<h1>Steuertipps f&uuml;r Alleinerziehende</h1> <h2>Diese Info hilft ganz praktisch weiter und nutzt all jenen, denen die Steuervorteile zustehen... Quelle Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg</h2> <p>Steuertipps f&uuml;r Alleinerziehende Kinder und Steuern Wie viel Kindergeld und Kinder-Freibetr&auml;ge stehen Eltern zu? Wem steht der Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende zu? In welcher H&ouml;he sind Kinderbetreuungskosten absetzbar? Welche Kinder werden steuerlich ber&uuml;cksichtigt? Was ist, wenn vollj&auml;hrige Kinder selbst Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge beziehen? Wann k&ouml;nnen Unterhalts- und Ausbildungsaufwendungen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen geltend gemacht werden? Wann gilt der Ausbildungsfreibetrag? Welche besonderen Bedingungen gelten f&uuml;r Eltern von Kindern mit Behinderungen? Liebe alleinerziehende M&uuml;tter und V&auml;ter, zweifellos sind Sie im Vergleich zu kinderlosen Alleinstehenden finanziell deutlich st&auml;rker gefordert. Selbstverst&auml;ndlich sollte man ein Kind keineswegs als reinen Kostenfaktor betrachten. Aber dennoch ist es richtig, dass der Gesetzgeber Eltern und aufgrund ihrer zus&auml;tzlichen finanziellen Belastung im besonderen Ma&szlig;e alleinerziehende M&uuml;tter und V&auml;ter besser gestellt hat. Ich w&uuml;rde mir hier und dort weitergehende Unterst&uuml;tzungen w&uuml;nschen. Gleichwohl sind vielen alleinerziehenden M&uuml;ttern und V&auml;tern die bereits bestehenden Steuervorteile nicht oder nicht alle bekannt. Daher geben wir Ihnen mit dieser Publikation einen kleinen &Uuml;berblick &uuml;ber die wichtigsten Bereiche im Steuerrecht, mit denen Eltern allgemein und alleinerziehende Elternteile im Besonderen unterst&uuml;tzt werden. Und wir stellen Ihnen im Folgenden die wichtigsten Neuerungen vor, beispielsweise, dass ab dem Jahr 2012 die Eink&uuml;nfte- und Bez&uuml;gegrenze f&uuml;r vollj&auml;hrige Kinder mit eigenem Einkommen entfallen ist. Ich hoffe, diese Brosch&uuml;re hilft Ihnen ganz praktisch weiter und nutzt all jenen, denen die Steuervorteile zustehen. Ich w&uuml;nsche Ihnen und Ihren Kindern alles Gute! 1. Wie viel Kindergeld und Kinder-Freibetr&auml;ge stehen Eltern zu? Die unter M&uuml;ttern und V&auml;tern am meisten bekannte und wichtigste staatliche Leistung f&uuml;r alle Eltern ist zun&auml;chst das monatlich gezahlte Kindergeld. Dieses wird von den &ouml;rtlichen Familienkassen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit(1) festgesetzt und gezahlt. Bei Angeh&ouml;rigen des &ouml;ffentlichen Dienstes erfolgt die Kindergeldfestsetzung und -zahlung durch den Arbeitgeber beziehungsweise den Dienstherrn selbst. Das Kindergeld ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt. Es betr&auml;gt aktuell: f&uuml;r das erste und zweite Kind jeweils 184 Euro, f&uuml;r das dritte Kind 190 Euro, f&uuml;r das vierte und jedes weitere Kind jeweils 215 Euro. Anspruch auf Kindergeld haben Eltern, die in Deutschland einen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt haben oder im Ausland wohnen, aber in Deutschland unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig sind oder als solche behandelt werden (Einzelfragen hierzu beantworten die Familienkassen). Nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres (1) Hinweis: Eine &Uuml;bersicht der Agenturen f&uuml;r Arbeit, die in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien St&auml;dten Brandenburgs ans&auml;ssig sind, kann dem Ratgeber f&uuml;r Familien, den das Ministerium f&uuml;r Arbeit, Soziales, Frauen und Familien (MASF) j&auml;hrlich auflegt und der regelm&auml;&szlig;ig bei den Jugend&auml;mtern erh&auml;ltlich ist, entnommen werden. &uuml;berpr&uuml;ft das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung, ob das Kindergeld oder ob die steuerlichen Kinder-Freibetr&auml;ge f&uuml;r die