<h1>Betriebliche Altersversorgung</h1> <h2>Welche Vorteile die betriebliche Altersversorgung sonst noch bietet, welche Unterschiede zur privaten Altersvorsorge es gibt und wer Ihre Ansprechpartner in Sachen Betriebsrente sind... Quelle Deutsche Rentenversicherung</h2> <p>Zus&auml;tzliche Altersvorsorge Betriebliche Altersversorgung Betriebliche Altersversorgung kann sich lohnen. Das hat sich herumgesprochen. Erfolgreich hat sie sich - erg&auml;nzend zur gesetzlichen Rente mittlerweile in vielen Betrieben etabliert. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben die richtigen Impulse gesetzt: Als Arbeitnehmer haben Sie Anspruch auf Entgeltumwandlung, also darauf, dass Teile Ihres Lohns oder Gehalts f&uuml;r eine sp&auml;tere Betriebsrente gespart werden. Au&szlig;erdem kann die betriebliche Altersversorgung durch die Riester-F&ouml;rderung vom Staat finanziell unterst&uuml;tzt werden. Denken Sie &uuml;ber den Abschluss einer betrieblichen Altersversorgung nach? Dann kann Ihnen diese Brosch&uuml;re weiterhelfen. Sie erfahren, welche Vorteile die betriebliche Altersversorgung sonst noch bietet, welche Unterschiede zur privaten Altersvorsorge es gibt und wer Ihre Ansprechpartner in Sachen Betriebsrente sind. Ihre betriebliche Altersversorgung ist gesch&uuml;tzt Betriebsrente und Riester-F&ouml;rderung Lohn oder Gehalt f&uuml;r eine Betriebsrente umwandeln Betriebliche Altersversorgung auch ein Weg f&uuml;r mich? Zus&auml;tzliche Altersvorsorge &uuml;ber den Betrieb kann sich rechnen. Oft beteiligt sich der Arbeitgeber am Aufbau einer Betriebsrente oder finanziert sie sogar ganz. Und wenn Sie eigene Beitr&auml;ge zur betrieblichen Altersversorgung zahlen, f&ouml;rdert der Staat dies in erheblichem Umfang. Bis zu einer bestimmten j&auml;hrlichen H&ouml;chstgrenze k&ouml;nnen Sie Ihre Beitr&auml;ge sogar unversteuert und sozialabgabenfrei direkt aus dem Bruttogehalt zahlen. Betriebsrenten haben in deutschen Unternehmen Tradition. Lange Zeit waren sie freiwillige Zusatzleistungen der Arbeitgeber. Heute haben Sie als Arbeitnehmer grunds&auml;tzlich einen Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Das bedeutet: Ihr Arbeitgeber muss wenn Sie das wollen und keine tarifvertraglichen Regelungen dem entgegenstehen einen bestimmten Betrag von Ihrem Bruttolohn als Beitrag f&uuml;r eine betriebliche Altersversorgung verwenden (Entgeltumwandlung). Die Beitr&auml;ge zur betrieblichen Altersversorgung k&ouml;nnen aber auch ganz oder teilweise von Ihrem Arbeitgeber &uuml;bernommen werden oder - in anderen F&auml;llen - aus Ihrem Nettoentgelt stammen. Die betriebliche Altersversorgung organisiert und f&uuml;hrt in jedem Fall Ihr Arbeitgeber durch. Er w&auml;hlt die Anlageform aus, k&uuml;mmert sich um die Beitragszahlungen und ist der Vertragspartner f&uuml;r den ausgew&auml;hlten Anbieter beziehungsweise Finanzdienstleister. Wie dies im Einzelnen abl&auml;uft, wird h&auml;ufig auf betrieblicher Ebene vereinbart oder ist im Tarifvertrag festgelegt. Arbeitgeber sind grunds&auml;tzlich nicht verpflichtet, sich am Aufbau der Betriebsrente der Besch&auml;ftigten finanziell zu beteiligen. M&ouml;glicherweise ist Ihr Arbeitgeber aber &uuml;ber einen Tarifvertrag hierzu verpflichtet oder Ihr Unternehmen beteiligt sich freiwillig. Doch egal, ob Sie den Beitrag f&uuml;r Ihre Betriebsrente allein zahlen oder Ihr Arbeitgeber sich daran beteiligt, Anspruch auf die sp&auml;tere Rentenzahlung haben in jedem Fall nur Sie als Arbeitnehmer. Die wichtigsten Vorz&uuml;ge der Betriebsrente haben wir f&uuml;r Sie zusammengefasst: Sie m&uuml;ssen sich nicht um die Durchf&uuml;hrung und die damit verbundenen Formalit&auml;ten k&uuml;mmern. Dies &uuml;bernimmt Ihr Arbeitgeber. Er f&uuml;hrt auch die Beitr&auml;ge f&uuml;r Sie ab. Die Verwaltungs- und Abschlusskosten sind teilweise g&uuml;nstiger als bei der privaten Altersvorsorge, weil sie auf eine gr&ouml;&szlig;ere Personengruppe verteilt sind oder Ihr Arbeitgeber einen Mengenrabatt vom Anbieter erh&auml;lt. Unter Umst&auml;nden gibt es auch speziell auf das Unternehmen zugeschnittene Tarife mit niedrigeren Verwaltungskosten. Viele Arbeitgeber sind bereit oder auch tarifvertraglich verpflichtet, ihre Besch&auml;ftigten