<h1>Reisekosten (So rechnen Sie rechtssicher ab)</h1> <h2>Zu den Reisekosten geh&ouml;ren Fahrtkosten, Verpflegungsaufwand (der sogenannte Verpflegungsmehraufwand), &Uuml;bernachtungs- sowie die Reisenebenkosten... Quelle IHK K&ouml;ln</h2> <p>Reisekosten Begriff der Reisekosten Fahrtkosten Verpflegungsmehraufwendungen bei Inlandsreisen &Uuml;bernachtungskosten bei Inlandsreisen Verpflegungsmehraufwendungen bei Auslandsreisen &Uuml;bernachtungskosten bei Auslandsreisen Reisenebenkosten Reisekosten im Sinne der neuen Lohnsteuer-Richtlinien sind Kosten, die so gut wie ausschlie&szlig;lich durch die berufliche T&auml;tigkeit eines Arbeitnehmers au&szlig;erhalb seiner Wohnung und einer ortsgebundenen regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte entstehen. Zu den Reisekosten z&auml;hlen Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen, &Uuml;bernachtungskosten und Reisenebenkosten. W&auml;hrend die nachgewiesenen Fahrtkosten, &Uuml;bernachtungskosten und Reisenebenkosten ohne Begrenzung vom Arbeitgeber lohnsteuerfrei ersetzt werden k&ouml;nnen, werden Verpflegungsmehraufwendungen nur in H&ouml;he bestimmter Pauschalen als nicht steuerpflichtiger Arbeitslohn anerkannt. Sollten die dem Arbeitnehmer entstandenen Kosten vom Arbeitgeber nicht oder nicht bis zur steuerlich zul&auml;ssigen H&ouml;he ersetzt werden, verbleibt dem Arbeitnehmer die M&ouml;glichkeit des Abzugs als Werbungskosten im Rahmen seiner pers&ouml;nlichen Einkommensteuererkl&auml;rung (einzige Ausnahme: &Uuml;bernachtungspauschalen k&ouml;nnen zwar vom Arbeitgeber gezahlt werden, nicht jedoch vom Arbeitnehmer als Werbungskosten geltend gemacht werden). Anlass und Art der beruflichen T&auml;tigkeit, die Reisedauer und den Reiseweg hat der Arbeitnehmer aufzuzeichnen und anhand geeigneter Unterlagen - zum Beispiel Fahrtenbuch, Tankquittungen, Hotelrechnungen, Schriftverkehr und &auml;hnliches nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Unterlagen, aus denen sich die Voraussetzungen f&uuml;r den Erstattungsanspruch ergeben, hat der Arbeitgeber als Belege zum Lohnkonto aufzubewahren. Eine beruflich veranlasste Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit liegt vor, wenn der Arbeitnehmer vor&uuml;bergehend au&szlig;erhalb seiner Wohnung und nicht an seiner ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte beruflich t&auml;tig wird. Eine Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit liegt ebenfalls vor, wenn der Arbeitnehmer bei seiner individuellen beruflichen T&auml;tigkeit typischerweise nur an st&auml;ndig wechselnden T&auml;tigkeitsst&auml;tten oder auf einem Fahrzeug t&auml;tig wird. Zur Frage, wann und wo eine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte vorliegt, gilt, dass ein Arbeitnehmer grunds&auml;tzlich nur eine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte je Arbeitsverh&auml;ltnis haben kann. Sowohl betriebliche Einrichtungen des Arbeitgebers als auch bei Dritten (zum Beispiel Kunden) k&ouml;nnen erste T&auml;tigkeitsst&auml;tten sein, jedoch ein Homeoffice nicht, da bei diesem ein betrieblicher Bezug fehlt. Der Begriff &#039;&#039;ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte&#039;&#039; wird gesetzlich definiert als &#039;&#039;die ortsfeste Einrichtung des Arbeitgebers, der der Arbeitnehmer dauerhaft zugeordnet ist&#039;&#039; (vgl. &sect; 9 Absatz 4 Einkommensteuergesetz). Die Zuordnung der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte erfolgt vorrangig durch arbeits- und dienstrechtliche Festlegung. Von einer dauerhaften Zuordnung wird insbesondere ausgegangen, wenn der Arbeitnehmer unbefristet, f&uuml;r die Dauer des Dienstverh&auml;ltnisses oder &uuml;ber einen Zeitraum von 48 Monaten hinaus an einer solchen T&auml;tigkeitsst&auml;tte t&auml;tig werden soll. Nur wenn eine solche Festlegung fehlt oder nicht eindeutig ist, werden hilfsweise quantitative Kriterien herangezogen, also ob der Arbeitnehmer typischerweise an einer bestimmten Einrichtung arbeitst&auml;glich oder je Arbeitswoche zwei volle Arbeitstage oder mindestens 1/3 seiner vereinbarten regelm&auml;&szlig;igen Arbeitszeit dort t&auml;tig werden soll. Im Zweifel ist die r&auml;umliche N&auml;he zur Wohnung des Arbeitnehmers ma&szlig;gebend, also die T&auml;tigkeitsst&auml;tte, die am n&auml;chsten zur Wohnung liegt. Die Zuordnung des Arbeitgebers ist jedoch immer vorrangig. Zeitliche und quantitative Kriterien spielen bei Vorliegen einer arbeitgeberseitigen Zuordnung keine Rolle. Die Zuordnung muss entsprechend dokumentiert sein. Hierzu reichen Reisekostenabrechnungen, -richtlinien, Vermerke oder Notizen aus. Die Dauerhaftigkeit der Zuordnung wird anhand einer Prognose zu Beginn der T&auml;tigkeit aufgestellt. &Auml;nderungen durch unvorhergesehene Ereignisse wie Krankheit, politische Unruhen oder Insolvenz f&uuml;hren nicht zu einer r&uuml;ckwirkenden &Auml;nderung der Prognose. &Auml;nderungen der Zuordnung gelten nur f&uuml;r die Zukunft. Beispiel 1: A ist Arbeitnehmer und ist drei Tage in der Woche im B&uuml;ro seines Arbeitgebers und an den &uuml;brigen Tagen in der Woche auf zwei Baustellen eingesetzt. Eine Zuordnung durch seinen Arbeitgeber ist nicht erfolgt. Erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte ist das B&uuml;ro seines Arbeitgebers. Beispiel 2: A ist Filialleiter und betreut f&uuml;nf Filialen. Sein Arbeitgeber hat arbeitsrechtlich keine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte zugeordnet. A ist an jeder Filiale einen Tag t&auml;tig. Da weder eine Zuordnung erfolgt ist, noch eine Zuordnung nach quantitativen Kriterien m&ouml;glich ist, ist die Filiale, die am dichtesten zu As Wohnung liegt, seine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte. Sonderf&auml;lle: Sammelpunkt und weitr&auml;umiges Arbeitsgebiet Keine erste T&auml;tigkeitsst&auml;tte sind Sammelpunkte, die vom Arbeitgeber f&uuml;r das t&auml;gliche Aufnehmen der Arbeit dauerhaft bestimmt sind. Diese liegen zum Beispiel bei Busfahrern vor, die ihre T&auml;tigkeit am Busdepot aufnehmen, oder Handwerkern, die jeden Morgen ihr Montagefahrzeug an einem bestimmten Punkt abholen. Fahrten dorthin f&uuml;hren zur Geltendmachung der Entfernungspauschale. Sonstige Reisekosten k&ouml;nnen nicht erstattet werden. Ebenso