<h1>Ausbildung oder Studium?</h1> <h2>Gebraucht werden sowohl engagierte Auszubildende als auch qualifizierte Akademiker. Beide Optionen bieten attraktive Entwicklungsm&ouml;glichkeiten... Quelle BMBF</h2> <p>Ausbildung oder Studium? Tipps und Informationen f&uuml;r Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;nger Duale Berufsausbildung Schulische Ausbildung Studium &Uuml;bergangszeit zwischen Schule, Ausbildung oder Studium Jungen Menschen stehen nach dem Ende der Schulzeit zahlreiche Wege offen. Unabh&auml;ngig davon, wof&uuml;r Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;nger sich heute entscheiden, die beruflichen Chancen sind so gut wie schon lange nicht mehr. Unsere Wirtschaft ist auf der Suche nach qualifizierten Nachwuchskr&auml;ften. Gebraucht werden sowohl engagierte Auszubildende als auch qualifizierte Akademikerinnen und Akademiker. Beide Optionen bieten attraktive Entwicklungsm&ouml;glichkeiten. An den deutschen Hochschulen stehen viele unterschiedliche Fachrichtungen zur Auswahl. Durch die Hochschulreformen ist es zudem einfacher geworden, eine Zeit lang im Ausland zu studieren. Aber auch die betrieblichen Ausbildungen haben eine Menge zu bieten. Eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung ist ein guter Start in eine sichere berufliche Zukunft. Damit sind der pers&ouml;nlichen Entwicklung nahezu keine Grenzen gesetzt: Es ist m&ouml;glich, eine Fortbildung zum Meister zu machen, ein eigenes Unternehmen zu gr&uuml;nden oder das Fachwissen an einer Hochschule zu vertiefen. Nur wer seine Begabungen entfalten kann, hat Spa&szlig; an der Arbeit und erbringt gute Leistungen. Daher ist es wichtig, dass alle den Weg einschlagen, der zu ihnen und ihren Talenten passt: Was kann ich besonders gut? Was macht mir Spa&szlig;? Arbeite ich gern am Computer? Oder liegt mir vor allem der direkte Kontakt zu Menschen? Bin ich gerne an der frischen Luft oder arbeite ich lieber im B&uuml;ro? Auf diese Fragen sollten junge Menschen Antworten finden. Au&szlig;erdem lohnt es, sich mithilfe umfassender Informationen zu orientieren: Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler sollten wissen, was sich hinter den einzelnen Berufsbezeichnungen verbirgt, wie der Arbeitsalltag in den verschiedenen T&auml;tigkeitsfeldern aussieht und welche Aufgaben dort auf sie warten. Um bei der Beantwortung dieser Fragen zu helfen, fasst diese Brosch&uuml;re die wichtigsten Fakten rund um die Themen Ausbildung und Studium zusammen. Allen jungen Frauen und M&auml;nnern, die vor der Entscheidung f&uuml;r einen Berufsweg stehen, w&uuml;nsche ich daf&uuml;r viel Erfolg. Was f&uuml;r ein aufregendes Gef&uuml;hl, mit dem Abschlusszeugnis in der Tasche endlich durchzustarten! Jetzt kann ich f&uuml;r mich Entscheidungen treffen und meine berufliche Zukunft selbst gestalten, um - fr&uuml;her oder sp&auml;ter - ganz auf eigenen F&uuml;&szlig;en zu stehen. Aber wo fange ich an und wo will ich hin? Wie kann ich meine F&auml;higkeiten und Talente am besten nutzen? Bin ich eher der praktische Typ oder vertiefe ich mich lieber in Theorien und Texte? M&ouml;chte ich m&ouml;glichst bald mein eigenes Geld verdienen? Kann ich mir ein Studium &uuml;berhaupt finanziell leisten? Und wer unterst&uuml;tzt mich bei der Suche nach dem Traumberuf? Diese und viele weitere Fragen stellen sich jedes Jahr Hunderttausende Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;nger. Ihnen bieten sich in Deutschland viele Perspektiven. Zwischen all den M&ouml;glichkeiten die passende zu finden ist eine Herausforderung, aber auch eine riesige Chance. Wer den Weg der beruflichen Ausbildung geht, kann aus einer Vielzahl anerkannter betrieblicher Ausbildungsberufe seinen pers&ouml;nlichen Traumberuf herauspicken - von Augenoptik &uuml;ber Pflanzentechnologie bis zur Zahntechnik ist alles dabei. Daneben gibt es zahlreiche weitere Ausbildungsberufe, die an Berufsfachschulen gelehrt werden. Dort sind zum Beispiel all diejenigen an der richtigen Adresse, die gern einen Beruf im Sozialoder Gesundheitsbereich erlernen wollen. Die mehr als 400 Hochschulen in Deutschland bieten angehenden Studentinnen und Studenten ebenfalls ein vielf&auml;ltiges Angebot an Studieng&auml;ngen. Je nach Fach und gew&uuml;nschtem Praxisbezug k&ouml;nnen Nachwuchsakademiker au&szlig;erdem entscheiden, ob sie ihr Studium an einer Universit&auml;t, Fachhochschule oder einer dualen Hochschule aufnehmen wollen. Auch nach dem Abschluss einer Berufsausbildung oder eines Studiums gibt es in Sachen Weiterbildung viele M&ouml;glichkeiten. Ob in Aufstiegsfortbildungen zur Meisterin, zum Fachwirt oder Erzieher, bei Praxisjahren im Ausland oder in berufsbegleitenden Studieng&auml;ngen - lebenslanges Lernen er&ouml;ffnet immer wieder neue Berufs und Karrierechancen. Wie geht es also nach dem Schulabschluss weiter? Welche Wege f&uuml;hren zum gew&uuml;nschten Beruf? Wer hilft bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz? Was gilt es bei der Einschreibung an einer Uni zu beachten? Und was kommt nach Ausbildung oder Studium? Bei der Suche nach Antworten auf diese und andere Fragen hilft die vorliegende Brosch&uuml;re weiter. Sie gibt einen ersten &Uuml;berblick &uuml;ber die zahlreichen M&ouml;glichkeiten, die jungen Menschen offenstehen. Gut informiert f&auml;llt der n&auml;chste Schritt in die Zukunft leichter. Der Schulabschluss ist geschafft, und der Start ins Berufsleben kann beginnen: Wer sich jetzt f&uuml;r eine betriebliche Ausbildung entscheidet, trifft eine gute Wahl. Die Kombination aus praktischer Ausbildung im Betrieb und fachbegleitendem Lernen in der Berufsschule - auch duale Ausbildung genannt - schafft eine hervorragende Grundlage f&uuml;r ein erfolgreiches Berufsleben. Schulabg&auml;ngerinnen und abg&auml;nger haben unabh&auml;ngig von ihrem Abschluss hierzulande die Wahl zwischen circa 330 staatlich anerkannten Ausbildungsberufen. Eine betriebliche Ausbildung ist in ganz unterschiedlichen Bereichen m&ouml;glich: im Handwerk oder in der Industrie, im Handel, in der Landwirtschaft oder im &ouml;ffentlichen Dienst, in Arztpraxen oder Apotheken, bei Rechtsanw&auml;lten oder Steuerberatern. Egal wie die Wahl ausf&auml;llt - wer eine betriebliche Ausbildung erfolgreich absolviert, ist hinterher gut ger&uuml;stet f&uuml;r den weiteren Berufsweg in der gew&auml;hlten Branche. Ein Ausbildungsberuf gilt dann als staatlich anerkannt, wenn die zust&auml;ndigen Bundesministerien daf&uuml;r eine Ausbildungsordnung erlassen haben. Eine solche Ordnung beschreibt den jeweiligen Ausbildungsberuf und legt die Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten, die