<h1>Familienbewusste Aus- und Weiterbildung</h1> <h2>Der (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben nach einer Familienphase bedeutet f&uuml;r die meisten Eltern, dass sie ein neues Gleichgewicht zwischen Job, Lernen und Familienpflichten finden m&uuml;ssen... Quelle BMFSFJ</h2> <p>Familienbewusste Aus- und Weiterbildung. Berufsr&uuml;ckkehrer. Teilzeitausbildung. Rahmenbedingungen: Rechtliche Grundlagen f&uuml;r die Teilzeitausbildung. Motivierte Berufsr&uuml;ckkehrende. Qualifizierungs- und Weiterbildungsinstrumente: Auch f&uuml;r Berufsr&uuml;ckkehrende. Mit familienbewusster Aus- und Weiterbildung erfolgreich rekrutieren. Aktionsprogramm Perspektive Wiedereinstieg. Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie. Familienbewusste Aus- und Weiterbildung ist ein vergleichsweise neues Thema im Kanon der familienbewussten Personalpolitik. Es umfasst einerseits Ausbildungsangebote f&uuml;r (junge) M&uuml;tter und V&auml;ter, die aufgrund von Familienpflichten nicht auf klassischem Wege ins Berufsleben einsteigen konnten, dies aber nachholen wollen. Andererseits beschreibt es betriebsnahe Qualifizierungsinstrumente f&uuml;r Menschen, die nach l&auml;ngeren, famili&auml;r verursachten Berufsunterbrechungen wieder ins Berufsleben zur&uuml;ckkehren wollen. R&uuml;ckkehrende aus Familienphasen und Einstiegswillige mit Familienpflichten k&ouml;nnten f&uuml;r Unternehmen k&uuml;nftig eine st&auml;rker zu beachtende Zielgruppe werden. Denn viele von ihnen sind &uuml;berdurchschnittlich lebenserfahren, gut organisiert, engagiert und motiviert - vorausgesetzt man erm&ouml;glicht ihnen einen ad&auml;quaten Einstieg ins Unternehmen. Wenn Eltern- oder Pflegezeiten l&auml;nger gedauert haben, sind betriebliche oder betriebsnahe Qualifizierungsangebote besonders hilfreich: Sei es die Aneignung von neuen Arbeitstech niken, die Auffrischung von Kompetenzen, die Umschulung auf eine neue Funktion, das Aufsatteln auf die bestehende Ausbildung und mitunter auch das Erlernen eines neuen Berufs. Die Erfahrung von Vorreiterunternehmen zeigt, dass sich Modelle und Ideen der Aus- und Weiterbildung f&uuml;r Menschen mit Familie f&uuml;r Unternehmen lohnen. Denn als Return on Investment erhalten sie in aller Regel besonders verantwortungsbewusste und stresserprobte Besch&auml;ftigte mit hoher sozialer Kompetenz, deren Bindung an das Unternehmen &uuml;berdurchschnittlich hoch ist. Schaut man auf die potenziellen Zielgruppen erweist sich, dass hier auch quantitativ nicht unerhebliche Potenziale liegen. Eine Auswertung des Mikrozensus aus dem Jahr 2007 ergab, dass von rund 290.000 M&uuml;ttern unter 25 Jahren zu diesem Zeitpunkt circa 40 Prozent weder einen Berufsabschluss hatten noch eine Schule besuchten. Bei den rund 70.000 V&auml;tern dieser Altersgruppe waren weitere 20 Prozent ohne Ausbildung. Hinzu kommen rund 160.000 Frauen, die bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit als Berufsr&uuml;ckkehrerinnen gemeldet sind und wieder in eine Erwerbst&auml;tigkeit einsteigen wollen sowie eine nicht bestimmbare Anzahl potenzieller Arbeitskr&auml;fte - vor allem Frauen -, die eigentlich ins Berufsleben zur&uuml;ckkehren wollen, sich aber nicht bei der Arbeitsagentur melden. Vielen von ihnen fehlt der Mut, sich direkt bei Unternehmen zu bewerben: Sie untersch&auml;tzen ihre Qualifikationen oder bef&uuml;rchten, dass Unternehmen kein Interesse daran haben, Bewerberinnen und Bewerber, die aus famili&auml;ren Gr&uuml;nden lange nicht oder nie berufst&auml;tig waren, einzustellen. Derweil machen Unternehmen, die offen f&uuml;r diese Zielgruppe sind, gerade damit oft &uuml;berdurchschnittlich gute Erfahrungen: Denn mitunter sind diejenigen, deren Abschl&uuml;sse auf dem Papier veraltet scheinen, Besch&auml;ftigte mit besonderen Qualifikationen und Erfahrungen, die in Unternehmen bald unverzichtbar werden. Der (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben nach einer Familienphase bedeutet f&uuml;r die meisten Eltern, dass sie ein neues Gleichgewicht zwischen Job, Lernen und Familienpflichten finden m&uuml;ssen. Dazu bedarf es der Flexibilit&auml;t bei Unternehmen wie Besch&auml;ftigten. Insbesondere gute Modelle der betrieblichen oder betriebsnahen Qualifizierung sowie neue Ideen, wie man motivierte und (wieder-)einstiegsbereite Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter findet, sind hier ausschlaggebend. In der vorliegenden Brosch&uuml;re, die die Erfahrungen aus zahlreichen Unternehmen und Projekten zusammentr&auml;gt, wollen wir daher an insgesamt zehn Beispielen zeigen, wie Unternehmen junge M&uuml;tter und V&auml;ter im Rahmen einer Teilzeitausbildung als Fachkr&auml;fte f&uuml;r ihr Unternehmen gewinnen und halten k&ouml;nnen, R&uuml;ckkehrerinnen bzw. R&uuml;ckkehrer aus Familienphasen im Rahmen intelligenter betrieblicher Qualifizierungsmodelle schnell und effizient ins Unternehmen integrieren k&ouml;nnen sowie die beiden Zielgruppen besser ansprechen und damit neue Potenziale erschlie&szlig;en k&ouml;nnen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01401.pdf">Publikation zeigen</a></p>