<h1>Steuertipps f&uuml;r Senioren (Sachsen)</h1> <h2>Diese Steuertipps geben Rentnern und Pension&auml;ren Hinweise und Anregungen zu ihren steuerlichen Rechten und Pflichten... Quelle S&auml;chsisches Staatsministerium der Finanzen</h2> <p>Die Brosch&uuml;re Steuertipps f&uuml;r Senioren hat das s&auml;chsische Finanzministerium 2006 zum ersten Mal herausgegeben. Anlass war das zum 01.01.2005 in Kraft getretene Alterseink&uuml;nftegesetz, mit dem die Besteuerung von Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung grundlegend ge&auml;ndert wurde. Die rege Nachfrage nach der Brosch&uuml;re Steuertipps f&uuml;r Senioren zeigt, dass viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger gro&szlig;en Informationsbedarf zu steuerlichen Fragen haben. Die Steuertipps f&uuml;r Senioren geben Rentnern und Pension&auml;ren Hinweise und Anregungen zu ihren steuerlichen Rechten und Pflichten. So geht die Druckschrift zum Beispiel auf die Grundz&uuml;ge der Besteuerung von Renten und Pensionen sowie von Kapitaleink&uuml;nften ein. Hinterbliebenen-Pauschbetrag Altersentlastungsbetrag Pauschbetrag f&uuml;r behinderte Menschen Aufwendungen wegen Pflegebed&uuml;rftigkeit Beerdigungskosten Witwen- beziehungsweise Witwer-Splitting Durch das Alterseink&uuml;nftegesetz wurde die Besteuerung von Altersbez&uuml;gen mit Wirkung ab dem Veranlagungszeitraum 2005 neu geregelt. Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2002, das die bisherige unterschiedliche Besteuerung von Renten und Pensionen als mit dem Grundgesetz unvereinbar angesehen und den Gesetzgeber zu einer Neuregelung verpflichtet hat. K&uuml;nftig werden Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und Beamtenpensionen steuerlich gleich behandelt. Ziel des Gesetzes ist die schrittweise Umsetzung der so genannten nachgelagerten Besteuerung. Vereinfacht bedeutet dies, dass die Altersversorgung aus unversteuerten Einkommensteilen aufgebaut wird, also die Beitr&auml;ge zur Altersvorsorge in der Erwerbsphase bis zu einem j&auml;hrlichen H&ouml;chstbetrag als Sonderausgaben die Steuerbelastung mindern. Im Gegenzug sind die darauf beruhenden sp&auml;teren Altersbez&uuml;ge in vollem Umfang steuerpflichtig. F&uuml;r die Umsetzung hat der Gesetzgeber entsprechende Fristen festgelegt. Die nachgelagert besteuerten Renten unterliegen ab dem Jahr 2005 zu 50% der Besteuerung. Das gilt f&uuml;r alle Bestandsrenten und die in diesem Jahr erstmals gezahlten Renten. Ab 2006 wird der Besteuerungsanteil f&uuml;r jeden neu hinzukommenden Rentnerjahr gang angehoben, bis f&uuml;r die ab 2040 erstmals gezahlten Renten ein Besteuerungsanteil von 100% erreicht ist. Dieser lange Zeitraum soll einen schonenden &Uuml;bergang zur vollen Rentenbesteuerung sicherstellen. Trotz der Neuregelung wird bei einem Gro&szlig;teil der Rentnerinnen und Rentner, die bereits heute eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen, weiterhin keine Einkommensteuer anfallen. Allgemein gilt dies jedoch nur f&uuml;r die F&auml;lle, in denen ausschlie&szlig;lich Renten bezogen werden. Kommen dagegen andere - voll steuerpflichtige - Nebeneink&uuml;nfte (z.B. Arbeitslohn, Versorgungsbez&uuml;ge, Mieteinnahmen) oder dem Progressionsvorbehalt unterliegende Lohnersatzleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) hinzu, so kann sich sehr wohl eine Steuerpflicht auch f&uuml;r die Renteneink&uuml;nfte ergeben. Es gibt aber eine Reihe von Freibetr&auml;gen und Steuererleichterungen, welche die Steuerbelastung mindern. Mit dieser Brosch&uuml;re soll Ihnen die Besteuerung von Renten und Pensionen verst&auml;ndlich dargestellt und erl&auml;utert werden. Auch auf Fragen rund um die Einkommensteuererkl&auml;rung, z.B. welche Verg&uuml;nstigungen ein Rentner dabei im Einzelnen beanspruchen kann, wird nachfolgend n&auml;her eingegangen. Damit Sie bei Bedarf weitere Informationen zu den verschiedenen Regelungen einholen k&ouml;nnen, sind die entsprechenden Rechtsquellen jeweils am Ende eines Themenabschnitts angegeben. Ab welcher Rentenh&ouml;he f&auml;llt eine Steuer an? Wegen der nur teilweisen steuerlichen Erfassung von Renten f&auml;llt in der Regel keine Einkommensteuer an, sofern der Rentner oder sein mit ihm zusammen veranlagter Ehegatte keine weiteren voll steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte bzw. dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Lohnersatzleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) hat. Steuerliche Erfassung bzw. Steuerpflicht bedeutet, dass nur ein Anteil der Rente in die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens ( vgl. Abschnitt I Tz. 1) einbezogen wird, welches die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die tarifliche Einkommensteuer bildet. Werbungskosten Der steuerpflichtige Teil der Rente ist noch um die Werbungskosten zu k&uuml;rzen. Unter Werbungskosten versteht man Aufwendungen, die dem Erwerb, der Sicherung und Erhaltung dieser Einnahmen dienen. Werden keine h&ouml;heren Aufwendungen nachgewiesen, so wird von dem steuerpflichtigen Teil der Rente ein Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro abgezogen. Beziehen beide Ehegat ten eine Rente, so erh&auml;lt jeder von ihnen den Pauschbetrag. Au&szlig;erdem gibt es noch andere Steuerverg&uuml;nstigungen in Form von Pausch- und Freibetr&auml;gen ( vgl. Abschnitt III), die zur Folge haben, dass der steuerpflichtige Teil der Rente weiter gemindert wird. Altersentlastungsbetrag Basisversorgung Beerdigungskosten Behinderten-Pauschbetrag Besondere Veranlagung Di&auml;tverpflegung Erbschaftsteuer Erwerbsminderungsrente Freistellungsauftrag Gef&ouml;rderte Altersvorsorgeleistungen Halbeink&uuml;nfteverfahren Hinterbliebenenbez&uuml;ge Krankenversicherungszusch&uuml;sse Nichtveranlagungsbescheinigung Pensionskasse Pflegebed&uuml;rftigkeit Rentenbezugsmitteilungen Splittingtabelle Unfallrente Versorgungsbez&uuml;ge Vorsorgeaufwendungen Waisenrente Veranlagungswahlrecht</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01166.pdf">Publikation zeigen</a></p>