verh&auml;lt es sich bei einem sogenannten weitr&auml;umigen Arbeitsgebiet. Dies sind beispielsweise Hafen-, Wald-, Zustell- oder Ablesegebiete, wenn der Arbeitnehmer T&auml;tigkeiten auf einer Fl&auml;che und nicht innerhalb von betrieblichen Einrichtungen verrichtet. Dort k&ouml;nnen bis zu dem Punkt, an dem der Arbeitnehmer das weitr&auml;umige Gebiet betritt, lediglich die Entfernungspauschale gelten gemacht werden, sonstige Reisekosten jedoch nicht. M&ouml;glich ist aber, dass Arbeitnehmer trotzdem die Verpflegungspauschale in Anspruch nehmen. Beispiel: Arbeitnehmer A ist Maschinenbauer einer Werft. Er betritt das Werftgel&auml;nde jeden Morgen durch den s&uuml;dlichen Eingang. F&uuml;r die Fahrten von seiner Wohnung bis zu dem s&uuml;dlichen Eingang zum Werftgel&auml;nde kann A die Entfernungspauschale ansetzen. Auch Aufwendungen, die dem Arbeitnehmer durch den Besuch einer ausw&auml;rtigen Ausbildungs- oder Fortbildungsst&auml;tte entstehen, sind nach Reisekostengrunds&auml;tzen zu ber&uuml;cksichtigen, wenn die Bildungsma&szlig;nahme Ausfluss des bestehenden (Ausbildungs-)Dienstverh&auml;ltnisses ist. Hierunter fallen damit neben Fahrten zu Fortbildungsst&auml;tten insbesondere auch Fahrten zur Berufsschule, der Besuch von Berufsakademien sowie Kurse der Kammern im Rahmen von Ausbildungsverh&auml;ltnissen. Dies gilt f&uuml;r die Gesamtdauer der Fortbildungsma&szlig;nahme, auch wenn sich diese wie zum Beispiel beim Besuch einer Berufsakademie &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum von mehreren Monaten erstreckt (Ausnahme: Verpflegungsmehraufwendungen, f&uuml;r die eine 3-Monats-Frist gilt, s. unter 3.)! Fahrtkosten sind die tats&auml;chlichen Aufwendungen, die dem Arbeitnehmer durch die pers&ouml;nliche Benutzung eines Bef&ouml;rderungsmittels entstehen. Bei Benutzung &ouml;ffentlicher Verkehrsmittel ist der entrichtete Fahrpreis einschlie&szlig;lich etwaiger Zuschl&auml;ge anzusetzen. Benutzt der Arbeitnehmer bei seiner beruflich veranlassten Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit sein eigenes Fahrzeug, so ist unter Nachweis der Gesamtkosten entweder ein Teilbetrag der j&auml;hrlichen Gesamtkosten entsprechend dem Anteil der Dienstfahrten an der Jahresfahrleistung oder ein auf der Basis der Gesamtkosten eines Jahres ermittelter Kilometersatz anzusetzen. Bei der Gesamtkostenermittlung ist f&uuml;r Personenkraftwagen und Kombifahrzeugen grunds&auml;tzlich eine Nutzungsdauer von sechs Jahren zugrunde zu legen (AfA). Bei einer hohen Fahrleistung kann auch eine k&uuml;rzere Nutzungsdauer anerkannt werden. Ohne Einzelnachweis der Gesamtkosten k&ouml;nnen die Fahrtkosten pauschal h&ouml;chstens angesetzt werden mit einem Kilometersatz je gefahrenen Kilometer von 0,30 Euro bei einem Kraftwagen (zum Beispiel Pkw) von 0,20 Euro f&uuml;r jedes andere motorisierte Fahrzeug Neben den Kilometers&auml;tzen k&ouml;nnen etwaige au&szlig;ergew&ouml;hnliche Kosten, die f&uuml;r eine beruflich veranlasste Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit mit dem eigenen Personenkraftwagen (Pkw) entstanden sind, lohnsteuerfrei erstattet werden (beispielsweise nicht voraussehbare Aufwendungen f&uuml;r Reparaturen, die nicht auf Verschlei&szlig; beruhen, Aufwendungen zur Beseitigung von Unfallsch&auml;den oder Aufwendungen infolge eines Schadens durch den Diebstahl des Fahrzeugs). 