<h1>Bossing und Staffing</h1> <h2>Wenn sich Mitarbeiter oder Vorgesetzte gegenseitig mobben, ist das meist ein Zeichen daf&uuml;r, dass das Betriebsklima im Argen liegt... Quelle b-wise GmbH</h2> <p>Konfliktmanagement Bossing und Staffing Bossing und Staffing: Mobbing zwischen Chef und Mitarbeitern Wenn sich Mitarbeiter oder Vorgesetzte gegenseitig mobben, ist das meist ein Zeichen daf&uuml;r, dass das Betriebsklima im Argen liegt. H&auml;ufiger kommt es vor, dass Vorgesetzte ihre Mitarbeiter piesacken. Beim Bossing nutzt der Chef seine m&auml;chtigere Position aus. Seltener ist es der Fall, dass Mitarbeiter gegen den Chef vorgehen. Staffing hei&szlig;t dieses Ph&auml;nomen, bei dem der Vorgesetzte ebenso systematisch fertiggemacht wird. Dort, wo Menschen aufeinandertreffen und zwangsl&auml;ufig miteinander auskommen m&uuml;ssen, ist es ganz normal, dass hin und wieder Konflikte entstehen. Seine Freunde kann sich jeder frei w&auml;hlen. Bei Arbeitskollegen, Mitarbeitern oder Vorgesetzten besteht hingegen nur selten die M&ouml;glichkeit, mitzureden. Welcher Mitarbeiter regt sich von Zeit zu Zeit nicht &uuml;ber &#039;&#039;die da oben&#039;&#039; auf? Und welcher Chef vergreift sich nicht mal im Ton oder kritisiert ungerechtfertigt? Das ist menschlich. Der kritische aber konstruktive Dialog ist notwendig, um die optimale L&ouml;sung zu finden und sich zu verbessern. Anders sieht es aus, wenn ein systematisches &#039;&#039;Fertigmachen&#039;&#039; dahinter steckt. Denn dieses ist willk&uuml;rlich und zielt nicht auf eine friedliche L&ouml;sung ab. Werden Personen am Arbeitsplatz gemobbt, f&uuml;hrt dies oft zu seelischen Verletzungen bis hin zu psychischen Krankheiten. Und immer mehr Arbeitnehmer sind davon betroffen. Die Fehlzeiten haben sich seit 1990 verdoppelt. Dabei ist fast jede zehnte Krankschreibung auf psychische Probleme zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Dies geht aus einer im M&auml;rz ver&ouml;ffentlichten Studie der Bundespsychotherapeutenkammer hervor. Die Krise erh&ouml;ht die Wahrscheinlichkeit von Mobbing, denn die Angst um den Arbeitsplatz veranlasst die Mitarbeiter dazu, die Kollegen schlecht zu machen, um so die eigene Stelle zu sichern. Auch Vorgesetzte greifen in wirtschaftlich schlechten Zeiten eher auf zweifelhafte Methoden zur&uuml;ck, um Gr&uuml;nde f&uuml;r Entlassungen zu finden. Mobbing geh&ouml;rt f&uuml;r viele Berufst&auml;tige zum Alltag. Laut dem aktuellen Mobbing-Report der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden in Deutschland etwa 1,5 Millionen Besch&auml;ftigte t&auml;glich an ihrem Arbeitsplatz gemobbt. Jeder neunte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal Opfer von dauerhaften Benachteiligungen, Schikanen und Ausgrenzung. Der Begriff Mobbing leitet sich aus dem englischen &#039;&#039;Mob&#039;&#039; ab. Es ist eine Verk&uuml;rzung des lateinischen Begriffs &#039;&#039;mobile vulgus&#039;&#039;, was &uuml;bersetzt soviel hei&szlig;t wie aufgewiegelte Volksmenge, P&ouml;bel. Erstmals verwendete der Verhaltensforscher Konrad Lorenz den Begriff, der damit den Angriff einer Gruppe von Tieren auf einen Eindringling bezeichnete. In den 1960er-Jahren wurde der Begriff dann auch in den Bereich des menschlichen Sozialverhaltens &uuml;bernommen. Mehr Bekanntheit erlangte Mobbing Anfang der 1980er-Jahre im Zusammenhang mit ersten Untersuchungen von Professor Heinz Leymann &uuml;ber die gezielte Benachteiligung und Schikanierung einzelner Besch&auml;ftigter am Arbeitsplatz. Es gibt zwei Kategorien von Mobbinghandlungen: 1. Auf Arbeitsebene: zum Beispiel Anordnung von sinnlosen T&auml;tigkeiten, Unterschlagung oder Manipulation von Arbeitsergebnissen, unsachliche Kritik an Arbeitsergebnissen. 