w&auml;hrend der Ausbildung erworben werden sollen, verbindlich und einheitlich f&uuml;r ganz Deutschland fest. Gesetzliche Grundlagen f&uuml;r die Berufsausbildung sind zum Beispiel das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO). Das deutsche System der dualen Ausbildung gilt durch die Kombination aus Theorie und Praxis weltweit als vorbildlich. In der Regel verbringen Auszubildende - kurz Azubis genannt - zwei Tage in der Woche in einer Berufsschule. Alternativ kann der berufsschulische Teil der Ausbildung auch in Unterrichtsbl&ouml;cken von mehreren Wochen stattfinden. Die &uuml;berwiegende Zeit arbeiten Azubis im Ausbildungsbetrieb, um dort die praktischen Kenntnisse zu erwerben, die notwendig sind, um die T&auml;tigkeit auszu&uuml;ben. Wenn der Besuch der Berufsschule w&auml;hrend einer dualen Ausbildung verpflichtend ist, muss der Arbeitgeber die Azubis f&uuml;r diese Zeit freistellen. Diese Pflicht besteht bspw. in einigen Bundesl&auml;ndern nicht, wenn die Ausbildung nach Vollj&auml;hrigkeit aufgenommen wird. Auf dem Stundenplan stehen sowohl fachtheoretische als auch praxisbezogene Unterrichtseinheiten. Dar&uuml;ber hinaus werden die Azubis in allgemeinbildenden F&auml;chern - zum Beispiel Deutsch, Geschichte oder Englisch - unterrichtet. Aber wie findet man den passenden Ausbildungsberuf? Wie lange dauert eine Ausbildung und was kann man sp&auml;ter damit anfangen? Welcher Beruf passt zu mir? Gut beraten in die Zukunft Sich f&uuml;r eine der vielen m&ouml;glichen dualen Berufsausbildungen zu entscheiden ist gar nicht so einfach. Deshalb ist es wichtig, sich Zeit f&uuml;r diese Entscheidung zu nehmen - und sich zun&auml;chst einmal &uuml;ber die eigenen W&uuml;nsche, Vorstellungen und F&auml;higkeiten klar zu werden: Was passt zu mir? Wo liegen meine St&auml;rken und wie kann ich sie sinnvoll einsetzen? Was sind meine Talente? Was liegt mir eher nicht? Schon in der Schulzeit haben viele Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler erste Ideen zu einem m&ouml;glichen Beruf entwickelt und Informationen &uuml;ber verschiedene Berufsbilder erhalten. Erste Erfahrungen haben die meisten Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;nger bereits w&auml;hrend des Pflichtpraktikums im Rahmen der Berufsorientierung gesammelt. Aber wer sich trotzdem noch unsicher ist, wohin die Reise gehen soll, sollte sich sorgsam mit diesen Fragen besch&auml;ftigen und sich beraten lassen, zum Beispiel im Berufsbildungszentrum (BIZ) der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Die Berufsberaterinnen und berater vor Ort helfen bei der Suche nach der passenden Ausbildung. Auch ein Berufseignungstest kann neue Ideen f&uuml;r die Berufswahl geben. Die Agentur f&uuml;r Arbeit bietet mit dem BerufeUniversum auf dem Portal www.planetberuf.de einen solchen Test an. Berufseignungstest auf www.planet-beruf.de Das OnlinePortal www.planetberuf.de der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit l&auml;dt Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler ein, in das BerufeUniversum (www.portal.berufeuniversum.de) einzutauchen. Auf dieser virtuellen Reise durch die Weiten der Berufswelt k&ouml;nnen sie ihre pers&ouml;nlichen Interessen und St&auml;rken und dazu passende Berufsbilder entdecken. Au&szlig;erdem bietet das Portal Tipps zur Bewerbung, konkrete Einblicke in verschiedene Berufsfelder, Unterst&uuml;tzung bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz und vieles mehr. Praktische Entscheidungshilfen Bereits in der Schulzeit schnuppern Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler w&auml;hrend eines Pflichtpraktikums in einen bestimmten Beruf hinein. Einige haben dar&uuml;ber hinaus freiwillige Praktika in den Ferien absolviert oder bei Eltern, Verwandten oder Freunden einen direkten Einblick in den Berufsalltag erhalten. Wer sich trotz erster praktischer Erfahrungen unsicher ist, welches Berufsfeld das richtige ist, kann auch nach dem Schulabschluss noch ein Praktikum absolvieren. Wenn es nicht gleich auf Anhieb mit einem Ausbildungsplatz im gew&uuml;nschten Beruf geklappt hat, kann man Wartezeiten ebenfalls gut mit einem Praktikum &uuml;berbr&uuml;cken. Damit man anschlie&szlig;end auch einen Nachweis &uuml;ber die erworbenen Erfahrungen hat, sollte man sich vom Unternehmen eine Bescheinigung oder ein Zeugnis ausstellen lassen. Praktika dienen nicht nur der Orientierung, man lernt dabei bereits Betriebsabl&auml;ufe und erste Arbeitstechniken kennen und trainiert den Umgang mit Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten. Und: Praktikantinnen und Praktikanten kn&uuml;pfen auf diese Weise Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern. Eine interessante Option bietet auch ein Praktikum im Ausland. Ein Aufenthalt in einem anderen Land ist immer eine besondere Erfahrung. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen Fremdsprachenkenntnisse je nach Branche die beruflichen Chancen verbessern. Praktikantenstellen aller Art findet man zum Beispiel in der OnlineJobb&ouml;rse der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (http://jobboerse.arbeitsagentur.de). Unternehmen listen h&auml;ufig auf ihrer Website aktuelle Angebote auf. Andernfalls lohnt sich eine telefonische Nachfrage. Gute Ausbildung - so gelingt der Start in die Zukunft Ist die Entscheidung f&uuml;r eine geeignete Ausbildung gefallen, gilt es im n&auml;chsten Schritt, den passenden Ausbildungsplatz zu finden. Aber wie gelingt das? Wo und wie bewirbt man sich am besten? Nicht immer klappt es gleich beim ersten Anlauf. Bei der Ausbildungsplatzsuche sind Geduld und Durchhalteverm&ouml;gen gefragt. Aber wer einige grundlegende Tipps befolgt und sich an den richtigen Stellen Rat und Unterst&uuml;tzung holt, hat gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Den Blick &uuml;ber den Tellerrand wagen Gute Fachkr&auml;fte sind gefragt: Viele Unternehmen werben aktiv um den Nachwuchs und bieten ihren potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Extras wie Auslandsaufenthalte, Zusatzqualifikationen und die unbefristete &Uuml;bernahme nach der Ausbildung an. Trotzdem ist es wichtig, dass Bewerberinnen und Bewerber - je nach Berufs und Branchenwahl - bestimmte Kriterien erf&uuml;llen und gute schulische Leistungen vorweisen. Schlie&szlig;lich ist die Konkurrenz in einigen Unternehmen sehr gro&szlig;: Manchmal kommen Hunderte Bewerberinnen und Bewerber auf wenige Ausbildungspl&auml;tze. Deshalb sollte man sich bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle nicht zu stark festlegen: Muss es unbedingt dieses eine Unternehmen