<h1>L&auml;nger geistig fit im Beruf</h1> <h2>Umsetzung des Programms PFIFF-Training zur F&ouml;rderung von Gesundheit und geistiger Leistungsf&auml;higkeit bei &auml;lteren Arbeitnehmern... Quelle INQA</h2> <p>L&auml;nger geistig fit im Beruf! PFIFF - Training zur F&ouml;rderung von Gesundheit und geistiger Leistungsf&auml;higkeit bei &auml;lteren Arbeitnehmern Chancengleichheit und Diversity Arbeitsf&auml;higkeit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels Kognitive Leistungsf&auml;higkeit &uuml;ber die Lebensspanne Einflussfaktoren auf die kognitive Leistungsf&auml;higkeit im Alter Einfluss von Arbeit auf Kognition Einfluss von Stress auf Kognition Einfluss von Ern&auml;hrung auf Kognition Einfluss von k&ouml;rperlicher Aktivit&auml;t auf Kognition Einfluss von formalem Training auf Kognition Beschreibung der Trainingsma&szlig;nahmen Das kognitive Training Die erste Trainingsphase Die zweite Trainingsphase Optimierung des Trainingsprogramms f&uuml;r die Staffel 2010 Stressbew&auml;ltigung HEDE-Training Heterostase HEDE-Kontinuum Koh&auml;renzgef&uuml;hl Work Ability Index (WAI) (Tuomi 1998, dt. Version 2001) Fragebogen zum Gesundheitszustand Ergebnisse der psychometrischen Tests PFIFF ist das im Dezember 2008 abgeschlossene Projekt, dessen Ziel die Entwicklung von Ma&szlig;nahmen zum Erhalt der geistigen Leistungsf&auml;higkeit &auml;lterer Arbeitnehmer war (Dr. Gabriele Freude et al. 2010). Im Rahmen von PFIFF 1 wurden Ma&szlig;nahmen erarbeitet, die zum Erhalt und zur F&ouml;rderung der geistigen Leistungsf&auml;higkeit von (insbesondere &auml;lteren) Besch&auml;ftigten beitragen. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass im Alter tendenziell nachlassende kognitive Funktionen durch verschiedene Interventionen im Bereich Arbeit und Gesundheitsverhalten sowie Lebensstil positiv beeinflusst werden k&ouml;nnen. Das Programm bestand aus mehreren Bausteinen, die von den Unternehmen genutzt werden k&ouml;nnen. Zum einen wurde ein umfassender Ma&szlig;nahmenkatalog erstellt, der Strategien zusammenfasste, mit denen Unternehmen positiv auf den Erhalt der Leistungsf&auml;higkeit ihrer alternden Belegschaften einwirken k&ouml;nnen. Neben konkreten Empfehlungen umfasst der Ma&szlig;nahmenkatalog einen &Uuml;berblick &uuml;ber die theoretischen Hintergr&uuml;nde und wissenschaftliche Erkenntnisse zu den behandelten Themen. F&uuml;r den Bereich Betriebliche Gesundheitsf&ouml;rderung werden zum Beispiel die Auswirkungen von arbeitsbedingtem Stress beschrieben, organisationale Ressourcen und Stressoren identifiziert sowie M&ouml;glichkeiten der bedingungs- und personenbezogenen Pr&auml;vention vorgestellt. Im Bereich Perso nalentwicklung werden unter anderem Gestaltungshinweise f&uuml;r Trainingsma&szlig;nahmen mit &auml;lteren Besch&auml;ftigten gegeben und die Bedeutung eines vielschichtigen Weiterbildungsangebots und des lebenslangen Lernens betont. Der Bereich Unternehmenskultur zielt darauf ab, die Vorteile einer demografiesensiblen Arbeitspolitik zu beschreiben, welche die Potenziale &auml;lterer Besch&auml;ftigter w&uuml;rdigt und f&ouml;rdert sowie den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Generationen unterst&uuml;tzt. Auch in diesem Themenfeld werden konkrete Handlungsvorschl&auml;ge gegeben. Zum anderen stand die Entwicklung eines Workshop-Konzepts f&uuml;r Akteure des Arbeits- und Gesund heitsschutzes in gro&szlig;en und mittleren Unternehmen im Fokus, das nunmehr als freier Download auf der PFIFF-Homepage angeboten wird. Dar&uuml;ber hinaus wurde eine modellhafte Untersuchung zu altersbegleitenden und arbeitsplatzbedingten Ver&auml;nderungen der kognitiven Leistungsf&auml;higkeit mit Hilfe von Verhaltensdaten und Messung der Hirnaktivit&auml;t (durch