Eltern oder den Elternteil g&uuml;nstiger sind. Sofern die Freibetr&auml;ge g&uuml;nstiger sind - n&auml;mlich dann, wenn die sich durch die Freibetr&auml;ge ergebende Steuerminderung h&ouml;her ist als das Kindergeld - wird der Anspruch auf Kindergeld der tariflichen Einkommensteuer hinzugerechnet. Ist die sich durch den Abzug der Freibetr&auml;ge ergebende Steuerminderung geringer als das Kindergeld, bleibt es bei dem f&uuml;r die Eltern g&uuml;nstigeren Kindergeld. Durch beide Leistungen soll das steuerliche Existenzminimum des Kindes steuerfrei bleiben. Steuerlicher Freibetrag bedeutet grunds&auml;tzlich, dass ein vom Gesetzgeber festgelegter Betrag nicht besteuert wird. Dieses Ergebnis wird insoweit auch mit den Freibetr&auml;gen f&uuml;r Kinder erreicht. Diese sind an der H&ouml;he des sozialhilferechtlichen Existenzminimums f&uuml;r Kinder bemessen. Zu den Freibetr&auml;gen f&uuml;r Kinder geh&ouml;ren je Elternteil: der Kinderfreibetrag in H&ouml;he von 2184 Euro und der Freibetrag f&uuml;r Betreuung, Erziehung oder Ausbildung in H&ouml;he von 1320 Euro. Jedem Elternteil steht damit insgesamt ein j&auml;hrlicher Freibetrag in H&ouml;he von 3504 Euro zu. Alleinerziehende m&uuml;ssen beachten, dass abweichend hiervon bei minderj&auml;hrigen Kindern, die nur in der Wohnung eines Elternteils gemeldet sind, der dem anderen Elternteil zustehende Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf &uuml;ber 1320 Euro auf Antrag auf den betreuenden Elternteil &uuml;bertragen wird. Eine &Uuml;bertragung auch des dem anderen Elternteil zustehenden Kinderfreibetrags &uuml;ber 2184 Euro kommt dagegen nur in Betracht, wenn der andere Elternteil seine Unterhaltsverpflichtung gegen&uuml;ber dem Kind nicht zu mindestens 75 Prozent erf&uuml;llt. Der Antragsteller muss insoweit die Voraussetzungen daf&uuml;r darlegen. Die Unterhaltsverpflichtung ergibt sich in der Regel durch eine gerichtliche Entscheidung, Verpflichtungserkl&auml;rung oder &Auml;hnlichem. Eine &Uuml;bertragung ist jedoch ausgeschlossen, sofern Unterhaltsleistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz gezahlt werden. Beispiel: Die unbeschr&auml;nkt steuerpflichtigen Eltern des zehnj&auml;hrigen Maxmilian sind nicht verheiratet und leben in getrennten Haushalten. Maxmilian ist nur im Haushalt seiner alleinerziehenden Mutter gemeldet. Maxmilans Vater kommt seiner Verpflichtung zum Barunterhalt ordnungsgem&auml;&szlig; nach. Die Mutter kann beim Finanzamt beantragen, dass der dem Vater zustehende Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf in H&ouml;he von 1320 Euro auf sie &uuml;bertragen wird. Eine &Uuml;bertragung des dem Vater zustehenden Kinderfreibetrags ist hingegen nicht m&ouml;glich. Insgesamt erh&ouml;ht sich der j&auml;hrliche Freibetrag f&uuml;r Maximilians alleinerziehende Mutter damit von 3504 auf 4824 Euro. 2. Wem steht der Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende zu? Die zus&auml;tzliche finanzielle Belastung f&uuml;r Alleinerziehende ber&uuml;cksichtigt der Gesetzgeber besonders mit dem sogenannten Entlastungsbetrag in H&ouml;he von 1308 Euro pro Kalenderjahr. Dieser wird alleinstehenden Elternteilen gew&auml;hrt, wenn zu ihrem Haushalt mindestens ein Kind geh&ouml;rt, f&uuml;r das ihnen Kindergeld oder ein Kinder-Freibetrag zusteht. Die Zugeh&ouml;rigkeit zum Haushalt wird angenommen, wenn das Kind in der Wohnung mit Haupt- und Nebenwohnsitz gemeldet ist. Ist das Kind bei mehreren Personen - zum Beispiel bei beiden Elternteilen - gemeldet, steht der Entlastungsbetrag in der Regel dem zu, der auch das Kindergeld f&uuml;r das Kind erh&auml;lt. Den Entlastungsbetrag k&ouml;nnen nur Alleinerziehende erhalten, bei denen keine Veranlagung als Ehegatten in Betracht kommt, das hei&szlig;t die nicht verheiratet sind. Weitere Voraussetzung ist, dass sie keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen vollj&auml;hrigen Person