<h1>Steuertipps f&uuml;r Senioren (Hessen)</h1> <h2>Diese Info gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die geltenden Regelungen und legt dar, welche Steuererleichterungen f&uuml;r in Betracht kommen... Quelle Hessisches Ministerium der Finanzen</h2> <p>Steuerwegweiser f&uuml;r den Ruhestand Rentnerinnen, Rentner, Pension&auml;rinnen und Pension&auml;re haben meist viele arbeitsreiche Jahrzehnte erlebt, in denen sie die Grundlagen f&uuml;r die finanzielle Absicherung im Alter gelegt haben. Diese finanzielle Sicherheit ist keine Selbstverst&auml;ndlichkeit, wie die Diskussionen um die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung und die Notwendigkeit einer zus&auml;tzlichen privaten Altersvorsorge zeigen. Genauso wichtig ist die Frage, welche Steuern auf Renten und Pensionen zu entrichten sind und was danach am Ende &#039;&#039;netto&#039;&#039; &uuml;brig bleibt. Grunds&auml;tzlich gilt: Viele Bezieher von Alterseink&uuml;nften m&uuml;ssen keine Steuern zahlen. Steuerliche Pflichten k&ouml;nnen sich insbesondere bei Rentnerinnen und Rentnern ergeben, die neben der Rente zus&auml;tzliche Eink&uuml;nfte, z.B. aus Erwerbst&auml;tigkeit, einer Werkspension oder aus Vermietung und Verpachtung erzielen bzw. deren Ehegatten eigene Eink&uuml;nfte haben. Einkommensteuer, Lohnsteuer Besteuerung der Renten Warum sind Renten steuerpflichtig? Steuerpflichtige und steuerbefreite Renten Nachgelagerte Besteuerung Besteuerung mit dem Ertragsanteil Renten-Sonderf&auml;lle Kindererziehungsleistungen Besteuerung der Pensionen Versorgungsfreibetrag Gemeinsame Regelungen f&uuml;r Alterseink&uuml;nfte Abfindungen, Vorruhestandsleistungen und Altersteilzeit Abfindungen wegen Aufl&ouml;sung eines Dienstverh&auml;ltnisses Kapitalabfindungen von Renten- und Pensionsanspr&uuml;chen Vorruhestandsleistungen Altersteilzeit Freibetrag f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne Altersentlastungsbetrag Steuerliche Erleichterungen bei Nebenbesch&auml;ftigungen Steuererm&auml;&szlig;igungen Krankheitskosten Kurkosten Bestattungskosten Aufwendungen wegen Pflegebed&uuml;rftigkeit Sonderregelungen f&uuml;r behinderte Menschen Hinterbliebenen-Pauschbetrag Erbschaft- und Schenkungsteuer Die nachgelagerte Besteuerung funktioniert nach dem Prinzip: Was in der Beitragsphase steuerfrei geblieben ist, wird beim Zufluss der Rente steuerpflichtig. Ob tats&auml;chlich eine Steuerbelastung eintritt, h&auml;ngt aber davon ab, ob die steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte die allgemeinen und pers&ouml;nlichen Freibetr&auml;ge, z.B. den Grundfreibetrag zur Steuerfreistellung des pers&ouml;nlichen Existenzminimums, &uuml;bersteigen. Auf lange Sicht werden Rentenversicherungsbeitr&auml;ge in vollem Umfang steuerfrei gestellt und die auf den steuerfreien Beitr&auml;gen beruhenden Renten im Gegenzug in vollem Umfang besteuert. Hierf&uuml;r gilt eine langfristige, bis ins Jahr 2040 reichende &Uuml;bergangsregelung. Nachgelagert besteuert (Kapitel 1.3) werden die Renten (einschlie&szlig;lich Erwerbsminderungsrenten und Hinterbliebenenrenten) aus -der gesetzlichen Rentenversicherung, -der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, - der landwirtschaftlichen Alterskasse, -berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen, -zertifizierten, besonders auf die Altersvorsorge oder die Absicherung der Erwerbsminderung ausgerichteten privaten Vorsorgevertr&auml;gen (Basisrente-Alter oder Basisrente-Erwerbsminderung). Alle anderen Renten werden grunds&auml;tzlich wie bisher mit dem Ertragsanteil (Kapitel 1.4) besteuert. Ausnahme: Renten und andere Leistungen aus besonders gef&ouml;rderten Altersvorsorgeprodukten (sog. RiesterRenten aus gef&ouml;rderten Altersvorsorgevertr&auml;gen sowie auf steuerfreien Beitr&auml;gen beruhende Leistungen aus betrieblicher Altersversorgung) unterliegen in vollem Umfang der Besteuerung. Steuerfrei