<h1>Tipps zum betrieblichen Eingliederungsmanagement</h1> <h2>Ein Unfall, eine Erkrankung, und schon f&auml;llt im Betrieb ein Mitarbeiter f&uuml;r l&auml;ngere Zeit aus. Dann ist Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) gefragt... Quelle BIH</h2> <p>10 Tipps zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement Eine Arbeitshilfe f&uuml;r Arbeitgeber Es kann jeden treffen - jung oder alt, behindert oder nicht: Ein Unfall, eine Erkrankung, und schon f&auml;llt im Betrieb ein Mitarbeiter f&uuml;r l&auml;ngere Zeit aus. Aufgaben bleiben liegen oder m&uuml;ssen auf eigentlich schon gut ausgelastete Kollegen verteilt werden. Dann ist Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) gefragt. Das Integrationsamt gibt Ihnen hier zehn Tipps, was Sie als Arbeitgeber tun k&ouml;nnen. Probleme erkennen! Behalten Sie im Blick, ob ein Mitarbeiter innerhalb von zw&ouml;lf Monaten mehr als sechs Wochen arbeitsunf&auml;hig ist. Dazu z&auml;hlen auch Zeiten ohne &auml;rztliche Krankschreibung und Krankheiten aufgrund eines Arbeits- oder Wegeunfalls. Alle ins Boot holen! Im Alleingang lassen sich Probleme schwer l&ouml;sen: Seien Sie kommunikativ, kooperativ und konstruktiv. Holen Sie den Betriebs- oder Personalrat mit ins Boot, bei Bedarf auch die Schwerbehindertenvertretung. Wenn Sie alle mit dem Betroffenen einen gemeinsamen Weg erarbeiten, kommen Sie Ihrem Ziel schneller n&auml;her. Erweitern Sie das Team bei Bedarf um den Betriebsarzt, Sicherheitsfachkr&auml;fte, das Integrationsamt oder die Agentur f&uuml;r Arbeit. Besprechen Sie Probleme sofort. Jede Meinung z&auml;hlt! Positionen kl&auml;ren! Schaffen Sie im Erstgespr&auml;ch eine gute Atmosph&auml;re. Vertrauen schaffen! Zeigen Sie Ihrem betroffenen Mitarbeiter, dass Sie ihm helfen wollen, seinen Arbeitsplatz zu sichern und er Ihnen vertrauen kann. Denn ohne dessen Zustimmung ist kein BEM m&ouml;glich. Eine lange Erkrankung eines Mitarbeiters zerrt nicht nur an Ihren Nerven, sondern meist auch an seinen. Machen Sie also bereits im ersten Kontakt deutlich, dass das Angebot freiwillig ist und wie es alternativ weitergehen w&uuml;rde. Stimmt der Betroffene nicht zu, bedeutet das nicht zwangsl&auml;ufig das Ende des Erkl&auml;ren Sie dem erkrankten Mitarbeiter den Ablauf und die Ziele des BEM. Informieren Sie &uuml;ber Umgang mit Informationen und Daten: zum Beispiel, dass eine separate Akte gef&uuml;hrt wird, die der Betroffene jederzeit einsehen kann. Fragen Sie nach W&uuml;nschen und Erwartungen des Betroffenen: M&ouml;chte er eine Person seines Vertrauens? Was erwartet er - und was erwarten Sie? Kl&auml;ren Sie unterschiedliche Sichtweisen und suchen Sie gemeinsam nach den Ursachen der Arbeitsunf&auml;higkeit. Stimmen Sie ab, welche Informationen Sie einholen - und weitergeben m&ouml;chten (zum Beispiel von &Auml;rzten). Bleiben Sie immer sachlich, ehrlich und fair! Arbeitsverh&auml;ltnisses. Es h&auml;ngt immer vom Einzelfall und der weiteren Entwicklung des Arbeitsverh&auml;ltnisses ab. Gut geplant ist halb gewonnen! In welcher Zeit sind die Ma&szlig;nahmen realistisch? Und wer k&uuml;mmert sich? Erstellen Sie gemeinsam einen Pr&auml;ventionsplan. Vereinbaren Sie, wer was wann zu tun hat. Jeder im Team &uuml;bernimmt f&uuml;r seine Aufgaben die Verantwortung. Bei Mitarbeitern, die sehr lange krank waren, empfiehlt sich eine stufenweise Wiedereingliederung ins Arbeitsleben. Diese erarbeiten Arzt und Patient gemeinsam. W&auml;hrend der Zeit ist der Besch&auml;ftigte weiterhin arbeitsunf&auml;hig. Mit dem Wiedereingliederungsplan m&uuml;ssen der Arbeitgeber und der Kostentr&auml;ger einverstanden sein. Fakten sammeln und auswerten! Transparenz herstellen! &Uuml;ber Krankheit spricht man nicht gerne. Deshalb ist Im engeren BEM-Team werten Sie die gesammelten Transparenz im Betrieb wichtig: zum Beispiel durch eine Informationen aus und besprechen weitere Schritte. Betriebs- oder Dienstvereinbarung. Wenn Sie keine Allerdings d&uuml;rfen die Informationen nur an das Team Mitarbeitervertretung haben, ist es umso wichtiger, dass gehen, wenn der Betroffene einverstanden ist. Der Sie - zum Beispiel am Schwarzen Brett oder bei Betriebs Betriebsarzt und