringen. Die Aufl&ouml;sung eines Arbeitszeitguthabens kann vom Arbeitnehmer/der Arbeitnehmerin nicht verlangt werden, soweit es vertraglich ausschlie&szlig;lich zur &Uuml;berbr&uuml;ckung von Arbeitsausf&auml;llen au&szlig;erhalb der Schlechtwetterzeit bestimmt ist und 50 Stunden nicht &uuml;bersteigt, ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die in &sect; 7c Abs. 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IV) genannten Zwecke bestimmt ist (Verwendung von Wertguthaben), zur Vermeidung der Inanspruchnahme von SaisonKurzarbeitergeld angespart worden ist und den Umfang von 150 Stunden nicht &uuml;bersteigt, den Umfang von zehn Prozent der ohne Mehrarbeit geschuldeten Jahresarbeitszeit eines Arbeitnehmers/ einer Arbeitnehmerin &uuml;bersteigt (d.h. Zeitguthaben ist auf jeden Fall bis zur H&ouml;he von 10 v.H. der geschuldeten Jahresarbeitszeit einzubringen), l&auml;nger als ein Jahr unver&auml;ndert bestanden hat. Kug kann in Ihrem Betrieb bis zum Ablauf von zw&ouml;lf Monaten seit dem ersten Kalendermonat gew&auml;hrt werden, f&uuml;r den Kug gezahlt wird. Das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) kann bei au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Verh&auml;ltnissen auf dem gesamten Arbeitsmarkt diese Bezugsdauer bis auf 24 Monate verl&auml;ngern</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01158.pdf">Publikation zeigen</a></p>