sein - oder kann ich mir vorstellen, den gew&uuml;nschten Beruf in einem anderen Betrieb oder auch in einer anderen Region zu erlernen? Kommt f&uuml;r mich wirklich nur eine bestimmte Ausbildung infrage - oder passen auch andere Berufe zu mir? Es lohnt sich, nach Alternativen zu suchen und Umwege zu gehen. Dabei &ouml;ffnen sich oft ganz &uuml;berraschend neue T&uuml;ren. Au&szlig;erdem stehen Ausbildungsplatzsuchende nicht allein da: Die Berufsberatung der Agentur f&uuml;r Arbeit und die zust&auml;ndigen Kammern unterst&uuml;tzen bei der Suche und vermitteln Adressen von betrieblichen Ausbildungsstellen in der Region und dar&uuml;ber hinaus. Voraussetzungen f&uuml;r die betriebliche Ausbildung F&uuml;r den Start in eine duale Berufsausbildung gibt es keine gesetzlich vorgegebenen Voraussetzungen. Welche Art von Schulabschluss ein zuk&uuml;nftiger Auszubildender vorweisen muss, entscheiden die Unternehmen selbst. Bewerberinnen und Bewerber mit guten Zeugnissen haben, unabh&auml;ngig von der Art des Abschlusses, in der Regel bessere Chancen, einen Ausbildungsplatz in ihrem Wunschberuf zu finden. Richtig bewerben Das Thema Bewerbung spielte bereits im Schulunterricht eine wichtige Rolle. Nun gilt es, das gelernte Wissen praktisch anzuwenden - und zwar so, dass die Bewerbung den gew&uuml;nschten Arbeitgeber &uuml;berzeugt. Oft entscheidet dabei der erste Eindruck, ob ein Unternehmen die Bewerberin oder den Bewerber in die engere Wahl nimmt. Daher sollte die Bewerbungsmappe sorgf&auml;ltig erstellt werden - und zwar nach dem Motto: auffallen, aber bitte positiv. Zu einer klassischen Bewerbung geh&ouml;ren neben einem &uuml;bersichtlichen Lebenslauf und aktuellen Zeugnissen auch ein gutes Foto und ein &uuml;berzeugendes Anschreiben. Das Anschreiben ist der wichtigste Bestandteil einer Bewerbung, denn darin k&ouml;nnen Bewerberinnen und Bewerber erl&auml;utern, warum gerade sie die richtige Besetzung f&uuml;r den angebotenen Ausbildungsplatz sind. Sowohl beim Anschreiben als auch beim Lebenslauf m&uuml;ssen bestimmte Standards beachtet werden. Hilfreiche Tipps zur Erstellung der Bewerbungsmappe bietet zum Beispiel das OnlinePortal der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit www.planetberuf.de an. Bewerbungstraining auf www.planet-beruf.de Im Bewerbungstraining auf www.planetberuf.de, dem Ausbildungsportal der Agentur f&uuml;r Arbeit, gibt es zahlreiche Informationen und praktische Tipps f&uuml;r Bewerbung und Vorstellungsgespr&auml;ch. Besucherinnen und Besucher des Portals k&ouml;nnen sich online ihre pers&ouml;nliche Bewerbungsmappe zusammenstellen. Die Ausbildung - aller Anfang ist gar nicht so schwer Alle H&uuml;rden auf dem Weg zum gew&uuml;nschten Ausbildungsplatz sind erfolgreich gemeistert? Dann geht es jetzt richtig los. Aber was genau passiert w&auml;hrend der Ausbildung, wie lange dauert sie und welche Pr&uuml;fungen kommen auf die zuk&uuml;nftigen Fachkr&auml;fte zu? Alles gut geregelt Bevor die betriebliche Ausbildung beginnt, schlie&szlig;en Auszubildende und Ausbildungsbetrieb einen Vertrag ab. Darin ist festgehalten, wann genau die Ausbildung beginnt und wie lange sie dauert, welche Verg&uuml;tung die oder der Auszubildende erh&auml;lt - und welche Rechte und Pflichten beide Seiten haben. Der Ausbildungsbetrieb ist zum Beispiel verpflichtet, Ausbildungsmittel kostenlos zur Verf&uuml;gung zu stellen. Azubis verpflichten sich ihrerseits unter anderem dazu, am Berufsschulunterricht und an Pr&uuml;fungen teilzunehmen. Gut ger&uuml;stet f&uuml;rs Vorstellungsgespr&auml;ch Die Bewerbung ist abgeschickt, und die Einladung zum Vorstellungsgespr&auml;ch landet im Briefkasten. Das ist ein Grund zur Freude, nicht um nerv&ouml;s zu werden! Mit der richtigen Vorbereitung l&auml;sst sich das JobInterview erfolgreich meistern. Dabei ist es meist besser, nat&uuml;rlich zu wirken, statt auswendig gelernte Antworten vorzutragen. Hilfreich ist vor allem, sich vorher &uuml;ber das Unternehmen zu informieren - aber auch sich die eigenen St&auml;rken und Schw&auml;chen sowie die Motivation f&uuml;r den Ausbildungsberuf bewusst zu machen. Die Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten, die w&auml;hrend der Ausbildung vermittelt werden sollen, sind in der Ausbildungsordnung f&uuml;r jeden staatlich anerkannten Ausbildungsberuf klar festgelegt. Ausbildende sollten ihren Azubis die entsprechende Ausbildungsordnung kostenlos zur Verf&uuml;gung stellen. In der Ausbildungsordnung ist auch die Dauer der Ausbildung geregelt. Je nach Beruf liegt diese zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die regul&auml;re Dauer der Ausbildung kann aber aus verschiedenen Gr&uuml;nden verk&uuml;rzt werden - zum Beispiel, wenn ein Azubi besonders gute Leistungen erbringt oder schon &uuml;ber Vorbildung in dem gew&auml;hlten Ausbildungsberuf verf&uuml;gt. Wer sich ganz genau &uuml;ber die Rechte und Pflichten w&auml;hrend der Berufsausbildung informieren m&ouml;chte, kann sich unter www.bmbf.de die Brosch&uuml;re Ausbildung und Beruf des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung kostenlos herunterladen oder bestellen. Am Ende der dualen Berufsausbildung steht die Abschlusspr&uuml;fung - im Handwerk Gesellenpr&uuml;fung genannt. Dort zeigen die Auszubildenden vor einem Pr&uuml;fungsausschuss der entsprechenden Kammer, was sie gelernt haben - und dass sie in der Lage sind, ihren Beruf eigenverantwortlich auszu&uuml;ben. Im Pr&uuml;fungsausschuss sind Vertreter von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Lehrkr&auml;ften an beruflichen Schulen. Die Inhalte der Pr&uuml;fung f&uuml;r die einzelnen Ausbildungsberufe sind durch die Ausbildungsordnung festgelegt und entsprechend bundesweit einheitlich. Bei der Abschlusspr&uuml;fung gibt es zwei Varianten: In einigen Ausbildungsberufen legen Azubis nach etwa der H&auml;lfte ihrer Ausbildungszeit zun&auml;chst eine Zwischenpr&uuml;fung und am Ende die Abschlusspr&uuml;fung ab. Die Bewertung der Zwischenpr&uuml;fung gibt Auskunft &uuml;ber den aktuellen Wissensstand des Pr&uuml;flings, sie geht aber nicht in die Abschlussnote ein. Das Ablegen der Zwischenpr&uuml;fung ist jedoch Voraussetzung, um an der Abschlusspr&uuml;fung teilzunehmen. Seit 2005 besteht dar&uuml;ber hinaus die M&ouml;glichkeit, die Abschlusspr&uuml;fung in zwei Teilen durchzuf&uuml;hren. Diese Variante wird als gestreckte Abschlusspr&uuml;fung bezeichnet. Der erste Teil der gestreckten Abschlusspr&uuml;fung findet anstelle von einer Zwischenpr&uuml;fung statt, und die Pr&uuml;fungsergebnisse z&auml;hlen in diesem Fall bereits f&uuml;r die Abschlussnote. Schon