<h1>Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge</h1> <h2>Die Pflichtvorsorge muss vor Aufnahme der T&auml;tigkeit und anschlie&szlig;end in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden veranlasst werden... Quelle BMAS</h2> <p>Arbeitsschutz. Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV). Ausschuss f&uuml;r Arbeitsmedizin (AfAMed). Was ist arbeitsmedizinische Vorsorge? Welche Arten arbeitsmedizinischer Vorsorge gibt es? Was ist Pflichtvorsorge? Was ist Angebotsvorsorge? Was ist Wunschvorsorge? Geh&ouml;ren zur arbeitsmedizinischen Vorsorge immer k&ouml;rperliche oder klinische Untersuchungen? Sind Eignungsuntersuchungen noch zul&auml;ssig? Geht es bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge nicht auch um Eignung? Warum sollen Eignungsuntersuchungen grunds&auml;tzlich getrennt von arbeitsmedizinischer Vorsorge durchgef&uuml;hrt werden? Macht die Trennung zwischen Eignungsuntersuchungen und arbeitsmedizinischer Vorsorge Doppeluntersuchungen erforderlich? Was k&ouml;nnen betriebliche Gr&uuml;nde sein, arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsuntersuchungen ausnahmsweise auf einen Termin zu legen? In welchem Verh&auml;ltnis stehen die sogenannten &#039;&#039;G-Untersuchungen&#039;&#039; nach den Grunds&auml;tzen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) zur arbeitsmedizinischen Vorsorge? Was ist eine &#039;&#039;Arbeitsmedizinische Regel (AMR)&#039;&#039; bzw. eine &#039;&#039;Arbeitsmedizinische Empfehlung (AME)&#039;&#039;? Sind Impfungen Bestandteil der arbeitsmedizinischen Vorsorge? Was gilt f&uuml;r T&auml;tigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen, die nicht ausdr&uuml;cklich im Anhang genannt werden? Was ist eine Vorsorgebescheinigung? Was ist eine augen&auml;rztliche Untersuchung bei T&auml;tigkeiten an Bildschirmger&auml;ten? Was passiert, wenn der Betriebsarzt aus der arbeitsmedizinischen Vorsorge Anhaltspunkte gewinnt, dass die Arbeitsschutzma&szlig;nahmen nicht ausreichen? Was muss der Arzt dem Arbeitgeber mitteilen, wenn aus seiner Sicht alle Arbeitsschutzma&szlig;nahmen ausgesch&ouml;pft sind? Wer tr&auml;gt die Kosten arbeitsmedizinischer Vorsorge? Was geh&ouml;rt in die Vorsorgekartei? Was hat arbeitsmedizinische Vorsorge mit der Gef&auml;hrdungsbeurteilung zu tun? Beschr&auml;nkt sich arbeitsmedizinische Vorsorge auf den Vorsorgeanlass? K&ouml;nnen mehrere Vorsorgeanl&auml;sse in einem Termin zusammengefasst werden? Gilt die Vorsorgebescheinigung auch gegen&uuml;ber einem neuen Arbeitgeber? Arbeitsmedizinische Vorsorge ist ein in der Arbeitsschutzrahmenrichtlinie der Europ&auml;ischen Union festgeschriebenes Recht der Besch&auml;ftigten. In Deutschland hat sie eine lange Tradition. Seit Ende 2008 ist die arbeitsmedizinische Vorsorge in der Verordnung zur arbeits medizinischen Vorsorge (ArbMedVV) geregelt. Diese richtet sich an Arbeitgeber und an &Auml;rzte. Ziel ist, arbeitsbedingte Erkrankungen fr&uuml;hzeitig zu erkennen und im besten Fall zu verh&uuml;ten. Dar&uuml;ber hinaus leistet arbeitsmedizinische Vorsorge einen Beitrag zum Erhalt der Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit und zur Fortentwicklung des betrieblichen Gesundheitsschutzes. Der Arbeitgeber muss einen Arbeitsmediziner bzw. eine Arbeitsmedizinerin oder einen Arzt bzw. eine &Auml;rztin mit der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin mit der Vorsorge beauftragen. Meist ist das der Betriebsarzt oder die Betriebs&auml;rztin (daher nachfolgend zusammenfassend als &#039;&#039;Betriebsarzt&#039;&#039; bezeichnet). Was die Beurteilung der Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Gesundheit angeht, sind Betriebs&auml;rzte die Experten. Bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge beurteilen sie diese Wechselwirkungen auf individueller Ebene, kl&auml;ren die Besch&auml;ftigten &uuml;ber pers&ouml;nliche Gesundheitsrisiken auf und beraten sie. Bedarf f&uuml;r eine arbeitsmedizinische Konsultation kann bei grunds&auml;tzlich allen T&auml;tigkeiten bestehen. Auch wenn Besch&auml;ftigte beispielsweise einen Zusammenhang zwischen Beschwerden, zum Beispiel einer psychischen St&ouml;rung, und ihrer Arbeit vermuten, ist der Betriebsarzt f&uuml;r sie eine wichtige Anlaufstelle. Arbeitsmedizinische Vorsorge stellt damit eine wertvolle Erg&auml;nzung der technischen und orga nisatorischen Arbeitsschutzma&szlig;nahmen dar, die sie aber nicht ersetzen darf. Vor Inkrafttreten der ArbMedVV 2008 fanden sich Vorschriften zur arbeitsmedizinischen Vorsorge in verschiedenen fachspezifischen Verordnungen (beispielsweise in der Gefahrstoffverordnung, Biostoffverordnung und Bildschirmarbeitsverordnung) und im Unfallverh&uuml;tungsrecht der Unfallversicherungstr&auml;ger. Die &Uuml;berf&uuml;hrung der Vorschriften in eine Verordnung und die einheitliche Regelung der Pflichten von Arbeitgebern und Betriebs&auml;rzten hat zu mehr Transparenz und Rechtsklarheit gef&uuml;hrt. Gleichwohl bestanden in der betrieblichen Praxis zum Teil noch Rechtsunsicherheiten, zum Beispiel zur Abgrenzung der Vorsorge von Eignungs- oder Tauglichkeitsuntersuchungen. Arbeitsmedizinische Vorsorge ist ein sensibler Bereich im Arbeitsschutz. Die Offenlegung des Gesundheitszustands und der Gesundheitsrisiken eines Menschen ist eine h&ouml;chstpers&ouml;nliche Angelegenheit, die einen gesch&uuml;tzten Raum ben&ouml;tigt. K&ouml;rperliche und klinische Untersuchungen ber&uuml;hren das Selbstbestimmungsrecht der Besch&auml;ftigten, das auch das Recht auf Nichtwissen umfasst. Bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge darf es deshalb keinen Untersuchungsautomatismus geben. Viele Betriebs&auml;rzte haben diese Aspekte in der Vergangenheit bereits ber&uuml;cksichtigt. Einigen war jedoch beispielsweise nicht bewusst, dass die Grunds&auml;tze f&uuml;r arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (sogenannte G-Grunds&auml;tze) nicht verbindlich sind</p> <p><a href="https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a453-arbeitsmedizinischen-vorsorge.pdf?__blob=publicationFile">Publikation zeigen</a></p>