3. Verpflegungsmehraufwendungen bei Inlandsreisen Die aus Anlass einer betrieblichen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit entstandenen Verpflegungskosten kann der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer lohnsteuerfrei bis zur H&ouml;he bestimmter Pauschbetr&auml;ge ersetzen. Bei betrieblich veranlassten Ausw&auml;rtst&auml;tigkeiten im Inland k&ouml;nnen die Verpflegungsmehraufwendungen pauschal f&uuml;r jeden Kalendertag, an dem der Arbeitnehmer von seiner Wohnung und seiner regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte abwesend ist, mit folgenden Pauschbetr&auml;gen angesetzt werden: bei eint&auml;gigen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeiten von mehr als 8 Stunden 12 Euro An- und Abreisetag bei mehrt&auml;gigen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeiten unabh&auml;ngig von der Dauer der Abwesenheit 12 Euro bei Ausw&auml;rtst&auml;tigkeiten, die nicht An- und Abreisetag 24 Euro sind, von 24 Stunden Beispiel: Arbeitnehmer A tritt am ersten Tag seine Inlandsreise um 16:00 Uhr an und kehrt am &uuml;bern&auml;chsten Tag um 18:00 Uhr zur&uuml;ck. Steuerfrei ersetzt werden k&ouml;nnen: Am ersten Tag (Anreisetag): 12 Euro Am zweiten Tag: 24 Euro Am letzten Tag (Abreisetag): 12 Euro F&uuml;hrt der Arbeitnehmer an einem Kalendertag mehrere Ausw&auml;rtst&auml;tigkeiten durch, sind die Abwesenheitszeiten an diesem Kalendertag zusammenzurechnen. Bei einer betrieblich veranlassten Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit bestimmt sich die Abwesenheitsdauer nach der Abwesenheit von der Wohnung und der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte. Achtung: Bei derselben Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit beschr&auml;nkt sich der Ersatz / Abzug der Verpflegungsmehraufwendungen auf die ersten drei Monate. Allerdings liegt nicht dieselbe Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit vor, wenn die ausw&auml;rtige T&auml;tigkeitsst&auml;tte an nicht mehr als ein bis zwei Tagen w&ouml;chentlich aufgesucht wird. Ist der Arbeitnehmer also lediglich an zwei Tagen in der Woche an der jeweiligen Einsatzstelle t&auml;tig, beginnt die Frist von drei Monaten nicht zu laufen. Vielmehr liegen jeweils immer neue Dienstreisen vor. Die DreiMonats-Frist beginnt neu zu laufen, wenn die T&auml;tigkeit an derselben T&auml;tigkeitsst&auml;tte mindestens vier Wochen unterbrochen wird. Der Grund der Unterbrechung ist dabei irrelevant. Damit f&uuml;hren auch Krankheiten, Urlaub, Kur, Fortbildungen zu einem Neubeginn der Frist, wenn der Arbeitnehmer mindestens vier Wochen abwesend ist. Soweit der Arbeitgeber aufgrund arbeitsrechtlicher oder sonstiger Vorschriften seinen ausw&auml;rts t&auml;tigen Arbeitnehmern h&ouml;here Betr&auml;ge als die oben genannten Pauschalen erstattet, ist der Differenzbetrag zwischen den steuerfreien Pauschbetr&auml;gen und