w&auml;hrend ihrer Ausbildung haben Azubis die Chance, ihre Karriereaussichten zu verbessern, indem sie sich weiterbilden. &Uuml;ber sogenannte Zusatzqualifikationen k&ouml;nnen sie sich Spezialwissen aneignen, das &uuml;ber die regul&auml;ren Ausbildungsinhalte hinausgeht. Beispiele daf&uuml;r sind Fremdsprachen oder spezifische Computerkenntnisse, aber auch der Erwerb des Fachabiturs. Lehrlinge im Handwerk haben die M&ouml;glichkeit, auf diese Weise einen Teil der Aufstiegsfortbildung zum Meister zu absolvieren. Angeboten wird der Erwerb von Zusatzqualifikationen von Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen, aber auch von Industrie und Handelskammern, Handwerkskammern sowie sonstigen Bildungsdienstleistern. Bei einigen Ausbildungen, zum Beispiel zur Tourismuskauffrau oder zum Tourismuskaufmann, ist der Erwerb bestimmter Zusatzqualifikationen in der Ausbildungsordnung verankert. www.ausbildungplus.de &Uuml;ber das Portal - ein Angebot des Bundesinstitutes f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) - k&ouml;nnen Azubis nach Angeboten f&uuml;r passende Zusatzqualifikationen in ihrer N&auml;he suchen. Ausbildung geschafft - und was kommt dann? Wer die Abschlusspr&uuml;fung erfolgreich besteht, dem stehen viele Wege offen. Denn eine abgeschlossene betriebliche Ausbildung ist das ideale Sprungbrett f&uuml;r die berufliche Karriere. Wer sich zum Beispiel nach der Schule f&uuml;r einen zweij&auml;hrigen Ausbildungsberuf entschieden hat, kann in vielen F&auml;llen seine Ausbildung in einem verwandten drei oder dreieinhalbj&auml;hrigen Beruf fortsetzen. Dabei wird die erste Ausbildungszeit angerechnet. Zum Beispiel kann eine ausgebildete Verk&auml;uferin oder ein ausgebildeter Verk&auml;ufer im Anschluss eine verk&uuml;rzte Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Einzelhandel absolvieren. Azubis, die von ihrem Ausbildungsbetrieb &uuml;bernommen werden oder in einem anderen Unternehmen durchstarten, sollten die verschiedenen M&ouml;glichkeiten der beruflichen Weiterbildung nutzen. Ob Aufstiegsfortbildung zur Meisterin/zum Meister oder zur Fachwirtin/zum Fachwirt - berufliche Weiterbildung erm&ouml;glicht auf vielen Wegen den Zugang zu verantwortungsvollen Positionen und besseren Verdienstm&ouml;glichkeiten oder den Sprung in die Selbstst&auml;ndigkeit. Die Arbeitswelt entwickelt sich aufgrund aktueller technischer, organisatorischer und gesellschaftlicher Entwicklungen st&auml;ndig weiter. Um damit Schritt halten zu k&ouml;nnen, ist es wichtig, sich kontinuierlich weiterzubilden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen sich die eigenen Interessen &auml;ndern. Auch dann er&ouml;ffnet die berufliche Weiterbildung neue Perspektiven. Die Kosten f&uuml;r eine Weiterbildung &uuml;bernimmt in vielen F&auml;llen der Arbeitgeber. Dar&uuml;ber hinaus unterst&uuml;tzen viele F&ouml;rderprogramme des Bundes die berufliche Weiterentwicklung. Ratgeber berufliche Weiterbildung Ausf&uuml;hrliche Informationen rund um das Thema berufliche Weiterbildung bietet der Ratgeber Ausbildung, Job - und dann? des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung. Das Dokument steht unter www.bmbf.de zum Download bereit. Leidenschaft f&uuml;r schicke Maschinen: Technische Produktdesignerin Hanna Hattwig Hanna ist fast 18 und hat im Sp&auml;tsommer in einem Unternehmen nahe Regensburg eine Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin angefangen. Eigentlich wollte ich Goldschmiedin werden, erz&auml;hlt sie, aber dann habe ich ein Praktikum gemacht und hatte so viel Spa&szlig; am technischen Zeichnen und an der Arbeit mit entsprechenden Computerprogrammen, dass ich meinen Berufswunsch kurzerhand ge&auml;ndert habe. Technische Produktdesigner sorgen daf&uuml;r, dass Rasenm&auml;her, Bagger oder - wie in Hannas Fall - Maschinen zum Bef&uuml;llen von Flaschen gut aussehen. Schlie&szlig;lich z&auml;hlen auch hier nicht allein die inneren Werte. In den ersten Monaten der Ausbildung lernen die Azubis vor allem den Umgang mit dem Zeichenprogramm, machen &Uuml;bungsaufgaben und &uuml;bernehmen bereits kleinere Auftr&auml;ge aus der Werkstatt. An ein bis zwei Tagen pro Woche sind sie in der Berufsschule. Meine Lieblingsf&auml;cher sind Konstruktion und Planung, sagt Hanna, denn da kann ich meine Kenntnisse im technischen Zeichnen ausbauen. Die Aufteilung zwischen Betrieb und Berufsschule findet sie gut. Wenn ich in der Schule was nicht verstanden habe, kann ich mir das im Betrieb noch mal praktisch zeigen und erkl&auml;ren lassen. Der n&auml;chste Schritt nach der Ausbildung steht f&uuml;r die junge Frau bereits fest: Ich werde direkt im Anschluss eine Weiterbildung zur Technikerin machen. Was danach kommt? Auf alle F&auml;lle etwas Spannendes! Internationale Luftverkehrsassistentin oder Grafikdesigner - das sind nur zwei Beispiele f&uuml;r die vielf&auml;ltigen Ausbildungsabschl&uuml;sse, die an den mehr als 2.500 Berufsfachschulen in Deutschland angeboten werden. Auch wer keinen Ausbildungsplatz im Betrieb gefunden hat, kann unter Umst&auml;nden diesen anerkannten Ausbildungsberuf auf einer Berufsfachschule erlernen. Denn diese bilden auch in Berufen aus, die im Rahmen einer dualen Ausbildung angeboten werden. In der Berufsfachschule findet die Ausbildung in der Regel im Vollzeitunterricht statt. Es ist aber auch m&ouml;glich, sich in Teilzeit ausbilden zu lassen. Praktische Kenntnisse und F&auml;higkeiten erwerben Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler im Rahmen zahlreicher Betriebspraktika. Nach der Schule ist vor der Schule Eine ganze Reihe von Berufen kann man ausschlie&szlig;lich auf einer Berufsfachschule erlernen - das betrifft vor allem T&auml;tigkeiten in der Gesundheitsbranche, im Sozialwesen, im gestalterischk&uuml;nstlerischen Bereich oder in den Informationstechnologien. Zu den bekanntesten und beliebtesten schulischen Ausbildungen oder Berufen z&auml;hlen: im Gesundheitswesen: Alten und Krankenpflege, Logop&auml;die, Ergotherapie und Heilerziehungspflege, im sozialen Bereich: die Berufe Erzieher/in oder Assistent/in im Gesundheits und Sozialwesen, bei den gestalterischk&uuml;nstlerischen Berufen: die Bereiche Grafik, Kommunikations, Textil oder Fotodesign, im ITWesen: Informatiker, informationstechnischer Assistent oder Mathematischtechnische Assistentin sowie Dolmetscher/in und Fremdsprachenkorrespondent/in. Angebote von Berufsfachschulen Ablauf und Dauer der Ausbildung Ob der eigene Traumberuf auch an einer Schule gelehrt wird, sollte man am besten mit den Expertinnen und Experten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit kl&auml;ren. Auch das OnlinePortal der Agentur f&uuml;r Arbeit www.kursnet.arbeitsagentur.de hilft bei der Suche nach einer schulischen Ausbildung weiter. Wie lange eine schulische Ausbildung dauert, h&auml;ngt vom gew&auml;hlten Berufsfeld ab. Manche Ausbildungsg&auml;nge dauern nur zw&ouml;lf Monate. In dieser Zeit erwerben Absolventinnen und Absolventen eine berufliche Grundbildung und haben zeitgleich die M&ouml;glichkeit, einen h&ouml;heren Schulabschluss zu erlangen. Bis zu einem vollwertigen anerkannten Berufsabschluss dr&uuml;ckt man aber - je nach Ausbildung - zwei bis drei Jahre die Schulbank. Wird die Ausbildung in Teilzeit absolviert, dauert es entsprechend l&auml;nger. In Deutschland gibt es sowohl staatliche als auch private Berufsfachschulen. W&auml;hrend der Besuch einer staatlichen Schule in der Regel kostenfrei ist, werden an privaten Schulen monatliche Geb&uuml;hren erhoben. Wie hoch das Schulgeld ist, legen die Anbieter selbst fest. Wer eine Ausbildung an einer privaten Lehranstalt anstrebt, sollte sich vorher gr&uuml;ndlich &uuml;ber die Kosten informieren. Wichtig ist auch zu pr&uuml;fen, ob der angebotene Berufsabschluss staatlich anerkannt ist. Der Gro&szlig;teil der Berufsfachschulen erwartet von den Bewerberinnen und Bewerbern einen Real oder mittleren Schulabschluss. In manchen F&auml;llen gen&uuml;gt auch der Hauptschulabschluss oder die (erweiterte) Berufsbildungsreife, die in einigen Bundesl&auml;ndern den Hauptschulabschluss abgel&ouml;st hat. Welcher Abschluss verlangt wird, h&auml;ngt von der gew&auml;hlten Ausbildung ab. Informationen dazu gibt es bei der jeweiligen Schule. Bewerben - richtig und rechtzeitig Auch f&uuml;r die schulische Ausbildung muss man sich bewerben. In die Bewerbungsunterlagen geh&ouml;ren neben dem Anschreiben das aktuellste Zeugnis, ein Lebenslauf sowie ein Foto. Je nach Ausbildungsberuf muss manchmal auch ein bereits absolviertes Praktikum nachgewiesen oder Arbeitsproben eingereicht werden. Informationen &uuml;ber die genauen Anforderungen sowie Bewerbungsfristen holt man am besten direkt bei den Schulen ein. Neben dem Lernen in der Schule wird auch der Praxisbezug gro&szlig;geschrieben: W&auml;hrend mehrerer Praktika haben die Berufsfachsch&uuml;lerinnen und sch&uuml;ler die Chance, theoretisch Gelerntes ganz praktisch anzuwenden. Sie sind dadurch am Ende ihrer Ausbildung genauso gut auf das Berufsleben vorbereitet wie die Auszubildenden in den Betrieben. Anders als bei einer betrieblichen Ausbildung erhalten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler an Berufsfachschulen in der Regel keine Ausbildungsverg&uuml;tung. Ausnahmen bilden einige Gesundheitsberufe: Angehende Gesundheits und Krankenpflegekr&auml;fte erhalten zum Beispiel ein monatliches Entgelt. An den &ouml;ffentlichen Berufsfachschulen erwerben Absolventinnen und Absolventen einen staatlich anerkannten Berufsabschluss. Die Ausbildungsg&auml;nge an den Schulen unterliegen den Regelungen des jeweiligen Bundeslandes. Deshalb ist es ratsam, sich vorher genau dar&uuml;ber zu informieren, wo und von wem diese Abschlusszeugnisse anerkannt werden. Das betrifft auch die Abschl&uuml;sse an den privaten Schulen. Auskunft dar&uuml;ber gibt das Kultusministerium des entsprechenden Bundeslandes. W&auml;hrend des Schulbesuchs fallen Lebenshaltungskosten an, und in bestimmten F&auml;llen sind auch Kosten f&uuml;r eine ausw&auml;rtige Unterkunft unvermeidlich - zum Beispiel, wenn die Schule von der elterlichen Wohnung aus nicht erreichbar ist. Wenn die Eltern oder die Auszubildenden das nicht finanzieren k&ouml;nnen, hilft der Staat weiter: Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler in Vollzeitausbildung k&ouml;nnen BAf&ouml;G beantragen. Auskunft gibt das zust&auml;ndige Amt f&uuml;r Ausbildungsf&ouml;rderung. Alle Informationen auf einem Blick gibt es unter www. baf&ouml;g.de. Eine weitere Finanzierungsm&ouml;glichkeit ist der Bildungskredit des Bundes. Diesen zeitlich befristeten zinsg&uuml;nstigen Kredit k&ouml;nnen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler in einer schulischen Berufsausbildung beantragen, die in ihrer Ausbildung schon weiter fortgeschritten sind. Die Geldleistungen sind nicht einkommensabh&auml;ngig und k&ouml;nnen zus&auml;tzlich zum BAf&ouml;G in Anspruch genommen werden. Mehr &uuml;ber den Bildungskredit erf&auml;hrt man unter www.bildungskredit.de sowie unter www.baf&ouml;g.de (Stichwort Weitere F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten). Weiterbildungsm&ouml;glichkeiten Unabh&auml;ngig davon, welchen Beruf man auf der Berufsfachschule gelernt hat, gibt es f&uuml;r alle Bereiche vielf&auml;ltige Optionen f&uuml;r eine Weiterbildung. Erzieherinnen und Erzieher k&ouml;nnen sich auf bestimmte Bereiche spezialisieren, wie beispielsweise Musikp&auml;dagogik, Erziehungsberatung oder Jugendarbeit. Krankenpflegekr&auml;ften steht ebenfalls der Weg in der beruflichen Weiterbildung offen, und auch die anderen Berufsbilder bieten eine F&uuml;lle von Entwicklungsm&ouml;glichkeiten. Portale zum Thema Weiterbildung Umfassende Informationen zum Thema Weiterbildung gibt es bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit unter www.kursnet.arbeitsagentur.de sowie auf dem OnlinePortal des Bundesinstitutes f&uuml;r berufliche Bildung www.bibb.de. Die Wissenschaft ist eine faszinierende Welt: An Hunderten Universit&auml;ten, Fachhochschulen und Forschungsinstituten in ganz Deutschland wird Tag f&uuml;r Tag get&uuml;ftelt, experimentiert und debattiert. Egal ob es dabei um die L&ouml;sung von Alltagsproblemen oder die gro&szlig;en Fragen der Zukunft geht - hier sind junge Menschen voller Wissbegier, angehende Entdecker und Querdenkerinnen genau richtig. Mit dem (Fach)Abitur in der Tasche steht Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern der Weg in die akademische Welt offen. Doch zun&auml;chst gilt es, aus der Vielzahl m&ouml;glicher Studieng&auml;nge einen passenden auszuw&auml;hlen. Keine leichte Aufgabe! Aber wer sich ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die verschiedenen Angebote informiert und diese www.studienwahl.de Das gemeinsame Portal von Bundesl&auml;ndern und Agentur f&uuml;r Arbeit bietet zahlreiche Infos zum Thema Studium. mit den eigenen St&auml;rken, W&uuml;nschen und Interessen abgleicht, wird sicher f&uuml;ndig werden. Ob in den Gesellschafts oder Sozialwissenschaften, in den Ingenieur, Natur oder Wirtschaftswissenschaften - Studierende erwerben nicht nur spezifisches Wissen, sie lernen auch, selbstst&auml;ndig und im Team zu arbeiten. Praxissemester, Kurzpraktika oder ein Job