2. Auf der sozialen Ebene: zum Beispiel eine Person wie Luft behandeln, Verleumdungen, Anspielungen, kollektives Verlassen, wenn eine bestimmte Person eintritt. Diese Angriffe finden nicht nur zwischen Kollegen statt, sondern h&auml;ufiger sogar zwischen F&uuml;hrungskraft und Mitarbeiter. In mehr als 50 Prozent der F&auml;lle geht laut dem Mobbing-Report das Mobbing von F&uuml;hrungskr&auml;ften aus beziehungsweise findet unter ihrer Mitwirkung statt. Dies wird als Bossing bezeichnet. Mitarbeiter, die den Vorgesetzten mobben, sind eher die Ausnahme. Gerade in unsicheren Zeiten werden sich Angestellte davor h&uuml;ten, ihrem Chef in den R&uuml;cken zu fallen. Aber trotzdem gibt es diese Art von Mobbing, die auch als Staffing bezeichnet wird. Bossing und Staffing sind Konflikte, die ausschlie&szlig;lich zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem stattfinden. Das Verh&auml;ltnis zwischen beiden ist aufgrund ihrer unterschiedlichen Position in der Unternehmenshierarchie gepr&auml;gt. Das hei&szlig;t auch: Sie haben nicht die gleiche Macht, um Mobbing zu betreiben oder sich dagegen zu wehren. Das versch&auml;rft die Problematik Bossing - Der Chef mobbt den Mitarbeiter Dass Mobbing vom Vorgesetzten ausgeht oder er mitwirkt, kommt h&auml;ufig vor. Ob das wirklich so ist oder ob es von den Mitarbeitern nur so empfunden wird, verr&auml;t die Statistik jedoch nicht. Zu Kollegen ist das Verh&auml;ltnis oft gefestigter und vertrauter als zum Chef, weil sich Kollegen auf gleicher Ebene begegnen. Sie sitzen sozusagen in einem Boot. Beim Chef ist das Verh&auml;ltnis nicht so eng und Mitarbeiter trauen ihm wahrscheinlich &ouml;fter b&ouml;se Absichten zu. Wenn ein Vorgesetzter einen Mitarbeiter wirklich systematisch schikaniert, spricht dies nicht f&uuml;r einen starken Charakter. Ein Chef zum Beispiel, der sich fachlich seinem Mitarbeiter unterlegen und pers&ouml;nlich minderwertig f&uuml;hlt, neigt dazu, diese Unsicherheit zu kompensieren, indem er seinen Mitarbeiter erniedrigt. Das Opfer ist ihm eindeutig unterlegen, weil der Chef aus einer Position der Macht heraus handelt. Mobbing bei Stromberg In der TV-Serie Stromberg wurde das Thema Mobbing auch schon &ouml;fter aufgegriffen. In dieser Szene haben es sowohl die Mitarbeiter als auch der Vorgesetzte auf einen Kollegen abgesehen: Was hier so humorvoll bis zynisch dargestellt wird, ist f&uuml;r die Betroffenen ganz und gar nicht lustig. Das Bossing ist deshalb so schlimm, weil der Betroffene meist keine Chance hat, aus dieser Situation zu entkommen. Das Opfer steht bereits auf der Abschussliste. Und gegen den eigenen Chef vorzugehen, ist nicht einfach. Die Attacken k&ouml;nnen sich wie folgt &auml;u&szlig;ern: Der Chef macht den Mitarbeiter vor dem Team l&auml;cherlich. Der Betroffene bekommt Arbeitsaufgaben, die er nicht bew&auml;ltigen kann. Der Chef entzieht der Person Privilegien und Informationen. Er schikaniert, dem&uuml;tigt, unterstellt Fehler, drangsaliert, stichelt und hetzt das Team gegen das Opfer auf. Zum Bossing-Opfer kann so gut wie jeder Mitarbeiter werden, wenn derjenige nicht fr&uuml;hzeitig erkennt, dass es sich zum Bossing entwickelt und sich dagegen wehrt. F&uuml;hrungskr&auml;fte mit bestimmten Pers&ouml;nlichkeitsmerkmalen neigen eher dazu, andere im Arbeitsumfeld zu mobben. Oft hat der Mobber ein geringes Selbstwertgef&uuml;hl. Der Frankfurter Arbeitspsychologe und Mobbing-Forscher erkl&auml;rt, dass Chefs mit einer starken Pers&ouml;nlichkeit, sich nicht so leicht angreifen lassen und somit lassen sie sich auch weniger dazu verleiten, mit Bossing zu reagieren: &#039;&#039;Wer innerlich gefestigt ist, wird sich durch eine einzelne Kritik nicht anfechten lassen.