den tats&auml;chlichen Erstattungsbetr&auml;gen dem steuerpflichtigen Arbeitslohn zuzurechnen. Es ist zul&auml;ssig, die Verg&uuml;tungen f&uuml;r Verpflegungsmehraufwendungen mit Fahrtkostenverg&uuml;tungen und &Uuml;bernachtungskostenverg&uuml;tungen zusammen-zurechnen, in diesem Fall ist nur die Summe der Erstattungen steuerpflichtig, die die Summe der steuerfreien Einzelverg&uuml;tungen &uuml;bersteigt. Als Alternative zur individuellen Hinzurechnung zum steuerpflichtigen Arbeitslohn kann mit dem Betriebsst&auml;ttenfinanzamt eine Pauschalbesteuerung unter Anwendung eines abgestimmten Steuersatzes vereinbart werden (&sect; 40 Absatz1 Satz 1 Nr.1 Einkommensteuergesetz (EStG)). Au&szlig;erdem besteht die M&ouml;glichkeit, dass Arbeitgeber die Lohnsteuer f&uuml;r zus&auml;tzlich verg&uuml;tete Verpflegungsmehraufwendungen mit einem Pauschsteuersatz von 25 Prozent erheben, soweit diese Verpflegungsmehraufwendungen die steuerfrei erstattbaren Pauschbetr&auml;ge um nicht mehr als 100 Prozent &uuml;bersteigen (&sect; 40 Absatz 2 Satz 1 Nr. 4 EStG). Unentgeltliche Verpflegung Erh&auml;lt der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten unentgeltlich Mahlzeiten, so ist zu unterscheiden: Kann der Arbeitnehmer zus&auml;tzlich eine Verpflegungspauschale geltend machen (bei Dienstreisen &uuml;ber 8 Stunden Abwesenheit), so ist diese typisierend um einen auf die Verpflegungspauschale f&uuml;r eine 24-st&uuml;ndige Abwesenheit bezogenen Pauschalsatz zu k&uuml;rzen, konkret um 20 Prozent f&uuml;r ein Fr&uuml;hst&uuml;ck- entspricht 4,80 Euro- und um 40 Prozent jeweils f&uuml;r Mittag- und Abendessen- entspricht 9,60 Euro. Der Sachbezugswert kann nicht angesetzt werden. Die Verpflegungspauschale kann maximal auf 0 gek&uuml;rzt werden. Dieser Grundsatz gilt auch bei einer gesch&auml;ftlich veranlassten Bewirtung oder einem Arbeitsessen. Auch in diesen F&auml;llen muss die Verpflegungspauschale entsprechend gek&uuml;rzt werden. Kann der Arbeitnehmer keine Verpflegungspauschale geltend machen (bei Dienstreisen unter 8 Stunden Abwesenheit oder wenn die Drei-Monats-Frist abgelaufen ist), so kann der amtliche Sachbezugswert angesetzt werden. Dieser betr&auml;gt f&uuml;r ein Fr&uuml;hst&uuml;ck 1,70 Euro (2016: 1,67 Euro) und f&uuml;r ein Mittag- und Abendessen jeweils 3,17 Euro (2016: 3,10 Euro). Beispiel: Arbeitnehmer A ist auf einer dreit&auml;gigen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit. Der Arbeitgeber hat zwei &Uuml;bernachtungen mit Fr&uuml;hst&uuml;ck gebucht und bezahlt. A erh&auml;lt zus&auml;tzlich eine Verpflegungspauschale. Der Arbeitgeber muss keinen geldwerten Vorteil versteuern. A kann folgende Pauschalen geltend machen: Anreisetag: 12 Euro Abreisetag: 12 Euro Zwischentag: 24 Euro Gesamt: 48 Euro. K&uuml;rzung f&uuml;r zwei Fr&uuml;hst&uuml;cke: 9,60 Euro (2 x 4,80 Euro). Der Ansatz der oben genannten Pauschalbetr&auml;ge kann unterbleiben, wenn der Arbeitnehmer mindestens einen dem Pauschalbetrag entsprechenden Betrag als Entgelt f&uuml;r die Mahlzeit vereinbart hat (zum Beispiel der Arbeitnehmer zahlt den Betrag bei der Abrechnung der Verpflegungspauschalen