als studentische Hilfskraft geben au&szlig;erdem schon w&auml;hrend des Studiums Einblick in die Berufswelt. Studienplatz - gesucht, gefunden Vom Studienwunsch bis zur Immatrikulation - der offiziellen Einschreibung an der Hochschule - gibt es einiges zu beachten, wie zum Beispiel rechtzeitig alle notwendigen Unterlagen einzureichen. Um in bestimmten F&auml;chern einen Studienplatz zu ergattern, m&uuml;ssen neben dem Abitur noch weitere Voraussetzungen erf&uuml;llt sein. Zulassungsvoraussetzungen Viele Studieng&auml;nge sind zulassungsfrei. F&uuml;r diese F&auml;cher kann man sich direkt an der ausgew&auml;hlten Hochschule einschreiben. Achtung: Die Fristen f&uuml;r die Einschreibung unterscheiden sich je nach Hochschule und Studiengang. Am besten informiert man sich dar&uuml;ber fr&uuml;hzeitig auf den Internetseiten der Universit&auml;ten und Fachhochschulen. Andere Studieng&auml;nge sind hei&szlig; begehrt, dort gibt es regelm&auml;&szlig;ig mehr Interessenten als freie Pl&auml;tze. Wie gut die eigenen Chancen auf einen Studienplatz sind, h&auml;ngt vor allem vom Notendurchschnitt im Abitur ab, denn die Vergabe dieser Studienpl&auml;tze wird &uuml;ber den sogenannten Numerus clausus, kurz NC, geregelt. Der NC berechnet sich aus der Anzahl der vorhandenen Studienpl&auml;tze im Verh&auml;ltnis zur Zahl der Bewerberinnen und Bewerber - und zwar auf Grundlage der Abiturnote. Wer die besten Noten hat, erh&auml;lt zuerst einen der begehrten Pl&auml;tze, der Notendurchschnitt der als Letztes angenommenen Person definiert dann den NC. Wer nicht auf Anhieb einen Studienplatz im Wunschfach bekommt, erwirbt Wartesemester, die zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt bei einer erneuten Bewerbung mit in die Berechnung einflie&szlig;en. Wartesemester m&uuml;ssen keine verschenkte Zeit sein - man kann sie zum Beispiel f&uuml;r ein freiwilliges soziales oder &ouml;kologisches Jahr im In oder Ausland nutzen und dabei wichtige Erfahrungen sammeln. Studieng&auml;nge mit regionaler Zulassungsbeschr&auml;nkung Welche F&auml;cher zulassungsbeschr&auml;nkt sind und wie hoch der jeweilige Numerus clausus ist, &auml;ndert sich von Jahr zu Jahr. Es lohnt sich deshalb, mehrere Studienorte in die engere Wahl zu ziehen. Das erh&ouml;ht die Chance auf einen Platz, auch wenn der Abiturnotendurchschnitt nicht ganz so gut ist. In der Regel schickt man die Bewerbung direkt an die gew&uuml;nschte Hochschule. Sobald man die Zusage erh&auml;lt, kann man sich dort einschreiben. www.hochschulkompass.de Das OnlinePortal bietet Informationen rund ums Studieren: Bewerbung, Zulassungsverfahren, einen Interessentest und vieles mehr. Ein anderer Weg f&uuml;hrt &uuml;ber das Internetportal www.hochschulstart.de. Das Portal gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber freie Pl&auml;tze an Hochschulen. Mit dem Dialogorientierten Serviceverfahren, kurz DoSV, k&ouml;nnen Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;nger ihre Bewerbungsunterlagen hochladen und sich so gleich auf mehrere Studienpl&auml;tze an verschiedenen Hochschulen bewerben. Haben sie von einer Hochschule den Zuschlag erhalten und das damit verbundene Zulassungsangebot angenommen, verfallen die &uuml;brigen im DoSV abgegebenen Bewerbungen automatisch. Allerdings nehmen noch nicht alle Universit&auml;ten und Fachhochschulen an diesem Verfahren teil - es gilt also zu pr&uuml;fen, ob die gew&uuml;nschte Universit&auml;t oder Fachhochschule dort genannt ist. www.hochschulstart.de Die Bewerbungsplattform f&uuml;r regional und bundesweit zulassungsbeschr&auml;nkte Studieng&auml;nge ist ein Angebot der Stiftung f&uuml;r Hochschulzulassung. Bundesweit zulassungsbeschr&auml;nkte Studieng&auml;nge Einige F&auml;cher sind so beliebt, dass sie bundesweit zulassungsbeschr&auml;nkt sind. In diesen F&auml;llen werden die freien Pl&auml;tze zentral vergeben. Interessierte k&ouml;nnen sich f&uuml;r diese F&auml;cher nicht direkt an einer Hochschule, sondern nur &uuml;ber das Portal www.hochschulstart.de bewerben. Studieng&auml;nge mit Eignungsfeststellung Kunst, Musik oder Mode - f&uuml;r Studieng&auml;nge im kreativen Bereich sind in der Regel besondere Eignungspr&uuml;fungen zu bestehen. Das gilt auch f&uuml;r einige technische Studieng&auml;nge, zum Beispiel f&uuml;r Architektur. Kunst und Designhochschulen verlangen meist eine Mappe mit eigenen Arbeiten. Auch bei JournalistikStudieng&auml;ngen m&uuml;ssen in der Regel Arbeitsproben vorgelegt werden. Die eingereichten Arbeiten werden von einer Pr&uuml;fungskommission bewertet und die Studienpl&auml;tze entsprechend nach pers&ouml;nlicher Begabung der Kandidatinnen und Kandidaten vergeben. Wer sich f&uuml;r ein solches Fach interessiert, fragt am besten direkt bei der Hochschule an, was alles zu einer vollst&auml;ndigen Bewerbung geh&ouml;rt. Weitere Zulassungskriterien Bei einigen F&auml;chern spielen Fremdsprachenkenntnisse eine wichtige Rolle. Historikerinnen und Historiker ben&ouml;tigen zum Beispiel Kenntnisse in Latein oder Griechisch. In vielen F&auml;llen gibt es die M&ouml;glichkeit, notwendiges Grundwissen unmittelbar vor Studienbeginn oder zum Teil auch noch w&auml;hrend des Studiums zu erwerben. So werden etwa im mathematischnaturwissenschaftlichen Bereich sehr h&auml;ufig Vorkurse angeboten, die den Einstieg ins Studium erleichtern. Bei einigen Studieng&auml;ngen m&uuml;ssen die Bewerberinnen und Bewerber nachweisen, dass sie bereits ein Praktikum in dem entsprechenden Bereich absolviert haben. Welche Voraussetzungen f&uuml;r welches Fach im Einzelnen erf&uuml;llt werden m&uuml;ssen, erfahren Interessentinnen und Interessenten direkt bei der Hochschule. Welcher Abschluss f&uuml;r wen? Bachelor und Master Die fr&uuml;her &uuml;blichen Studienabschl&uuml;sse Diplom und Magister sind in Deutschland seit Beginn der BolognaReform weitestgehend durch die international verbreiteten Abschl&uuml;sse Bachelor und Master ersetzt worden. Mit einem Bachelor erwerben Studierende einen ersten Hochschulabschluss im Rahmen eines mehrstufigen Studienmodells. Bachelorstudieng&auml;nge dauern in der Regel sechs bis acht Semester. Das Studium ist modular aufgebaut: Die einzelnen Module setzen sich aus unterschiedlichen Lehrveranstaltungen und Praxisteilen zusammen, die jeweils mit einer Abschlusspr&uuml;fung enden. Dem Bachelortitel wird in der Regel eine Erg&auml;nzung angef&uuml;gt, die anzeigt, in welchem Bereich der Abschluss erworben wurde, zum Beispiel Bachelor of Arts (B. A.) bei den Geisteswissenschaften oder Bachelor of Science (B. Sc.) f&uuml;r die naturwissenschaftlichen F&auml;cher sowie f&uuml;r