<h1>Steuerg&uuml;nstige Gehaltszuwendungen an Arbeitnehmer</h1> <h2>Dieses Merkblatt stellt M&ouml;glichkeiten steuerg&uuml;nstiger Zuwendungen vor und gibt Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die jeweiligen Gestaltungsalternativen... Quelle Diverse Steuerberater</h2> <p>Vorteil von steuerbeg&uuml;nstigten Gehaltszuwendungen Von jedem Euro einer Gehaltserh&ouml;hung geht oft mehr als die H&auml;lfte f&uuml;r Steuern und Sozialabgaben drauf. Diesen erheblichen Abz&uuml;gen k&ouml;nnen Arbeitnehmer entgegentreten, indem sie steuerbeg&uuml;nstigte oder steuerfreie Gehaltsbestandteile mit dem Arbeitgeber aushandeln. Dies ist auch f&uuml;r die Arbeitgeberseite interessant, da auf steuerfreie Zahlungen keine Sozialabgaben f&auml;llig werden, die der Arbeitgeber ansonsten zur H&auml;lfte tr&auml;gt. Zudem sind beide Arbeitsparteien daran interessiert, dass von einer Lohnzahlung m&ouml;glichst viel Netto beim Arbeitnehmer ankommt. Wann liegt steuerlich Arbeitslohn vor? Grunds&auml;tzlich stellen alle Einnahmen, die Arbeitnehmern im Rahmen ihres Dienstverh&auml;ltnisses zuflie&szlig;en, steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Dabei ist es unerheblich, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form der Arbeitgeber oder ein Dritter die Zuwendungen gew&auml;hrt (Geldleistungen, Sachbez&uuml;ge oder sonstige Vorteile). Welche steuerg&uuml;nstigen Zuwendungen die Arbeitsparteien vereinbaren k&ouml;nnen, um den Steuer- und Abgabenzugriff auf den Arbeitslohn des Arbeitnehmers zu dr&uuml;cken, lesen Sie in der folgenden alphabetischen &Uuml;bersicht: Abfindungen Fr&uuml;her konnten Abfindungen, die ein Arbeitnehmer aufgrund einer vom Arbeitgeber veranlassten oder gerichtlich ausgesprochenen Aufl&ouml;sung des Dienstverh&auml;ltnisses bekam, bis zu einer gewissen H&ouml;he einkommensteuerfrei bezogen werden. Diese Regelung wurde zum 01.01.2006 ersatzlos aufgehoben. Heutzutage k&ouml;nnen Arbeitnehmer erhaltene Abfindungen aber noch mit einem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz (nach der sogenannten F&uuml;nftelregelung) versteuern. Diese Regelung des Einkommensteuergesetzes mildert Progressionsnachteile ab, die aufgrund eines au&szlig;erordentlich hohen Einkommens entstehen. Vereinfacht gesagt, wird bei der F&uuml;nftelregelung die Mehrsteuer errechnet, die auf ein F&uuml;nftel der Abfindung entf&auml;llt, und dieser Betrag dann mit f&uuml;nf multipliziert, so dass sich die Einkommensteuer auf die Abfindung ergibt. Durch diesen Kniff bleibt der progressiv ansteigende Einkommensteuertarif unber&uuml;cksichtigt, der beim Ansatz des vollen Abfindungsbetrags zu einem sprunghaften Anstieg der Steuerlast f&uuml;hren w&uuml;rde. Die erm&auml;&szlig;igte Besteuerung bringt Arbeitnehmern h&auml;ufig eine Steuerersparnis von mehreren tausend Euro ein. Die Tariferm&auml;&szlig;igung f&auml;llt umso h&ouml;her aus, je geringer das regul&auml;re Einkommen des Arbeitnehmers ist. Sofern sich das Einkommen aber bereits in der N&auml;he der Spitzenprogression bewegt, verpufft der Vorteil aus der F&uuml;nftelmethode. Sie wirkt sich ab einem regul&auml;ren zu versteuernden Einkommen von