<h1>Rehabilitation f&uuml;r Kinder und Jugendliche</h1> <h2>Hilfe f&uuml;r Ihr Kind. Voraussetzungen f&uuml;r eine Rehabilitation. &Uuml;bernahme der Kosten... Quelle Deutsche Rentenversicherung</h2> <p>Rehabilitation f&uuml;r Kinder und Jugendliche Hilfe f&uuml;r Ihr Kind Voraussetzungen f&uuml;r eine Rehabilitation &Uuml;bernahme der Kosten Kinder sind unsere Zukunft. Deshalb liegt auch der Deutschen Rentenversicherung das Wohl und die Gesundheit Ihrer Kinder am Herzen. Krankheiten im Kindes- und Jugendalter k&ouml;nnen bei unzureichender Behandlung die Entwicklung eines Kindes beeintr&auml;chtigen und sich sogar auf die Lebensqualit&auml;t und Leistungsf&auml;higkeit im Erwachsenenalter auswirken. Die gesetzliche Rentenversicherung bietet f&uuml;r Kinder und Jugendliche, wenn sie erkrankt sind oder ihre Gesundheit gef&auml;hrdet ist, spezielle Rehabilitationsleistungen an. Unter welchen Voraussetzungen Ihr Kind eine Rehabilitation erh&auml;lt, wo Sie diese beantragen und welche Kosten &uuml;bernommen werden k&ouml;nnen - unser Faltblatt fasst alle wichtigen Informationen f&uuml;r Sie zusammen. Was kann die Rehabilitation f&uuml;r Ihr Kind leisten? Was erwartet Ihr Kind? Wann kann Ihr Kind eine Rehabilitation erhalten? Wo k&ouml;nnen Sie die Rehabilitation f&uuml;r Ihr Kind beantragen? Welche Kosten werden &uuml;bernommen? Was kann die Rehabilitation f&uuml;r Ihr Kind leisten? Damit Krankheiten im Kindes- und Jugendalter nicht chronisch werden und ihre Folgen nicht bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben, m&uuml;ssen sie rechtzeitig und angemessen behandelt werden. Auch bereits chronisch verlaufende Erkrankungen k&ouml;nnen durch eine Rehabilitation positiv beeinflusst werden. Eine Rehabilitation in jungen Jahren kann so die sp&auml;tere Lebensqualit&auml;t und Erwerbsf&auml;higkeit sichern. Zun&auml;chst soll sie jedoch die Gesundheit und Leistungsf&auml;higkeit Ihres Kindes wiederherstellen beziehungsweise verbessern, damit es wieder voll an Schule oder Ausbildung teilhaben kann. Unser Tipp: Einen Katalog mit den wichtigsten Fragen rund um die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen finden Sie im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de, Services, Rubrik Kontakt und Beratung, Unterpunkt Beratung, H&auml;ufige Fragen, Kategorie Rehabilitation, Stichwort Kinderrehabilitation. Was erwartet Ihr Kind? F&uuml;r die Rehabilitation von Kindern stehen bundesweit zahlreiche, speziell daf&uuml;r vorgesehene Rehabilitationseinrichtungen zur Verf&uuml;gung. Bei der Auswahl versuchen wir, ganz individuell auf die Bed&uuml;rfnisse Ihres Kindes einzugehen. In der Regel dauert eine Rehabilitation mindestens vier Wochen. Wenn es medizinisch notwendig erscheint, kann sie auch verl&auml;ngert werden. Verpflegung und Unterkunft des Kindes, die &Uuml;bernahme der Reisekosten und auch Nebenkosten, die beispielsweise f&uuml;r eine erforderliche Begleitperson entstehen k&ouml;nnen, sind in den Leistungen inbegriffen. Zun&auml;chst wird ein individueller Rehabilitationsplan f&uuml;r Ihr Kind erstellt. Dieser enth&auml;lt - je nach Bedarf - &auml;rztliche, psychologische, p&auml;dagogische, physiotherapeutische oder auch berufsorientierte Leistungen. Vertreter verschiedener medizinischer Berufe, wie Kinder&auml;rzte, Kinderkrankenschwestern, Psychologen, Physiotherapeuten oder auch Di&auml;tberater, werden nach Bedarf an der Behandlung beteiligt. Betreut wird Ihr Kind in einer altersentsprechenden Gruppe. Damit Schulkinder so wenig Unterrichtsstoff wie m&ouml;glich vers&auml;umen, erhalten sie sogenannten &Uuml;berbr&uuml;ckungsunterricht in allen Hauptf&auml;chern. Die Lerngruppen werden hierbei nach Schultyp und Klassenstufe zusammengestellt. Idealerweise arbeiten die Kinder mit dem Lehrmaterial ihrer Heimatschule, das sie zur Rehabilitation mitbringen. Wann kann Ihr Kind eine Rehabilitation erhalten? F&uuml;r eine Kinder- und Jugendlichenrehabilitation m&uuml;ssen bestimmte pers&ouml;nliche Voraussetzungen vorliegen. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen Sie als Elternteil die sogenannten versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erf&uuml;llen. Das bedeutet, Ihr Versicherungskonto bei der Rentenversicherung muss bestimmten Vorgaben entsprechen. Pers&ouml;nliche Voraussetzungen Die Rehabilitation kommt in Frage, wenn die beeintr&auml;chtigte oder gef&auml;hrdete Gesundheit Ihres Kindes dadurch voraussichtlich wiederhergestellt oder gebessert werden kann. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen damit eine sp&auml;tere Erwerbsf&auml;higkeit zu erm&ouml;glichen. Durch die Rehabilitation sollen beispielsweise gesundheitliche Einschr&auml;nkungen, die bisher einen Schulbesuch oder eine Ausbildung erschwert haben, beseitigt werden. Eine Rehabilitation f&uuml;r Kinder und Jugendliche kommt insbesondere in Betracht bei Erkrankungen der Atemwege, der Haut, des Herz-Kreislauf-Systems, von Leber, Magen oder Darm, der Nieren- und Harnwege, des Stoffwechsels, etwa Diabetes mellitus, des Bewegungsapparates sowie bei Allergien, neurologischen Erkrankungen, zum Beispiel Epilepsie, psychosomatischen und psychomotorischen St&ouml;rungen (dazu z&auml;hlen beispielsweise Sprachentwicklungsst&ouml;rungen), Verhaltensst&ouml;rungen, &Uuml;bergewicht in Verbindung mit weiteren Risikofaktoren oder anderen Erkrankungen, Adipositas mit einem Body-Mass-Index (BMI) oberhalb der 97. Perzentile. Bitte beachten Sie: Ein BMI oberhalb der 97. Perzentile bedeutet, dass 97 Prozent der Kinder gleichen Alters und Geschlechts einer Referenzgruppe einen niedrigeren BMI haben als das betroffene Kind. Unser Tipp: Auch f&uuml;r Kinder mit Krebserkrankungen sind Rehabilitationsleistungen m&ouml;glich. Bitte lesen Sie hierzu unsere Brosch&uuml;re Rehabilitation nach Tumorerkrankungen. Bei akuten Krankheiten und Infektionen ist eine Rehabilitation nicht m&ouml;glich. Versicherungsrechtliche Voraussetzungen Weitere Voraussetzung f&uuml;r einen Rehabilitationsanspruch Ihres Kindes ist, dass es selbst nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert ist und dass Sie als Elternteil einen der folgenden Punkte erf&uuml;llen: Sie haben zum Zeitpunkt der Antrag stellung die allgemeine Wartezeit von f&uuml;nf Jahren erf&uuml;llt oder Sie haben in den letzten zwei Jahren vor dem Rehabilitationsantrag f&uuml;r mindestens sechs Kalendermonate Pflichtbeitr&auml;ge f&uuml;r eine versicherte Besch&auml;ftigung oder T&auml;tigkeit gezahlt oder Sie haben innerhalb von zwei Jahren nach Beendigung einer Ausbildung eine Besch&auml;ftigung oder selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit aufgenommen und bis zur Antragstellung ausge&uuml;bt oder waren nach dieser Besch&auml;ftigung oder T&auml;tigkeit bis zum Antrag arbeitsunf&auml;hig oder arbeitslos oder Sie sind bereits Rentner und erhalten eine Alters- oder Erwerbsminderungsrente. Die allgemeine Wartezeit ist die Mindestversicherungszeit f&uuml;r einen Anspruch auf Leistungen aus der Rentenversicherung. Sie umfasst Pflichtbeitr&auml;ge und freiwillige Beitr&auml;ge. Dazu z&auml;hlen beispielsweise auch Kindererziehungszeiten und Zeiten aus einem