an den Arbeitgeber und bekommt entsprechend weniger ausbezahlt), oder wenn der Betrag vom Nettolohn einbehalten wird. Zur Frage, wann eine arbeitgeberseitig gew&auml;hrte Mahlzeit vorliegt, enthalten die Lohnsteuerrichtlinien 2015 die folgenden Voraussetzungen: Danach gen&uuml;gt es f&uuml;r eine arbeitgeberseitige Mahlzeitengestellung, dass der Arbeitnehmer eine Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit (oder doppelte Haushaltsf&uuml;hrung) verrichtet, die Mahlzeit (also jede einzelne) keinen h&ouml;heren Verkehrswert als 60 Euro inkl. USt hat, und die Abgabe der Mahlzeit dienstlich veranlasst ist. Die dienstliche Veranlassung ist gegeben, wenn der Arbeitgeber Tag und Ort der Mahlzeit bestimmt. Davon ist regelm&auml;&szlig;ig auszugehen, wenn die Aufwendungen vom Arbeitgeber dienst- oder arbeitsrechtlich ersetzt werden und die Rechnung auf den Arbeitgeber ausgestellt ist. Wie die Rechnung beglichen wird, ist unerheblich. Ferner kann auch der Arbeitnehmer die Mahlzeit selbst bestellen, selbst eine telefonische Order gen&uuml;gt. Schlie&szlig;lich ist auch eine Bestellung nach Reiseantritt - zum Beispiel erst im Hotel - m&ouml;glich. F&uuml;r Mahlzeiten, die der Arbeitgeber veranlasst, muss beim Arbeitnehmer ein &#039;&#039;M&#039;&#039; auf die Jahreslohnsteuerbescheinigung eingetragen werden. Hinweis: Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die &Uuml;bergangsregelung der Randziffer 92 des BMF-Schreibens zum Reisekostenrecht vom 24. Oktober 2014 bis zum 31. Dezember 2017 verl&auml;ngert. Hiernach ist eine Bescheinigung des Gro&szlig;buchstabens &#039;&#039;M&#039;&#039; nicht erforderlich, sofern das Betriebsst&auml;ttenfinanzamt f&uuml;r die steuerfrei gezahlten Verg&uuml;tungen eine andere Aufzeichnung als im Lohnkonto zugelassen hat. In dem Fall, dass der Arbeitnehmer im Rahmen einer Dienstreise im Hotel ein Fr&uuml;hst&uuml;ck vom Arbeitgeber ersetzt bekommt, gilt Folgendes: Werden &Uuml;bernachtungskosten aufgrund eines Einzelnachweises (Hotelrechnung) geltend gemacht, ist zu beachten, dass die in einer Hotelrechnung gesondert ausgewiesenen Kosten des Fr&uuml;hst&uuml;cks nicht zu den &Uuml;bernachtungskosten geh&ouml;ren. Soweit das Fr&uuml;hst&uuml;ck dennoch dem Arbeitnehmer ersetzt wird, bedeutet dies, dass es grunds&auml;tzlich nach den oben genannten Grunds&auml;tzen lohnversteuert werden muss. Das Gleiche gilt, wenn in der Hotelrechnung nur ein Gesamtpreis f&uuml;r &Uuml;bernachtung und Fr&uuml;hst&uuml;ck oder ggf. auch Mittag-/Abendessen ausgewiesen und sich daher der Preis f&uuml;r die Verpflegung nicht feststellen l&auml;sst. Auch hier wird die Verpflegungspauschale f&uuml;r ein Fr&uuml;hst&uuml;ck um 4,80 Euro und f&uuml;r ein Mittag- beziehungsweise Abendessen um 9,60 Euro gek&uuml;rzt. Hinweis: Auch Mahlzeiten w&auml;hrend Flugreisen oder im Zug oder Schiff f&uuml;hren zur K&uuml;rzung der Verpflegungspauschale. Chipst&uuml;ten, Salzgeb&auml;ck, Schokowaffel, M&uuml;slieriegel oder vergleichbare Knabbereien erf&uuml;llen die Kriterien einer Mahlzeit nicht und f&uuml;hren nicht zur K&uuml;rzung der Verpflegungspauschale. Einige weitere Sonderf&auml;lle zur K&uuml;rzung der Verpflegungspauschale finden Sie in dem BMF-Schreiben vom 5. November 2015. 