<h1>Lohnsteuer bei &Uuml;berlassung eines Betriebs-Kfz</h1> <h2>Die lohnsteuerliche Behandlung der &Uuml;berlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs an Arbeitnehmer ist in &sect; 8 Absatz 2 Satz 2 bis 5 EStG sowie R 8.1 Absatz 9 und 10 LStR geregelt... Quelle BMF</h2> <p>Lohnsteuerliche Behandlung der &Uuml;berlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs an Arbeitnehmer Er&ouml;rterung in der Sitzung LSt I/2018 zu TOP 3 IV C 5 - S 2334/18/10001 2018/0258099 Die lohnsteuerliche Behandlung der &Uuml;berlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs an Arbeitnehmer ist in &sect; 8 Absatz 2 Satz 2 bis 5 EStG sowie R 8.1 Absatz 9 und 10 LStR geregelt. Pauschale Nutzungswertmethode Begrenzung des pauschalen Nutzungswerts Dienstliche Fahrten von und zur Wohnung Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte Fahrzeugpool Fahrzeugwechsel Gelegentliche &Uuml;berlassung Listenpreis Nutzungsverbot Park and ride &Uuml;berlassung an mehrere Arbeitnehmer &Uuml;berlassung mehrerer Kraftfahrzeuge Individuelle Nutzungswertmethode Einheitliches Verfahren der individuellen Nutzungswertermittlung Elektronisches Fahrtenbuch Erleichterungen bei der F&uuml;hrung eines Fahrtenbuchs Ermittlung des vorl&auml;ufigen Nutzungswerts Gesamtkosten Leerfahrten Sicherheitsgesch&uuml;tzte Kraftfahrzeuge &Uuml;berlassung mehrerer Kraftfahrzeuge Umwegstrecken wegen Sicherheitsgef&auml;hrdung Wechsel der Bewertungsmethode Fahrergestellung Familienheimfahrten Leasing Nutzungsentgelt Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten Elektromobilit&auml;t Anwendungsregelungen Bei &Uuml;berlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs an Arbeitnehmer gelten die Regelungen zu Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte, f&uuml;r Fahrten von der Wohnung zu einem Sammelpunkt oder zu einem weitr&auml;umigen T&auml;tigkeitsgebiet im Sinne des &sect; 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 3 EStG entsprechend (&sect; 8 Absatz 2 Satz 3 und 4 EStG). Zur Pauschalbesteuerung des Nutzungswerts nach &sect; 40 Absatz 2 Satz 2 EStG f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte vgl. Tz. 5 des BMF-Schreibens vom 31. Oktober 2013 (BStBl I Seite 1376). Pauschale Nutzungswertmethode Die Anwendung der pauschalen Nutzungswertmethode (1%-Regelung, 0,03%-Regelung, 0,002%-Regelung) ist in &sect; 8 Absatz 2 Satz 2, 3 und 5 EStG sowie R 8.1 Absatz 9 Nummer 1 LStR geregelt. Zu Familienheimfahrten vgl. Rdnrn. 44, 45. Der pauschale Nutzungswert kann die dem Arbeitgeber f&uuml;r das Kraftfahrzeug insgesamt entstandenen Kosten &uuml;bersteigen. Wird dies im Einzelfall nachgewiesen, ist der pauschale Nutzungswert h&ouml;chstens mit dem Betrag der Gesamtkosten des Kraftfahrzeugs anzusetzen (Kostendeckelung). Begrenzung des pauschalen Nutzungswerts Dienstliche Fahrten von und zur Wohnung Ein geldwerter Vorteil ist f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte nicht zu erfassen, wenn dem Arbeitnehmer ein betriebliches Kraftfahrzeug ausschlie&szlig;lich an den Tagen f&uuml;r seine Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte &uuml;berlassen wird, an denen es erforderlich werden kann, dass er dienstliche Fahrten von der Wohnung aus antritt oder an der Wohnung beendet, z.B. beim Bereitschaftsdienst in Versorgungsunternehmen. Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte Dem pauschalen Nutzungswert ist die einfache Entfernung zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte zugrunde zu legen, diese ist auf den n&auml;chsten vollen Kilometer abzurunden. Ma&szlig;gebend ist die k&uuml;rzeste benutzbare Stra&szlig;enverbindung. Der pauschale Nutzungswert ist nicht zu erh&ouml;hen, wenn der Arbeitnehmer das Kraftfahrzeug an einem Arbeitstag mehrmals zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte benutzt. F&auml;hrt der Arbeitnehmer abwechselnd von der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte zu verschiedenen Wohnungen, ist bei Anwendung der 0,03%-Regelung der pauschale Monatswert unter Zugrundelegung der Entfernung zur n&auml;her gelegenen Wohnung anzusetzen. F&uuml;r jede Fahrt von und zu der weiter entfernt liegenden Wohnung ist zus&auml;tzlich ein pauschaler Nutzungswert von 0,002% des inl&auml;ndischen Listenpreises des Kraftfahrzeugs f&uuml;r jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte dem Arbeitslohn zuzurechnen, soweit sie die Entfernung zur n&auml;her gelegenen Wohnung &uuml;bersteigt. Die 0,03%-Regelung ist unabh&auml;ngig von der 1%-Regelung selbst&auml;ndig anzuwenden, wenn das Kraftfahrzeug ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte &uuml;berlassen wird (vgl. BFH-Urteil vom 22. September 2010 - VI R 54/09 - BStBl 2011 II Seite 354). Die bestehenden Verwaltungsregelungen zum Nutzungsverbot (vgl. Rdnr. 16), zum Nutzungsverzicht (vgl. Rdnr. 17) und zur unbefugten Privatnutzung (vgl. Rdnr. 18) sind zu beachten. Grunds&auml;tzlich ist die Ermittlung des Zuschlags kalendermonatlich mit 0,03% des Listenpreises f&uuml;r jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte vorzunehmen (&sect; 8 Absatz 2 Satz 3 EStG). Ein durch Urlaub oder Krankheit bedingter Nutzungsausfall ist im Nutzungswert pauschal ber&uuml;cksichtigt. Unter folgenden Voraussetzungen ist eine auf das Kalenderjahr bezogene Einzelbewertung der tats&auml;chlichen Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte mit 0,002% des Listenpreises je Entfernungskilometer f&uuml;r h&ouml;chstens 180 Tage entsprechend den BFHUrteilen vom 22. September 2010 - VI R 54/09 - (BStBl 2011 II Seite 354), - VI R 55/09 (BStBl 2011 II Seite 358) und - VI R 57/09 - (BStBl 2011 II Seite 359) zul&auml;ssig: a) Der Arbeitnehmer hat gegen&uuml;ber dem Arbeitgeber kalendermonatlich fahrzeugbezogen schriftlich zu erkl&auml;ren, an welchen Tagen (mit Datumsangabe) er das betriebliche Kraftfahrzeug tats&auml;chlich f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte genutzt hat, die blo&szlig;e Angabe der Anzahl der Tage reicht nicht aus. Es sind keine Angaben erforderlich, wie der Arbeitnehmer an den anderen Arbeitstagen zur ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte gelangt ist. Arbeitstage, an denen der Arbeitnehmer das betriebliche Kraftfahrzeug f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte mehrmals benutzt, sind f&uuml;r Zwecke der Einzelbewertung nur einmal zu erfassen. Diese Erkl&auml;rungen des Arbeitnehmers hat der Arbeitgeber als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren. Es ist aus Vereinfachungsgr&uuml;nden nicht zu beanstanden, wenn f&uuml;r den Lohnsteuerabzug jeweils die Erkl&auml;rung des Vormonats zugrunde gelegt wird. b) Der Arbeitgeber hat aufgrund der Erkl&auml;rungen des Arbeitnehmers den Lohnsteuerabzug durchzuf&uuml;hren, sofern der Arbeitnehmer nicht erkennbar unrichtige Angaben macht. Ermittlungspflichten des Arbeitgebers ergeben sich hierdurch nicht. c) Wird im Lohnsteuerabzugsverfahren eine Einzelbewertung der tats&auml;chlichen Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte vorgenommen, so hat der Arbeitgeber f&uuml;r alle dem Arbeitnehmer &uuml;berlassenen betrieblichen Kraftfahrzeuge eine jahresbezogene Begrenzung auf insgesamt 180 Fahrten vorzunehmen. Eine monatliche Begrenzung auf 15 Fahrten ist ausgeschlossen. Beispiel 1 Arbeitnehmer A kann ein vom Arbeitgeber B &uuml;berlassenes betriebliches Kraftfahrzeug (Mittelklasse) auch f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte nutzen. B liegen datumsgenaue Erkl&auml;rungen des A &uuml;ber Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte f&uuml;r die Monate Januar bis Juni an jeweils 14 Tagen, f&uuml;r die Monate Juli bis November an jeweils 19 Tagen vor. F&uuml;r den Monat Dezember liegt B eine datumsgenaue Erkl&auml;rung des A &uuml;ber Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte an 4 Tagen vor. In den Monaten Januar bis Juni hat B f&uuml;r Zwecke der Einzelbewertung jeweils 14 Tage zugrunde zu legen, in den Monaten Juli bis November jeweils 19 Tage. Wegen der jahresbezogenen Begrenzung auf 180 Fahrten ist f&uuml;r Zwecke der Einzelbewertung im Dezember nur ein Tag anzusetzen (Anzahl der Fahrten von Januar bis November 179). Damit ergeben sich f&uuml;r die Einzelbewertung der tats&auml;chlichen Fahrten des A zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte je Kalendermonat folgende Prozents&auml;tze: - Januar bis Juni: 0,028% (14 Fahrten x 0,002%) - Juli bis November: 0,038% (19 Fahrten x 0,002%) - Dezember: 0,002% (1 Fahrt x 0,002%). Beispiel 2 Wie Beispiel 1. Ab Dezember steht dem Arbeitnehmer A ein anderes betriebliches Kraftfahrzeug (Oberklasse) zur Nutzung zur Verf&uuml;gung. F&uuml;r die Einzelbewertung der tats&auml;chlichen Fahrten des A zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte ergeben sich entsprechend der zeitlichen Reihenfolge dieser Fahrten je Kalendermonat folgende Prozents&auml;tze: - Januar bis Juni: 0,028% (14 Fahrten x 0,002%) - Juli bis November: 0,038% (19 Fahrten x 0,002%) jeweils vom Listenpreis des betrieblichen Kraftfahrzeugs der Mittelklasse, - Dezember: 0,002% (1 Fahrt x 0,002%) vom Listenpreis des betrieblichen Kraftfahrzeugs der Oberklasse. d) Im Falle der Einzelbewertung der tats&auml;chlichen Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte ist die Lohnsteuerpauschalierung nach &sect; 40 Absatz 2 Satz 2 EStG anhand der vom Arbeitnehmer erkl&auml;rten Anzahl der Tage vorzunehmen. Die Vereinfachungsregelung in Tz. 5.2 Absatz 1 Satz 2 des BMF-Schreibens vom 31. Oktober 2013 (BStBl I Seite 1376), dass nur an 15 Arbeitstagen von Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte ausgegangen werden kann, ist hier nicht anzuwenden. e) Im Lohnsteuerabzugsverfahren ist der Arbeitgeber auf Verlangen des Arbeitnehmers zur Einzelbewertung der tats&auml;chlichen Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte verpflichtet, wenn sich aus der arbeitsvertraglichen oder einer anderen arbeits- oder dienstrechtlichen Rechtsgrundlage nichts anderes ergibt. Allerdings sind dann die Angaben des Arbeitnehmers zu den tats&auml;chlichen Fahrten zus&auml;tzliche Voraussetzung (vgl. Buchstabe a). Der Arbeitgeber muss die Anwendung der 0,03%-Regelung oder der Einzelbewertung f&uuml;r jedes Kalenderjahr einheitlich f&uuml;r alle dem Arbeitnehmer &uuml;berlassenen betrieblichen Kraftfahrzeuge festlegen. Die Methode darf w&auml;hrend des Kalenderjahres nicht gewechselt werden. f) Im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung ist der Arbeitnehmer nicht an die im Lohnsteuerabzugsverfahren angewandte 0,03%-Regelung gebunden und kann einheitlich f&uuml;r alle ihm &uuml;berlassenen betrieblichen Kraftfahrzeuge f&uuml;r das gesamte Kalenderjahr zur Einzelbewertung wechseln. Hierzu muss der Arbeitnehmer fahrzeugbezogen darlegen, an welchen Tagen (mit Datumsangabe) er das betriebliche Kraftfahrzeug tats&auml;chlich f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte genutzt hat. Zudem hat er durch geeignete Belege glaubhaft zu machen, dass und in welcher H&ouml;he der Arbeitgeber den Zuschlag mit 0,03 Prozent des Listenpreises f&uuml;r jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte ermittelt und versteuert hat (z.B. Gehaltsabrechnung, die die Besteuerung des Zuschlags erkennen