&#039;&#039; (Quelle: Zeit Online) Wer allerdings weniger stabil sei, reagiere schon auf eine einzige Konfrontation aggressiv. Vorgesetzte, die Mitarbeiter psychisch fertigmachen, haben meistens ein Pers&ouml;nlichkeitsproblem, sind unsicher oder haben mangelndes Selbstbewusstsein. Die mobbenden Chefs f&uuml;hlen sich von Mitarbeitern, die mehr St&auml;rke ausstrahlen als sie selbst, bedroht. Sie m&ouml;chten ihre F&uuml;hrungsunsicherheit &uuml;berspielen, indem sie beispielsweise mit &uuml;bertriebener Disziplin und H&auml;rte ihre F&uuml;hlungsfehler kaschieren. Mitarbeiter, die von ihrem Chef gemobbt werden, sollten als Erstes das Gespr&auml;ch mit ihm suchen und die Probleme schildern. Vielleicht hat der Vorgesetzte es gar nicht bemerkt und versucht sich daraufhin zu bessern. Oder es gibt ein anderes Problem, &uuml;ber das bisher noch nicht gesprochen wurde. Ein erstes Gespr&auml;ch hilft. Es kann auch dabei helfen, um als Mitarbeiter St&auml;rke zu demonstrieren und zu zeigen: &#039;&#039;Ich lasse mich nicht von Ihnen mobben.&#039;&#039; Gerade F&uuml;hrungskr&auml;fte, die ein Pers&ouml;nlichkeitsproblem haben, lassen sich davon beeindrucken und werden das Bossing im besten Fall einstellen. Nach dem Motto: &#039;&#039;Gegen den habe ich eh keine Chance, am Ende geht er noch zum Betriebsrat.&#039;&#039; Hier bekommen Sie Tipps f&uuml;r das Gespr&auml;ch mit Ihrem Chef: Gespr&auml;chsf&uuml;hrung: So funktioniert die Kommunikation mit dem Chef Falls dies nichts bringt, k&ouml;nnen sich gemobbte Mitarbeiter - falls vorhanden - an den Betriebsrat wenden oder mit Kollegen und anderen F&uuml;hrungskr&auml;ften dar&uuml;ber sprechen. Wichtig ist dabei, Beweise f&uuml;r die Attacken vom Chef zu sammeln, zum Beispiel Zeugen, Fotos, E-Mails und so weiter. Konfliktmanagement Bossing und Staffing Staffing - Wenn Mitarbeiter gegen den Chef vorgehen Mitarbeiter f&uuml;hlen sich aufgrund ihrer hierarchischen Unterstellung zum Chef h&auml;ufiger als Opfer als umgekehrt. Gerade einmal 2,3 Prozent der Vorgesetzten geben an, von Mitarbeitern gemobbt zu werden. Auch hier beantwortet die Statistik nicht die Frage, ob die Chefs das Mobbing vielleicht gar nicht bemerken beziehungsweise es gar nicht wirkt. Es ist auch eine Sache der Empfindung, ob ich mich als Mobbing-Opfer f&uuml;hle oder nicht. Mobbing-Versuche ersticken im Keim, wenn sie keine Wirkung erzielen. Chefs lassen sich seltener von Mitarbeitern piesacken, denn sie haben aufgrund ihrer Stellung bessere Chancen, sich zu wehren. Und selbst wenn Staffing vorliegt, welche F&uuml;hrungskraft will schon zugeben, dass sie gemobbt wird? Die Angst ist zu gro&szlig;, an Ansehen, W&uuml;rde und Autorit&auml;t zu verlieren. Die Dunkelziffer der Staffing-Opfer ist daher h&ouml;her als die offiziellen Zahlen verraten. Beim Staffing verfolgen die Mitarbeiter das Ziel, einzelne oder mehrere Vorgesetzte oder sogar das ganze Unternehmen zu ruinieren. Ist eine F&uuml;hrungskraft zu schwach und kann sie ihre Autorit&auml;t nicht einsetzen, ist die Gefahr gro&szlig;, dass sie zum Spielball der Mitarbeiter wird. Besonders gef&auml;hrdet f&uuml;r Angriffe von unten sind neue Chefs. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind beispielsweise: Das Team ist misstrauisch, weil sie den &#039;&#039;Neuen&#039;&#039; noch nicht kennen. Ein Mitarbeiter aus dem Kollegenkreis wird zum Teamleiter bef&ouml;rdert. Deshalb erntet er Neid und Missgunst und hat sogar eventuell keine F&uuml;hrungskompetenz, sodass es ihm schwerf&auml;llt, sich durchzusetzen. Ein anderer aus dem Team hatte auf den Posten gehofft und hetzt nun seine Kollegen auf. Die Erwartungen sind zu hoch und k&ouml;nnen vom neuen Vorgesetzten nicht erf&uuml;llt werden. Das ist entt&auml;uschend. Der neue Chef ist viel j&uuml;nger als der Altersdurchschnitt des Teams. Ihm wird daher wenig Kompetenz zugesprochen. Die F&uuml;hrungskraft soll ein Projekt leiten, ist aber kein anerkannter Vorgesetzter, sondern hat einen Kollegenstatus. Sie besitzt daher keine disziplinarische Macht. Hier erfahren Sie, wie Sie trotzdem anerkannt werden: Laterale F&uuml;hrung F&uuml;hren ohne disziplinarische Macht Mehr zum Thema neuer Chef erfahren Sie hier: Akzeptanz: Wie Sie als neuer Chef schnell akzeptiert werden Insbesondere F&uuml;hrungskr&auml;fte in der mittleren Leitungsebene sind von Staffing gef&auml;hrdet. In der &#039;&#039;Sandwich-Position&#039;&#039; agieren sie in einem Geflecht gegenseitiger Abh&auml;ngigkeiten. Sie sind sowohl auf einen guten Informationsfluss der Unternehmensleitung als auch auf das Engagement ihrer Mitarbeiter angewiesen. Von oben kommt Druck, und wenn die Mitarbeiter von unten ebenfalls Druck machen, ist die Belastung oft zu gro&szlig;. Die F&uuml;hrungskraft hat zwar auch Druckmittel gegen&uuml;ber ihren Mitarbeitern. Sie kann ihnen zum Beispiel k&uuml;ndigen, wenn sie ihre Arbeit nicht angemessen erf&uuml;llen. Dies ist in vielen F&auml;llen jedoch nicht so einfach und das wissen die Mitarbeiter. Der Vorgesetzte ist abh&auml;ngig von den Mitarbeitern, etwa in Phasen, in denen dringende Termine anstehen oder die Arbeitsauslastung hoch ist. Wenn die Mitarbeiter ihn dann h&auml;ngen lassen, weil sie beispielsweise krankmachen, sitzt er in der Zwickm&uuml;hle. Deshalb stellt er sich gut mit ihnen und l&auml;sst sich von ihnen auf der Nase herumtanzen. Untergebene gehen beim Mobbing oft dezenter ans Werk, damit die Opfer keinen direkten R&uuml;ckschluss auf den Urheber ziehen k&ouml;nnen. Das gelingt ihnen mit: Streuen von Ger&uuml;chten, Intrigen, Erpressungen oder Andeutungen &uuml;ber Aff&auml;ren oder unprofessionelles F&uuml;hrungsverhalten. Ist so etwas erst einmal im Umlauf, hat der Betroffene wenig Chancen, dort wieder sauber herauszukommen. Einzelne Mitarbeiter, die den Vorgesetzten sch&auml;digen m&ouml;chten, suchen sich h&auml;ufig B&uuml;ndnisse mit Gleichgesinnten, um das Machtgef&auml;lle zu ihren Gunsten zu ver&auml;ndern. Das macht es f&uuml;r den Chef noch schwieriger, dagegen vorzugehen. Mitarbeiter werden h&auml;ufig zu T&auml;tern, wenn sie unsicher und unzufrieden mit ihrer Arbeitssituation sind. Um dies zu verhindern, sollte die Unternehmenskultur entsprechend gestaltet sein, dass sich die Mitarbeiter wohlf&uuml;hlen und nicht mit fragw&uuml;rdigen Mitteln gegen die Vorgesetzten revoltieren m&uuml;ssen. Hinweis In dieser Arbeitsvorlage lernen F&uuml;hrungskr&auml;fte, wie sie mit Konflikten umgehen k&ouml;nnen: Konfliktmanagement: Konflikte erkennen und konstruktiv bew&auml;ltigen Nicht