Informatik und technische Studieng&auml;nge. Ein Bachelorabschluss ist die Voraussetzung f&uuml;r ein anschlie&szlig;endes Masterstudium. Bei Masterstudieng&auml;ngen k&ouml;nnen Studierende entscheiden, ob sie die Themen und Kenntnisse aus ihrem Bachelorstudium erweitern und vertiefen oder den Master in einem anderen Studienfach oder auch an einer anderen Hochschule ablegen wollen. Ein Masterstudium dauert in der Regel zwei bis vier Semester. Neben dem Besuch von obligatorischen Lehrveranstaltungen muss am Ende zumeist eine Abschlussarbeit geschrieben werden. Staatsexamen Wer Medizin, Zahnmedizin oder Pharmazie studiert, legt am Ende des Studiums eine Pr&uuml;fung vor einer staatlichen Pr&uuml;fungskommission ab. Studierende der Rechtswissenschaften, die nach Abschluss des Studiums zum Beispiel als Richter oder Staats oder auch Rechtsanw&auml;ltin t&auml;tig sein wollen, m&uuml;ssen ebenfalls das Staatsexamen absolvieren. Das Gleiche gilt h&auml;ufig auch noch f&uuml;r angehende Lehrerinnen und Lehrer. Das Staatsexamen setzt sich aus zwei Pr&uuml;fungen zusammen: Auf die Pr&uuml;fung zum Studienabschluss - das erste Staatsexamen - folgt eine Praxisphase, die je nach Studienfach ein bis zwei Jahre dauert und dann mit dem zweiten Staatsexamen abschlie&szlig;t. Weiterbildungsm&ouml;glichkeiten Mit dem Master oder dem Staatsexamen muss die akademische Ausbildung nicht enden. Denn im Anschluss daran kann man promovieren, das hei&szlig;t einen Doktortitel erwerben. F&uuml;r die Promotion wird eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit (Dissertation) verfasst, in der eigene Forschungsergebnisse und damit neue wissenschaftliche Erkenntnisse dokumentiert werden. Konzentriert und hoch motiviert: Biologiestudentin Edda Matthees Edda hat in diesem Jahr ihr Abitur an einem Berliner Gymnasium gemacht. Seit Oktober studiert die 17J&auml;hrige Biologie an der Freien Universit&auml;t Berlin. Ich wollte unbedingt studieren, sagt die frischgebackene Studentin. An der Uni kann ich mich auf ein Fach konzentrieren und mir eine breite Wissensgrundlage erarbeiten. Au&szlig;erdem liegt ihr das Lernen: Ich benutze meinen Kopf gerne. Die Entscheidung f&uuml;r Biologie ist schon w&auml;hrend der Schulzeit gefallen. F&uuml;r meine Abschlusspr&auml;sentation habe ich mich mit dem menschlichen Gehirn besch&auml;ftigt. Das hat mich fasziniert, erz&auml;hlt die junge Frau. Der Alltag an der Universit&auml;t ist anspruchsvoll: Dreimal in der Woche steht morgens um acht Uhr die erste Vorlesung an, dann folgen Seminare und die Arbeit im Labor. Hier f&uuml;hle ich mich schon wie eine richtige Wissenschaftlerin. Vor allem der praktische Bezug ist toll, schw&auml;rmt Edda. Mit Hausaufgaben und Pr&uuml;fungsvorbereitungen kommt sie auf eine 40StundenWoche. Aber damit hat die Studentin kein Problem, denn das inhaltliche Arbeiten macht ihr Spa&szlig;. An den Bachelor will sie auf jeden Fall noch einen Master anschlie&szlig;en. Vielleicht schreibe ich auch noch meine Dissertation, sagt die junge Frau. Aber das will sie sp&auml;ter entscheiden - bis dahin ist schlie&szlig;lich noch Zeit. Uni oder Fachhochschule - was sind die Unterschiede? Das Studium finanzieren - mit BAf&ouml;G und Co. Vor Einf&uuml;hrung der Bachelor und Masterstudieng&auml;nge galten die Universit&auml;ten als Forschungs und Wissenschaftsbetriebe, w&auml;hrend die Fachhochschulen (FHs) ihre Absolventinnen und Absolventen durch gr&ouml;&szlig;eren Praxisbezug auf das Berufsleben vorbereiten sollten. Gute Bildung kostet Geld. F&uuml;r viele junge Menschen stellt sich daher die Frage, ob und wie sie ein Studium finanzieren k&ouml;nnen. Damit alle eine Chance auf Hochschulbildung haben, gibt es finanzielle Hilfe vom Staat. Die bekannteste F&ouml;rderung ist dabei das BAf&ouml;G. Sofern sie bestimmte Voraussetzungen erf&uuml;llen, erhalten Studierende f&uuml;r die Dauer der Regelstudienzeit eine einkommensabh&auml;ngige monatliche Zuwendung. Etwa die H&auml;lfte wird als Zuschuss gew&auml;hrt, die andere H&auml;lfte als zinsloses Darlehen, von dem jedoch in keinem Fall mehr als 10.000 Euro zur&uuml;ckzuzahlen sind. Alle wichtigen Infos dazu gibt es unter www.baf&ouml;g.de. Diese Unterscheidung ist mittlerweile nicht mehr so eindeutig - dennoch gilt der Unterricht an Fachhochschulen im Vergleich zu Universit&auml;ten nach wie vor als praxisbezogener. Wer die Wahl zwischen einer Universit&auml;t und einer Fachhochschule hat, sollte sich deshalb fragen: Interessieren mich eher die wissenschaftlichen Hintergr&uuml;nde meines Fachs oder will ich mehr praktisch arbeiten? Ist Letzteres der Fall, bietet sich ein Studium an der Fachhochschule an. Denn viele FHs arbeiten eng mit Unternehmen in der Region zusammen. Dort k&ouml;nnen Studierende berufsbezogene Erfahrungen sammeln, ihr erlerntes Wissen in der Praxis anwenden und Kontakte f&uuml;r die Zukunft kn&uuml;pfen. Universit&auml;ten legen dagegen traditionell einen gr&ouml;&szlig;eren Schwerpunkt auf Theorie und Forschung. Die Masterabschl&uuml;sse von Universit&auml;ten und Fachhochschulen werden mittlerweile als gleichwertig angesehen. Daher k&ouml;nnen auch Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschulen in der Regel im Anschluss an das Masterstudium problemlos an einer Universit&auml;t promovieren. Die Entscheidung dar&uuml;ber liegt im Einzelfall aber bei den Universit&auml;ten. Weitere Finanzierungsm&ouml;glichkeiten bieten der Bildungskredit des Bundes sowie der allgemeine Studienkredit der KfW. Mehr &uuml;ber den Bildungskredit erf&auml;hrt man unter www.bildungskredit.de sowie unter www.baf&ouml;g.de (Stichwort Weitere F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten). Informationen zum Studienkredit der KfW sind unter www.kfw.de erh&auml;ltlich (Stichwort F&uuml;r Privatpersonen: Studieren und Qualifizieren). Studierende, die herausragende Leistungen erzielen oder sich besonders engagieren, k&ouml;nnen sich auf ein Stipendium bewerben. Auch hier hilft der Staat, zum Beispiel mit dem Deutschlandstipendium. Deutschlandstipendium Auch die staatlich unterst&uuml;tzten Begabtenf&ouml;rderungswerke vergeben Stipendien. Auf www. deutschlandstipendium.de und www.stipendiumplus.de finden Interessierte weiterf&uuml;hrende Informationen zur F&ouml;rderung. Einen &Uuml;berblick &uuml;ber zahlreiche bundesweite und internationale Stipendien gibt die Datenbank www.stipendienlotse.de. Wer die Vorz&uuml;ge eines Studiums mit integrierter betrieblicher Praxis oder einer praxisnahen Ausbildung kombinieren m&ouml;chte, ist bei einem der zahlreichen dualen Studieng&auml;nge gut aufgehoben. Sie bieten