bilden (zum Beispiel eine Lebensgemeinschaft), es sei denn, es handelt sich um ein vollj&auml;hriges Kind, das sich zum Beispiel noch in Ausbildung befindet und f&uuml;r das dem Alleinerziehenden noch Kindergeld oder ein Kinder-Freibetrag zusteht Liegen die Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung des Entlastungsbetrags nicht f&uuml;r jeden Monat vor, erm&auml;&szlig;igt er sich um jeweils ein Zw&ouml;lftel. Der Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende wird im Lohnsteuerabzug &uuml;ber die Steuerklasse II ber&uuml;cksichtigt. Weitere Details zum Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende k&ouml;nnen dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums (Az. VC4-S2281-515/04) vom 29. Oktober 2004 entnommen werden, das Sie finden unter: www.bundesfinanzministerium.de. 3. In welcher H&ouml;he sind Kinderbetreuungskosten absetzbar? Eltern und so auch alleinerziehende M&uuml;tter und V&auml;ter k&ouml;nnen die Kosten zur Betreuung von Kindern steuerlich geltend machen. Abziehbar sind unter anderem Kosten f&uuml;r die Unterbringung eines Kindes in einer Kindertagesst&auml;tte aber auch die Aufwendungen f&uuml;r eine Tagesmutter. Solche Kinderbetreuungskosten k&ouml;nnen in H&ouml;he von zwei Dritteln als Sonderausgaben abgezogen werden, maximal 4000 Euro pro Jahr und Kind. Zu beachten ist dabei: Steuerlich geltend gemacht werden k&ouml;nnen Kosten zur Betreuung von Kindern unter 14 Jahren oder von Kindern, die wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahrs eingetretenen Behinderung au&szlig;erstande sind, sich selbst zu unterhalten. Sofern gegebenenfalls auch der andere Elternteil Kosten f&uuml;r die Kinderbetreuung tr&auml;gt, ist der genannte H&ouml;chstbetrag von 4000 Euro zu halbieren. Bei der Einkommensteuererkl&auml;rung sind Kinderbetreuungskosten in der Anlage Kind einzutragen und anhand von entsprechenden Belegen nachzuweisen (unter anderem Kostenbeleg f&uuml;r eine Kita, Kontoauszug &uuml;ber die Bezahlung dieser Kosten). Weitere Details zur steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Kinderbetreuungskosten ab dem Kalenderjahr 2012 k&ouml;nnen Sie dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 14. M&auml;rz 2012 (Az. IVC4-S2221/07/0012:012) entnehmen, das Sie finden unter: www.bundesfinanzministerium.de. 4. Welche Kinder werden steuerlich ber&uuml;cksichtigt? Generell werden steuerlich ber&uuml;cksichtigt: Kinder ersten Grades (eheliche, f&uuml;r ehelich erkl&auml;rte, nichteheliche und adoptierte Kinder) und Pflegekinder, zu denen ein familien&auml;hnliches, auf l&auml;ngere Dauer berechnetes Band besteht, sofern diese Kinder nicht zu Erwerbszwecken in den Haushalt aufgenommen wurden. Weitere Voraussetzung ist, dass das Obhutsund Pflegeverh&auml;ltnis zu den leiblichen Eltern nicht mehr besteht. Ein Kind wird in dem Kalendermonat, in dem es lebend geboren wurde, und in jedem folgenden Kalendermonat, zu dessen Beginn es das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ber&uuml;cksichtigt. Ein Kind, das bereits das 18. Lebensjahr vollendet hat (also vollj&auml;hrig ist), wird steuerlich weiterhin ber&uuml;cksichtigt, wenn es noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet hat, nicht in einem Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis steht und bei einer Agentur f&uuml;r Arbeit im Inland oder in Mitgliedstaaten der EU oder des EWR als Arbeitsuchende/r gemeldet ist oder noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat und a)f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wird (zum Beispiel Lehre, Studium) oder b)sich in einer &Uuml;bergangszeit von h&ouml;chstens vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten, in einer &Uuml;bergangszeit zwischen Beginn und Ende eines Ausbildungsabschnitts und dem Beginn und Ende des freiwilligen Wehrdienstes oder eines freiwilligen sozialen oder &ouml;kologischen