<h1>Kosten und Nutzen betrieblicher Weiterbildung</h1> <h2>Alle drei Jahre befragt das Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW) Unternehmen zu deren Weiterbildungsaktivit&auml;ten, Motiven und Hemmnissen sowie zum Investitionsvolumen in betriebliche Weiterbildung... Quelle Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln e.V.</h2> <p>Die neunte IW-Weiterbildungserhebung Rund 85 Prozent der Unternehmen in Deutschland waren im Jahr 2016 in der Weiterbildung aktiv. Sie nutzen einen breiten Methodenmix, um ihre Mitarbeiter zu qualifizieren. In den letzten Jahren ist vor allem eine Zunahme der informellen Formen der Weiterbildung - Informationsveranstaltungen, Lernen im Arbeitsprozess und selbstgesteuertes Lernen mit Medien - zu beobachten. Die deutsche Wirtschaft hat im vergangenen Jahr 33,5 Milliarden Euro in Weiterbildung investiert. Davon entfallen 17,6 Milliarden Euro auf direkte Kosten wie Teilnahmegeb&uuml;hren oder Aufwendungen f&uuml;r Dozenten. Das sind nominal gut 11 Prozent mehr als im Jahr 2013. Durchschnittlich hat sich jeder Mitarbeiter 17,3 Stunden weiterqualifiziert. Kleine Unternehmen sind zwar seltener weiterbildungsaktiv, aber wenn sie ihre Mitarbeiter weiterbilden, dann investieren sie mehr Zeit und Geld pro Kopf als gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen. Freiwillige Vereinbarungen, die die spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens ber&uuml;cksichtigen k&ouml;nnen, stehen ebenso wie die Bindung an einen Tarifvertrag, der einen &uuml;bergeordneten Rahmen f&uuml;r die Qualifizierung liefern kann, in einem positiven Verh&auml;ltnis zum Weiterbildungsengagement. Stichw&ouml;rter: betriebliche Weiterbildung, Unternehmensbefragung Alle drei Jahre befragt das Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW) Unternehmen zu deren Weiterbildungsaktivit&auml;ten, Motiven und Hemmnissen sowie zum Investitionsvolumen in betriebliche Weiterbildung (Seyda/Werner, 2014). Die vorliegende neunte IW-Weiterbildungserhebung erfolgte erneut als Online-Befragung. Zwischen M&auml;rz und Juli 2017 wurden &uuml;ber 30.000 Unternehmen mit mindestens einem Mitarbeiter per E-Mail um ihre Teilnahme gebeten. Insgesamt haben sich 1.706 Unternehmen an der Befragung beteiligt. In den befragten Unternehmen waren Ende 2016 insgesamt 900.626 Besch&auml;ftigte inklusive Auszubildende oder knapp 3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten in Deutschland t&auml;tig. Zus&auml;tzlich zu den Einsch&auml;tzungen der Unternehmen zum Stand und der Entwicklung der betrieblichen Weiterbildung im Gesch&auml;ftsjahr 2016 wurden auch Strukturdaten der Unternehmen erhoben. Bei den angeschriebenen Unternehmen handelt es sich um eine geschichtete Zufallsstichprobe, um sowohl f&uuml;r kleinere als auch f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Unternehmen Aussagen treffen zu k&ouml;nnen. Zur Ermittlung repr&auml;sentativer Ergebnisse f&uuml;r die Unternehmen in Deutschland wurden die Daten auf Basis des Unternehmensregisters nach Branche und Gr&ouml;&szlig;e hochgerechnet. Die IW-Weiterbildungserhebung behandelt ausschlie&szlig;lich Fragen der betrieblichen Weiterbildung. Es k&ouml;nnte zu Verzerrungen kommen, wenn sich weiterbildungsaktive Unternehmen aufgrund eines h&ouml;heren Interesses an der Thematik h&auml;ufiger an der Befragung beteiligt h&auml;tten als inaktive Unternehmen. Daher wurde im IW-Personalpanel der IW Consult GmbH, einer Mehr-Themen-Befragung zu personalpolitischen Themen, im Fr&uuml;hjahr 2017 ebenfalls die Frage gestellt, ob die Unternehmen ihren Mitarbeitern Weiterbildung erm&ouml;glichen. Die dort erhobene leicht niedrigere Weiterbildungsquote wurde bei der Hochrechnung der Ergebnisse der neunten IW-Weiterbildungserhebung als Korrekturfaktor mit einbezogen</p> <p><a href="https://www.iwkoeln.de/fileadmin/publikationen/2017/369145/IW-Trends_2017-04_Seyda_Placke.pdf">Publikation zeigen</a></p>