EEG-Messungen) durchgef&uuml;hrt. Hierbei lag das Augenmerk schwerpunktm&auml;&szlig;ig auf den sogenannten kognitiven Kontrollfunktio nen, welche im Alter am ehesten nachlassen. Des Weiteren wurde untersucht, ob und inwieweit verschiedene Faktoren wie Lebensstil (z.B. Ern&auml;hrung, Rauchen, sportliche Aktivit&auml;t), Arbeitsplatz merkmale (Zeitdruck, selbst- oder fremdbestimmte Arbeit) und die Art, mit Stress umzugehen, die Kontrollfunktionen beeinflussen. An dieser Untersuchung nahmen 45 junge (unter 30-j&auml;hrige) und 46 &auml;ltere (&uuml;ber 48-j&auml;hrige) Besch&auml;ftigte des Automobilherstellers Adam Opel GmbH in Bochum teil. Jede Altersgruppe wurde hinsichtlich ihrer T&auml;tigkeitsart in eine taktgebundene (Produktion/Montage) und flexible T&auml;tigkeit (Qualit&auml;tssicherung/Instandhaltung) unterteilt. Forschungshypothese war, dass weniger das kalendarische Alter als vielmehr die genannten Faktoren die Kontrollfunktionen negativ beeinflussen. Es k&ouml;nnte also sein, dass nicht der biologische Alterungsprozess, sondern ung&uuml;nstige Faktoren das Gehirn und seine wichtigsten Funktionen schneller altern lassen. Diese Faktoren lassen sich im Gegensatz zum Alter h&auml;ufig beeinflussen. Die unterschiedliche Einwirkung der genannten Einflussfaktoren - so die Annahme - k&ouml;nnte auch der Grund f&uuml;r die gro&szlig;en Unterschiede in der kog nitiven Kompetenz &Auml;lterer sein. Die Auswertung der neurophysiologischen Untersuchung zeigte dann, dass die F&auml;higkeit zum flexiblen Wechsel zwischen kognitiven Aufgaben bei &auml;lteren im Vergleich mit j&uuml;ngeren Probanden nicht generell beeintr&auml;chtigt ist. Allerdings schneiden &auml;ltere Produktionsbesch&auml;f tigte mit taktgebundener T&auml;tigkeit schlechter in solchen Tests ab, welche die gleichzeitige Aufrechter haltung von mehreren Aufgaben im Arbeitsged&auml;chtnis und ein hohes Ma&szlig; an Daueraufmerksamkeit erfordern. Im Gegensatz zu den &auml;lteren Produktionsbesch&auml;ftigten zeigten die &auml;lteren Probanden mit flexibler T&auml;tigkeit keine Defizite, sondern zeichneten sich durch besonders sorgf&auml;ltiges Arbeiten ohne zus&auml;tzliche Zeitkosten aus. Diese Leistungsdifferenz zwischen den beiden &auml;lteren Gruppen spiegelt sich auch in der Amplitude und/oder Latenz der ereigniskorrelierten Potenziale wider (Gajewski 2010, Gajewski et al. 2010a). Insgesamt lie&szlig;en sich mit der Studie altersbedingte und umweltbedingte Faktoren auf die kog nitive Kontrolle extrahieren: W&auml;hrend die &Auml;lteren insgesamt Arbeitsged&auml;chtnis- und Dauer aufmerksamkeitseinbu&szlig;en gegen&uuml;ber J&uuml;ngeren aufweisen, erbringen die &auml;lteren Besch&auml;ftigten aus dem Qualit&auml;tssicherungssektor (flexible T&auml;tigkeit) eine durchschnittlich bessere Leistung als die &auml;lteren Produktionsbesch&auml;ftigten (taktgebundene T&auml;tigkeit). Dies k&ouml;nnte durch die kog nitiv relativ wenig herausfordernde und monotone T&auml;tigkeit sowie die fremdbestimmte Taktge bung &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum bedingt sein. Diese Ergebnisse stimmen mit Befunden &uuml;ber ein, die gezeigt haben, dass Alterungseffekte auch durch die Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeit bedingt sein k&ouml;nnen. Die Untersuchungsergebnisse, Begleittexte sowie die erarbeite ten Materialien wie Ma&szlig;nahmenkatalog und das Workshopkonzept sind auf der Projektseite www.pfiffprojekt.de/pfiff zu finden, sowie in der Brosch&uuml;re Geistig fit im Beruf! Wege f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer zur St&auml;rkung der grauen Zellen</p> <p><a href="https://www.inqa.de/SharedDocs/PDFs/DE/Publikationen/laenger-geistig-fit.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1">Publikation zeigen</a></p>