Jahres im Sinne der F&ouml;rdergesetze oder eines europ&auml;ischen Freiwilligendienstes oder eines Bundesfreiwilligendienstes befindet (siehe auch Buchst. d)) oder c) eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann oder d)ein freiwilliges soziales Jahr oder ein freiwilliges &ouml;kologisches Jahr im Sinn des Jugendfreiwilligendienstgesetzes, einen Freiwilligendienst im Sinn des EU-Programms Jugend in Aktion, einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltw&auml;rts oder einen Freiwilligendienst aller Generationen (Paragraf 2 Abs. 1a SGB VII) oder einen Internationalen Freiwilligendienst im Sinn der Richtlinie des Bundesministeriums f&uuml;r Familien, Senioren, Frauen und Jugend vom 20. Dezember 2010 oder einen Bundesfreiwilligendienst im Sinn des Bundesfreiwilligendienstegesetzes leistet. Es ist vorgesehen, das freiwillig Wehrdienst leistende Kinder, f&uuml;r den Zeitraum, der nach Abschnitt 7 der Neufassung des Wehrpflichtgesetzes vom 15. August 2011 als Probezeit gilt (sechs Monate), ber&uuml;cksichtigt werden (Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2013). &Uuml;ber das 21. beziehungsweise das 25. Lebensjahr hinaus werden Kinder ber&uuml;cksichtigt, wenn sie arbeitslos sind oder sich noch in Berufsausbildung befinden und den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst(2) geleistet haben oder sich freiwillig f&uuml;r eine Dauer von nicht mehr als drei Jahren zum Wehrdienst(2), der anstelle des gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienstes geleistet wird, verpflichtet haben oder eine vom gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst(2) befreiende T&auml;tigkeit als Entwicklungshelfer ausge&uuml;bt haben. In diesen F&auml;llen sind die Kinder &uuml;ber das oben genannte Alter hinaus noch f&uuml;r einen der Dauer dieses Dienstes entsprechenden Zeitraum ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig, h&ouml;chstens jedoch f&uuml;r die Dauer des inl&auml;ndischen gesetzlichen Grundwehrdienstes(2), bei anerkannten Kriegsdienstverweigerern f&uuml;r die Dauer des inl&auml;ndischen gesetzlichen Zivildienstes. 5. Was ist, wenn vollj&auml;hrige Kinder selbst Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge beziehen? Ab dem Kalenderjahr 2012 gilt die bisherige Eink&uuml;nfte- und Bez&uuml;gegrenze in H&ouml;he von 8004 Euro, die f&uuml;r die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung vollj&auml;hriger Kinder relevant war, nicht mehr. Insoweit entfallen die bisherigen aufw&auml;ndigen und unter Umst&auml;nden komplizierten Berechnungen gegen&uuml;ber den Familienkassen beziehungsweise dem Finanzamt. F&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung von Kindern mit einer nebenbei ausge&uuml;bten Erwerbst&auml;tigkeit ist Folgendes zu beachten: Eine Erwerbst&auml;tigkeit bleibt grunds&auml;tzlich nur noch bis zum Abschluss der ersten Berufsausbildung oder eines Erststudiums des Kindes au&szlig;er Betracht. (2) Hinweis: Bitte beachten Sie hierzu folgende Neuregelungen: Der gesetzliche Grundwehrdienst ist zum 1. Juli 2011 ausgesetzt und durch einen freiwilligen Wehrdienst ersetzt worden. Damit einhergehend ist auch die Verpflichtung zur Ableistung des Zivildienstes ausgesetzt und durch einen Bundesfreiwilligendienst ersetzt worden. F&uuml;r die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung vollj&auml;hriger Kindern einschlie&szlig;lich der oben genannten Verl&auml;ngerungstatbest&auml;nde ergeben sich daher folgende &Auml;nderungen: (1.) eine Ber&uuml;cksichtigung des freiwilligen Wehrdienstes als Verl&auml;ngerungstatbestand f&uuml;r Kinder &uuml;ber das 21. beziehungsweise 25. Lebensjahr hinaus ist nicht m&ouml;glich, (2.) ein anderer Dienst im Ausland im Sinn von Paragraf 14b des Zivildienstgesetzes kann k&uuml;nftig nicht mehr verwirklicht werden, die Ber&uuml;cksichtigung entsprechender Dienste bei Kindern erfolgt l&auml;ngstens