Versorgungsausgleich. Auch Kinder und Jugendliche, die eine Waisenrente erhalten, k&ouml;nnen eine Kinderrehabilitation bekommen. Grunds&auml;tzlich ist eine Kinderrehabilitation bis zum 18. Lebensjahr m&ouml;glich. Wer &uuml;ber das 18. Lebensjahr hinaus eine Schul- oder Berufsausbildung, ein freiwilliges soziales oder &ouml;kologisches Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst absolviert, kann sogar bis zum 27. Lebensjahr eine Kinderrehabilitation erhalten. Das Gleiche gilt zum Beispiel auch f&uuml;r die Zeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten. Diese sogenannte &Uuml;bergangszeit darf jedoch nicht mehr als vier Kalendermonate betragen. Jugendliche, die wegen einer Behinderung nicht selbst f&uuml;r sich sorgen k&ouml;nnen, k&ouml;nnen ebenfalls bis zu ihrem 27. Lebensjahr eine Kinderrehabilitation erhalten. Manchmal sind Leistungen zur Rehabilitation f&uuml;r Ihr Kind jedoch nicht m&ouml;glich. Das gilt beispielsweise, wenn Sie als Elternteil eine Besch&auml;ftigung aus&uuml;ben, aus der Sie beamtenrechtliche oder entsprechende Anspr&uuml;che haben, oder wenn Sie bereits eine Pension erhalten. Auch wenn ein anderer Tr&auml;ger eine Rehabilitationsleistung f&uuml;r Ihr Kind finanziert, ist eine Kinder- und Jugendlichenrehabilitation der gesetzlichen Rentenversicherung ausgeschlossen: Ist beispielsweise die Gesundheit Ihres Kindes durch einen Schulunfall gesch&auml;digt worden, tr&auml;gt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten f&uuml;r eine Rehabilitation. Unser Tipp: Als Kinder gelten in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht nur die l eiblichen Kinder. Auch in den Haushalt aufgenommene Stief- und Pflegekinder sowie Enkel oder Geschwister von Versicherten oder Rentenbeziehern, die in deren Haushalt aufgenommen sind oder von ihnen &uuml;berwiegend unterhalten werden, k&ouml;nnen eine Rehabilitation erhalten. Wo k&ouml;nnen Sie die Rehabilitation f&uuml;r Ihr Kind beantragen? Antr&auml;ge auf Leistungen zur Rehabilitation f&uuml;r Kinder und Jugendliche k&ouml;nnen sowohl bei der Renten- als auch bei der Krankenversicherung gestellt werden. Die Versicherung, bei der Sie den Antrag stellen, begleitet Sie auch weiter. Antragsformulare erhalten Sie bei der Deutschen Rentenversicherung ganz in Ihrer N&auml;he, au&szlig;erdem bei den Gemeinsamen Servicestellen f&uuml;r Rehabilitation (siehe Seite 18 bis 21). Dort hilft man Ihnen auch beim Ausf&uuml;llen. Dar&uuml;ber hinaus finden Sie die Formulare im Internet unter www.deutscherentenversicherung.de, Services, Rubrik Formulare und Antr&auml;ge, Kategorie Versicherte, Rentner, Selbst&auml;ndige, Stichwort Rehabilitation. Auch andere &ouml;ffentliche Stellen, wie Versicherungs&auml;mter oder Ihre Gemeinde, k&ouml;nnen den Antrag entgegennehmen. Damit der Rehabilitationsbedarf und die Rehabilitationsf&auml;higkeit Ihres Kindes festgestellt und eine auf die Erkrankung und die erforderliche Therapie spezialisierte Einrichtung ausgew&auml;hlt werden k&ouml;nnen, f&uuml;gen Sie dem Antrag bitte einen &auml;rztlichen Befundbericht bei. Dieser muss vom behandelnden Arzt - in den meisten F&auml;llen also vom Kinderarzt - ausgef&uuml;llt und unterschrieben sein. Unser Tipp: Formulare f&uuml;r diesen Befundbericht erhalten Sie ebenfalls bei den oben genannten Stellen oder im Internet unter www.deutscherentenversicherung.de/reha-befundberichte. Gibt es weitere medizinische Befunde Ihres Kindes, die f&uuml;r die Bearbeitung des Rehabilitationsantrags wichtig sein k&ouml;nnten, sollten Sie diese ebenfalls einreichen. Hier gen&uuml;gen Kopien der