<h1>Betriebsvereinbarungen zum flexiblen Arbeiten mit Kontenmodellen</h1> <h2>K&ouml;nnen die Interessen der Besch&auml;ftigten und betriebliche Belange gleicherma&szlig;en ber&uuml;cksichtigt werden? Quelle Hans-B&ouml;ckler-Stiftung</h2> <p>Flexible Arbeitszeiten. Kontenmodelle. Verf&uuml;gungsgewalt &uuml;ber die Arbeitszeit. Volumen, Dauer und Lage der Arbeitszeit. F&uuml;hrung und Steuerung von Arbeitszeitkonten. Begrenzung von Zeitguthaben und -defiziten. Ausgleichszeitraum. Zeitausgleich. Zeiterfassung. Mehrarbeit. Insolvenzsicherung. Kompensation. Reisezeiten. Die Gestaltung flexibler Arbeitszeiten besch&auml;ftigt Interessenvertretungen aller Betriebsgr&ouml;&szlig;en und Branchen gleicherma&szlig;en. Flexible Arbeitszeiten sind attraktiv, aber auch umstritten: Dem &ouml;konomischen Druck nach Flexibilisierung und Anpassung an den Markt von Seiten der Arbeitgeber stehen legitime Besch&auml;ftigteninteressen gegen&uuml;ber. Einen Ausgleich zwischen diesen Interessen zu finden, ist besonders f&uuml;r Betriebsr&auml;te schwierig. Betriebsr&auml;te stehen vor der Aufgabe, oft unter hohem wirtschaftlichem Druck, betriebsspezifische flexible Arbeitszeiten zu vereinbaren und f&uuml;r Besch&auml;ftigte tragbare Kompromisse zu finden. Aber welche Regulierung ist &#039;&#039;richtig&#039;&#039;, damit Besch&auml;ftigte gut arbeiten und leben k&ouml;nnen, Unternehmen konkurrenzf&auml;hig bleiben und Arbeitspl&auml;tze erhalten werden? Besonderen Zulauf haben Arbeitszeitkonten: Zeit wird auf Konten gespart und bei Bedarf entnommen. Die Ansparzeitr&auml;ume k&ouml;nnen dabei kurz- oder auch langfristig sein. Aber wer entscheidet letztlich, aus welchen Gr&uuml;nden der Zeitbedarf realisiert wird. Sind die betrieblichen oder die pers&ouml;nlichen Belange ausschlaggebend? Wie der Einfluss von Besch&auml;ftigten auf ihre Kontenst&auml;nde gesichert werden kann, welche Grenzwerte sinnvoll sind und wie ihre Einhaltung gew&auml;hrleistet wird, alles das muss man heraus finden. Flexible Arbeitszeiten haben Konjunktur. Von allen Seiten werden sie empfohlen: um &Uuml;berstunden abzubauen, um Arbeitskosten zu senken oder um Besch&auml;ftigten neue Freiheiten zu gew&auml;hren. Verlangen Arbeitgebervertreter l&auml;ngere Arbeitszeiten, werden ihnen regelm&auml;&szlig;ig deren Flexibilisierung und die Einf&uuml;hrung von Arbeitszeitkonten (f Glossar) als bessere L&ouml;sungen entgegen gehalten. Fast immer zeugen die &Auml;u&szlig;erungen von hohem politischen Handlungswillen - beruhen aber leider nur auf geringer Sachkenntnis. W&auml;re diese vorhanden, w&uuml;rde niemand die grunds&auml;tzliche M&ouml;glichkeit der Flexibilisierung in Frage stellen. Sie besteht durch die Tarifvertr&auml;ge seit etwa 20 Jahren zunehmend und bis heute fl&auml;chendeckend. Mit der beendeten Auseinandersetzung um die Einf&uuml;hrung der 35-Stunden-Woche wandelte sich gro&szlig;teils unbemerkt die Behandlung des Themas Arbeitszeit in der Tariflandschaft. Bis dahin war es das vorrangige Ziel der Gewerkschaften, die effektive Arbeitszeit durch den Tarifvertrag zu verk&uuml;rzen. So sollten Freir&auml;ume f&uuml;r die Besch&auml;ftigten und Besch&auml;ftigungschancen durch Umverteilung der Arbeit entstehen. Heute steht stattdessen das Verh&auml;ltnis von Zeit und Geld im Zentrum des Interesses: Festgelegt wird eine normal verg&uuml;tete Regelarbeitszeit, die aber je nach Interessen des Unternehmens schwanken kann. Das hei&szlig;t: Sie ist ohne Einfluss auf die Verg&uuml;tung mal l&auml;nger und mal k&uuml;rzer. Daneben tritt als gewollte Ausnahme die zus&auml;tzlich verg&uuml;tete Mehrarbeit (f Glossar) in unbegrenzter H&ouml;he. Sie