l&auml;sst, Bescheinigung des Arbeitgebers). Stehen Nutzungsberechtigten in einem Fahrzeugpool mehrere Kraftfahrzeuge zur Verf&uuml;gung, so ist der pauschale Nutzungswert f&uuml;r Privatfahrten mit 1% der Listenpreise aller Kraftfahrzeuge zu ermitteln und die Summe entsprechend der Zahl der Nutzungsberechtigten aufzuteilen. Der pauschale Nutzungswert f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte ist grunds&auml;tzlich mit 0,03% der Listenpreise aller Kraftfahrzeuge zu ermitteln und die Summe durch die Zahl der Nutzungsberechtigten zu teilen. Dieser Wert ist beim einzelnen Arbeitnehmer mit der Zahl seiner Entfernungskilometer zu multiplizieren (vgl. BFH-Urteil vom 15. Mai 2002, BStBl 2003 II Seite 311). Dem einzelnen Nutzungsberechtigten bleibt es unbenommen, im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung zur Einzelbewertung seiner tats&auml;chlichen Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte &uuml;berzugehen (vgl. Rdnr. 10). Fahrzeugwechsel Bei einem Fahrzeugwechsel im Laufe eines Kalendermonats ist der Listenpreis des &uuml;berwiegend zur Verf&uuml;gung gestellten Kraftfahrzeugs zugrunde zu legen. Fahrzeugpool Gelegentliche &Uuml;berlassung Der pauschale Nutzungswert f&uuml;r Privatfahrten und der pauschale Nutzungswert f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte sind auch dann anzusetzen, wenn dem Arbeit nehmer das Kraftfahrzeug tats&auml;chlich nur gelegentlich &uuml;berlassen wird, Rdnr. 10 bleibt unber&uuml;hrt. Die Monatsbetr&auml;ge brauchen nicht angesetzt zu werden - f&uuml;r volle Kalendermonate, in denen dem Arbeitnehmer kein betriebliches Kraftfahrzeug zur Verf&uuml;gung steht, oder - wenn dem Arbeitnehmer das Kraftfahrzeug aus besonderem Anlass oder zu einem besonderen Zweck nur gelegentlich (von Fall zu Fall) f&uuml;r nicht mehr als f&uuml;nf Kalendertage im Kalendermonat &uuml;berlassen wird. In diesem Fall sind der pauschale Nutzungswert f&uuml;r Privatfahrten und der pauschale Nutzungswert f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte je Fahrtkilometer mit 0,001% des inl&auml;ndischen Listenpreises des Kraftfahrzeugs zu bewerten (Einzelbewertung). Zum Nachweis der Fahrstrecke m&uuml;ssen die Kilometerst&auml;nde festgehalten werden. Listenpreis Eine in die Bemessungsgrundlage des &sect; 6 Absatz 1 Nummer 4 Satz 2 EStG einzubeziehende Sonderausstattung liegt nur vor, wenn das Kraftfahrzeug bereits werkseitig im Zeitpunkt der Erstzulassung damit ausgestattet ist (z.B. ein werkseitig eingebautes Satellitennavigationsger&auml;t, vgl. BFH-Urteil vom 16. Februar 2005, BStBl II Seite 563). Nachtr&auml;glich eingebaute unselbst&auml;ndige Ausstattungsmerkmale sind durch den pauschalen Nutzungswert abgegolten und k&ouml;nnen nicht getrennt bewertet werden (vgl. BFH-Urteil vom 13. Oktober 2010, BStBl 2011 II Seite 361). F&uuml;r den pauschalen Nutzungswert ist auch bei reimportierten Kraftfahrzeugen der inl&auml;ndische Listenpreis des Kraftfahrzeugs im Zeitpunkt seiner Erstzulassung ma&szlig;gebend. Soweit das reimportierte Kraftfahrzeug mit zus&auml;tzlichen Sonderausstattungen versehen ist, die sich im inl&auml;ndischen Listenpreis nicht niedergeschlagen haben, ist der Wert der Sonderausstattung zus&auml;tzlich zu ber&uuml;cksichtigen. Soweit das reimportierte Kraftfahrzeug geringer wertig ausgestattet ist, l&auml;sst sich der Wert der &#039;&#039;Minderausstattung&#039;&#039; durch einen Vergleich mit einem ad&auml;quaten inl&auml;ndischen Kraftfahrzeug angemessen ber&uuml;cksichtigen. Wird dem Arbeitnehmer ein Kraftfahrzeug mit der Ma&szlig;gabe zur Verf&uuml;gung gestellt, es k&uuml;nftig f&uuml;r Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte oder mehr als eine Familienheimfahrt w&ouml;chentlich (vgl. Rdnr. 45) nicht zu nutzen, ist von dem Ansatz des jeweils in Betracht kommenden pauschalen Nutzungswertes abzusehen, wenn das Nutzungsverbot durch entsprechende Unterlagen (z.B. eine arbeitsvertragliche oder andere arbeitsoder dienstrechtliche Rechtsgrundlage) nachgewiesen wird (vgl. BFH-Urteile vom 21. M&auml;rz 2013 - VI R 42/12 - BStBl II Seite 918 und - VI R 46/11 - BStBl II Seite 1044 sowie vom 18. April 2013 - VI R 23/12 - BStBl II Seite 920). Diese sind als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren. Dem Nutzungsverbot des Arbeitgebers steht ein ausdr&uuml;cklich mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft erkl&auml;rter schriftlicher Verzicht des Arbeitnehmers auf die Nutzung f&uuml;r Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte oder mehr als eine Familienheimfahrt w&ouml;chentlich (vgl. Rdnr. 45) gleich, wenn aus au&szlig;ersteuerlichen Gr&uuml;nden ein Nutzungsverbot des Arbeitgebers nicht in Betracht kommt und der Nutzungsverzicht dokumentiert wird. Die Nutzungsverzichtserkl&auml;rung ist als Beleg zum Lohnkonto aufzubewahren. Die unbefugte Privatnutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs hat keinen Lohncharakter (vgl. BFH-Urteile vom 21. M&auml;rz 2013 - VI R 42/12 - BStBl II Seite 918 und - VI R 46/11 Seite 1044 sowie vom 18. April 2013 - VI R 23/12 - BStBl II Seite 920). Ein Zufluss von Arbeitslohn liegt in diesen F&auml;llen erst in dem Zeitpunkt vor, in dem der Arbeitgeber zu erkennen gibt, dass er die ihm zustehende Schadenersatzforderung gegen&uuml;ber dem Arbeitnehmer nicht geltend machen wird (vgl. BFH-Urteil vom 27. M&auml;rz 1992, BStBl II Seite 837). Zur Abgrenzung zwischen Arbeitslohn und einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung bei unbefugter Kraftfahrzeugnutzung durch den Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Kapitalgesellschaft vgl. BMF-Schreiben vom 3. April 2012 (BStBl I Seite 478). Park and ride Setzt der Arbeitnehmer ein ihm &uuml;berlassenes Kraftfahrzeug bei den Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte oder bei Familienheimfahrten (vgl. Rdnrn. 