beim Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung zu unterst&uuml;tzen. Bei tariflichen Modellen k&ouml;nnen die Leistungen speziell auf die jeweiligen beruflichen Risiken zugeschnitten sein. Sie k&ouml;nnen mehrere F&ouml;rderwege nebeneinander nutzen. Wird die Betriebsrente durch Beitr&auml;ge aufgebaut, die direkt aus Ihrem Bruttogehalt entnommen werden (Entgeltumwandlung), bleiben diese Beitr&auml;ge steuerund abgabenfrei. Allerdings fallen wegen der Sozialabgabenfreiheit Ihre Anspr&uuml;che bei der gesetzlichen Rente (und zum Beispiel auch bei der Arbeitslosenversicherung) dann entsprechend geringer aus. Auch f&uuml;r Arbeitgeber bietet die betriebliche Altersversorgung Vorteile. So spielt sie beispielsweise beim Gewinnen und der Bindung von Mitarbeitern eine wichtige Rolle. Die Arbeitgeber k&ouml;nnen ihren Besch&auml;ftigten mit der Betriebsrente ein finanziell attraktives Zusatzangebot unterbreiten und ihre Aufwendungen steuerlich geltend machen. Von der Sozialabgabenfreiheit profitiert auch der Arbeitgeber. Insbesondere dann, wenn die Betriebsrente mit Beitr&auml;gen aus Ihrem Arbeitsentgelt (Entgeltumwandlung) finanziert wird, sollten Sie bedenken, dass Sie von der sp&auml;teren Betriebsrente - sofern diese mit anderen Versorgungsbez&uuml;gen und gegebenenfalls einem Arbeitseinkommen einen bestimmten Betrag (2017 148,75 Euro im Monat) &uuml;bersteigt - die vollen Beitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen m&uuml;ssen. Bei Leistungen aus der privaten Altersvorsorge ist das in der Regel nicht der Fall. Der Arbeitgeber kann zwischen f&uuml;nf Formen der betrieblichen Altersversorgung (Durchf&uuml;hrungswege) w&auml;hlen. Er kann dabei auch die Hilfe eines externen Versorgungstr&auml;gers in Anspruch nehmen. Einige grundlegende Informationen zu den Durchf&uuml;hrungswegen erhalten Sie in diesem Kapitel. Eine betriebliche Altersversorgung kann als Direktversicherung, &uuml;ber eine Pensionskasse, &uuml;ber einen Pensionsfonds, als Direktzusage/Pensionszusage oder &uuml;ber eine Unterst&uuml;tzungskasse durchgef&uuml;hrt und aufgebaut werden. Den Durchf&uuml;hrungsweg w&auml;hlt grunds&auml;tzlich der Arbeitgeber aus. Ist Ihr Arbeitgeber bereits Mitglied in einer Pensionskasse oder einem Pensionsfonds und bietet er eine riesterf&ouml;rderf&auml;hige betriebliche Altersversorgung an, darf er Ihren Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung auf diese Formen beschr&auml;nken. Ist dies nicht der Fall, k&ouml;nnen Sie ihn auffordern, eine Direktversicherung f&uuml;r Sie abzuschlie&szlig;en. Das Versicherungsunternehmen w&auml;hlt der Arbeitgeber jedoch allein aus. Tarifvertr&auml;ge k&ouml;nnen die Auswahl des Durchf&uuml;hrungsweges und des Versorgungstr&auml;gers einschr&auml;nken, wenn die Regelungen f&uuml;r Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleicherma&szlig;en bindend sind. Und wie funktionieren die einzelnen Durchf&uuml;hrungswege? Im Folgenden haben wir die f&uuml;nf M&ouml;glichkeiten f&uuml;r den Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung kurz beschrieben. Die Direktversicherung ist eine Lebens- oder Rentenversicherung, die der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer zugunsten seiner Besch&auml;ftigten abschlie&szlig;t. Die Beitr&auml;ge zur Direktversicherung kann Ihr Arbeitgeber in vollem Umfang allein tragen, sie k&ouml;nnen aber auch zwischen Ihrem Arbeitgeber und Ihnen aufgeteilt oder im Rahmen einer Entgeltumwandlung vollst&auml;ndig von Ihnen gezahlt werden. Unabh&auml;ngig davon erwerben nur Sie gegebenenfalls auch Ihre Hinterbliebenen einen Anspruch auf die sp&auml;tere Rentenleistung aus dieser Versicherung. Die Direktversicherung eignet sich gerade auch f&uuml;r kleinere Unternehmen und Betriebe. Sie verursacht nur wenig Verwaltungsaufwand auf Arbeitgeberseite, da die Versicherungsgesellschaft die Kapitalanlage und Kapitalverwaltung &uuml;bernimmt und sp&auml;ter auch die Versorgungsleistungen auszahlt. Wichtig f&uuml;r Sie als Arbeitnehmer: Ihre Anwartschaften sind so auch bei Insolvenz Ihres Arbeitgebers nicht gef&auml;hrdet. Wenn Sie Teile Ihres Entgelts f&uuml;r eine sp&auml;tere Betriebsrente in eine Direktversicherung umwandeln, ist es gut zu