bis zum 31. Dezember 2011, (3.) zus&auml;tzliche Dienstzeiten von drei Monaten gem&auml;&szlig; dem bis zum 30. Juni 2011 geltenden gesetzlichen Grundwehr- und Zivildienst (statt sechs konnten freiwillig neun Monate Dienst geleistet werden) sind beim Verl&auml;ngerungszeitraum ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig. Sofern das Kind eine weitere Ausbildung durchf&uuml;hrt, wird es nur ber&uuml;cksichtigt, wenn es dabei tats&auml;chlich keiner (sch&auml;dlichen) Erwerbst&auml;tigkeit nachgeht. Keine sch&auml;dliche Erwerbst&auml;tigkeit liegt vor, wenn die regelm&auml;&szlig;ige Wochenarbeitszeit nicht mehr als 20 Stunden betr&auml;gt. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 7. Dezember 2011 enthalten (Az. IVC4-S2282/07/0001-01), das Sie finden unter: www.bundesfinanzministerium.de. 6. Wann k&ouml;nnen Unterhalts- und Ausbildungsaufwendungen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen geltend gemacht werden? Sofern das Kind nicht mehr nach Paragraf 32 Abs. 4 des Einkommensteuergesetzes ber&uuml;cksichtigt werden kann zum Beispiel wegen &Uuml;berschreitung der Altersgrenze k&ouml;nnen gleichwohl Unterhalts- und Ausbildungsaufwendungen f&uuml;r das Kind als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung geltend gemacht werden. Entsprechende Aufwendungen k&ouml;nnen bis zur H&ouml;he von 8004 Euro und Jahr ber&uuml;cksichtigt werden, diesem Betrag werden hier jedoch die eigenen Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge des Kindes gegengerechnet. 7. Wann gilt der Ausbildungsfreibetrag? F&uuml;r ausw&auml;rtig untergebrachte vollj&auml;hrige Kinder wird zur Abgeltung dieser Aufwendungen ein Freibetrag in H&ouml;he von 924 Euro je Kalenderjahr gew&auml;hrt. 8. Welche besonderen Bedingungen gelten f&uuml;r Eltern von Kindern mit Behinderungen? Kinder, die wegen k&ouml;rperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung au&szlig;erstande sind, sich selbst zu unterhalten, k&ouml;nnen ohne altersm&auml;&szlig;ige Begrenzung ber&uuml;cksichtigt werden. Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahrs(3) eingetreten ist, dass das behinderte Kind au&szlig;erstande ist, sich selbst zu unterhalten (dies ist regelm&auml;&szlig;ig der Fall, wenn es mit den ihm zur Verf&uuml;gung stehenden finanziellen Mitteln seinen gesamten notwendigen Lebensbedarf nicht bestreiten kann) und dass die Behinderung des Kindes urs&auml;chlich f&uuml;r die mangelnde F&auml;higkeit zum Selbstunterhalt ist (in der Regel kann bei einem Grad der Behinderung von 50 und gr&ouml;&szlig;er davon ausgegangen werden, dass das Kind nicht in der Lage ist, sich selbst zu unterhalten). N&auml;here Ausk&uuml;nfte zur steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung behinderter Kinder k&ouml;nnen dem Schreiben des Bundesministeriums f&uuml;r Finanzen (Az. IVC4-S2282/07/0006-01) vom 22. November 2010 entnommen werden. Zu finden ist dieses unter: www.bundesfinanzministerium.de. (3) Hinweis: Aufgrund einer &Auml;nderung im Rahmen des Steuer&auml;nderungsgesetzes 2007 k&ouml;nnen behinderte Kinder &uuml;ber die Vollendung des 25. Lebensjahrs hinaus nur noch ber&uuml;cksichtigt werden, wenn die Behinderung bereits vor Vollendung ihres 25. Lebensjahrs eingetreten ist. Eine &Uuml;bergangsregelung stellt jedoch sicher, dass Kinder, deren Behinderung vor dem 1. Januar 2007 und in der Zeit zwischen Vollendung des 25. und 27. Lebensjahrs eingetreten ist, weiterhin ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig bleiben. Wenn Sie als alleinerziehende Mutter oder alleinerziehender Vater noch weitere Fragen zur steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung Ihres Kindes/Ihrer Kinder haben, stehen Ihnen die Bearbeiter im Finanzamt gern zur Verf&uuml;gung</p> <p><a href="https://mdf.brandenburg.de/media_fast/4055/Brosch%C3%BCre%20Alleinerziehende%2010-2017_web.pdf">Publikation zeigen</a></p>