jedes Unternehmen von Mobbing betroffen Generell ist die Unternehmenskultur ganz entscheidend, ob in einem Unternehmen Mobbing auftritt oder nicht. Mobbing entsteht zun&auml;chst im Kopf, bevor es ausbricht. Es gr&uuml;ndet sich auf Antipathie, Neid, Frust oder &Auml;hnlichem. Damit daraus wirkliches Mobbing wird, muss ein daf&uuml;r &#039;&#039;g&uuml;nstiges&#039;&#039; Umfeld im Unternehmen vorhanden sein. Ist ein solches vorhanden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Mobbing ausbricht. Laut Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sind prinzipiell solche Unternehmen besonders gef&auml;hrdet, die der Unternehmenskultur und insbesondere der Personalpflege wenig oder gar keine Aufmerksamkeit schenken. Des Weiteren beg&uuml;nstigen folgende Faktoren Mobbing: &Uuml;berforderung: Bei schlecht organisierter Arbeit oder dauerhaftem Personalmangel sind die Folgen &Uuml;berforderung, Leistungsdruck und Stress. In einer angespannten Arbeitsatmosph&auml;re wird bei Fehlern und Vers&auml;umnissen schnell ein S&uuml;ndenbock gesucht. Schlechte Arbeitsgestaltung: Wenn Mitarbeiter ihre Qualifikationen nicht einbringen k&ouml;nnen oder die Arbeit wenig abwechslungsreich, sehr monoton und nicht ansprechend ist, wird ihnen langweilig. Das verf&uuml;hrt dazu, dass sie ihren Frust an anderen auslassen. Autorit&auml;rer F&uuml;hrungsstil: Wenn alles &#039;&#039;von oben&#039;&#039; diktiert wird und die Mitarbeiter keine Eigenverantwortung &uuml;bertragen bekommen, werden sie unzufrieden. Ebenso sch&auml;dlich wirkt es sich aus, wenn Konflikte mit Macht und nicht mit Verstand gel&ouml;st werden. Fehlende Kommunikation: Konflikte, die nicht angesprochen werden, k&ouml;nnen zu unterdr&uuml;cktem &Auml;rger f&uuml;hren, der sich dann in Attacken gegen andere entfacht. Auch wenn die Unternehmensleitung eine mangelnde Kommunikationspolitik pflegt, sch&uuml;rt das Unsicherheit und &Auml;ngste bei den Mitarbeitern, was zu Vertrauensverlust f&uuml;hrt. Mobbing richtet nicht nur bei den Betroffenen oft gro&szlig;en Schaden an, auch f&uuml;r Unternehmen ist der Psychoterror sch&auml;dlich. Vor allem in Krisenzeiten kann sich kein Unternehmen Mobbing leisten. Die direkten und indirekten Kosten aufgrund von Mobbing sind enorm. Die Kosten entstehen durch: Produktionsst&ouml;rungen, Qualit&auml;tsdefizite, Kosten f&uuml;r Aushilfskr&auml;fte, Kosten f&uuml;r Versetzungen, K&uuml;ndigungen und Einarbeitungen, Verlust von qualifizierten Mitarbeitern, Imagesch&auml;den bei Kunden und in der &Ouml;ffentlichkeit. Die Menschen in den Unternehmen bieten in Zeiten von Globalisierung und wachsendem Konkurrenzdruck den entscheidenden Wettbewerbsvorteil, aber nur, wenn sie motiviert und leistungsbereit sind. Deshalb gilt es, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die eine optimale Pers&ouml;nlichkeits- und Leistungsentfaltung aller Besch&auml;ftigten sicherstellt. Das sorgt f&uuml;r ein positives Betriebsklima, was die Mobbing-Gefahr eind&auml;mmt. Quellen und weiterf&uuml;hrende Links Brosch&uuml;re der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): Wenn aus Kollegen Feinde werden - Der Ratgeber zum Umgang mit Mobbing BPtK-Studie zu psychischen Belastungen in der modernen Arbeitswelt In der Krise boomt das Mobbing Psychoterror als F&uuml;hrungsstil Bossing - Schikane von oben Personal-Profi: Wenn F&uuml;hrungskr&auml;fte zum Opfer werden</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01502.pdf">Publikation zeigen</a></p>