j&auml;hrlich 52.882 Euro (Grundtabelle) nicht mehr aus. Zu beachten ist, dass das Finanzamt den erm&auml;&szlig;igten Steuersatz nur gew&auml;hrt, wenn die Abfindung in einem Jahr ausgezahlt wird und nicht in mehreren Teilbetr&auml;gen &uuml;ber verschiedene Jahre hinweg. Zul&auml;ssig sind aber abweichend ausgezahlte Teilleistungen, wenn sie nicht mehr als 5% der gesamten Entsch&auml;digung ausmachen. Oftmals ist es g&uuml;nstiger, die gesamte Abfindung erst im Jahr nach der Entlassung zu erhalten. Denn dann fallen die &uuml;brigen Eink&uuml;nfte des Arbeitnehmers h&auml;ufig geringer aus (z.B. wegen vor&uuml;bergehender Arbeitslosigkeit). Aufmerksamkeiten Freiwillige Sachzuwendungen bis 60 Euro (brutto, inklusive Umsatzsteuer), die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern oder deren Angeh&ouml;rigen aus besonderem Anlass (z.B. silberne Hochzeit, Bestehen eines Examens usw.) gew&auml;hren, sind lohnsteuerfrei. Gleiches gilt f&uuml;r die Sozialversicherung. Geldzuwendungen hingegen geh&ouml;ren immer zum steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn, auch wenn ihr Wert unter 60 Euro liegt. Zu den steuerfreien Aufmerksamkeiten geh&ouml;ren auch Getr&auml;nke und Genussmittel, die der Arbeitgeber den Arbeitnehmern im Betrieb unentgeltlich oder verbilligt &uuml;berl&auml;sst. Dasselbe gilt f&uuml;r Speisen, soweit ein betriebliches Interesse des Arbeitgebers vorliegt (z.B. bei au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Arbeitseins&auml;tzen oder Fortbildungsveranstaltungen), wenn ihr Wert 60 Euro nicht &uuml;bersteigt. Hinweis zur Umsatzsteuer Handelt es sich um eine unentgeltliche Sachzuwendung an das Personal, so l&ouml;st dieser Vorgang Umsatzsteuer aus. Eine Ausnahme bilden jedoch Aufmerksamkeiten, diese geh&ouml;ren nicht zu den steuerbaren Ums&auml;tzen. Auslagenersatz T&auml;tigt der Arbeitnehmer Ausgaben f&uuml;r Rechnung des Arbeitgebers, sind entsprechende Erstattungen des Arbeitgebers lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Voraussetzung ist jedoch, dass die Ausgaben einzeln (z.B. mit Rechnung) abgerechnet werden. Der steuerfreie Auslagenersatz umfasst beispielsweise: Geb&uuml;hren f&uuml;r gesch&auml;ftliche Telefongespr&auml;che Bewirtungskosten f&uuml;r Gesch&auml;ftsfreunde Auch die Kosten f&uuml;r eine Bahncard d&uuml;rfen einem Arbeitnehmer lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei erstattet werden, wenn die voraussichtlichen Kosten f&uuml;r die dienstlichen Bahnfahrten ohne die Kartenerm&auml;&szlig;igung den Kaufpreis f&uuml;r die Bahncard &uuml;bersteigen. Die Privatfahrten, die der Arbeitnehmer mit der Bahncard zus&auml;tzlich durchf&uuml;hrt, werden dann nicht besteuert. Beispiel Ein Arbeitgeber ersetzt seinem Arbeitnehmer die Kosten f&uuml;r die Bahncard 50 von 255 Euro. Die Bahncard wird sowohl beruflich als auch privat genutzt. F&uuml;r Dienstreisen fallen 600 Euro an, die sich mit der Bahncard 50 auf 300 Euro reduzieren. Folglich wendet der Arbeitgeber anstatt 600 Euro nur 555 Euro auf (300 Euro f&uuml;r Fahrscheine und 255 Euro f&uuml;r die Bahncard) und spart 45 Euro. Die Kosten&uuml;bernahme ist damit lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Auslagenersatz muss vom Arbeitnehmer regelm&auml;&szlig;ig als Arbeitslohn versteuert werden, wenn er in pauschaler Form gezahlt wird. Derartige Zahlungen k&ouml;nnen aber ausnahmsweise steuerfrei bleiben, wenn sie regelm&auml;&szlig;ig get&auml;tigt werden und der Arbeitnehmer seine erstattungsf&auml;higen Kosten &uuml;ber einen repr&auml;sentativen Zeitraum von drei Monaten nachgewiesen hat. Fallen beim Arbeitnehmer erfahrungsgem&auml;&szlig; beruflich veranlasste Telefonkosten an, kann der Arbeitgeber ihm aus Vereinfachungsgr&uuml;nden pauschal und ohne Einzelnachweis bis zu 20% des monatlichen Rechnungsbetrags, h&ouml;chstens jedoch 20 Euro im Monat, steuerfrei erstatten. Stellt der Arbeitnehmer seinen Dienstwagen in einer von ihm angemieteten Garage unter, handelt es sich ebenfalls um steuerfreien Auslagenersatz, wenn der Arbeitgeber diese Garagenmiete erstattet. Belegschaftsrabatte Arbeitnehmer k&ouml;nnen Waren oder Dienstleistungen, die zur Liefer- und Leistungspalette ihres Arbeitgebers geh&ouml;ren (z.B. Uhren eines Uhrenherstellers), mit einem Kostenvorteil von bis zu 1.080 Euro j&auml;hrlich lohnsteuerund sozialversicherungsfrei vom Arbeitgeber beziehen. Der Arbeitgeber darf diese Waren bzw. Dienstleistungen jedoch nicht &uuml;berwiegend f&uuml;r den Bedarf seiner Arbeitnehmer herstellen, vertreiben oder erbringen - dann Steuerg&uuml;nstige Gehaltszuwendungen an Arbeitnehmer entf&auml;llt dieser sogenannte Rabattfreibetrag. Die H&ouml;he des geldwerten Vorteils errechnet sich auf Grundlage des &uuml;blichen Bruttoverkaufspreises, abz&uuml;glich eines 4%igen Abschlags. Beispiel Ein Arbeitgeber betreibt ein Elektrofachgesch&auml;ft und schenkt seinem Arbeitnehmer einen Fernseher, den er in seinem Gesch&auml;ft f&uuml;r 2.320 Euro anbietet. Unter Abzug des 4-%-Abschlags und eines Freibetrags von 1.080 Euro hat der Arbeitnehmer lediglich einen geldwerten Vorteil von (2.320 Euro x 0,96 2.227,20 Euro - 1.080 Euro ) 1.147,20 Euro zu versteuern. Der Rabatt muss vom Arbeitnehmer nicht versteuert werden, wenn der Vorteil &uuml;blicherweise auch Kunden des Arbeitgebers einger&auml;umt wird. Hinweis zur Umsatzsteuer Die Gew&auml;hrung eines Belegschaftsrabatts in Form des geschenkten Fernsehers an den Arbeitnehmer ist umsatzsteuerbar, Bemessungsgrundlage f&uuml;r den Umsatz ist der Einkaufspreis bzw. Selbstkostenpreis des Arbeitgebers (ohne Umsatzsteuer). Tipp Arbeitnehmer k&ouml;nnen den Freibetrag f&uuml;r jedes ihrer Dienstverh&auml;ltnisse beanspruchen. Das bedeutet: Bei einem Stellenwechsel innerhalb eines Jahres k&ouml;nnen sie den Freibetrag gleich zweimal nutzen. Auch wenn der Arbeitnehmer gleichzeitig in mehreren Arbeitsverh&auml;ltnissen steht, vervielf&auml;ltigt sich sein Freibetrag. Betriebsveranstaltungen Arbeitgeber nutzen Betriebsveranstaltungen h&auml;ufig, um der Belegschaft f&uuml;r die erbrachten Leistungen zu danken und das Betriebsklima zu f&ouml;rdern. Schon im Vorhinein sollte bei der Planung der Feier aber auf lohnsteuerliche Besonderheiten geachtet werden. Nur durch sorgf&auml;ltige Dokumentation der Betriebsveranstaltungen kann der Arbeitgeber die Grundlage