<h1>Gesundheitsf&ouml;rderung und Pr&auml;vention in Berufsschule und Betrieb</h1> <h2>Vor dem Hintergrund des Fachkr&auml;ftemangels und der demografischen Ver&auml;nderung ist es sinnvoll, Ma&szlig;nahmen der Gesundheitsf&ouml;rderung und Pr&auml;vention bereits bei den Auszubildenden anzusetzen... Quelle Initiative Gesundheit und Arbeit</h2> <p>Junge Besch&auml;ftigte in Ausbildung Gesundheitsf&ouml;rderung und Pr&auml;vention in Berufsschule und Betrieb Life Balance und berufliche Erwartungen im Wandel. Arbeits- und Ausbildungsbedingungen. Gesundheitliche Situation der Auszubildenden. Gesundheitsverhalten. Perspektive der Auszubildenden. Herausforderungen in der Ausbildungskultur. Erreichbarkeit f&uuml;r Gesundheitsangebote. Perspektive der Lehrkr&auml;fte und Ausbildungsverantwortlichen. Bedeutung der Auszubildenden f&uuml;r den betrieblichen Erfolg. Rahmenbedingungen in den Ausbildungsbetrieben. Werte, Einstellungen und Gesundheit der Auszubildenden. Im Jahr 2016 waren laut Statistischem Bundesamt mehr als 1,3 Millionen Auszubildende in Deutschland gemeldet und j&auml;hrlich schlie&szlig;en ca. 500.000 neue junge, engagierte Menschen einen Ausbildungsvertrag ab. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag berichtete jedoch, dass fast jeder dritte Betrieb seine angebotenen Ausbildungsstellen nicht besetzen konnte. Vor dem Hintergrund des Fachkr&auml;ftemangels, der sich in einigen Unternehmen und Branchen unterschiedlich stark widerspiegelt (fehlende Bewerbungen auf offene Stellen, fehlende Qualifikationen etc.), stehen die Unternehmen - insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) - auch im Wettbewerb um geeignete Auszubildende, um diese L&uuml;cken zu schlie&szlig;en. Die attraktive Verg&uuml;tung spielt zwar eine wichtige Rolle, entscheidend sind jedoch vor allem betriebsinterne Faktoren beispielsweise Angebote zur gesundheitsf&ouml;rderlichen und pers&ouml;nlichen Entwicklung. In Anbetracht begrenzter Ressourcen k&ouml;nnen diese laut Betz, Haun und B&ouml;ttcher (2015) aber besonders in KMU zu wenig ber&uuml;cksichtigt werden. Besonders in den Anf&auml;ngen der Berufskarrieren bilden sich die Grundlagen f&uuml;r zuk&uuml;nftige Denk- und Verhaltensweisen, die von hoher gesundheitlicher Bedeutung sind. Umso wichtiger ist es, bereits zu Beginn der beruflichen Entwicklung gesundheitsf&ouml;rderliche Einstellungen und Verhalten zu st&auml;rken und unter Beteiligung der Zielgruppe entsprechende Verh&auml;ltnisse und Rahmenbedingungen in den Unternehmen zu schaffen, mit denen auch die individuellen Gesundheitskompetenzen entwickelt und gef&ouml;rdert werden k&ouml;nnen. Die Zielgruppe der Auszubildenden gilt zwar in der Regel als pr&auml;ventionsfern und besonders gef&auml;hrdet hinsichtlich arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren. Neben dem Wissen fehlen erwartungsgem&auml;&szlig; die notwendigen Erfahrungen und Fertigkeiten, um berufliche Risiken zu erkennen und entsprechend zu vermeiden. Betz und Kollegen (2015) wiesen auch darauf hin, dass fast drei Viertel der Auszubildenden Gesundheitsf&ouml;rderungsangebote des Betriebs gut finden und etwa zwei Drittel von ihnen speziell auf sie zugeschnittene betriebliche Angebote bevorzugen. Zielgruppenspezifische Ma&szlig;nahmen legen hier nicht nur die Basis f&uuml;r zuk&uuml;nftige Verhaltensweisen, sondern k&ouml;nnen zugleich die Attraktivit&auml;t des Unternehmens im Wettbewerb um geeignete Auszubildende steigern. Das Image des Unternehmens - vor allem hinsichtlich des Betriebsklimas und der Ausbildungsstrukturen - ist laut Fassnacht (2016) einer der gr&ouml;&szlig;ten Einflussfaktoren bei der Unternehmenswahl. Betriebe k&ouml;nnten demnach von einer Ausbildungskultur profitieren, die nicht nur der pers&ouml;nlichen Weiterentwicklung der Auszubildenden dient, sondern auch deren Interesse am Unternehmen als Ausbildungsbetrieb steigert. Unter Ausbildungskultur werden hier vor allem Rahmenbedingungen verstanden, die einen wertsch&auml;tzenden Umgang mit Auszubildenden sowie deren St&auml;rken und F&auml;higkeiten f&ouml;rdern und die ihnen zugleich erm&ouml;glichen, sich in und f&uuml;r das Unternehmen einzubringen. Unternehmen, die sich an diesen Bed&uuml;rfnissen orientieren, k&ouml;nnten damit langfristig nicht nur Einfluss auf die Leistungsbereitschaft nehmen, sondern auch die Akzeptanz f&uuml;r Ma&szlig;nahmen der betrieblichen Gesundheitsf&ouml;rderung und Pr&auml;vention erh&ouml;hen. Dar&uuml;ber hinaus kann die Identifikation mit den Unternehmen erh&ouml;ht werden, wenn Auszubildende sich einbringen und auf diese Weise selbst die Unternehmenskultur pr&auml;gen k&ouml;nnen. Dies setzt jedoch die Bereitschaft der Betriebe voraus, offen f&uuml;r die Bed&uuml;rfnisse junger Menschen zu sein. Diese Brosch&uuml;re skizziert zun&auml;chst die sehr heterogene Zielgruppe &#039;&#039;Auszubildende&#039;&#039; und deren Lage in Deutschland. Ergebnisse aus Interviews mit Auszubildenden und Ausbildungsverantwortlichen in Unternehmen und Berufskollegs (berufsbildende Schulen) runden das Bild ab. Mit Hilfe von speziell entwickelten Fokusgruppen mit Auszubildenden aus verschiedenen Berei chen wird zudem ein beteiligungsorientierter Ansatz aufgezeigt, der in Ausbildungsbetrieben oder Berufsschulen anwendbar ist. Es folgt eine kurze Auswertung, inwiefern sich solche Fokusgruppen als potenzieller Zugangsweg zur Zielgruppe Auszubildende eignen und wie sich die Zusammenarbeit mit den Auszubildenden darstellte. Daraus wurden Ansatzpunkte f&uuml;r die betriebliche Praxis abgeleitet. Sie sollen sowohl Ausbildungsbetriebe als auch die Fachberaterinnen und -berater f&uuml;r betriebliche Pr&auml;vention und Gesundheitsf&ouml;rderung dabei unterst&uuml;tzen, Jugendliche besser mit dem Thema Gesundheit zu erreichen und eine dauerhaft gesundheitsf&ouml;rderliche Ausbildungskultur zu entwickeln</p> <p><a href="https://www.iga-info.de/fileadmin/redakteur/Veroeffentlichungen/iga_Wegweiser/Dokumente/iga-Wegweiser_Junge_Beschaeftigte.pdf">Publikation zeigen</a></p>