44, 45) nur f&uuml;r eine Teilstrecke ein, weil er regelm&auml;&szlig;ig die andere Teilstrecke mit &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln zur&uuml;cklegt, so ist der Ermittlung des pauschalen Nutzungswerts dennoch die gesamte Entfernung zugrunde zu legen. Es ist jedoch nicht zu beanstanden, den jeweils in Betracht kommenden pauschalen Nutzungswert auf der Grundlage der Teilstrecke zu ermitteln, die mit dem betrieblichen Kraftfahrzeug tats&auml;chlich zur&uuml;ckgelegt wird, wenn - der Arbeitgeber das Kraftfahrzeug nur f&uuml;r diese Teilstrecke zur Verf&uuml;gung stellt (vgl. Rdnr. 16 und Rdnr. 17) oder - der Arbeitnehmer f&uuml;r die restliche Teilstrecke einen Nachweis &uuml;ber die Benutzung eines anderen Verkehrsmittels erbringt, z.B. eine auf ihn ausgestellte Jahres-Bahnfahrkarte vorlegt (vgl. BFH-Urteil vom 4. April 2008, BStBl II Seite 890). Wird ein Kraftfahrzeug mehreren Arbeitnehmern &uuml;berlassen, so ist der pauschale Nutzungswert f&uuml;r Privatfahrten von 1% des Listenpreises entsprechend der Zahl der Nutzungsberechtigten aufzuteilen. Der pauschale Nutzungswert f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte ist bei jedem Arbeitnehmer mit 0,03% des Listenpreises je Entfernungskilometer zu ermitteln und durch die Zahl der Nutzungsberechtigten zu teilen (vgl. BFH vom 15. Mai 2002, BStBl 2003 II Seite 311). Dem einzelnen Nutzungsberechtigten bleibt es unbenommen, im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung zur Einzelbewertung seiner tats&auml;chlichen Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte &uuml;berzugehen (vgl. Rdnr. 10). Stehen einem Arbeitnehmer gleichzeitig mehrere Kraftfahrzeuge zur Verf&uuml;gung, so ist f&uuml;r jedes Kraftfahrzeug der pauschale Nutzungswert f&uuml;r Privatfahrten mit monatlich 1% des Listenpreises anzusetzen. Dies gilt auch beim Einsatz eines Wechselkennzeichens. Dem pauschalen Nutzungswert f&uuml;r Privatfahrten kann der Listenpreis des &uuml;berwiegend genutzten Kraftfahrzeugs zugrunde gelegt werden, wenn die Nutzung der Kraftfahrzeuge durch andere zur Privatsph&auml;re des Arbeitnehmers geh&ouml;rende Personen so gut wie ausgeschlossen ist. Bei Anwendung der 0,03%-Regelung ist dem pauschalen Nutzungswert f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte stets der Listenpreis des &uuml;berwiegend f&uuml;r diese Fahrten genutzten Kraftfahrzeugs zugrunde zu legen. Die Regelungen in Satz 3 und 4 bleiben von dem BFH-Urteil vom 13. Juni 2013 (BStBl 2014 II Seite 340) unber&uuml;hrt. Bei Anwendung der Einzelbewertung ist der pauschale Nutzungswert entsprechend den Angaben des Arbeitnehmers fahrzeugbezogen zu ermitteln (vgl. Rdnr. 10). Die individuelle Nutzungswertmethode (Fahrtenbuchmethode) ist in &sect; 8 Absatz 2 Satz 4 EStG sowie R 8.1 Absatz 9 Nummer 2 LStR geregelt. Individuelle Nutzungswertmethode Einheitliches Verfahren der individuellen Nutzungswertermittlung Wird das Kraftfahrzeug sowohl f&uuml;r Privatfahrten als auch f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte &uuml;berlassen, kann die individuelle Nutzungswertermittlung weder auf Privatfahrten noch auf Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte beschr&auml;nkt werden. Elektronisches Fahrtenbuch Ein elektronisches Fahrtenbuch ist anzuerkennen, wenn sich daraus dieselben Erkenntnisse wie aus einem manuell gef&uuml;hrten Fahrtenbuch gewinnen lassen. Beim Ausdrucken von elektronischen Aufzeichnungen m&uuml;ssen nachtr&auml;gliche Ver&auml;nderungen der aufgezeichneten Angaben technisch ausgeschlossen, zumindest aber dokumentiert werden (vgl. BFH-Urteil vom 16. November 2005, BStBl 2006 II Seite 410). Es bestehen keine Bedenken, ein elektronisches Fahrtenbuch, in dem alle Fahrten automatisch bei Beendigung jeder Fahrt mit Datum, Kilometerstand und Fahrtziel erfasst werden, jedenfalls dann als zeitnah gef&uuml;hrt anzusehen, wenn der Fahrer den dienstlichen Fahrtanlass (Reisezweck und aufgesuchte Gesch&auml;ftspartner) innerhalb eines Zeitraums von bis zu sieben Kalendertagen nach Abschluss der jeweiligen Fahrt in einem Webportal eintr&auml;gt und die &uuml;brigen Fahrten dem privaten Bereich zugeordnet werden. 3.3 Erleichterungen bei der F&uuml;hrung eines Fahrtenbuchs Ein Fahrtenbuch soll die Zuordnung von Fahrten zur betrieblichen und beruflichen Sph&auml;re darstellen und erm&ouml;glichen. Es muss laufend gef&uuml;hrt werden und die berufliche Veranlassung plausibel erscheinen lassen und ggf. eine stichprobenartige Nachpr&uuml;fung erm&ouml;glichen. Auf einzelne in R 8.1 Absatz 9 Nummer 2 LStR geforderte Angaben kann verzichtet werden, soweit wegen der besonderen Umst&auml;nde im Einzelfall die erforderliche Aussagekraft und &Uuml;berpr&uuml;fungsm&ouml;glichkeit nicht beeintr&auml;chtigt wird. Bei Automatenlieferanten, Kurierdienstfahrern, Handelsvertretern, Kundendienstmonteuren und Pflegedienstmitarbeitern mit t&auml;glich wechselnden Ausw&auml;rtst&auml;tigkeiten reicht es z.B. aus, wenn sie angeben, welche Kunden sie an welchem Ort aufsuchen. Angaben &uuml;ber die Reiseroute und zu den Entfernungen zwischen den Stationen einer Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit sind nur bei gr&ouml;&szlig;erer Differenz zwischen direkter Entfernung und tats&auml;chlicher Fahrtstrecke erforderlich. Bei Fahrten eines Taxifahrers im sog. Pflichtfahrgebiet ist es in Bezug auf Reisezweck, Reiseziel und aufgesuchte