die M&ouml;glichkeit, w&auml;hrend eines Hochschulstudiums gleichzeitig betriebliche Erfahrungen oder einen Berufsabschluss zu erwerben. Insgesamt werden duale Studieng&auml;nge bei Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;ngern immer beliebter. Zur Auswahl stehen in Deutschland mehr als 1.000 duale Studieng&auml;nge. Zugangsvoraussetzungen F&uuml;r ein duales Studium ist ein Abitur, die fachgebundene Hochschulreife oder ein Fachabitur erforderlich, je nachdem, ob das Studium an einer Universit&auml;t oder einer Fachhochschule bzw. Berufsakademie absolviert wird. Die Studierenden ben&ouml;tigen im Fall von ausbildungsintegrierenden dualen Studieng&auml;ngen zus&auml;tzlich zum Studienplatz auch einen betrieblichen Ausbildungsplatz in einem geeigneten Unternehmen. Diesen zu finden ist meist die eigentliche H&uuml;rde, denn die Stellen sind hei&szlig; begehrt. Wer ein duales Studium anstrebt, sollte rechtzeitig anfangen, sich zu bewerben - am besten ein Jahr im Voraus. Wem es gelungen ist, ein Unternehmen von sich zu &uuml;berzeugen, hat mit der Immatrikulation an einer Hochschule meist keine Probleme mehr. Ein duales Studium schlie&szlig;t in der Regel mit einem Bachelor ab. Wer diesen Titel an einer Hochschule erwirbt, hat damit einen regul&auml;ren akademischen Abschluss und kann einen Masterstudiengang anschlie&szlig;en. Bachelorabschl&uuml;sse, die an einer Berufsakademie erworben werden, sind denen einer Fachhochschule zwar formal gleichgestellt, beim Wechsel auf eine Hochschule f&uuml;r ein Masterstudium kann es unter Umst&auml;nden aber unterschiedliche Anforderungen geben. Je nach Art des dualen Studiums erwerben Absolventinnen und Absolventen gleichzeitig auch einen Berufsabschluss. Unterschieden werden ausbildungsintegrierende und praxisintegrierende duale Studieng&auml;nge. Ausbildungsintegrierendes duales Studium Dabei absolvieren Studierende parallel zum Bachelorstudium eine vollwertige betriebliche Ausbildung in einem Partnerbetrieb der Hochschule. Zusammen mit dem Bachelorabschluss erwerben sie einen vollwertigen, von der IHK, Handwerks oder z.B. auch Landwirtschaftskammern anerkannten Berufsabschluss. Praxisintegrierendes duales Studium Bei einem praxisintegrierenden dualen Studium verbringen Studierende l&auml;ngere Praxisphasen in einem Unternehmen, erwerben dabei aber keinen zus&auml;tzlichen anerkannten Berufsabschluss. &Uuml;bergangszeit zwischen Schule, Ausbildung oder Studium Der Studienplatz im Wunschfach l&auml;sst auf sich warten? Die Suche nach dem passenden Ausbildungsberuf war bisher ergebnislos? Kein Grund, den Kopf h&auml;ngen zu lassen. Wer die Zwischenzeit nach der Schule und vor Ausbildungs- oder Studienbeginn nutzt - zum Beispiel f&uuml;r gesellschaftliches Engagement -, kann wertvolle Erfahrungen sammeln oder ungeahnte Talente entdecken. Ob freiwilliges &ouml;kologisches oder soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder freiwilliger Wehrdienst - die Angebote f&uuml;r eine Auszeit nach Schulabschluss sind vielf&auml;ltig. Sie bieten die Chance, neue F&auml;higkeiten zu erwerben, Kontakte zu kn&uuml;pfen und Ideen f&uuml;r die eigene berufliche Zukunft zu entwickeln. Auch ein l&auml;ngerer Aufenthalt im Ausland, w&auml;hrend eines Praktikums als Aupair oder im internationalen Freiwilligendienst, kann ein gro&szlig;er pers&ouml;nlicher Gewinn sein. Umweltschutz vor Ort - das freiwillige &ouml;kologische Jahr (F&Ouml;J) Ein Schulabschluss, mindestens 16 und h&ouml;chstens 27 Jahre alt - das sind die einzigen Bedingungen f&uuml;r ein freiwilliges &ouml;kologisches Jahr. Wer sie erf&uuml;llt, kann bei einer der zahlreichen gemeinn&uuml;tzigen Organisationen im Bereich Umwelt und Naturschutz aktiv werden. Nistk&auml;sten aufh&auml;ngen, im &Ouml;kolandbau arbeiten oder Kindern die Natur erkl&auml;ren - Einsatzgebiete gibt es viele. Ein freiwilliges &ouml;kologisches Jahr dauert mindestens sechs und h&ouml;chstens zw&ouml;lf Monate. In Einzelf&auml;llen kann es bis auf 24 Monate verl&auml;ngert werden. In dieser Zeit gibt es ein monatliches Taschengeld. Unterkunft und Verpflegung werden vom Tr&auml;ger gestellt. Wer auf einen Studienplatz wartet, kann sich die gesamte Zeit bei der Stiftung f&uuml;r Hochschulzulassung als Wartesemester anrechnen lassen. Im Einsatz f&uuml;r andere - das freiwillige soziale Jahr (FSJ) Bundesfreiwilligendienst - gesellschaftliches Engagement f&uuml;r alle F&uuml;r ein freiwilliges soziales Jahr gelten die gleichen Bedingungen wie f&uuml;r das F&Ouml;J. Hier arbeitet man im sozialen Bereich, zum Beispiel im Altenheim, sammelt Erfahrungen in der Krankenpflege, k&uuml;mmert sich um Menschen mit Behinderung oder betreut Kinder. Je nach Organisation/Institution werden Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten bezahlt bzw. erh&auml;lt man in dieser Zeit eine monatliche Verg&uuml;tung. Das FSJ kann als Wartezeit f&uuml;r ein sp&auml;teres Studium angerechnet werden. Seit 2011 gibt es erg&auml;nzend zum F&Ouml;J und FSJ den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Er funktioniert nach dem gleichen Prinzip, nur ohne Altersgrenze nach oben. Nach Beendigung der Schule kann sich hier jede und jeder f&uuml;r die Dauer von zw&ouml;lf Monaten in sozialen, &ouml;kologischen oder kulturellen Einrichtungen engagieren. Der BFD kann auf 6 Monate verk&uuml;rzt oder auf 18 bis maximal 24 Monate verl&auml;ngert werden. www.foej.de www.freiwilliges-jahr.de www.bundesfreiwilligendienst.de Mehr Informationen zum F&Ouml;J, FSJ und BFD, zu Anbietern und freien Pl&auml;tzen gibt es auf den jeweiligen OnlinePortalen. Bundeswehr - freiwilliger Wehrdienst Der freiwillige Wehrdienst ist eine weitere Option, um die Zeit zwischen dem Schulabschluss und dem Einstieg in Ausbildung oder Studium zu &uuml;berbr&uuml;cken. Die Zeitspanne f&uuml;r die Verpflichtung bei der Bundeswehr kann individuell gew&auml;hlt werden - maximal sind es 23 Monate. W&auml;hrend dieser Zeit erh&auml;lt man eine monatliche Verg&uuml;tung, den Wehrsold. Die Grundausbildung dauert in der Regel drei Monate - hier werden die Soldatinnen und Soldaten an der Waffe oder im Wachdienst ausgebildet. Es folgen eine Spezialgrundausbildung sowie in der Regel die sogenannte Vollausbildung. Dar&uuml;ber hinaus ist es auch m&ouml;glich, bei der Bundeswehr zu studieren oder eine Ausbildung zu machen. www.bundeswehr-karriere.de Das Karriereportal der Bundeswehr bietet ausf&uuml;hrliche Informationen zu den beruflichen M&ouml;glichkeiten</p> <p><a href="https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/Ausbildung_oder_Studium.pdf">Publikation zeigen</a></p>