<h1>Ausbilder in der betrieblichen Ausbildung</h1> <h2>Diese Analyse zeigt, welche Regelungstrends bestehen und wie die betrieblichen Akteure das Thema Ausbilder in der betrieblichen Ausbildung aufgreifen... Quelle Hans-B&ouml;ckler-Stiftung</h2> <p>Der Ausbilder in der betrieblichen Ausbildung Die Qualit&auml;t der dualen betrieblichen Ausbildung korrespondiert mit der Qualit&auml;t der Ausbilder und Ausbildungsbetreuer, d.h. ihrer fachlichen wie auch pers&ouml;nlichen Eignung, Auszubildenden die Kompetenzen zu vermitteln, die sie f&uuml;r die sp&auml;tere berufliche Handlungsf&auml;higkeit brauchen. Der Ausbilder ist eine wichtige Bezugsperson in der betrieblichen Ausbildung und die Definition seiner Aufgaben und seiner Rolle deshalb auch Gegenstand betrieblicher Regelungen. Die 24 ausgewerteten Vereinbarungen aus den Jahren 1979 bis 2008 regeln die T&auml;tigkeit als Ausbilder, seine Qualifizierung, die Rolle, die er oder sie in der Ausbildung spielt und die Anforderungen an das Verhalten den Auszubildenden gegen&uuml;ber, die Stellung in der betrieblichen Hierarchie sowie Aufgaben, Arbeitszeiten, Freistellungen, Eingruppierungen und Verg&uuml;tungen. Nicht zuletzt geht es auch um die Beteiligung des Betriebsrats und der JAV an der Bestellung von Ausbildern und an Ausbilderbesprechungen. Ausbildereignungsverordnung Ausbildereignungsverordnung &ouml;ffentlicher Dienst Ausbildungsstandskontrolle Ausbildereignungsverordnung Betriebsverfassungsgesetz Berufsbildungsgesetz Bundespersonalvertretungsgesetz Handwerksordnung Jugend- und Auszubildendenvertretung Mitarbeiterf&ouml;rdergespr&auml;che Das System der dualen Berufsausbildung genie&szlig;t bei uns traditionell hohes Ansehen. Es hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es a) durch alternierendes Lernen im Betrieb und in der Berufsschule sowohl die f&uuml;r einen Beruf notwendigen Fachkompetenzen vermittelt als auch b) insbesondere zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz beitr&auml;gt. Um eine hohe Qualit&auml;t der Ausbildung zu gew&auml;hrleisten, ist es jedoch nicht nur erforderlich, die Entwicklungen im Beruf sorgf&auml;ltig zu beobachten und die Ausbildungsinhalte entsprechend anzupassen. Zudem m&uuml;ssen Voraussetzungen geschaffen werden, die eine ordnungsgem&auml;&szlig;e Durchf&uuml;hrung der Berufsausbildung auf einem gleichbleibend hohen Niveau erm&ouml;glichen. Betriebliche Vereinbarungen leisten daher einen wichtigen Beitrag, um die Qualit&auml;t der Ausbildung zu sichern (vgl. Busse/Klein 2010).1 Die Qualit&auml;t einer dualen Ausbildung h&auml;ngt jedoch nicht nur von den &auml;u&szlig;eren Rahmenbedingungen ab, sondern auch und vor allem von den Personen, die sie durchf&uuml;hren: den mit der Ausbildung betrauten Besch&auml;ftigten im Betrieb. Anhand von 24 Betriebs- und Dienstvereinbarungen wird deshalb im Folgenden die Rolle des Ausbilders im Prozess der Ausbildung untersucht: seine Qualifikation und sein Status im Betrieb, seine Aufgaben, seine Bezahlung und sein Verhalten den schutzbefohlenen Auszubildenden gegen&uuml;ber. In diesem Zusammenhang werden auch Regelungen zur Beteiligung der betrieblichen Interessenvertretung und der Auszubildenden selbst herangezogen: etwa das Mitspracherecht von Betriebsrat bzw. Jugendund Auszubildendenvertretung (JAV) bei der Bestellung und Abberufung von Ausbildern oder die Einspruchsm&ouml;glichkeiten der Auszubildenden im Verfahren der Leistungsbeurteilung durch die Ausbilder. Rechtliche Grundlage der dualen Berufsausbildung ist die Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufs, die wiederum &uuml;ber das Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. die Handwerksordnung (HwO) geregelt ist. Ausbilden darf ein Betrieb, wenn er daf&uuml;r laut BBiG geeignet ist. Dies trifft zu, wenn er a) die praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten eines bestimmten Berufsbildes vermitteln und b) zugleich nachweisen kann, dass der betriebliche Ausbilder &uuml;ber die pers&ouml;nliche und fachliche Eignung verf&uuml;gt, um die Ausbildung durchzuf&uuml;hren. Diese Eignung ist gegeben, wenn er die Voraussetzungen der sogenannten Ausbildereignungsverordnung (AEVO oder auch AusbEignV) erf&uuml;llt</p> <p><a href="https://www.boeckler.de/pdf/mbf_bvd_ausbilder.pdf">Publikation zeigen</a></p>