Gesch&auml;ftspartner ausreichend, t&auml;glich zu Beginn und Ende der Gesamtheit dieser Fahrten den Kilometerstand anzugeben mit der Angabe &#039;&#039;Taxifahrten im Pflichtfahrgebiet&#039;&#039; o. &auml;. Wurden Fahrten durchgef&uuml;hrt, die &uuml;ber dieses Gebiet hinausgehen, kann auf die genaue Angabe des Reiseziels nicht verzichtet werden. F&uuml;r Fahrlehrer ist es ausreichend in Bezug auf Reisezweck, Reiseziel und aufgesuchte Gesch&auml;ftspartner &#039;&#039;Lehrfahrten&#039;&#039;, &#039;&#039;Fahrschulfahrten&#039;&#039; o. &auml;. anzugeben (vgl. BMFSchreiben vom 18. November 2009, BStBl I Seite 1326). Bei sicherheitsgef&auml;hrdeten Personen, deren Fahrtroute h&auml;ufig von sicherheitsm&auml;&szlig;igen Gesichtspunkten bestimmt wird, kann auf die Angabe der Reiseroute auch bei gr&ouml;&szlig;eren Differenzen zwischen der direkten Entfernung und der tats&auml;chlichen Fahrtstrecke verzichtet werden. Ermittlung des vorl&auml;ufigen Nutzungswerts Soweit die genaue Erfassung des individuellen Nutzungswerts monatlich nicht m&ouml;glich ist, kann der Erhebung der Lohnsteuer monatlich ein Zw&ouml;lftel des Vorjahresbetrags zugrunde gelegt werden (vgl. R 8.1 Absatz 9 Nummer 3 Satz 2 LStR). Es bestehen keine Bedenken, stattdessen bei der Ermittlung des individuellen Nutzungswerts je Fahrtkilometer vorl&auml;ufig 0,001% des inl&auml;ndischen Listenpreises f&uuml;r das Kraftfahrzeug anzusetzen. Nach Ablauf des Kalenderjahres oder nach Beendigung des Dienstverh&auml;ltnisses ist der tats&auml;chlich zu versteuernde individuelle Nutzungswert zu ermitteln und eine etwaige Lohnsteuerdifferenz nach Ma&szlig;gabe der &sect;&sect; 41c, 42b EStG auszugleichen (vgl. R 8.1 Absatz 9 Nummer 3 Satz 3 LStR). Zu den Gesamtkosten im Sinne von R 8.1 Absatz 9 Nummer 2 Satz 9 LStR geh&ouml;ren z.B. Absetzung f&uuml;r Abnutzung (AfA), Leasing- und Leasingsonderzahlungen (anstelle der AfA), Treibstoffkosten, Wartungs- und Reparaturkosten, Kraftfahrzeugsteuer, Beitr&auml;ge f&uuml;r Halterhaftpflicht- und Fahrzeugversicherungen, Garagen-/Stellplatzmiete, Aufwendungen f&uuml;r Anwohnerparkberechtigungen, Aufwendungen f&uuml;r die Wagenpflege/-w&auml;sche sowie der nicht nach &sect; 3 Nummer 46 EStG steuerfreie Ladestrom (vgl. BMF-Schreiben vom 14. Dezember 2016, BStBl I Seite 1446). Nicht zu den Gesamtkosten geh&ouml;ren neben den in R 8.1 Absatz 9 Nummer 2 Satz 11 LStR genannten Kosten z.B. F&auml;hrkosten, Stra&szlig;en- oder Tunnelbenutzungsgeb&uuml;hren (Vignetten, Mautgeb&uuml;hren), Parkgeb&uuml;hren, Aufwendungen f&uuml;r Insassen- und Unfallversicherungen, Verwarnungs-, Ordnungs- und Bu&szlig;gelder, Kosten einer Ladevorrichtung bei Elektrofahrzeugen sowie der nach &sect; 3 Nummer 46 EStG steuerfreie Ladestrom (vgl. BMF-Schreiben vom 14. Dezember 2016, BStBl I Seite 1446, Rdnr. 13). Bei der Ermittlung der Gesamtkosten ist bei einem Pkw von einer AfA von 12,5% der Anschaffungskosten entsprechend einer achtj&auml;hrigen (Gesamt-)Nutzungsdauer auszugehen (vgl. BFH-Beschluss vom 29. M&auml;rz 2005, BStBl 2006 II Seite 368). Die Gesamtkosten sind jedenfalls dann periodengerecht anzusetzen, wenn der Arbeitgeber die Kosten (z.B. Leasingsonderzahlung) des von ihm &uuml;berlassenen Kraftfahrzeugs in seiner Gewinnermittlung periodengerecht erfassen muss (vgl. BFH-Urteil vom 3. September 2015, BStBl 2016 II Seite 174). Es ist nicht zu beanstanden, wenn auch die vom Arbeitnehmer unmittelbar getragenen oder vom Arbeitgeber weiterbelasteten Kosten den Gesamtkosten zugerechnet werden. Bei der Feststellung der privat und der dienstlich zur&uuml;ckgelegten Fahrtstrecken sind sog. Leerfahrten, die bei der &Uuml;berlassung eines Kraftfahrzeugs mit Fahrer durch die An- und Abfahrten des Fahrers auftreten k&ouml;nnen, den dienstlichen Fahrten zuzurechnen. &Uuml;berlassung mehrerer Kraftfahrzeuge F&uuml;r jedes Kraftfahrzeug sind die insgesamt entstehenden Aufwendungen und das Verh&auml;ltnis der privaten zu den &uuml;brigen Fahrten gesondert nachzuweisen. Stehen einem Arbeitnehmer gleichzeitig mehrere Kraftfahrzeuge zur Verf&uuml;gung und f&uuml;hrt er nur f&uuml;r einzelne Kraftfahrzeuge ein ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch, kann er f&uuml;r diese den Nutzungswert individuell ermitteln, w&auml;hrend der Nutzungswert f&uuml;r die anderen mit monatlich 1% des Listenpreises anzusetzen ist (vgl. BFH-Urteil vom 3. August 2000, BStBl 2001 II Seite 332). Sicherheitsgesch&uuml;tzte Kraftfahrzeuge Wird der Nutzungswert f&uuml;r ein aus Sicherheitsgr&uuml;nden gepanzertes Kraftfahrzeug individuell ermittelt, so kann die AfA nach den Anschaffungskosten des leistungsschw&auml;cheren Kraftfahrzeugs oder - im Falle des Leasings - die entsprechende Leasingrate des leistungsschw&auml;cheren Kraftfahrzeugs zugrunde gelegt werden, das dem Arbeitnehmer zur Verf&uuml;gung gestellt w&uuml;rde, wenn seine Sicherheit nicht gef&auml;hrdet w&auml;re. Im Hinblick auf die durch die Panzerung verursachten h&ouml;heren laufenden Betriebskosten bestehen keine Bedenken, wenn der Nutzungswertermittlung 70% der tats&auml;chlich festgestellten laufenden Kosten (ohne AfA) zugrunde gelegt werden. Leerfahrten Umwegstrecken wegen Sicherheitsgef&auml;hrdung Bei Arbeitnehmern, die konkret gef&auml;hrdet sind und durch die zust&auml;ndigen Sicherheitsbeh&ouml;rden der Gef&auml;hrdungsstufe 1, 2 oder 3 zugeordnet sind (vgl. BMF-Schreiben vom 30. Juni 1997, BStBl I Seite 696), kann bei der Ermittlung des Nutzungswerts f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte die k&uuml;rzeste benutzbare Stra&szlig;enverbindung angesetzt werden, wenn wegen der Gef&auml;hrdung