<h1>Kurzarbeit in Ausbildungsbetrieben</h1> <h2>Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszusch&ouml;pfen, um die Ausbildung weiter zu gew&auml;hrleisten... Quelle IHK</h2> <p>Kurzarbeit Grunds&auml;tzlich sind Auszubildende bei der Pr&uuml;fung, ob ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, au&szlig;en vor zu lassen. Dennoch ist auch die Ausbildung in der Regel von den Auswirkungen der Kurzarbeit betroffen. Die folgende &Uuml;bersicht verdeutlicht die Handlungsspielr&auml;ume und Optionen der betroffenen Unternehmen. Kurzarbeit der Azubis Auszubildenden gegen&uuml;ber kann in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden. Der Ausbildende ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszusch&ouml;pfen, um die Ausbildung weiter zu gew&auml;hrleisten. Hierbei hat er zum Beispiel folgende M&ouml;glichkeiten: - Umstellung des Ausbildungsplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte - Versetzung in eine andere Abteilung - R&uuml;ckversetzung in die Lehrwerkstatt - Durchf&uuml;hrung besonderer Ausbildungsveranstaltungen Erst wenn alle M&ouml;glichkeiten ausgesch&ouml;pft sind, kann Kurzarbeit auch f&uuml;r Auszubildende in Frage kommen. Diese Option ist aber restriktiv zu handhaben. Kurzarbeit der Ausbilder Auch bei Ausbildern sollte Kurzarbeit nur in Ausnahmef&auml;llen angeordnet werden, da der Betrieb gew&auml;hrleisten muss, dass der Ausbilder seiner Ausbildungspflicht gegen&uuml;ber dem Auszubildenden nachkommt. Werden die Auszubildenden mangelhaft oder gar nicht ausgebildet, kann ein Schadensersatzanspruch gegen&uuml;ber dem Ausbildenden entstehen. Verg&uuml;tungspflicht Sollte Auszubildenden gegen&uuml;ber Kurzarbeit angeordnet werden, haben sie Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsverg&uuml;tung f&uuml;r mindestens sechs Wochen (&sect; 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer k&ouml;nnen Ausbildungs- und Tarifvertr&auml;ge l&auml;ngere Fristen vorsehen. K&uuml;ndigung Kurzarbeit an sich kann keine K&uuml;ndigung der Auszubildenden durch den betroffenen Ausbildungsbetrieb rechtfertigen, es sei denn der Ausbildungsbetrieb kommt f&uuml;r l&auml;ngere Zeit vollst&auml;ndig zum Erliegen. Entf&auml;llt dadurch die Ausbildungseignung des Betriebes, ist eine K&uuml;ndigung der Auszubildenden m&ouml;glich, ohne dass ein Schadensersatzanspruch entsteht. Die Ausbilder sind aber dazu verpflichtet, sich mit der zust&auml;ndigen Agentur f&uuml;r Arbeit rechtzeitig um einen anderen Ausbildungsbetrieb f&uuml;r den Auszubildenden zu bem&uuml;hen</p> <p><a href="https://ihk-koeln.de/upload/01081-Kurzarbeit_1081.pdf">Publikation zeigen</a></p>