f&uuml;r eine g&uuml;nstige steuerliche Behandlung des Festes schaffen. Eine Betriebsveranstaltung liegt vor, wenn der Teilnehmerkreis einer Veranstaltung mit gesellschaftlichem Charakter &uuml;berwiegend aus Betriebsangeh&ouml;rigen und deren Begleitpersonen besteht. Es kommt dabei nicht darauf an, ob die Betriebsveranstaltung vom Arbeitgeber selbst oder vom Betriebs-/Personalrat ausgerichtet wird, solange es sich um eine betriebliche Feier handelt. Der Anlass f&uuml;r die Betriebsveranstaltung darf nicht nur in einer Person liegen, wie etwa bei Feiern anl&auml;sslich eines runden Geburtstags des Arbeitgebers oder einer Abschiedsfeier f&uuml;r einen in die Rente gehenden Mitarbeiter. Bis einschlie&szlig;lich 2014 galt f&uuml;r die &uuml;blichen Zuwendungen, die einem Arbeitnehmer anl&auml;sslich einer Betriebsveranstaltung zugewandt wurden, eine Freigrenze von 110 Euro pro Fest und Arbeitnehmer. Das hei&szlig;t: Sobald das Fest kostenintensiver war und diese Grenze auch nur um 1 Euro &uuml;berschritten war, musste der Arbeitnehmer den gesamten Betrag versteuern. Ab dem 01.01.2015 hat der Gesetzgeber diese Freigrenze allerdings in einen Freibetrag umgewandelt, so dass alle Vorteile bis 110 Euro steuerfrei belassen werden k&ouml;nnen. Nur der &uuml;bersteigende Betrag muss fortan vom Arbeitnehmer versteuert werden. Die Kosten f&uuml;r den Rahmen einer Betriebsveranstaltung werden jedoch nach der neuen Regelung st&auml;rker mit einbezogen. &Uuml;bernachtungs- und Fahrtkosten von Mitarbeitern, die mit der Veranstaltung direkt zusammenh&auml;ngen, z.B. die Kosten f&uuml;r einen Reisebus, der die Teilnehmer an den Ort des Betriebsveranstaltung bringt Die Kosten, welche auf eine Begleitperson (z.B. Ehefrau) entfallen, werden dem Arbeitnehmer zugerechnet, der begleitet wurde - f&uuml;r Begleitpersonen wird kein zus&auml;tzlicher Freibetrag von 110 Euro gew&auml;hrt. Um den Freibetrag optimal auszunutzen, k&ouml;nnen die Arbeitsparteien beispielsweise vereinbaren, dass der Arbeitnehmer die Kosten der Feier selbst tr&auml;gt, soweit sie 110 Euro &uuml;bersteigen. In diesem Fall f&auml;llt keine Steuer f&uuml;r die Teilnahme an der Betriebsveranstaltung an. F&uuml;r die Belegschaft eines Betriebs wird eine Weihnachtsfeier mit Buffet in einem Hotel ausgerichtet. Der Arbeitgeber w&uuml;rde sich auch freuen, wenn die Ehegatten der verheirateten Mitarbeiter ebenfalls an der Feier teilnehmen w&uuml;rden. Die Kosten f&uuml;r die Feier belaufen sich auf insgesamt 10.000 Euro. Von diesen entfallen 4.000 Euro auf alle mit dem Veranstaltungsort zusammenh&auml;ngenden Aufwendungen und das Programm, w&auml;hrend das Buffet und Getr&auml;nke f&uuml;r alle G&auml;ste mit pauschal 6.000 Euro zu Buche schl&auml;gt. Es nehmen 75 Arbeitnehmer teil, von diesen bringen 25 Ihren Ehegatten mit. Alle Aufwendungen des Arbeitgebers f&uuml;r das Fest einschlie&szlig;lich der Umsatzsteuer sind f&uuml;r die Berechnung der Aufwendungen pro Arbeitnehmer relevant. Dies gilt sowohl f&uuml;r Kosten, die dem einzelnen Arbeitnehmer individuell zugerechnet werden k&ouml;nnen (z.B. Kosten f&uuml;r ein Mehr-G&auml;nge-Men&uuml;), aber auch die Kosten f&uuml;r den &auml;u&szlig;eren Rahmen der Betriebsveranstaltung (z.B. Saalmiete) werden anteilig auf die Anwesenden verteilt. Die einzige Ausnahme f&uuml;r diesen Grundsatz besteht, wenn eine Betriebsfeier in den R&auml;umlichkeiten des Betriebs stattfindet: In dem Fall werden die rechnerischen Selbstkosten des Arbeitgebers (z.B. Energiekosten) hier nicht mit einbezogen. Zu den &uuml;blichen Zuwendungen f&uuml;r Betriebsveranstaltungen, die &uuml;ber den Freibetrag beg&uuml;nstigt sind, geh&ouml;ren beispielsweise die folgenden: Speisen, Getr&auml;nke, Tabakwaren und S&uuml;&szlig;igkeiten Aufwendungen f&uuml;r den &auml;u&szlig;eren Rahmen (z.B. f&uuml;r R&auml;ume, Musik, Kegelbahn, k&uuml;nstlerische Darbietungen) Eintrittskarten f&uuml;r kulturelle und sportliche Veranstaltungen, wenn sich die Betriebsveranstaltung nicht im Besuch der kulturellen oder sportlichen Veranstaltung ersch&ouml;pft daher dem Arbeitnehmer Geld, um beispielsweise eine Eintrittskarte f&uuml;r eine sportliche Veranstaltung zu kaufen, handelt es sich ebenfalls um eine Zuwendung im Rahmen einer Betriebsveranstaltung. Geschenke, die bei der Veranstaltung &uuml;berreicht werden - auch die nachtr&auml;gliche &Uuml;berreichung der Geschenke an die Arbeitnehmer, die aus betrieblichen oder pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden nicht an der Betriebsveranstaltung teilnehmen konnten Hinweis Barzuwendungen k&ouml;nnen ebenfalls Zuwendungen anl&auml;sslich einer Betriebsveranstaltung sein. Dazu m&uuml;ssen die Zuwendungen in bar anstelle der entsprechenden Sachzuwendungen gew&auml;hrt werden. &Uuml;berl&auml;sst der Arbeitgeber Zuerst m&uuml;ssen die Aufwendungen pro Kopf ermittelt werden. Da das Buffet pauschal berechnet wird, m&uuml;ssen diese Aufwendungen und die Kosten f&uuml;r den Rahmen auf die anwesenden Arbeitnehmer aufgeteilt werden. 10.000 Euro Gesamtkosten / 100 Teilnehmer 100 Euro/Kopf Um zu ermitteln, ob der Freibetrag alleine ausreicht oder ob Anteile der Zuwendungen als geldwerter Vorteil versteuert werden m&uuml;ssen, werden die Kosten der Arbeitnehmer mit denen ihrer Begleitperson zusammengerechnet. Bei 50 Arbeitnehmern bleiben die Zuwendungen steuerfrei, da diese mit 100 Euro unterhalb des Freibetrags liegen. Bei den Arbeitnehmern mit Begleitperson liegt der Gesamtbetrag jedoch bei 200 Euro und somit &uuml;ber dem Freibetrag. Damit muss bei dem Arbeitnehmer ein geldwerter Vorteil von (200 Euro Zuwendungen - 110 Euro Freibetrag ) 90 Euro versteuert werden. Von vornherein ausgeschlossen ist die Anwendung des 110-Euro-Freibetrags zudem, wenn die Betriebsveranstaltung nicht allen Angeh&ouml;rigen des Betriebs oder Teilbetriebs offen steht. Darlehen Gew&auml;hren Arbeitgeber ihren Angestellten einen zinslosen oder zinsg&uuml;nstigen Kredit, geh&ouml;rt der Zinsvorteil als Sachbezug zum steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn. Bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils muss unterschieden werden, ob f&uuml;r das Arbeitgeberdarlehen die steuerbefreite monatliche 44-Euro-Grenze gilt (z.B. wenn ein Arbeitnehmer eines Einzelh&auml;ndlers ein zinsverbilligtes Arbeitgeberdarlehen erh&auml;lt) oder es sich um