des Arbeitnehmers aus Sicherheitsgr&uuml;nden eine andere und damit l&auml;ngere Fahrtstrecke gew&auml;hlt wird. Diese Billigkeitsregelung steht unter dem Vorbehalt, dass bei der Ermittlung der als Werbungskosten abziehbaren Aufwendungen des Arbeitnehmers f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte ebenfalls nur die k&uuml;rzeste benutzbare Stra&szlig;enverbindung zugrunde gelegt wird. Wechsel der Bewertungsmethode Ein unterj&auml;hriger Wechsel zwischen der 1%-Regelung und der Fahrtenbuchmethode f&uuml;r dasselbe Kraftfahrzeug ist nicht zul&auml;ssig (vgl. R 8.1 Absatz 9 Nummer 3 LStR, BFH-Urteil vom 20. M&auml;rz 2014, BStBl II Seite 643). Fahrergestellung Wird das Kraftfahrzeug mit Fahrer zur Verf&uuml;gung gestellt, ist dieser geldwerte Vorteil zus&auml;tzlich nach &sect; 8 Absatz 2 Satz 1 EStG mit dem &uuml;blichen Endpreis am Abgabeort zu bewerten. Ma&szlig;stab zur Bewertung dieses Vorteils ist der Wert einer von einem fremden Dritten bezogenen vergleichbaren Dienstleistung. Aus Vereinfachungsgr&uuml;nden kann der geldwerte Vorteil auch nach R 8.1 Absatz 10 Satz 3 LStR ermittelt werden. Der Nutzungswert f&uuml;r andere Privatfahrten ist auch dann um 25% nach R 8.1 Absatz 10 Satz 3 Nummer 2 Buchstabe c) LStR zu erh&ouml;hen, wenn dem Arbeitnehmer ein Fahrer zur Verf&uuml;gung steht, der Arbeitnehmer das Kraftfahrzeug tats&auml;chlich aber ausschlie&szlig;lich selbst gesteuert hat. Neben der Bewertungsm&ouml;glichkeit im Sinne von R 8.1 Absatz 10 Satz 3 LStR bestehen keine Bedenken, insgesamt einheitlich f&uuml;r das Kalenderjahr f&uuml;r Privatfahrten, f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte sowie f&uuml;r Familienheimfahrten (vgl. Rdnrn. 44, 45) als Endpreis im Sinne des &sect; 8 Absatz 2 Satz 1 EStG den Anteil an den tats&auml;chlichen Lohn- und Lohnnebenkosten des Fahrers (d.h. insbesondere: Bruttoarbeitslohn, Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur Sozialversicherung, Verpflegungszusch&uuml;sse sowie Kosten beruflicher Fort- und Weiterbildung f&uuml;r den Fahrer) anzusetzen, welcher der Einsatzdauer des Fahrers im Verh&auml;ltnis zu dessen Gesamtarbeitszeit entspricht (vgl. BFH-Urteil vom 15. Mai 2013, BStBl 2014 II Seite 589). Zur Einsatzdauer des Fahrers geh&ouml;ren auch die Stand- und Wartezeiten des Fahrers, nicht aber die bei der &Uuml;berlassung eines Kraftfahrzeugs mit Fahrer durch die An- und Abfahrten des Fahrers durchgef&uuml;hrten Leerfahrten und die anfallenden R&uuml;stzeiten, diese sind den dienstlichen Fahrten zuzurechnen. Der Arbeitgeber hat die Grundlagen f&uuml;r die Berechnung des geldwerten Vorteils aus der Fahrergestellung zu dokumentieren, als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren und dem Arbeitnehmer auf Verlangen formlos mitzuteilen. Der Arbeitnehmer kann den geldwerten Vorteil aus der Fahrergestellung im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung abweichend von dem Ansatz des Arbeitgebers bewerten und gegen&uuml;ber dem Finanzamt nachweisen. Diese Wahl kann er im Kalenderjahr f&uuml;r Privatfahrten, f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte sowie f&uuml;r Familienheimfahrten (vgl. Rdnrn. 44, 45) insgesamt nur einheitlich aus&uuml;ben. Eine abweichende Bewertung setzt voraus, dass der im Lohnsteuerabzugsverfahren angesetzte geldwerte Vorteil sowie die Grundlagen f&uuml;r die Berechnung des geldwerten Vorteils nachgewiesen werden (z.B. durch eine formlose Mitteilung des Arbeitgebers). Familienheimfahrten &Uuml;berl&auml;sst der Arbeitgeber oder auf Grund des Dienstverh&auml;ltnisses ein Dritter dem Arbeitnehmer ein Kraftfahrzeug zu einer Familienheimfahrt w&ouml;chentlich im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung, so ist insoweit der Nutzungswert steuerlich nicht zu erfassen (&sect; 8 Absatz 2 Satz 5 EStG). Wird das Kraftfahrzeug zu mehr als einer Familienheimfahrt w&ouml;chentlich genutzt, ist f&uuml;r jede weitere Familienheimfahrt ein pauschaler Nutzungswert in H&ouml;he von 0,002% des inl&auml;ndischen Listenpreises des Kraftfahrzeugs f&uuml;r jeden Kilometer der Entfernung zwischen dem Besch&auml;ftigungsort und dem Ort des eigenen Hausstands anzusetzen und dem Arbeitslohn zuzurechnen. Anstelle des pauschalen Nutzungswerts kann der Arbeitgeber den Nutzungswert mit den Aufwendungen f&uuml;r das Kraftfahrzeug ansetzen, die auf die zu erfassenden Fahrten entfallen, wenn die f&uuml;r das Kraftfahrzeug insgesamt entstehenden Aufwendungen durch Belege und das Verh&auml;ltnis der privaten zu den &uuml;brigen Fahrten durch ein ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch nachgewiesen werden. Leasing Least der Arbeitgeber ein Kraftfahrzeug und &uuml;berl&auml;sst es dem Arbeitnehmer auch zur privaten Nutzung, liegt jedenfalls dann keine vom Arbeitsvertrag unabh&auml;ngige Sonderrechtsbeziehung im Sinne des BFH-Urteils vom 18. Dezember 2014 (BStBl 2015 II Seite 670) zum sog. &#039;&#039;Beh&ouml;rdenleasing&#039;&#039; vor und ist die Nutzungs&uuml;berlassung nach &sect; 8 Absatz 2 Satz 2 bis 5 EStG zu bewerten, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen: Der Anspruch auf die Kraftfahrzeug&uuml;berlassung resultiert aus dem Arbeitsvertrag oder aus einer anderen arbeitsrechtlichen Rechtsgrundlage, weil - er im Rahmen einer steuerlich anzuerkennenden Gehaltsumwandlung mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft vereinbart ist. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer unter &Auml;nderung des Arbeitsvertrags auf einen Teil seines Barlohns verzichtet und ihm der Arbeitgeber stattdessen Sachlohn in Form eines Nutzungsrechts an einem betrieblichen Kraftfahrzeug des Arbeitgebers gew&auml;hrt (vgl. BFH-Urteil vom 6. M&auml;rz 2008, BStBl II Seite 530) oder - er arbeitsvertraglicher Verg&uuml;tungsbestandteil ist. Davon ist insbesondere auszugehen, wenn von vornherein bei Abschluss eines Arbeitsvertrags eine solche Vereinbarung getroffen wird oder wenn die Bef&ouml;rderung in eine h&ouml;here Gehaltsklasse mit der &Uuml;berlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs des Arbeitgebers verbunden ist. In Leasingf&auml;llen setzt das Vorliegen eines betrieblichen Kraftfahrzeugs des Arbeitgebers im Sinne des &sect; 8 Absatz 2 Satz 2 bis 5 EStG zudem voraus, dass der Arbeitgeber und nicht der Arbeitnehmer gegen&uuml;ber der Leasinggesellschaft zivilrechtlich Leasingnehmer ist. Liegt nach diesen Grunds&auml;tzen eine nach &sect; 8 Absatz 2 Satz 2 bis 5 EStG zu bewertende Nutzungs&uuml;berlassung vor, darf der Arbeitgeber die pauschalen Kilometers&auml;tze im Rahmen einer Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit mit diesem Kraftfahrzeug nicht - auch nicht teilweise - steuerfrei erstatten (vgl. R 9.5 Absatz 2 Satz 3 LStR). Nutzungsentgelt Zahlt der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber oder auf dessen Weisung an einen Dritten zur Erf&uuml;llung einer Verpflichtung des Arbeitgebers (abgek&uuml;rzter Zahlungsweg) f&uuml;r die au&szlig;erdienstliche Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs, insbesondere f&uuml;r die Nutzung zu - privaten Fahrten, - Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte und - Familienheimfahrten (vgl. Rdnrn. 44, 45), ein Nutzungsentgelt, mindert dies den Nutzungswert, vgl. R 8.1 Absatz 9 Nummer 4 Satz 1 LStR, BFH-Urteile vom 30. November 2016 - VI R 49/14 (BStBl 2017 II Seite 1011) und VI R 2/15 (BStBl 2017 II Seite 1014). Nutzungsentgelt im Sinne von R 8.1 Absatz 9 Nummer 4 LStR ist bei der pauschalen und der individuellen Nutzungswertmethode: a) ein arbeitsvertraglich oder aufgrund einer anderen arbeits- oder dienstrechtlichen Rechtsgrundlage vereinbarter nutzungsunabh&auml;ngiger pauschaler Betrag (z.B. Monatspauschale), b) ein arbeitsvertraglich oder aufgrund einer anderen arbeits- oder dienstrechtlichen Rechtsgrundlage vereinbarter an den gefahrenen Kilometern ausgerichteter Betrag (z.B. Kilometerpauschale), c) die arbeitsvertraglich oder aufgrund einer anderen arbeits- oder dienstrechtlichen Rechtsgrundlage vom Arbeitnehmer &uuml;bernommenen Leasingraten, und bei der pauschalen Nutzungswertmethode (zur Nichtbeanstandungsregelung bei der individuellen Nutzungswertmethode s. Rdnr. 55): die arbeitsvertraglich oder aufgrund einer anderen arbeits- oder dienstrechtlichen Rechtsgrundlage vereinbarte vollst&auml;ndige oder teilweise &Uuml;bernahme einzelner Kraftfahrzeugkosten durch den Arbeitnehmer (vgl. BFH-Urteil vom 30. November 2016 - VI R 2/15 - BStBl 2017 II Seite 1014). Dies gilt auch f&uuml;r einzelne Kraftfahrzeugkosten, die zun&auml;chst vom Arbeitgeber verauslagt und anschlie&szlig;end dem Arbeitnehmer weiterbelastet werden oder, wenn der Arbeitnehmer zun&auml;chst pauschale Abschlagszahlungen leistet, die zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt nach den tats&auml;chlich entstandenen Kraftfahrzeugkosten abgerechnet werden. Vom Arbeitnehmer selbst getragene einzelne Kraftfahrzeugkosten im Sinne der Rdnr. 50 Buchstabe d sind Kosten, die zu den Gesamtkosten des Kraftfahrzeugs im Sinne des &sect; 8 Absatz 2 Satz 4 EStG geh&ouml;ren (vgl. Rdnr. 29). Unber&uuml;cksichtigt bleiben Kosten, die nicht zu den Gesamtkosten des Kraftfahrzeugs geh&ouml;ren (vgl. Rdnr. 30). Kein Nutzungsentgelt im Sinne von R 8.1 Absatz 9 Nummer 4 LStR ist insbesondere der Barlohnverzicht des Arbeitnehmers im Rahmen einer Gehaltsumwandlung. In H&ouml;he des Nutzungsentgelts im Sinne von Rdnr. 50 ist der Arbeitnehmer nicht bereichert und die gesetzlichen Voraussetzungen des &sect; 8 Absatz 1 EStG i. V. m. &sect; 19 Absatz 1 EStG sind nicht erf&uuml;llt. &Uuml;bersteigt das Nutzungsentgelt den Nutzungswert, f&uuml;hrt der &uuml;bersteigende Betrag weder zu negativem Arbeitslohn noch zu Werbungskosten, vgl. BFH-Urteile vom 30. November 2016 - VI R 49/14 (BStBl 2017 II Seite 1011) und VI R 2/15 (BStBl 2017 II Seite 1014). Bei der individuellen Nutzungswertmethode (Fahrtenbuchmethode) flie&szlig;en vom Arbeitnehmer selbst getragene individuelle Kraftfahrzeugkosten nicht in die Gesamtkosten ein und erh&ouml;hen damit nicht den individuellen Nutzungswert (R 8.1 Absatz 9 Nummer 2 Satz 8 zweiter Halbsatz LStR). Zahlt der Arbeitnehmer ein pauschales Nutzungsentgelt im Sinne der Rdnr. 50 Buchstaben a bis c, ist der individuelle Nutzungswert um diesen Betrag zu k&uuml;rzen. Es wird nicht beanstandet, wenn bei der Fahrtenbuchmethode vom Arbeitnehmer selbst getragene Kosten abweichend von R 8.1 Absatz 9 Nummer 2 Satz 8 zweiter Halbsatz LStR in die Gesamtkosten im Sinne von &sect; 8 Absatz 2 Satz 4 EStG einbezogen und wie bei der pauschalen Nutzungswertmethode als Nutzungsentgelt (vgl. Rdnr. 50 Buchstabe d) behandelt werden. Beispiele zur pauschalen Nutzungswertmethode Der Arbeitgeber hat seinem Arbeitnehmer ein betriebliches Kraftfahrzeug auch zur Privatnutzung &uuml;berlassen und den geldwerten Vorteil aus der Kraftfahrzeuggestellung nach der 1%Regelung bewertet. In der Nutzungs&uuml;berlassungsvereinbarung ist geregelt, dass der Arbeitnehmer ein Nutzungsentgelt in H&ouml;he von 0,20 Euro je privat gefahrenen Kilometer zu zahlen hat. Es handelt sich um ein Nutzungsentgelt im Sinne der Rdnr. 50 Buchstabe b. Beispiel 2 In der Nutzungs&uuml;berlassungsvereinbarung ist geregelt, dass der Arbeitnehmer die