wissen, dass der Arbeitgeber die Versicherung nicht verpf&auml;nden, abtreten oder beleihen darf, &Uuml;berschussanteile nur zur Verbesserung der Leistung verwendet werden und Sie diese Versicherung mit eigenen Beitr&auml;gen fortsetzen k&ouml;nnen, falls Sie aus dem Unternehmen ausscheiden. Der Staat unterst&uuml;tzt Ihre Arbeitnehmerbeitr&auml;ge f&uuml;r Direktversicherungen. Sie k&ouml;nnen j&auml;hrlich bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) der Rentenversicherung (2017 3 048 Euro) steuer- und beitragsfrei umwandeln. Zus&auml;tzlich k&ouml;nnen Sie weitere 1 800 Euro steuerfrei, aber sozialversicherungspflichtig umwandeln, wenn die Beitr&auml;ge aufgrund einer Versorgungszusage geleistet werden, die nach dem 31. Dezember 2004 erteilt wurde. Dies gilt jedoch nicht, wenn f&uuml;r den Arbeitnehmer im betreffenden Kalenderjahr Beitr&auml;ge f&uuml;r einen Altvertrag pauschal versteuert werden. Finanzieren Sie den Aufbau Ihrer Betriebsrente in einer Direktversicherung allein und wandeln daf&uuml;r Lohn um, k&ouml;nnen Sie entweder die Steuer- und Sozialabgabenfrei Pensionskasse Pensionskassen sind Versorgungseinrichtungen, die von einem oder mehreren Unternehmen gebildet werden. Sie sind spezielle Lebensversicherungen. Die Beitr&auml;ge zahlen die Arbeitgeber. Als Arbeitnehmer haben Sie jedoch die M&ouml;glichkeit, sich finanziell daran zu beteiligen. Die Beitr&auml;ge, die Sie selbst leisten, k&ouml;nnen Sie bis zu einer bestimmten j&auml;hrlichen H&ouml;chstgrenze steuerfrei und bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) der Rentenversicherung (2017 3 048 Euro) sozialversicherungsfrei aus Ihrem Bruttolohn umwandeln. Die Riester-F&ouml;rderung (in Form finanzieller Zulagen und eines Sonderausgabenabzugs bei der Steuer) k&ouml;nnen Sie f&uuml;r die betriebliche Altersversorgung &uuml;ber eine Pensionskasse (wie auch bei einer Direktversicherung und einem Pensionsfonds) grunds&auml;tzlich nutzen. Die Beitragszahlungen m&uuml;ssen hierbei aber aus dem individuell versteuerten Einkommen erfolgen. Die sp&auml;teren Leistungen der Pensionskasse, die Sie mit zulagengef&ouml;rderten beziehungsweise im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich gef&ouml;rderten Beitr&auml;gen angespart haben, werden im Alter voll versteuert. Die BaFin ist die staatliche Aufsicht f&uuml;r die Bereiche des Finanzwesens. Pensionskassen werden durch die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert. Die Kassen garantieren Arbeitnehmern und deren Hinterbliebenen einen Anspruch auf k&uuml;nftige Leistungen. Die Pensionskassen sind vom Arbeitgeber unabh&auml;ngige Einrichtungen und k&ouml;nnen daher auch bei einer Insolvenz des Arbeitgebers die Versorgungsleistungen erbringen. Der PSVaG &uuml;bernimmt die Rentenzahlung, wenn ein Arbeitgeber, der eine Direktzusage, Unterst&uuml;tzungskasse oder einen Pensionsfonds f&uuml;r die betriebliche Altersversorgung nutzt, zahlungsunf&auml;hig ist. Pensionsfonds sind rechtlich selbst&auml;ndige Versorgungseinrichtungen, die den Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf die zugesagten Leistungen einr&auml;umen. Pensionsfonds sind freier in der Wahl ihrer Geldanlagen als Direktversicherungen und Pensionskassen. Damit sind einerseits zwar h&ouml;here Renditen m&ouml;glich, doch andererseits besteht auch ein gr&ouml;&szlig;eres Risiko von Verlusten. Deshalb unterliegen Pensionsfonds sowohl der Versicherungsaufsicht durch die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als auch der Insolvenzsicherungspflicht beim Pensions-SicherungsVerein (PSVaG). Als Arbeitnehmer k&ouml;nnen Sie sich mit Beitr&auml;gen aus einer Entgeltumwandlung am Pensionsfonds beteiligen. Die Versorgungsleistungen erhalten Sie entweder als lebenslange Altersrente oder in Form eines Auszahlungsplans mit anschlie&szlig;ender Restverrentung. Wenn Sie Ihre Altersversorgung &uuml;ber einen Pensionsfonds ansparen m&ouml;chten, gilt: Beitr&auml;ge sind bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) der Rentenversicherung steuer- und beitragsfrei, weitere 1 800 Euro sind noch steuerfrei. F&uuml;r Ihre Arbeitnehmerbeitr&auml;ge an einen Pensionsfonds k&ouml;nnen Sie auch die Riester-F&ouml;rderung nutzen. Wenn