<h1>Pr&auml;miensysteme f&uuml;r Verbesserungsvorschl&auml;ge</h1> <h2>Pr&auml;miensysteme f&uuml;r Verbesserungsvorschl&auml;ge mit rechenbarem Nutzen (Trendbericht)... Quelle Hans-B&ouml;ckler-Stiftung</h2> <p>Pr&auml;miensysteme f&uuml;r Verbesserungsvorschl&auml;ge mit rechenbarem Nutzen Arbeitnehmererfindungsgesetz und Verg&uuml;tungs richtlinien: rechtlicher Rahmen. Vorschlagswesen: Definition und Berechnung der Bezugsgr&ouml;&szlig;e. Anteilsberechnung. Nach welchen Kriterien werden Pr&auml;mien f&uuml;r Verbesserungsvorschl&auml;ge berechnet? Wie viel Geld wird &uuml;berhaupt ausgesch&uuml;ttet? Wie kann man der Komplexit&auml;t mit Betriebsvereinbarungen Rechnung tragen? Das sind nur drei von vielen Fragen, die wir uns vor einiger Zeit im Rahmen einer Auswertung betrieblicher Vereinbarungen zum Ideenmanagement und betrieblichen Verbesserungsvorschlagswesen stellten. Immer wieder tauchten unterschiedlich weitreichende Regelungen auf. Dies veranlasste uns, genauer hinzuschauen und erg&auml;nzend zur besagten Auswertung eine Analyse in Auftrag zu geben, die sich gezielt den Pr&auml;mien, Pr&auml;mienberechnungen und Vergabemodalit&auml;ten widmet. Es zeigt sich, dass Unternehmen und Verwaltungen auf sehr unterschiedliche Weise und mit sehr verschiedenen Bezugsrahmen Pr&auml;mien f&uuml;r Verbesserungsvorschl&auml;ge aussch&uuml;tten. Dabei variiert die Pr&auml;mierung der Vorschl&auml;ge besonders stark, die einen wirtschaftlichen, sogenannt rechenbaren Nutzen f&uuml;r das jeweilige Unternehmen haben. F&uuml;r die Analyse wurden 105 betriebliche Regelungen zum Ideenmanagement bzw. betrieblichen Vorschlagswesen aus den Jahren 1980 bis 2011 ausgewertet. 94 davon enthalten auch Aussagen zur Pr&auml;mierung der Vorschl&auml;ge. Es wird gezeigt, welche Regelungstrends bestehen, um Verbesserungsvorschl&auml;ge mit errechenbarem Nutzen zu pr&auml;mieren, und wie die betrieblichen Akteure das Thema aufgreifen. Dabei werden auch der rechtliche Hintergrund sowie das Spektrum der vorliegenden betrieblichen Regelungen beleuchtet. Diese werden deutlicher als in den &uuml;blichen Auswertungen analytisch bewertet, auch wenn die Hintergr&uuml;nde und Strukturen in den Betrieben und Verwaltungen uns nicht bekannt sind. Ziel ist einerseits, betriebliche Regelungspraxis abzubilden, Trends aufzuzeigen, Hinweise und Anregungen f&uuml;r die Gestaltung eigener Vereinbarungen zu geben. Andererseits soll in dieser Reihe Hintergrundwissen st&auml;rker hervorgehoben und die Frage erl&auml;utert werden: Welche Regelungen eignen sich aus fachlicher Sicht, um eine gute arbeitnehmerorientierte Vereinbarungspraxis zu etablieren? Die Berechnung der Pr&auml;mien f&uuml;r anerkannte Verbesserungsvorschl&auml;ge stellt sowohl aus der Sicht von Unternehmensleitungen als auch von Besch&auml;ftigten ein wichtiges Thema dar. Die Pr&auml;mierung soll die Besch&auml;ftigten dazu motivieren, ihre guten und oft sehr wertvollen Ideen dem Unternehmen zur Verf&uuml;gung zu stellen. Eine wichtige Grundlage daf&uuml;r ist eine mitbestimmte Regelung zum Ideenmanagement oder zum Betrieblichen Vorschlagswesen, die festlegt, ob und nach welchen Kriterien Pr&auml;mien ausgezahlt werden. Experten gehen davon aus, dass zahlreiche, vor allem kleinere Unternehmen keine derartige Regelung besitzen. So ist es als Zeichen der W&uuml;rdigung der Ideen der Besch&auml;ftigten f&uuml;r die Unternehmensentwicklung anzusehen, wenn eine mitbestimmte Regelung dazu existiert. Dabei unterscheiden sich die Pr&auml;mienberechnungen erheblich, besonders wenn es um so genannten rechenbaren Nutzen geht. Dies best&auml;tigt die Statistik des Deutschen Instituts f&uuml;r Betriebswirtschaft (dib) f&uuml;r das Jahr 2010, die mit den Angaben aus 176 deutschen Unternehmen und Verwaltungen nur einen kleinen Teil der Realit&auml;t des betrieblichen Vorschlagswesens abbilden kann: Die Pr&auml;mienanteile am rechenbaren Nutzen schwanken zwischen weniger als 10% und &uuml;ber 90% (vgl. Abb. 1)</p> <p><a href="https://www.boeckler.de/pdf/mbf_bvd_hintergrund_praemiensysteme.pdf">Publikation zeigen</a></p>