einen Belegschaftsrabatt handelt, bei dem der Rabattfreibetrag von 1.080 Euro (siehe unter Belegschaftsrabatte) anwendbar ist (z.B. wenn Bankangestellter ein zinsverbilligtes Darlehen von seinem Arbeitgeber erh&auml;lt). Im ersten Fall muss der dem Arbeitnehmer tats&auml;chlich gew&auml;hrte Zinssatz mit dem Zinssatz verglichen werden, der f&uuml;r vergleichbare Darlehen am Abgabeort gilt. Beispiel Ein Angestellter einer Anwaltskanzlei erh&auml;lt vom Arbeitgeber einen Kredit &uuml;ber 40.000 Euro mit einem Darlehenszins von 3,4%. Direktbanken bieten vergleichbare Darlehen zu 4,7% an, so dass die Differenz von (4,7% - 3,4% ) 1,3% den geldwerten Vorteil darstellt. Dies sind pro Jahr 520 Euro und monatlich 43,33 Euro. Da dieser Betrag unter der Freigrenze von 44 Euro liegt, kann der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer das Darlehen steuerfrei zur Verf&uuml;gung stellen. Aus Vereinfachungsgr&uuml;nden d&uuml;rfen die Arbeitsparteien als Vergleichswert auch den von der Deutschen Bundesbank zuletzt ver&ouml;ffentlichten Effektivzinssatz heranziehen und um einen 4%igen Abschlag mindern. Fehlgeldentsch&auml;digungen Mankogelder sind bei Arbeitnehmern im Kassen- oder Z&auml;hldienst regelm&auml;&szlig;ig lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Der Betrag darf allerdings im Fall einer pauschalen Zahlung monatlich 16 Euro nicht &uuml;bersteigen. Zahlt der Arbeitgeber mehr, ist nur der &uuml;bersteigende Betrag steuerpflichtig. Ersetzt der Arbeitgeber tats&auml;chliche Kassenfehlbest&auml;nde, ist der gesamte Betrag lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei! Geburtstagsfeiern Richtet ein Arbeitgeber anl&auml;sslich des runden Geburtstags eines Arbeitnehmers einen Empfang aus, stellen die Aufwendungen hierf&uuml;r keinen Sachbezug dar, wenn es sich um eine betriebliche Veranstaltung handelt. Gesundheitsf&ouml;rderung Der Arbeitnehmer erh&auml;lt ein Arbeitgeberdarlehen von 30.000 Euro zu einem Zinssatz von 1,5% j&auml;hrlich. Der Vergleichszinssatz der Deutschen Bundesbank betr&auml;gt 2,5%. Der Arbeitgeber kann pro Arbeitnehmer und Jahr bis zu 500 Euro steuer- und sozialabgabenfrei f&uuml;r Gesundheitsf&ouml;rderungsma&szlig;nahmen ausgeben (Freibetrag). Beg&uuml;nstigt sind unter anderem sowohl Ma&szlig;nahmen zur Stressbew&auml;ltigung am Arbeitsplatz und zur Vorbeugung gegen Belastungen des Bewegungsapparats, gegen Suchtmittelkonsum wie beispielsweise Aktionen &#039;&#039;Rauchfrei im Betrieb&#039;&#039; oder &#039;&#039;N&uuml;chternheit am Arbeitsplatz&#039;&#039; als auch eine gesundheitsgerechte betriebliche Gemeinschaftsverpflegung. Z&auml;hlt der Zinsvorteil zu den Belegschaftsrabatten, z.B. weil der Arbeitgeber ein Kreditinstitut ist, muss als Vergleichszinssatz der Effektivzinssatz herangezogen werden, den der Arbeitgeber fremden Letztverbrauchern im allgemeinen Gesch&auml;ftsverkehr f&uuml;r Darlehen vergleichbarer Art gew&auml;hrt. Auch hiervon darf noch ein 4%iger Abschlag vorgenommen werden. Betr&auml;gt der Kreditrestsaldo zudem nicht mehr als 2.600 Euro, muss der Arbeitnehmer den geldwerten Vorteil (unabh&auml;ngig von der Zinsersparnis) nicht mehr versteuern. Unter