4. &Uuml;bernachtungskosten bei Inlandsreisen Die aus Anlass einer Dienstreise oder eines Dienstganges entstandenen &Uuml;bernachtungskosten kann der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer lohnsteuerfrei ersetzen in H&ouml;he der nachgewiesenen tats&auml;chlichen Aufwendungen oder ohne Einzelnachweis bis zur H&ouml;he eines Pauschbetrages von 20 Euro, sofern der Arbeitnehmer die Unterkunft nicht vom Arbeitgeber oder aufgrund seines Dienstverh&auml;ltnisses von einem Dritten unentgeltlich erhalten hat. Auch bei &Uuml;bernachtung in einem Fahrzeug ist die steuerfreie Zahlung der Pauschbetr&auml;ge nicht zul&auml;ssig. Bei Benutzung eines Schlafwagens oder einer Schiffskabine d&uuml;rfen die Pauschbetr&auml;ge nur dann steuerfrei gezahlt werden, wenn die &Uuml;bernachtung in einer anderen Unterkunft begonnen oder beendet worden ist. Beruflich veranlasste Unterkunftskosten im Rahmen einer l&auml;ngerfristigen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit an ein- und derselben ausw&auml;rtigen T&auml;tigkeitsst&auml;tte sind im Zeitraum von 48 Monaten unbeschr&auml;nkt steuerfrei ersetzbar beziehungsweise als Werbungskosten abzugsf&auml;hig. Nach diesem Zeitraum werden nur noch 1.000 Euro monatlich steuerfrei erstattet. F&uuml;r Auslands&uuml;bernachtungen gilt dies nicht. Werden dem Arbeitnehmer die entstandenen &Uuml;bernachtungskosten vom Arbeitgeber nicht oder nicht bis zur steuerlich zul&auml;ssigen H&ouml;he ersetzt, so kann der Arbeitnehmer als Werbungskosten nur die nachgewiesenen tats&auml;chlichen &Uuml;bernachtungskosten (also nicht den Pauschbetrag) geltend machen. 5. Verpflegungsmehraufwendungen bei Auslandsreisen Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer die aus Anlass einer Dienstreise ins Ausland entstandenen Verpflegungskosten durch die Gew&auml;hrung l&auml;nderweise unterschiedlicher Pauschbetr&auml;ge (Auslandstagegelder) lohnsteuerfrei ersetzen. Auch hier gelten dieselben Kriterien wie bei Inlandsreisen. Die Auslandstagegelder werden vom Bundesministerium der Finanzen im Einvernehmen mit den obersten Finanzbeh&ouml;rden der L&auml;nder bekannt gemacht. Die g&uuml;ltigen Auslandstagegelder ab 01.01.2017 k&ouml;nnen Sie hier abrufen. Angesetzt wird hierbei der h&ouml;chste Auslandstagegeldsatz nach dem Bundesreisekostengesetz mit folgenden Prozents&auml;tzen: 1. Abwesenheit von 24 Stunden: 120 Prozent 2. An- und Abreisetag oder Abwesenheit von mindestens 8 Stunden: 80 Prozent F&uuml;r die in der Bekanntmachung nicht erfassten L&auml;nder ist der f&uuml;r Luxemburg geltende Pauschbetrag ma&szlig;gebend, f&uuml;r die nicht erfassten &Uuml;bersee- und Au&szlig;engebiete eines Landes ist der f&uuml;r das Mutterland geltende Pauschbetrag ma&szlig;gebend. Zus&auml;tzlich ist Folgendes zu beachten: Das Auslandstagegeld richtet sich nach dem Ort, den der Reisende vor 24:00 Uhr Ortszeit zuletzt erreicht. Liegt bei R&uuml;ckreisetagen vom Ausland ins Inland der vor 24:00 Uhr Ortszeit erreichte Ort im