gesamten Treibstoffkosten zu zahlen hat. Die Kosten&uuml;bernahme durch den Arbeitnehmer ist ein Nutzungsentgelt im Sinne der Rdnr. 50 Buchstabe d. Beispiele zur individuellen Nutzungswertmethode Der Arbeitgeber hat seinem Arbeitnehmer ein betriebliches Kraftfahrzeug auch zur Privatnutzung &uuml;berlassen und den geldwerten Vorteil aus der Kraftfahrzeuggestellung nach der Fahrtenbuchmethode bewertet. Beispiel 3 In der Nutzungs&uuml;berlassungsvereinbarung ist geregelt, dass der Arbeitnehmer ein Nutzungsentgelt in H&ouml;he von 0,20 Euro je privat gefahrenen Kilometer zu zahlen hat. Es handelt sich um ein Nutzungsentgelt im Sinne der Rdnr. 50 Buchstabe b. Beispiel 4 In der Nutzungs&uuml;berlassungsvereinbarung ist geregelt, dass der Arbeitnehmer die gesamten Treibstoffkosten zu zahlen hat. Diese betragen 3.000 Euro. Die &uuml;brigen vom Arbeitgeber getragenen Kraftfahrzeugkosten betragen 7.000 Euro. Auf die Privatnutzung entf&auml;llt ein Anteil von 10%. Der individuelle Nutzungswert ist wie folgt zu ermitteln: a) Bei Anwendung der Regelung in R 8.1 Absatz 9 Nummer 2 Satz 8 zweiter Halbsatz LStR (vgl. Rdnr. 54) flie&szlig;en die vom Arbeitnehmer selbst getragenen Treibstoffkosten nicht in die Gesamtkosten des Kraftfahrzeugs ein. Es handelt sich auch nicht um ein Nutzungsentgelt im Sinne Rdnr. 50. Anhand der (niedrigeren) Gesamtkosten ist der individuelle Nutzungswert zu ermitteln (10% von 7.000 Euro 700 Euro). Ein Werbungskostenabzug i. H. von 2.700 Euro (90% von 3.000 Euro) ist nicht zul&auml;ssig. oder b) Bei Anwendung der Nichtbeanstandungsregelung (vgl. Rdnr. 55) flie&szlig;en die vom Arbeitnehmer selbst getragenen Treibstoffkosten in die Gesamtkosten des Kraftfahrzeugs ein. Es handelt sich um ein Nutzungsentgelt im Sinne der Rdnr. 50 Buchstabe d i. H. von 3.000 Euro. Anhand der Gesamtkosten ist der individuelle Nutzungswert zu ermitteln (10% von 10.000 Euro 1.000 Euro). Dieser Nutzungswert ist um das Nutzungsentgelt bis auf 0 Euro zu mindern. Der den Nutzungswert &uuml;bersteigende Betrag i. H. von 2.000 Euro f&uuml;hrt nicht zu Werbungskosten (vgl. Rdnr. 53). Im Lohnsteuerabzugsverfahren ist der Arbeitgeber zur Anrechnung der individuellen Kraftfahrzeugkosten des Arbeitnehmers bei der Nutzungswertermittlung verpflichtet, wenn sich aus der arbeitsvertraglichen oder einer anderen arbeits- oder dienstrechtlichen Rechtsgrundlage nichts anderes ergibt. Hierzu hat der Arbeitnehmer gegen&uuml;ber dem Arbeitgeber j&auml;hrlich fahrzeugbezogen schriftlich die H&ouml;he der individuellen Kraftfahrzeugkosten und die Gesamtfahrleistung des Kraftfahrzeugs zu erkl&auml;ren und im Einzelnen umfassend darzulegen und belastbar nachzuweisen. Der Arbeitgeber hat aufgrund dieser Erkl&auml;rungen und Belege des Arbeitnehmers den Lohnsteuerabzug durchzuf&uuml;hren, sofern der Arbeitnehmer nicht erkennbar unrichtige Angaben macht. Ermittlungspflichten des Arbeitgebers ergeben sich hierdurch nicht. Die Erkl&auml;rungen und Belege des Arbeitnehmers hat der Arbeitgeber im Original zum Lohnkonto zu nehmen. Es ist aus Vereinfachungsgr&uuml;nden nicht zu beanstanden, wenn f&uuml;r den Lohnsteuerabzug zun&auml;chst vorl&auml;ufig fahrzeugbezogen die Erkl&auml;rung des Vorjahres zugrunde gelegt wird. R 8.1 Absatz 9 Nummer 3 Satz 2 und 3 LStR ist sinngem&auml;&szlig; anzuwenden. Macht der Arbeitnehmer im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung individuelle Kraftfahrzeugkosten vorteilsmindernd geltend, muss er die Nutzungsvereinbarung vorlegen und fahrzeugbezogen darlegen, wie der Arbeitgeber den Nutzungswert ermittelt und versteuert hat (z.B. Gehaltsabrechnung, die die Ermittlung und Besteuerung des Nutzungswerts erkennen l&auml;sst, Bescheinigung des Arbeitgebers) sowie schriftlich die H&ouml;he der von ihm selbst getragenen individuellen Kraftfahrzeugkosten und die Gesamtfahrleistung des Kraftfahrzeugs im Kalenderjahr umfassend darlegen und belastbar nachweisen. Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Anschaffungskosten eines ihm auch zur privaten Nutzung &uuml;berlassenen betrieblichen Kraftfahrzeugs k&ouml;nnen nicht nur im Zahlungsjahr, sondern auch in den darauf folgenden Kalenderjahren auf den privaten Nutzungswert f&uuml;r das jeweilige Kraftfahrzeug bis auf 0 Euro angerechnet werden (vgl. R 8.1 Absatz 9 Nummer 4 Satz 2 und 3 LStR). Bei Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu Leasingsonderzahlungen ist entsprechend zu verfahren. Beispiel Der Arbeitnehmer hat im Jahr 01 zu den Anschaffungskosten eines betrieblichen Kraftfahrzeugs einen Zuschuss i. H. v. 10.000 Euro geleistet. Der geldwerte Vorteil betr&auml;gt j&auml;hrlich 4.000 Euro. Ab Januar 03 wird ihm ein anderes betriebliches Kraftfahrzeug &uuml;berlassen. Der geldwerte Vorteil i. H. v. 4.000 Euro wird in den Jahren 01 und 02 um jeweils 4.000 Euro gemindert. Auf Grund der &Uuml;berlassung eines anderen betrieblichen Kraftfahrzeugs ab Januar 03 kann der verbleibende Zuzahlungsbetrag von 2.000 Euro nicht auf den geldwerten Vorteil dieses betrieblichen Kraftfahrzeugs angerechnet werden. Elektromobilit&auml;t Zur einkommen- und lohnsteuerlichen Behandlung der &Uuml;berlassung eines betrieblichen Elektro- und Hybridelektrofahrzeugs an Arbeitnehmer wird erg&auml;nzend auf folgende BMFSchreiben hingewiesen: - BMF-Schreiben vom 5. Juni 2014 (BStBl I Seite 835), erg&auml;nzt durch BMF-Schreiben vom 24. Januar 2018 (BStBl I Seite 272), - BMF-Schreiben vom 14. Dezember 2016 (BStBl I Seite 1446), erg&auml;nzt durch BMFSchreiben vom 26. Oktober 2017 (BStBl I Seite 1439)</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01510.pdf">Publikation zeigen</a></p>