soll zwar nach den meisten tariflichen Regelungen auch durch Freizeit ausgeglichen werden - aber nur dann, wenn das betrieblich m&ouml;glich ist. Andernfalls darf auch ausgezahlt werden. Dies entspricht zwar durchaus dem Wunsch vieler Besch&auml;ftigter, f&uuml;hrt jedoch regelm&auml;&szlig;ig zu l&auml;ngeren Arbeitszeiten - eine Tendenz, die mittlerweile durch alle Untersuchungen der Arbeitszeitrealit&auml;t best&auml;tigt wird. Sie konstatieren fl&auml;chendeckend eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von &uuml;ber 40 Stunden. Nachwirkung generelle Erstreckung auf alle Vereinbarungsbestandteile, grunds&auml;tzlicher Ausschluss Materielles Lage der Arbeitszeit Festlegung durch Arbeitgeber, Festlegung durch Arbeitnehmer, Festlegung in der Betriebsvereinbarung, abstraktes Festlegungsverfahren, Samstag/Wochenende, Br&uuml;cken-/Brauchtumstage Abweichungen von der festgelegten Arbeitszeit Mitbestimmung bei Abweichungen, angewiesene Abweichungen, durch Arbeitnehmer selbst organisierte Abweichungen Einhaltung gesetzlicher Vorgaben t&auml;gliche/w&ouml;chentliche H&ouml;chstarbeitszeit, Pausen, Ruhezeiten, Sonntagsarbeit Pausen Korridor, Festlegung durch Besch&auml;ftigte, Bezahlung, Ausdehnungsbefugnis Planung Arbeitgeber mit Beteiligung des Betriebsrates, Arbeitgeber ohne Beteiligung des Betriebsrates, Gruppenplanung Schichten Festlegung der Lage in der Betriebsvereinbarung, Tauschoption, Wunschdienstplan Umsetzung tariflicher Vorgaben Regelarbeitszeit, Mehrarbeit/zuschlagspflichtige Zeiten, Einhaltung des Ausgleichszeitraums, R&uuml;ckf&uuml;hrung Kontoguthaben, Jahresarbeitszeit Ausgleichszeitraum Stichtagsregelung, Individualisierung des Zeitraumes Korridore Tag, Woche, Monat, Guthaben, Schulden Zeitguthaben Freizeitausgleich, Auszahlung, &Uuml;bertragung, Kappung, Zugriff Arbeitnehmer, Zugriff Arbeitgeber/Vorgesetzte, Schwankungsbreite des Kontos Zeitschulden Nacharbeit, R&uuml;ckzahlung, &Uuml;bertragung, Streichung Freizeitausgleich Durchsetzung, Widerruf, Kontingentierung, Erkrankung Steuerung Kontensysteme gleitende Arbeitszeit, Ampelkonto, Buchungstechnik Mehrarbeit Definitionen, Freigabe, Freiwilligkeit, Freizeitausgleich, Bezahlung, Mitbestimmung, Eil-/Notf&auml;lle Abwesenheiten ganzt&auml;gig, untert&auml;gig, Dienstreisen, Urlaub, Berechnung Entgeltfortzahlung Mitbestimmung Aus&uuml;bung vorab, Vorbehalt, Beschr&auml;nkung, Informationsrechte des Betriebsrates, Informationsrechte der Besch&auml;ftigten Verg&uuml;tung verstetigtes Entgelt, Sonderleistungen Atypische Verl&auml;ufe Ende des Arbeitsverh&auml;ltnisses, Wechsel in andere Zeitsysteme, Umgang mit altem Bestand an Zeitguthaben Kompensation Verg&uuml;tung, Verzicht auf betriebsbedingte K&uuml;ndigungen, Erhalt der Tarifbindung, Einstellungszusagen Zeiterfassung elektronisch, Handaufschreibung, Verzicht Insolvenzsicherung Konfliktl&ouml;sung Einigungsstelle, Kommission, Beschwerderecht, andere Mechanismen Abrechnungsmonat Ampelkonto Ank&uuml;ndigungsfrist Arbeitszeitkonto Ausgleichszeitraum Auslastungsschwankungen Belastungsausgleich Betriebliche Belange Feiertagsarbeit flexible Arbeitszeiten Freistellung Freizeitausgleich H&ouml;chstarbeitszeit Kontenkaskade Mehrarbeit Minusstunden Nachtarbeit Referenzarbeitszeit Restguthaben Schichtplan Schwankungsbreite Steuerungsinstrumente &Uuml;berlastung Verfallsfrist Werkt&auml;gliche Arbeitszeit Wunschdienstplan Zeitausgleich Zeitdefizit Zeitdefizite Zeiterfassung Zeitguthaben Zeitplan Zeitrahmen Zeitschulden Zeitsouver&auml;nit&auml;t Zeitwertpapier</p> <p><a href="https://www.boeckler.de/pdf/mbf_bvd_flexible_arbeitszeiten_kontenmodelle.pdf">Publikation zeigen</a></p>