Inland, bestimmt sich der Pauschbetrag nach dem letzten T&auml;tigkeitsort im Ausland (&sect; 4 Absatz 5 Nr. 5 S. 4 EStG). bei Flugreisen gilt ein Land in dem Zeitpunkt als erreicht, in dem das Flugzeug dort landet, Zwischenlandungen bleiben unber&uuml;cksichtigt. Bei Flugreisen, die sich &uuml;ber mehr als zwei Kalendertage erstrecken, ist f&uuml;r die Tage, die zwischen dem Tag des Abflugs und dem Tag der Landung liegen, das f&uuml;r &Ouml;sterreich geltende Tagegeld ma&szlig;gebend. bei Schiffsreisen ist das f&uuml;r Luxemburg geltende Tagegeld und f&uuml;r die Tage der Einschiffung und der Ausschiffung das f&uuml;r den Hafenort geltende Tagegeld ma&szlig;gebend. Da im Ausland die Differenzierung der Steuers&auml;tze f&uuml;r die &Uuml;bernachtung und das Fr&uuml;hst&uuml;ck nicht der deutschen Rechtslage entsprechen muss, ist es denkbar, dass hier der Ansatz als Gesamtpreis weiterhin vorkommt und sich die f&uuml;r die Inlandsreisen dargestellte Problematik nicht in der gleichen Sch&auml;rfe stellt (s. o.). Achtung: Auch bei Auslandsreisen gilt: Erh&auml;lt der Arbeitnehmer auf Veranlassung des Arbeitgebers von einem Dritten ein Fr&uuml;hst&uuml;ck oder eine Mahlzeit unentgeltlich oder teilentgeltlich gestellt (siehe dazu ebenfalls ausf&uuml;hrlich oben zu den Inlandsreisen), so sind auch hier entsprechend bei den Inlandsreisen die unter Punkt 3 dargestellten Grunds&auml;tze zur unentgeltlichen Verpflegung anzuwenden. Reisenebenkosten kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer bis zur H&ouml;he der tats&auml;chlich entstandenen Aufwendungen lohnsteuerfrei ersetzen. Der Arbeitnehmer muss entsprechende Unterlagen vorlegen, die der Arbeitgeber als Beleg zum Lohnkonto aufzubewahren hat. Zu den Reisenebenkosten z&auml;hlen beispielsweise die Aufwendungen f&uuml;r Bef&ouml;rderung und Aufbewahrung von Gep&auml;ck (einschl. Reisegep&auml;ckversicherung soweit diese sich auf Dienstreisen beschr&auml;nkt), f&uuml;r Ferngespr&auml;che und Schriftverkehr beruflichen Inhalts mit dem Arbeitgeber oder dessen Gesch&auml;ftspartner sowie f&uuml;r Stra&szlig;enbenutzung und Parkplatz. Ferner z&auml;hlen Schadensersatzleistungen, die im Zusammenhang mit auf Dienstreisen erlittenen Verkehrsunf&auml;llen stehen sowie Unfallversicherungen, die ausschlie&szlig;lich Berufsunf&auml;lle au&szlig;erhalb einer ortsgebundenen regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte abdecken, zu den Reisenebenkosten. Auch hierzu z&auml;hlt der Wertverlust aufgrund eines Schadens an mitgef&uuml;hrten Gegenst&auml;nden, die der Arbeitnehmer auf seiner Reise verwenden musste, wenn der Schaden auf einer reisespezifischen Gef&auml;hrdung beruht, nicht aber der Verlust einer Geldb&ouml;rse. Aufwendungen, die nicht so gut wie ausschlie&szlig;lich durch die berufliche T&auml;tigkeit veranlasst sind, wie beispielsweise Bekleidungskosten, Aufwendungen f&uuml;r die Anschaffung von Koffern und andere Reiseausr&uuml;stung k&ouml;nnen nicht als Reisenebenkosten steuerlich geltend gemacht werden</p> <p><a href="https://www.ihk-koeln.de/upload/Merkblatt_Reisekosten_2019_24852.pdf">Publikation zeigen</a></p>