<h1>Flexible Arbeitszeitmodelle beteiligungsorientiert gestalten</h1> <h2>Dreh- und Angelpunkt der Arbeitszeitgestaltung ist die Einflussnahme auf Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit... Quelle INQA</h2> <p>Flexible Arbeitszeitmodelle beteiligungsorientiert gestalten. Herausforderungen, Trends und Handlungsm&ouml;glichkeiten bei der Arbeitszeitgestaltung. Die Arbeitswelt im Wandel. Trends in der Arbeitszeitgestaltung. Steigender Aufwand f&uuml;r betriebliches Zeitmanagement. Zeitpolitische Handlungsziele. Arbeitszeitformen - Gestaltungsans&auml;tze und Praxisbeispiele. Schichtmodelle und versetzte Arbeitszeiten. Teilzeitarbeit. Arbeitszeit- und Ampelkonten. Langzeitkonten bzw. Lebensarbeitszeitkonten. Zeit- und ortsflexibles Arbeiten. Funktionszeit bzw. Servicezeit. Vertrauensarbeitszeit. Wahlarbeitszeit. Arbeitszeitmodelle erfolgreich umsetzen - Das Vorgehen in sechs Schritten. Das Projekt vorbereiten. Die Ausgangssituation analysieren. L&ouml;sungsans&auml;tze erarbeiten und Umsetzungsschritte planen. Ma&szlig;nahmen in Pilotbereichen erproben und umsetzen. Ma&szlig;nahmen evaluieren. Erprobte Ma&szlig;nahmen in andere Bereiche ausrollen und Erfahrungen kommunizieren. Mehr Geld oder mehr freie Tage? Das ist eine der zentralen Fragen, die die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie im Jahr 2018 gepr&auml;gt haben. Und tats&auml;chlich: Eine Befragung zeigt, dass mehr als 200.000 Besch&auml;ftigte die durch den Tarifabschluss neu eingef&uuml;hrten Anspr&uuml;che auf zus&auml;tzliche Freizeit nutzen wollen. Freizeit ist vielen Besch&auml;ftigten offenbar wichtiger als Tariferh&ouml;hungen. Das gilt aber nicht nur f&uuml;r die Metall- und Elektroindustrie, sondern auch f&uuml;r die Deutsche Bahn, die ihren Besch&auml;ftigten bereits im Jahr 2016 entsprechende M&ouml;glichkeiten zur Verk&uuml;rzung der individuellen Arbeitszeit einger&auml;umt hat. Auf einem &auml;hnlichen Prinzip basieren tarifliche Vereinbarungen bei der Deutschen Post und in der Chemieindustrie Ost. Auch auf betrieblicher Ebene ist das Thema Arbeitszeit in Bewegung. Einerseits sind viele Betriebe an einem m&ouml;glichst flexiblen Einsatz Ihrer Besch&auml;ftigten interessiert. Andererseits ver&auml;ndern sich aber auch die pers&ouml;nlichen Interessen der Besch&auml;ftigten. Immer mehr Menschen w&uuml;nschen sich eine flexible Anpassung ihrer Arbeitszeit an wechselnde Lebensphasen - sei es, um mehr Zeit f&uuml;r Familie, Hausbau oder die Pflege von Angeh&ouml;rigen zu haben. Doch in welchem Ma&szlig;e haben Besch&auml;ftigte &uuml;berhaupt Einfluss darauf, wie sie ihre Arbeitszeit gestalten k&ouml;nnen? Liegt die Entscheidung &uuml;ber die Lage, Dauer und Verteilung der Arbeitszeit nicht weitgehend beim Arbeitgeber? &#039;&#039;Zeitkonflikte&#039;&#039; sind scheinbar vorprogrammiert. Wie damit umzugehen ist und welche L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten es gibt, zeigt der vorliegende Leitfaden. Er richtet sich speziell an Betriebs- und Personalr&auml;te. Diese haben &uuml;ber ihre Mitbestimmungsm&ouml;glichkeiten entscheidenden Einfluss auf die Arbeitszeitgestaltung. Zeit ist bekanntlich ein knappes Gut, jedenfalls als gelebte Zeit. Deshalb geh&ouml;rt es zu den Alltagsaufgaben von Besch&auml;ftigten, stets von Neuem abzuw&auml;gen, wie das zur Verf&uuml;gung stehende t&auml;gliche, w&ouml;chentliche oder