Sie die Beitr&auml;ge aus versteuertem Einkommen geleistet haben, k&ouml;nnen Sie die staatlichen Zulagen erhalten und Ihre Aufwendungen als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Wenn Sie mit einer unverfallbaren Anwartschaft aus dem Betrieb ausscheiden, k&ouml;nnen Sie Ihre bisherige Altersversorgung mit eigenen Beitr&auml;gen an den Pensionsfonds weiter aufbauen. Direktzusage Bei einer Direktzusage/Pensionszusage verpflichtet sich der Arbeitgeber, Ihnen im Pensionsalter eine Betriebsrente aus dem Betriebsverm&ouml;gen zu zahlen. Hierf&uuml;r bildet der Arbeitgeber Pensionsr&uuml;ckstellungen. Oftmals schlie&szlig;t der Arbeitgeber auch eine R&uuml;ckversicherung ab. F&uuml;r den Fall der Insolvenz Ihres Arbeitgebers sind Ihre Anspr&uuml;che aus einer Direktzusage beim Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) gesch&uuml;tzt. Das bedeutet, auch wenn der Arbeitgeber zahlungsunf&auml;hig wird, erhalten Sie weiterhin Ihre bereits erworbene betriebliche Versorgung. Direktzusagen sind meist reine Arbeitgeberleistungen, eine Entgeltumwandlung ist jedoch grunds&auml;tzlich m&ouml;glich. Scheiden Sie aus dem Unternehmen aus, haben Sie keinen Anspruch darauf, die Versorgung mit eigenen Beitr&auml;gen weiter aufzubauen. Anwartschaften, die Sie bis dahin erworben haben, bleiben Ihnen jedoch erhalten. Die Riester-F&ouml;rderung k&ouml;nnen Sie f&uuml;r eine Direktzusage nicht nutzen, weil dies nur bei den externen Durchf&uuml;hrungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds m&ouml;glich ist. Unterst&uuml;tzungskasse Die Unterst&uuml;tzungskasse ist eine Versorgungseinrichtung, die von einem oder mehreren Unternehmen gebildet wird. Sie dient dem Arbeitgeber zur Finanzierung und Erf&uuml;llung seiner Versorgungszusage an den Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer selbst hat keinen Anspruch auf Leistungen gegen&uuml;ber der Unterst&uuml;tzungskasse, sondern nur seinem Arbeitgeber gegen&uuml;ber. Die Unterst&uuml;tzungskasse soll das von den beteiligten Unternehmen eingezahlte Kapital und alle daraus erzielten Verm&ouml;gensertr&auml;ge m&ouml;glichst gewinnbringend anlegen und daraus sp&auml;ter die Betriebsrenten auszahlen. Reichen die Mittel der Unterst&uuml;tzungskasse dann zur Finanzierung der Betriebsrenten nicht aus, muss der Arbeitgeber einspringen und den Rest der zugesagten Betriebsrenten selbst aufbringen. Im Fall einer Insolvenz des Arbeitgebers sichert der Pensions-SicherungsVerein (PSVaG) die erworbenen Versorgungsleistungen der Arbeitnehmer. Die sp&auml;tere Betriebsrente muss der Arbeitnehmer in der Auszahlungsphase als Einkommen versteuern. Die Riester-F&ouml;rderung k&ouml;nnen Sie f&uuml;r diese Form der betrieblichen Altersversorgung nicht nutzen. Scheiden Sie aus dem Unternehmen aus, haben Sie keinen Anspruch darauf, die Altersversorgung in der Unterst&uuml;tzungskasse mit eigenen Beitr&auml;gen weiter aufzubauen. Anwartschaften, die Sie bis dahin erworben haben, bleiben Ihnen jedoch erhalten. Ihre betriebliche Altersversorgung ist gesch&uuml;tzt Kann der Arbeitgeber die Betriebsrente k&uuml;ndigen? Was passiert mit der Rente bei einem Wechsel der Arbeitsstelle? Und wenn der Arbeitgeber Konkurs anmeldet? Keine Sorge, Ihre Betriebsrente ist rundum gut gesch&uuml;tzt. Je nach Durchf&uuml;hrungsweg und Art der Versorgungszusage Ihres Arbeitgebers sind Ihre Betriebsrentenanspr&uuml;che in unterschiedlichem Ma&szlig; garantiert. In jedem Fall muss der Arbeitgeber seine Zusage im Hinblick auf die betriebliche Altersversorgung erf&uuml;llen. Daf&uuml;r haftet er. Es gibt verschiedene Arten der Zusage. Bei Leistungszusagen tr&auml;gt der Arbeitgeber das volle Anlage- und Renditerisiko. Im Fall der Insolvenz des Versorgungstr&auml;gers oder bei einer geringer ausfallenden Rendite muss der Arbeitgeber die Zahlungen in der urspr&uuml;nglich zugesagten H&ouml;he &uuml;bernehmen. Das gilt auch, wenn die betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung vom Arbeitnehmer finanziert wird. Bei der Beitragszusage mit Mindestleistung sagt der Arbeitgeber Ihnen keine bestimmte Leistungsh&ouml;he zu, sondern Beitragszahlungen in einer bestimmten H&ouml;he. Er muss allerdings garantieren, dass zu