sind hingegen die -Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung, - Versorgungsbez&uuml;ge der Wehrdienst-, Kriegs- und Zivildienstgesch&auml;digten und ihrer Hinterbliebenen, -Wiedergutmachungsrenten. &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a und Nr. 5 Einkommensteuergesetz, &sect; 3 Nr. 1a, Nr. 6 und Nr. 8 Einkommensteuergesetz Die steuerfreien Zusch&uuml;sse zur Krankenversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung geh&ouml;ren nicht zum Jahresbetrag der Rente, die einbehaltenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge mindern den Jahresbetrag der Rente nicht. Sie sind aber im Rahmen des Sonderausgabenabzugs zu ber&uuml;cksichtigen Die Besteuerung des Ertragsanteils kommt nur noch zur Anwendung, wenn die Rente nicht nachgelagert zu besteuern ist, z.B. f&uuml;r Renten aus privaten Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht, Kaufpreisrenten oder Renten aus der umlagefinanzierten Zusatzversorgung im &ouml;ffentlichen Dienst (VBL), soweit diese nicht auf steuerfreien Beitr&auml;gen beruhen. Gewerbliche Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne geh&ouml;ren nach &sect; 16 Einkommensteuergesetz zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb. Betriebsinhaber, die das 55. Lebensjahr vollendet haben oder die im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunf&auml;hig sind, erhalten auf Antrag einmalig einen Freibetrag von 45.000 Euro. Der Freibetrag erm&auml;&szlig;igt sich um den Betrag, um den der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn 136.000 Euro &uuml;bersteigt. Im Falle eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns von 181.000 Euro und mehr ist der Freibetrag &#039;&#039;aufgezehrt&#039;&#039; und wirkt sich steuerlich nicht mehr aus. Zum Nachweis der dauernden Berufsunf&auml;higkeit reicht die Vorlage eines Bescheids des Rentenversicherungstr&auml;gers aus, aus dem die Berufsunf&auml;higkeit oder Erwerbsunf&auml;higkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung hervorgeht. Der Nachweis kann auch durch eine amts&auml;rztliche Bescheinigung erbracht werden. Auch die Leistungspflicht einer privaten Versicherung, deren Versicherungsbedingungen an einen Grad der Berufsunf&auml;higkeit von mindestens 50 Prozent oder an eine Minderung der Erwerbsf&auml;higkeit wegen Krankheit oder Behinderung auf weniger als sechs Stunden t&auml;glich ankn&uuml;pfen, kann als Nachweis dienen. Die vorstehenden Ausf&uuml;hrungen gelten entsprechend bei Gewinnen, die bei der Ver&auml;u&szlig;erung eines landund forstwirtschaftlichen Betriebs sowie bei der Ver&auml;u&szlig;erung eines der selbst&auml;ndigen Arbeit dienenden Verm&ouml;gens erzielt werden. &sect;&sect; 14, 16 Abs. 4 und 18 Abs. 3 Einkommensteuergesetz R 16 Abs. 14 EinkommensteuerRichtlinien Viele Seniorinnen und Senioren &uuml;ben auch im Ruhestand noch eine kleine Nebenbesch&auml;ftigung aus oder erzielen weitere Eink&uuml;nfte (z.B. Zins- oder Mieteinnahmen). Zur steuerlichen Entlastung dieser zus&auml;tzlichen Eink&uuml;nfte steht allen Seniorinnen und Senioren ab dem Jahr, in dem sie 65 Jahre alt werden, ein Altersentlastungsbetrag zu. Das Finanzamt ber&uuml;cksichtigt den Altersentlastungsbetrag bei der Einkommensteuerveranlagung automatisch, es ist kein besonderer Antrag erforderlich. Dabei wird die positive Summe der Eink&uuml;nfte (au&szlig;er Renten, Versorgungsbez&uuml;ge und abgeltend besteuerte Kapitalertr&auml;ge) der Berechnung zugrunde gelegt. F&uuml;r Personen, die bereits im Jahr 2005 oder fr&uuml;her 65 Jahre alt geworden sind (also die Geburtsjahrg&auml;nge bis einschlie&szlig;lich 1940), betr&auml;gt der Altersentlastungsbetrag 40 Prozent von dieser Ausgangsgr&ouml;&szlig;e, h&ouml;chstens jedoch 1.900 Euro</p> <p><a href="https://finanzen.hessen.de/sites/default/files/media/hmdf/steuerwegweiser_ruhestand_2019.pdf">Publikation zeigen</a></p>