entsprechenden Unterlagen. Kinder ab 15 Jahren k&ouml;nnen auch selbst einen Antrag auf die Rehabilitation stellen. Die Person, aus deren Versicherung die Leistung beantragt wird, muss aber zustimmen. Welche Kosten werden &uuml;bernommen? Die Rehabilitation f&uuml;r Ihr Kind finanziert die Rentenversicherung. Auch die Kosten f&uuml;r Verpflegung und Unterkunft in der Rehabilitationseinrichtung werden &uuml;bernommen. Eine Zuzahlung m&uuml;ssen Sie nicht leisten. Grunds&auml;tzlich werden auch die Reisekosten erstattet, die wegen der Durchf&uuml;hrung der Rehabilitation f&uuml;r Ihr Kind entstehen. Dazu geh&ouml;ren: Hin- und R&uuml;ckreisekosten f&uuml;r das Kind, bei Kindern bis zum 15. Geburtstag auf Antrag auch die Kosten f&uuml;r die An- und Abreise einer Person, die das Kind auf der Fahrt begleitet, die Kosten f&uuml;r die Gep&auml;ckbef&ouml;rderung (nicht bei Pkw-Benutzung) und gegebenenfalls auch &Uuml;bernachtungsund Verpflegungskosten w&auml;hrend der Reise. Mit der Einladung zur Rehabilitation &uuml;bersendet Ihnen die Rehabilitationseinrichtung weitere Informationen. Ist Ihr Kind noch nicht zehn Jahre alt oder ist aus medizinischen Gr&uuml;nden f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung oder den Erfolg der Rehabilitation eine Begleitperson erforderlich, werden von der Rentenversicherung auf Antrag auch Kosten f&uuml;r eine Begleitperson &uuml;bernommen. Diese Zusage schlie&szlig;t die Reisekosten sowie die Kosten f&uuml;r Unterkunft und Verpflegung in der Rehabilitationseinrichtung mit ein. Medizinisch notwendig ist eine Begleitperson zum Beispiel f&uuml;r Kinder mit Mukoviszidose, onkologischen oder kardiologischen Krankheiten. Manchmal kann es notwendig sein, die Familie in den Rehabilitationsprozess mit einzubeziehen. Dann kann ein Kind auch durch mehrere Familienangeh&ouml;rige begleitet werden. Bitte beachten Sie: Als Begleitperson sind Sie nicht unfallversichert. Auch dann nicht, wenn die Rentenversicherung die Kosten f&uuml;r die Begleitung Ihres Kindes &uuml;bernimmt. Dar&uuml;ber hinaus kann auf Antrag auch ein Verdienstausfall erstattet werden, sofern f&uuml;r die Begleitperson kein Anspruch auf Fortzahlung ihres Entgeltes besteht. Zus&auml;tzlich ist die &Uuml;bernahme von Kosten f&uuml;r eine Haushaltshilfe m&ouml;glich. Denkbar w&auml;re eine Haushaltshilfe zum Beispiel, wenn Sie Ihr Kind w&auml;hrend der gesamten Rehabilitation begleiten und ein Geschwisterkind (unter zw&ouml;lf Jahren) in Ihrem Haushalt bleibt. Wenn die Versorgung des Geschwisterkindes dann nicht durch eine weitere in Ihrem Haushalt lebende Person gesichert ist, k&ouml;nnen Sie eine Person beauftragen, die diese Aufgabe &uuml;bernimmt. Dies sollten Sie jedoch vor Beginn der Rehabilitation mit Ihrem Rentenversicherungstr&auml;ger absprechen beziehungsweise die Kosten&uuml;bernahme beantragen. Dann k&ouml;nnen Ihnen die hierbei entstehenden Aufwendungen bis zu einem bestimmten H&ouml;chstbetrag erstattet werden. Unser Tipp: N&auml;here Informationen zur Haushaltshilfe erhalten Sie in den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung und den Gemeinsamen Servicestellen f&uuml;r Rehabilitation (siehe Seite 18 bis 21). W&auml;hrend der Rehabilitation ist Ihr Kind auch unfallversichert. Dieser Versicherungsschutz umfasst nicht nur die Behandlung, sondern schlie&szlig;t den Weg zur Rehabilitationseinrichtung und zur&uuml;ck ein. Die Beitr&auml;ge f&uuml;r die gesetzliche Unfallversicherung tr&auml;gt die Rentenversicherung</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01301.pdf">Publikation zeigen</a></p>