Rentenbeginn grunds&auml;tzlich mindestens die Summe der eingezahlten Beitr&auml;ge als Kapital f&uuml;r die Rentenauszahlung zur Verf&uuml;gung steht. Die Beitragszusage mit Mindestleistung ist nur f&uuml;r die Direktversicherung, Pensionskasse und den Pensionsfonds m&ouml;glich. Schutz vor Insolvenz Betriebsrenten und unverfallbare Anwartschaften auf eine betriebliche Altersversorgung sind gegen die Zahlungsunf&auml;higkeit des Arbeitgebers gesichert. Wird Ihre betriebliche Altersversorgung &uuml;ber eine Direktzusage, Unterst&uuml;tzungskasse oder einen Pensionsfonds aufgebaut, werden Ihre erworbenen unverfallbaren Anwartschaften auf Betriebsrente vom PensionsSicherungs-Verein (PSVaG) abgesichert. Die Zahlungsf&auml;higkeit einer Direktversicherung und Pensionskasse ist von der Insolvenz eines Arbeitgebers nicht betroffen, da es sich hier um vom Arbeitgeber wirtschaftlich unabh&auml;ngige Versicherungen handelt. Sie zahlen Ihnen im Alter zumindest die garantierte Rente, auch wenn Ihr fr&uuml;herer Arbeitgeber dann nicht mehr existieren sollte. Au&szlig;erdem unterliegen sie - wie auch der Pensionsfonds - der Kontrolle der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Bitte beachten Sie: Anspr&uuml;che aus einer Entgeltumwandlung sind &uuml;brigens vom ersten Tag an gegen Insolvenz gesch&uuml;tzt. Ansonsten besteht Insolvenzschutz grunds&auml;tzlich erst f&uuml;r Anwartschaften, die unverfallbar geworden sind. Unverfallbarkeit Anspr&uuml;che aus Beitr&auml;gen, die Sie als Arbeitnehmer im Rahmen einer Entgeltumwandlung in eine betriebliche Altersversorgung eingezahlt haben, sind sofort unverfallbar. Das hei&szlig;t, sie bleiben Ihnen auch bei einem Betriebswechsel oder bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen erhalten. Anders sieht es bei Anwartschaften aus, die der Arbeitgeber finanziert. Diese werden grunds&auml;tzlich erst dann unverfallbar, wenn Sie mindestens 25 Jahre alt sind und die Versorgungszusage mindestens seit f&uuml;nf Jahren besteht. Wenn Ihre Anwartschaften unverfallbar geworden sind, erhalten Sie auch nach einem Betriebswechsel sp&auml;ter eine Betriebsrente von Ihrem fr&uuml;heren Arbeitgeber beziehungsweise aus seinem betrieblichen Altersversorgungssystem. Die Rente zum neuen Arbeitgeber mitnehmen Sie k&ouml;nnen Ihre erworbenen Anwartschaften auch zum neuen Arbeitgeber mitnehmen, wenn sich alle Beteiligten (ehemaliger Arbeitgeber, neuer Arbeitgeber und Arbeitnehmer) dar&uuml;ber einig sind. Der neue Arbeitgeber kann entweder die Zusage des ehemaligen Arbeitgebers &uuml;bernehmen oder der Wert der unverfallbaren Versorgungsanwartschaften wird in das Betriebsrentensystem des neuen Arbeitgebers &uuml;bertragen. Arbeitnehmer, die Anwartschaften auf eine betriebliche Altersversorgung aus einer Pensionskasse, Direktversicherung oder einem Pensionsfonds erworben haben, besitzen sogar einen Rechtsanspruch darauf, dass das Versorgungskapital bei einem Arbeitsplatzwechsel &uuml;bertragen wird. Versorgungskapital kann bis zur H&ouml;he der Beitragsbemessungsgrenze (West) der gesetzlichen Rentenversicherung ohne steuerrechtliche Nachteile auf den neuen Arbeitgeber &uuml;bertragen werden. Im Jahr 2017 sind das maximal 76 200 Euro. F&uuml;r die &Uuml;bertragung des Kapitals k&ouml;nnen weitere Kosten entstehen, die Ihre erworbenen Versorgungsanwartschaften mindern. Einen Anspruch darauf, dass Ihr neuer Arbeitgeber den bisherigen Vertrag mit dem Versorgungstr&auml;ger des alten Arbeitgebers komplett &uuml;bernimmt, haben Sie nicht. Die neue Zusage kann also unterschiedlich gestaltet sein. Pr&uuml;fen Sie auch, ob eventuell erneut Abschlusskosten entstehen, wenn Sie die Rente zum neuen Arbeitgeber mitnehmen. F&uuml;r Direktversicherungen und Pensionskassen existieren &Uuml;bertragungsabkommen, die dies &uuml;blicherweise verhindern. Sie k&ouml;nnen die Altersversorgung Ihres fr&uuml;heren Arbeitgebers unter Umst&auml;nden auch mit eigenen Beitr&auml;gen fortsetzen, wenn das Arbeitsverh&auml;ltnis beendet ist. Zumindest bei der Altersversorgung &uuml;ber eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder &uuml;ber eine Direktversicherung ist dies grunds&auml;tzlich m&ouml;glich. Falls bei der &Uuml;bertragung des