<h1>Bewirtungskosten</h1> <h2>F&uuml;r den Betriebsausgabenabzug sind nun alle Angaben erforderlich, die umsatzsteuerliche Pflichtangabe f&uuml;r die Rechnung sind... Quelle IHK</h2> <p>Steuerfalle bei Gesch&auml;ftsessen: Hinweise zu Beleganforderungen Wer kennt die Situation nicht: Die Vertragsverhandlungen werden unterbrochen und beim Mittagessen im benachbarten Restaurant fortgef&uuml;hrt. Abh&auml;ngig vom Standard des gew&auml;hlten Lokals und Anzahl der Personen sind Rechnungen von mehr als 150 Euro schnell erreicht. Damit das Essen auch steuerlich bleibt, was es ist - ein Arbeitsessen - und nicht zum reinen &#039;&#039;Privatvergn&uuml;gen&#039;&#039; wird, m&uuml;ssen f&uuml;rs Finanzamt die Standards verschiedener Rechtsvorschriften beachtet werden. So sind zum einen die Formalit&auml;ten zu beachten, die f&uuml;r den Gewinn mindernde Betriebsausgaben erforderlich sind, zum anderen die Vorschriften, die f&uuml;r den Vorsteuerabzug aus der Rechnung gelten. Gerade dieser Bereich hat zu Beginn der Einf&uuml;hrung der neuen Pflichtangaben f&uuml;r Rechnungen f&uuml;r Verwirrung gesorgt. Grund war, dass f&uuml;r den Betriebsausgabenabzug nicht dieselben Anforderungen wie f&uuml;r den Vorsteuerabzug galten. Dies hat sich mittlerweile ge&auml;ndert. Auch f&uuml;r den Betriebsausgabenabzug sind nun alle Angaben erforderlich, die umsatzsteuerliche Pflichtangaben f&uuml;r die Rechnung sind. Aber selbst wenn alle Angaben korrekt sind, bleiben dennoch 30 Prozent des Rechnungsbetrags ertragsteuerliches &#039;&#039;Privatvergn&uuml;gen&#039;&#039;. Seit 1. Januar 2004 ist der Betriebsausgabenabzug auf 70 Prozent der Rechnungssumme begrenzt. Anders ist dies beim Vorsteuerabzug: Dieser besteht, sofern alle Formalien stimmen, zu 100 Prozent. Was ist zu tun, damit die Bewirtungskosten geltend gemacht werden k&ouml;nnen? Bei Bewirtungen in Gastst&auml;tten hat der Steuerpflichtige einen besonderen Belegnachweis zu erstellen. Der Nachweis kann auf einem Vordruck erfolgen, der h&auml;ufig bereits auf der R&uuml;ckseite der Gastst&auml;ttenrechnungen entsprechend vorbereitet ist, oder auf einem gesonderten Dokument, das mit der Rechnung zusammengef&uuml;hrt wird, zum Beispiel durch Aneinanderheften. Dieser Nachweis muss folgende Angaben enthalten: Anlass der Bewirtung (m&ouml;glichst genau, allgemeine Angaben wie &#039;&#039;Arbeitsgespr&auml;ch, Infogespr&auml;ch&#039;&#039; gen&uuml;gen nicht) Namen der bewirteten Personen Unterschrift des Bewirtenden, also des Gastgebers Diesem (selbst erstellten) Nachweis ist die ebenfalls formal korrekte Rechnung der Gastst&auml;tte beizuf&uuml;gen. Unabh&auml;ngig von der Gr&ouml;&szlig;e des Restaurants ist es dabei manchmal schwieriger als erwartet, den korrekten Beleg zu bekommen. Handschriftliche Rechnungen oder Quittungen gen&uuml;gen jedoch in keinem Fall. Eine vom Finanzamt zu akzeptierende Rechnung muss stets maschinell erstellt und mit einer Registriernummer (zugleich Rechnungsnummer) versehen sein. Weiter muss sie folgende Angaben enthalten: Name und Anschrift der Gastst&auml;tte Tag der Bewirtung (maschinell eingedruckt) Genaue Bezeichnung der verzehrten Artikel, zum Beispiel &#039;&#039;Men&uuml; 1&#039;&#039;, &#039;&#039;Tagesgericht 2&#039;&#039;, &#039;&#039;LunchBuffet&#039;&#039;. Allgemeine Angaben wie &#039;&#039;Speisen und Getr&auml;nke&#039;&#039; gen&uuml;gen nicht. Rechnungsbetrag in einer Summe inkl. Mehrwertsteuer sowie anzuwendender Steuersatz (f&uuml;r Betr&auml;ge &uuml;ber 150 Euro jedoch die gesonderten Angaben zum Steuerausweis s. u.) Ausstellungsdatum der Rechnung (auch wenn identisch mit Bewirtungsdatum) Bei Betr&auml;gen von &uuml;ber 150 Euro muss zus&auml;tzlich enthalten sein: Gesonderter Ausweis von Rechnungsbetrag aufgeschl&uuml;sselt nach Steuers&auml;tzen sowie Mehrwertsteuersatz und -betrag in Euro Steuer- oder Umsatzsteueridentifikationsnummer der Gastst&auml;tte Name und Anschrift des Bewirtenden, das hei&szlig;t des Gastgebers (gegebenenfalls handschriftliche Erg&auml;nzung durch Gastwirt ausreichend) Erg&auml;nzend ist darauf hinzuweisen, dass auch Trinkgelder geltend gemacht werden k&ouml;nnen. Da diese nicht kassenm&auml;&szlig;ig ausgewiesen werden, k&ouml;nnen und sollten diese direkt auf der Rechnung vermerkt und vom Empf&auml;nger abgezeichnet werden. Schlie&szlig;lich gilt f&uuml;r alle Bewirtungen neben den geschilderten Formalit&auml;ten, dass die entsprechenden Aufwendungen zeitnah, einzeln und gesondert von den sonstigen Betriebsausgaben aufzuzeichnen sind. Die folgende Tabelle fasst die erforderlichen Angaben nach Rechnungsh&ouml;he und dem Grund ihrer Angabe nochmals zusammen: Betriebsausga- Vorsteuerabzugbenabzug Tag der Bewirtung Anlass der Bewirtung Unterschrift des Bewirtenden</p> <p><a href="https://www.ihk-koeln.de/upload/Merkblatt_SteuerfalleGeschaeftsessen2017_07_9775.pdf">Publikation zeigen</a></p>