j&auml;hrliche Zeitbudget zu nutzen ist. Sie m&uuml;ssen entscheiden, wie sie die f&uuml;r Erwerbsarbeit vorgesehene Zeit mit Zeiten f&uuml;r Regeneration, Erholung, Pflege, Familie und Hausarbeit, Weiterbildung, Ehrenamt, Hobby oder auch f&uuml;r sich selbst aufteilen. F&uuml;r all diejenigen, die nicht allein, sondern in famili&auml;ren Beziehungen leben, ist die Verwendung der mit anderen Personen gemeinsam zu verbringenden Zeit zu planen und zu koordinieren. Das gilt ebenso f&uuml;r gesellschaftliche Aktivit&auml;ten - sei es in Bezug auf Sport oder Ehrenamt, im sozialen oder kulturellen Bereich. Zeit ist auch zu planen f&uuml;r den Wechsel in den Altersruhestand oder von Voll- zu Teilzeit und umgekehrt oder auch f&uuml;r eine l&auml;ngere Auszeit. Ob und in welchem Ma&szlig;e Zeitengp&auml;sse und -konflikte zwischen den zahlreichen Zeitverwendungen auftreten, h&auml;ngt in starkem Ma&szlig;e von der Arbeitszeitgestaltung ab. Betriebe und Verwaltungen verfolgen dabei in erster Linie das Ziel, s&auml;mtliche Zeitreserven zu heben, um eine ausreichende Anzahl an Fachkr&auml;ften sicherzustellen. Die Besch&auml;ftigten hingegen haben vor dem Hintergrund sich ver&auml;ndernder Lebensentw&uuml;rfe und Wertvorstellungen vor allem den Wunsch nach einem selbstbestimmteren Umgang mit ihrer Zeit. In aller Regel ist die Arbeitszeit durch Betriebe und Verwaltungen, durch tarifliche und betriebliche Vereinbarungen vorgegeben - Zeitverwendung ist also eine individuell nur in beschr&auml;nktem Ma&szlig;e beeinflussbare Gr&ouml;&szlig;e. Um pers&ouml;nliche Zeitkonflikte zu vermeiden, kommt es nicht nur darauf an, ob und inwieweit sich die gew&uuml;nschte Arbeitszeit (Teil- oder Vollzeit und damit das entsprechende Einkommen) realisieren l&auml;sst. Entscheidend sind vor allem zwei Dinge: Erstens, in welchem Ma&szlig;e haben Besch&auml;ftigte Einfluss darauf, wie sie die vereinbarte (gew&uuml;nschte) Dauer der Arbeitszeit verteilen k&ouml;nnen? Zweitens, inwieweit k&ouml;nnen Besch&auml;ftigte Beginn und Ende der t&auml;glichen oder w&ouml;chentlichen Arbeitszeit und deren Dauer variieren und dadurch besser mit ihren privaten Zeitbedarfen abstimmen? Oder liegt umgekehrt die Entscheidung &uuml;ber die Verteilung der t&auml;glichen/w&ouml;chentlichen Arbeitszeit weitgehend beim Arbeitgeber? Kommt es zu Konflikten zwischen betrieblichen Zeitvorgaben und privaten Zeitw&uuml;nschen und -anforderungen? Und nat&uuml;rlich: Wie werden Konflikte gel&ouml;st? K&ouml;nnen die vereinbarten Ergebnisse die Zeitprobleme von Besch&auml;ftigten verringern? Dreh- und Angelpunkt der Arbeitszeitgestaltung ist die Einflussnahme sowohl auf Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit. Die Kernfrage lautet: Wer verf&uuml;gt &uuml;ber die Zeit? Wie lassen sich gegens&auml;tzliche Zeitanforderungen, Zeitengp&auml;sse und -konflikte vermeiden oder entsch&auml;rfen? Wie l&auml;sst sich Zeitautonomie gewinnen? Die Antworten auf diese Fragen h&auml;ngen nicht unwesentlich auch von der Einflussnahme der Betriebs- und Personalr&auml;te ab. Hierzu will der vorliegende Leitfaden eine Hilfestellung liefern, die auf praktischen Erfahrungen im Projekt ZEITREICH beruht</p> <p><a href="https://www.inqa.de/SharedDocs/PDFs/DE/Publikationen/flexible-arbeitszeitmodelle-beteiligungsorientiert-gestalten.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3">Publikation zeigen</a></p>