Versorgungskapitals vom alten auf den neuen Arbeitgeber erneut Abschlusskosten entstehen w&uuml;rden, kann dies f&uuml;r Sie g&uuml;nstiger sein. Abfindung Bei einer sehr geringen unverfallbaren Anwartschaft auf Betriebsrente, die sich beispielsweise wegen einer kurzen Betriebszugeh&ouml;rigkeit ergeben kann, k&ouml;nnen Sie auf eine Auszahlung als lebenslange Rente verzichten. Stattdessen k&ouml;nnen Sie sich Ihre erworbene Anwartschaft als einmalige Abfindung auszahlen lassen. Die Bezugsgr&ouml;&szlig;e entspricht etwa dem durchschnittlichen Einkommen aller Rentenversicherten. Sie wird j&auml;hrlich neu festgelegt. Hier gilt eine Bagatellgrenze von einem Prozent der monatlichen Bezugsgr&ouml;&szlig;e der gesetzlichen Rentenversicherung. Im Jahr 2017 sind das 29,75 Euro. Liegt Ihre monatliche Betriebsrente aus dem Betriebsrentensystem Ihres ehemaligen Arbeitgebers unter diesem Betrag, kann er Ihre gesamte Anwartschaft einmalig abfinden. Erhalten Sie bei Beendigung Ihres Arbeitsverh&auml;ltnisses eine Abfindung, k&ouml;nnen Sie innerhalb eines Jahres nach der Zahlung der Abfindung diese dazu nutzen, um Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung zu zahlen. Das Gleiche gilt f&uuml;r die Abfindung von Anrechten, die bei der Versorgungsausgleichskasse begr&uuml;ndet wurden. Wenn Sie bereits eine Altersvollrente erhalten, ist das nicht mehr m&ouml;glich. Betriebsrente und Riester-F&ouml;rderung Der Staat unterst&uuml;tzt Sie beim Aufbau einer Betriebsrente. Im Rahmen der sogenannten Riester-F&ouml;rderung k&ouml;nnen Sie f&uuml;r Ihre Beitragszahlungen an eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds staatliche Zulagen erhalten und Ihre Beitr&auml;ge als Sonderausgabenabzug steuerlich geltend machen. Voraussetzung f&uuml;r die F&ouml;rderung ist, dass die Beitr&auml;ge aus Ihrem versteuerten und sozialversicherungspflichtigen Verdienst, also aus Ihrem Nettoentgelt, gezahlt werden. Unser Tipp: Besonders lukrativ kann die Riester-F&ouml;rderung f&uuml;r Familien mit Kindern, f&uuml;r Versicherte mit unterdurchschnittlichem Einkommen sowie f&uuml;r Personen mit hoher Grenzsteuerbelastung sein. Der Umfang der Riester-F&ouml;rderung Die Riester-F&ouml;rderung besteht zum einen aus Zulagen vom Staat. Zum anderen k&ouml;nnen sich steuerliche Vorteile f&uuml;r Sie ergeben, weil Sie Ihre Beitr&auml;ge und die Zulagen als Sonderausgaben bei Ihrer j&auml;hrlichen Einkommensteuererkl&auml;rung geltend machen k&ouml;nnen. Zulagen vom Staat Die Zulage setzt sich zusammen aus einer Grundzulage in H&ouml;he von 154 Euro und einer Kinderzulage in H&ouml;he von 185 Euro (f&uuml;r vor 2008 geborene Kinder) beziehungsweise in H&ouml;he von 300 Euro (f&uuml;r ab 2008 geborene Kinder) f&uuml;r jedes Kind, f&uuml;r das ein Anspruch auf Kindergeld besteht. Wenn Sie j&uuml;nger als 25 Jahre sind, erhalten Sie f&uuml;r das erste Beitragsjahr zus&auml;tzlich eine Zulage in H&ouml;he von maximal 200 Euro als sogenannten Berufseinsteigerbonus. Die Zulagen werden nur dann in voller H&ouml;he auf Ihren Riester-Vertrag &uuml;berwiesen, wenn Sie selbst auch Beitr&auml;ge in bestimmter H&ouml;he eingezahlt haben. Wie hoch Ihre Eigenbeitr&auml;ge sein m&uuml;ssen, damit Sie die volle Zulage f&uuml;r sich und f&uuml;r Ihre Kinder bekommen, ist von der H&ouml;he Ihres sozialversicherungspflichtigen Einkommens und der Anzahl Ihrer Kinder abh&auml;ngig, f&uuml;r die Sie Zulagen erhalten. In allen Fragen zum Zulageverfahren und zur F&ouml;rderung Ihrer zus&auml;tzlichen Altersvorsorge k&ouml;nnen Sie die kostenpflichtige Service-Hotline 03381 21222324 der Zentralen Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen (ZfA) nutzen. Die ZfA berechnet die Zulagen f&uuml;r die RiesterVertr&auml;ge und zahlt diese auch aus. Ausf&uuml;hrliche Informationen zur Riester-F&ouml;rderung finden Sie au&szlig;erdem in unserer kostenlosen Brosch&uuml;re Privatvorsorge von A bis Z. Der Sonderausgabenabzug Der zweite Bestandteil der Riester-F&ouml;rderung ist der steuerliche Sonderausgabenabzug. Das bedeutet, Sie m&uuml;ssen f&uuml;r den Teil Ihres Einkommens, den Sie f&uuml;r eine riestergef&ouml;rderte Altersvorsorge aufwenden, keine Steuern zahlen. Ihre Altersvorsorgebeitr&auml;ge und