Sicherheitsfachkr&auml;fte haben hier oft versammlungen - regelm&auml;&szlig;ig &uuml;ber das Betriebliche eine wichtige Rolle. Der Arzt darf Diagnosen nicht ohne Eingliederungsmanagement informieren: Stellen Sie Einwilligung des Betroffenen weitergeben. Auf Grundlage Erfolge dar. Das erh&ouml;ht die Akzeptanz. F&uuml;hren Sie es der &auml;rztlichen Diagnose erstellt er jedoch ein Leistungs konsequent f&uuml;r jeden durch, den es betrifft. profil und informiert, was k&uuml;nftig bei der Arbeit zu beachten ist. Betriebsinterne Sicherheitsingenieure und externe Stellen k&ouml;nnen pr&uuml;fen, ob &Auml;nderungen am Arbeitsplatz notwendig sind. Bei schwerbehinderten Besch&auml;ftigten helfen der Technische Beratungsdienst und die Integrationsfachdienste des Integrationsamts. Dranbleiben! Nehmen wir an, Sie haben alles richtig gemacht: Alle F&uuml;r nicht behinderte Mitarbeiter vermitteln die Agentur haben an einem Strang gezogen - doch der ist gerissen. f&uuml;r Arbeit oder die gemeinsamen Servicestellen ebenVielleicht spielt die Gesundheit des Betroffenen nicht mit, falls externe Fachberater. vielleicht fehlt es im Betrieb an Besch&auml;ftigungsm&ouml;glich Diese finden Sie unter www.reha-servicestellen.de. keiten. Nicht immer ist BEM erfolgreich. Deshalb: dranDas Integrationsamt und die Rehabilitationstr&auml;ger bleiben! BEM bietet Ihnen die M&ouml;glichkeit, auch gesund informieren Sie &uuml;ber Zuschussm&ouml;glichkeiten. heitlich angeschlagene, erfahrene Mitarbeiter Ihrem Unternehmen zu erhalten. Und Ihre Besch&auml;ftigten sehen: Sie k&uuml;mmern sich! Das zahlt sich langfristig aus. Immer. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Hintergrund Jeder im Team &uuml;bernimmt seine Rolle. Doch es liegt Betriebliches Eingliederungsmanagement gilt f&uuml;r alle Arbeit an Ihnen, die vereinbarten Ma&szlig;nahmen zu begleiten geber und alle Besch&auml;ftigten - nicht nur f&uuml;r schwerbehinderte. und zu kontrollieren. Oft zeigt sich erst in der Praxis, wo Mit der zust&auml;ndigen Interessenvertretung kl&auml;rt der Arbeitgeber, Schw&auml;chen liegen. Wichtig sind deshalb der Austausch wie die Arbeitsunf&auml;higkeit &uuml;berwunden, einem R&uuml;ckfall vor- und der Kontakt zu Vorgesetzten und Kollegen des gebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann. Arbeit Betroffenen. BEM ist erst dann erfolgreich, wenn der geber ohne Interessenvertretung erhalten Unterst&uuml;tzung von Mitarbeiter weniger als sechs Wochen im Jahr krank ist. externen Stellen, zum Beispiel vom Integrationsamt. Ist das geschafft, hilft ein Erfahrungsaustausch mit dem Gesetzliche Grundlage: Paragraf 84, Absatz 2 SGB IX Betroffenen, die Eingliederung langfristig zu sichern. Gestaltungsspielr&auml;ume nutzen! Der Gesetzgeber gibt nur den Rahmen vor. Kleine Betriebe arbeiten anders als Gro&szlig;betriebe mit Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung. Dort besteht das Team oft nur aus dem Arbeitgeber, dem Betroffenen und externen Partnern. Passen Sie also das BEM an Ihren Betrieb an und entwickeln Sie es weiter: Aus Fehlern und Erfolgen kann man lernen - und zugleich die Unternehmenskultur st&auml;rken. Schulungen Ihr Integrationsamt bietet im Rahmen seines Kursprogramms Einf&uuml;hrungs-, Grundlagenseminare und Workshops zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement an. Weitere Informationen und Mehr Informationen zum BEM Anmeldem&ouml;glichkeit unter: finden Sie auf der Homepage des Integrationsamtes: www.kurse-integrationsamt-bayern.de www.zbfs.bayern.de/integrationsamt/ Gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen k&ouml;nnen mit dem Integrationsamt auch individuelle Inhouse-Schulungen vereinbaren. Ihre Ansprechpartner beim Integrationsamt finden Sie unter: www.integrationsamt.bayern.de eingliederungsmanagement/ Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrations&auml;mter und Hauptf&uuml;rsorgestellen (BIH) bietet auf ihrer Homepage eine kostenlose Online-Akademie zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement an: www.integrationsaemter.de In der Infothek unter www.integrationsaemter.de finden</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01249.pdf">Publikation zeigen</a></p>