<h1>Steuertipps f&uuml;r Senioren (Berlin)</h1> <h2>Diese Brosch&uuml;re wird Ihnen helfen, sich einen Eindruck &uuml;ber die eigenen zu versteuernden Eink&uuml;nfte zu verschaffen... Quelle Senatsverwaltung f&uuml;r Finanzen Berlin</h2> <p>Steuerinformationen f&uuml;r Senioren Besteuerung und Einteilung von Renten H&ouml;he des steuerpflichtigen Rentenanteils Besteuerung von Pensionen, Betriebsrenten und Werkspensionen Zu versteuerndes Einkommen Senkung der Steuerlast Rentenbezugsmitteilungsverfahren Senioren werden steuerlich nicht anders behandelt als alle anderen B&uuml;rger: wer &uuml;ber eigene Eink&uuml;nfte verf&uuml;gt, ist mit diesen Eink&uuml;nften einkommensteuerpflichtig. Dies galt seit jeher auch f&uuml;r Renten. Fr&uuml;her wurden Renten aber nur mit dem sogenannten Ertragsanteil zur Besteuerung herangezogen. Der Ertragsanteil stellt den Anteil der Rente dar, der sich aus den Zinsertr&auml;gen des bis zum Rentenbeginn angesammelten Kapitals ergibt. Da die Beitr&auml;ge in eine Rentenversicherung teilweise aus dem versteuerten Einkommen geleistet wurden, sollte nicht die gesamte Rente nochmals besteuert werden. Die H&ouml;he des Ertragsanteils ist abh&auml;ngig vom Alter des Rentenberechtigten bei Beginn der Rente und betrug 27% des Rentenbezugs (bei Rentenbeginn mit Vollendung des 65. Lebensjahres) und l&ouml;ste im Normalfall - wegen Unterschreitens des steuerlich freizustellenden Existenzminimums - keine Steuerzahlungspflicht aus. Pensionen wurden dagegen schon immer (unter Ber&uuml;cksichtigung eines steuerfreien Teils von h&ouml;chstens 3.072 Euro - Versorgungsfreibetrag - ) in voller H&ouml;he besteuert. Diese Unterscheidung beruhte urspr&uuml;nglich auf dem Prinzip, dass Rentner mit ihren Beitr&auml;gen das Kapital f&uuml;r ihre Altersversorgung im wesentlichen selbst finanzierten, w&auml;hrend die Pensionen allein vom Arbeitgeber finanziert wurden. Bereits 1980 hatte das Bundesverfassungsgericht angemahnt, dass diese Aussage so nicht mehr der Wirklichkeit entspr&auml;che. Im Jahr 2002 kam das Bundesverfassungsgericht dann zu dem Ergebnis, dass die steuerliche Besserstellung der Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung gegen&uuml;ber den Pensionen verfassungswidrig ist und verpflichtete den Gesetzgeber, ab dem Jahr 2005 ein neues, gerechteres Besteuerungssystem zu schaffen. Ab 2005 wurde deshalb die Systematik der Besteuerung von Altersbez&uuml;gen durch das Alterseink&uuml;nftegesetz neu geregelt. Schrittweise bis zum Jahr 2040 wird die Gleichbehandlung aller Versorgungsempf&auml;nger sichergestellt, indem die Rentenbesteuerung auf die &#039;&#039;nachgelagerte Besteuerung&#039;&#039; umgestellt wird. Das bedeutet im Ergebnis, dass die Renten wie die Pensionen dann besteuert werden, wenn sie ausgezahlt werden. Im Gegenzug werden die Aufwendungen zum Erwerb des Rentenanspruchs w&auml;hrend der Berufst&auml;tigkeit steuerfrei gestellt. Um H&auml;rten zu vermeiden, hat der Gesetzgeber keine sofortige volle Besteuerung der Renteneinnahmen ab 2005 gew&auml;hlt. Vielmehr wurde - beginnend mit 50% - eine schrittweise Anhebung des der Steuer zu unterwerfenden Teils der Rente beschlossen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Renteneink&uuml;nfte bei jedem Neurentnerjahrgang (sogenannte &#039;&#039;Kohorte&#039;&#039;) mit einem h&ouml;heren Prozentsatz der Einkommensteuer unterworfen und ab dem Rentnerjahrgang 2040 in voller H&ouml;he (abz&uuml;glich Freibetr&auml;ge) besteuert werden. Die Brosch&uuml;re gibt einen &Uuml;berblick zur Besteuerung der gesetzlichen Renten und der Pensionen, &uuml;ber die Steuererkl&auml;rungspflicht und Hinweise zum Ausf&uuml;llen der Steuererkl&auml;rungsvordrucke. Es wird erl&auml;utert, welche Betr&auml;ge steuermindernd geltend gemacht werden k&ouml;nnen, wie zum Beispiel Werbungskosten, Sonderausgaben und au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen. Au&szlig;erdem werden Informationsquellen der Finanzverwaltung als auch anderer Beh&ouml;rden/Institutionen genannt. Renten geh&ouml;ren zu der Einkunftsart &#039;&#039;sonstige Eink&uuml;nfte&#039;&#039; und sind seit jeher grunds&auml;tzlich einkommensteuerpflichtig.4Nur einige Arten von Renten sind in vollem Umfang steuerfrei, so vor allem Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung (zum Beispiel Berufsgenossenschaftsrenten), Kriegs-, Wehr-, Zivildienst- und Schwerbesch&auml;digtenrenten und Wiedergutmachungsrenten. Die H&ouml;he des bei einer Rente zu versteuernden Betrages h&auml;ngt ab von der Art der Rente. Es ist nach der seit dem 01.01.2005 geltenden Neuregelung zwischen drei Gruppen von Renten zu unterscheiden: 4 Zur 1. Gruppe z&auml;hlen Leibrenten (wiederkehrende Zahlungen bis zum Tod des Empf&auml;ngers), bei denen die Ansparleistung (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung) aus dem unversteuerten Einkommen stammt, wie zum Beispiel bei den Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten (Witwen-/Witwerrenten und Waisenrenten) der gesetzlichen Rentenversicherungen, landwirtschaftlichen Alterskassen und berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen (sogenannte Basisversorgung). Hierunter fallen auch Renten aus privaten Versicherungsvertr&auml;gen, die nach dem 31.12.2004 begonnen wurden und deren Beitr&auml;ge als Altersvorsorgeaufwendungen beim Sonderausgabenabzug ber&uuml;cksichtigt werden (sogenannte R&uuml;rup-Renten). Diese Vertr&auml;ge m&uuml;ssen seit dem Jahr 2010 durch ein besonderes Zertifizierungsverfahren anerkannt sein. Die Beantragung der Zertifizierung erfolgt durch den Anbieter der Leistungen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01173.pdf">Publikation zeigen</a></p>