die Zulagen, die auf Ihren Riester-Vertrag &uuml;berwiesen werden, k&ouml;nnen Sie in Ihrer Steuererkl&auml;rung als sogenannte Sonderausgaben angeben. Grunds&auml;tzlich gilt: Je h&ouml;her Ihre Eigenleistung und Ihr Steuersatz sind, umso h&ouml;her ist Ihre Steuerersparnis. Doch der Sonderausgabenabzug ist nicht unbegrenzt m&ouml;glich, sondern nur bis zu einem H&ouml;chstbetrag von 2 100 Euro. Auf die Steuerersparnis werden die bereits erhaltenen Zulagen angerechnet. Den Sonderausgabenabzug f&uuml;r die Riester-Rente k&ouml;nnen Sie zus&auml;tzlich zu den Sonderausgaben f&uuml;r Vorsorgeaufwendungen geltend machen. Die Beitr&auml;ge sind also auch dann steuerlich absetzbar, wenn Sie die M&ouml;glichkeiten des Sonderausgabenabzugs f&uuml;r allgemeine Vorsorgeaufwendungen bereits voll ausgesch&ouml;pft haben. Unterschiede zur privaten Riester-Rente Aus betrieblichen Riester-Vertr&auml;gen k&ouml;nnen Sie kein angesammeltes Kapital entnehmen, um privates Wohneigentum zu kaufen. Au&szlig;erdem ist keine Zertifizierung erforderlich - also keine Pr&uuml;fung, ob der Vorsorgevertrag f&ouml;rderf&auml;hig ist. Die gesetzlichen Regelungen f&uuml;r Betriebsrenten sorgen daf&uuml;r, dass betriebliche Vorsorgeprodukte grunds&auml;tzlich f&ouml;rderf&auml;hig gestaltet werden. Aus Ihrer Betriebsrente m&uuml;ssen Sie im Alter grunds&auml;tzlich die vollen Beitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen (siehe Seite 6). Das gilt sowohl f&uuml;r betriebliche Riester-Vertr&auml;ge als auch f&uuml;r alle anderen Betriebsrenten. Von Renten aus privaten Riester-Vertr&auml;gen m&uuml;ssen dagegen in der Regel keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge gezahlt werden. Unser Tipp: Ausf&uuml;hrliche Informationen zur Riester-F&ouml;rderung enth&auml;lt unsere kostenlose Brosch&uuml;re Privatvorsorge von A bis Z, die rund 100 Fragen zu diesem Thema beantwortet. F&uuml;r konkrete Fragen zum Zulageverfahren und zur F&ouml;rderung Ihrer zus&auml;tzlichen Altersvorsorge k&ouml;nnen Sie die kostenpflichtige Service-Hotline 03381 21222324 der Zentralen Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen (ZfA) nutzen. Haben Sie sich f&uuml;r eine solche Entgeltumwandlung entschieden, m&uuml;ssen Sie zun&auml;chst mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren, welchen Betrag Ihres Bruttolohns er f&uuml;r die betriebliche Altersversorgung umwandeln soll. Einen Anspruch auf Entgeltumwandlung haben Sie in H&ouml;he von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) in der gesetzlichen Rentenversicherung. Durch die Steuerfreiheit gef&ouml;rdert wird ein Betrag von vier Prozent 25 der Beitragsbemessungsgrenze und - unter bestimmten Bedingungen - zus&auml;tzlich 1 800 Euro. Sie k&ouml;nnen aber auch mehr umwandeln, wenn Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber einig sind und beispielsweise zus&auml;tzlich die Riester-F&ouml;rderung nutzen. Sie k&ouml;nnen aber auch eine Unterst&uuml;tzungskasse oder Direktzusage nutzen - das Einverst&auml;ndnis Ihres Arbeitgebers vorausgesetzt. Um den Verwaltungsaufwand m&ouml;glichst gering zu halten, kann Ihr Arbeitgeber verlangen, dass regelm&auml;&szlig;ige und gleichbleibende Betr&auml;ge verwendet werden. Sie k&ouml;nnen die Bruttoentgeltumwandlung auch zus&auml;tzlich zur Riester-F&ouml;rderung (Entgeltumwandlung von Nettolohn) in Anspruch nehmen. Je nach Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber k&ouml;nnen die verschiedenen Formen der Entgeltumwandlung durchaus nebeneinander bestehen. Die sp&auml;teren Renten aus der betrieblichen Altersversorgung m&uuml;ssen Sie voll versteuern. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen Sie beachten, dass dabei - wie bei allen Betriebsrenten - die vollen Beitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung anfallen k&ouml;nnen. Die Pauschalsteuer Grunds&auml;tzlich sind Ihre Aufwendungen f&uuml;r die betriebliche Altersversorgung heute - zumindest in gewissem Umfang - steuerfrei, w&auml;hrend Sie die sp&auml;tere Betriebsrente voll versteuern m&uuml;ssen. Das ist das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Die einheitliche nachgelagerte Besteuerung f&uuml;r Betriebsrenten gibt es erst seit 2005. Aus Vertrauensschutzgr&uuml;nden k&ouml;nnen Beitr&auml;ge an Direktversicherungen und Pensionskassen weiterhin pauschal besteuert werden, wenn der Versorgungsvertrag schon vor 2005 abgeschlossen und pauschal mit 20 Prozent besteuert wurde. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnen die Beitr&auml;ge au&szlig;erdem sozialversicherungsfrei umgewandelt werden. Diese Pauschalbesteuerung hat den Vorteil, dass Sie die sp&auml;tere Betriebsrente nur mit dem Ertragsanteil versteuern m&uuml;ssen. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Betriebsrente bleibt so steuerfrei. Auswirkungen auf die gesetzliche Rente Wenn Sie Teilbetr&auml;ge Ihres Gehalts f&uuml;r den Aufbau einer Betriebsrente umwandeln, ohne davon Sozialabgaben zu zahlen, f&auml;llt Ihre sp&auml;tere gesetzliche Rente entsprechend geringer aus. Sie zahlen schlie&szlig;lich weniger Rentenbeitr&auml;ge ein. Auch eine eventuelle Erwerbsminderungsrente f&auml;llt geringer aus. Wenn Sie dagegen auch f&uuml;r umgewandelte Teile Ihres Gehalts Sozialabgaben zahlen - beispielsweise, weil Sie die Riester-F&ouml;rderung f&uuml;r Ihre betriebliche Altersversorgung bekommen m&ouml;chten -, erhalten Sie sp&auml;ter auch eine entsprechend h&ouml;here gesetzliche Rente. Denn hier zahlen Sie mehr Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Eine beitragsfreie Entgeltumwandlung verringert auch die H&ouml;he Ihres Arbeitslosengeldes und Ihren Anspruch auf Krankengeld von der gesetzlichen Krankenversicherung. Die richtige Auswahl treffen Welchen Durchf&uuml;hrungsweg bietet mein Arbeitgeber an? Welche Art der F&ouml;rderung ist g&uuml;nstig f&uuml;r mich? Wer sind meine Ansprechpartner? Wir haben die wichtigsten Punkte, die Sie bei Ihrer Entscheidung ber&uuml;cksichtigen sollten, f&uuml;r Sie zusammengefasst. Informieren Sie sich bei Ihrem Chef, Ihrer Personalabteilung oder Ihrem Betriebsrat, ob es in Ihrer Firma eine betriebliche Altersversorgung gibt. Fragen Sie auch, ob der f&uuml;r den Betrieb geltende Tarifvertrag die Umwandlung von Arbeitsentgelt f&uuml;r den Aufbau einer Betriebsrente &uuml;berhaupt zul&auml;sst. Pr&uuml;fen Sie, ob sich f&uuml;r Sie der Aufbau einer zus&auml;tzlichen Rente &uuml;ber den Betrieb oder durch eine private Vorsorge mehr lohnt. Ber&uuml;cksichtigen sollten Sie dabei, ob sich Ihr Arbeitgeber an der Finanzierung der Betriebsrente beteiligt, wie hoch die Verwaltungskosten sind und auch die Tatsache, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen Verwaltungsaufwand bei der betrieblichen Altersversorgung abnimmt. Sie haben dann allerdings auch keinen Einfluss auf die Entscheidung, bei welcher Versicherung, Pensionskasse oder welchem Pensionsfonds Ihre Beitr&auml;ge angelegt werden. Bedenken Sie auch, dass Sie von Ihrer Betriebsrente sp&auml;ter Beitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen m&uuml;ssen, von Ihrer Rente aus einer privaten Vorsorge in der Regel nicht. Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber mit, dass Sie Entgelt f&uuml;r eine Betriebsrente umwandeln m&ouml;chten. Die Durchf&uuml;hrung Ihres Anspruchs auf Entgeltumwandlung wird durch Vereinbarung geregelt. Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer nicht von sich aus auf diesen Anspruch hinweisen. Informieren Sie sich, welche M&ouml;glichkeiten Ihr Arbeitgeber anbietet: Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse, Direktzusage oder Unterst&uuml;tzungskasse? Ist er Mitglied in einer Pensionskasse oder einem Pensionsfonds, kann er die Betriebsrente auf diese Formen beschr&auml;nken. Ansonsten k&ouml;nnen Sie den Abschluss einer Direktversicherung verlangen. Pr&uuml;fen Sie, welcher F&ouml;rderweg f&uuml;r Sie g&uuml;nstiger ist: Riester-F&ouml;rderung oder steuer- und sozialabgabenfreie Entgeltumwandlung? Wie passt der angebotene Weg in Ihr bisheriges Vorsorgekonzept? K&ouml;nnen Sie auf eine bereits bestehende betriebliche Altersversorgung aufbauen? Achten Sie auf anfallende Abschlusskosten und m&ouml;gliche Verwaltungskosten. Und bedenken Sie: Bei der privaten Riester-Rente fallen in der Regel keine Krankenkassenbeitr&auml;ge auf die Rente an</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01242.pdf">Publikation zeigen</a></p>