die Steuerbefreiung fallen auch Barzusch&uuml;sse des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer, die diese f&uuml;r externe Ma&szlig;nahmen aufwenden. Der Betrieb kann die entstandenen Kosten direkt bezahlen oder im Nachhinein erstatten. Die &Uuml;bernahme von Mitgliedsbeitr&auml;gen an Sportvereine und Fitnessstudios ist aber nicht steuerbefreit. Der Betrieb darf den Besuch des Fitnessstudios lediglich dann steuerfrei finanzieren, wenn dessen Angebote von einer Krankenkasse als f&ouml;rderungsw&uuml;rdig eingestuft sind. Hinweis Wichtig ist, dass der Arbeitnehmer die Leistung zur Gesundheitsf&ouml;rderung zus&auml;tzlich zu seinem normalen Gehalt erh&auml;lt. Der Betrieb darf also den Lohn des Arbeitnehmers nicht um j&auml;hrlich 500 Euro mindern, um ihm dann anschlie&szlig;end in gleicher H&ouml;he Kostenzusch&uuml;sse f&uuml;r Gesundheitsma&szlig;nahmen zu gew&auml;hren. In diesem Fall kann der 500-EuroFreibetrag nicht beansprucht werden. M&ouml;glich ist jedoch ein anderer Weg: Vereinbaren die Arbeitsparteien anstelle einer Gehaltserh&ouml;hung von 500 Euro, dass der Arbeitgeber k&uuml;nftig 500 Euro f&uuml;r die Gesundheitsf&ouml;rderung ausgibt, erh&auml;lt der Angestellte netto letztlich mehr als im Fall der regul&auml;ren Gehaltserh&ouml;hung. Job-Tickets Die kostenlos oder verbilligt vom Arbeitgeber &uuml;berlassene Fahrkarte f&uuml;r den Verkehrsverbund f&uuml;hrt grunds&auml;tzlich zu steuerpflichtigem Arbeitslohn, Arbeitnehmer k&ouml;nnen f&uuml;r diesen Vorteil aber die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 44 Euro in Anspruch nehmen. Ist der Vorteil aus der verbilligten &Uuml;berlassung nicht h&ouml;her, bleibt er unbesteuert, selbst wenn der Arbeitnehmer das Ticket nur privat verwendet. Die 44-Euro-Freigrenze gilt nur bei einem Sachbezug und nicht bei einem Barzuschuss. Daher muss der Arbeitgeber das Job-Ticket vom Verkehrsunternehmen erwerben und verbilligt an seinen Arbeitnehmer abgeben. Die Arbeitsparteien sollten aber beachten, dass die 44-Euro-Freigrenze sich in der Regel nur bei der &Uuml;berlassung einer Monatskarte steuerg&uuml;nstig auswirkt. Sofern der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Jahreskarte &uuml;berl&auml;sst, flie&szlig;t der geldwerte Vorteil dem Arbeitnehmer auf einen Schlag im Monat der &Uuml;berlassung zu, so dass der geldwerte Vorteil die 44-Euro-Freigrenze &uuml;berschreitet und versteuert werden muss. Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils ist als Vergleichswert der Betrag heranzuziehen, den der Arbeitgeber an den Verkehrstr&auml;ger entrichtet (abz&uuml;glich eines 4%igen Abschlags). Eine &uuml;bliche Tariferm&auml;&szlig;igung, die Arbeitgeber als &#039;&#039;Gro&szlig;kunden&#039;&#039; oft in Form eines prozentualen Preisnachlasses erhalten, ist kein lohnsteuerpflichtiger Vorteil. Ein Sachbezug liegt also nur vor, soweit der Arbeitnehmer das Job-Ticket noch g&uuml;nstiger oder komplett kostenlos von seinem Arbeitgeber erh&auml;lt. Beispiel Ein Arbeitnehmer, der 15 km vom Arbeitsort entfernt wohnt, erh&auml;lt im Rahmen eines Firmenabos von seinem Arbeitgeber ein monatliches Job-Ticket und zahlt daf&uuml;r 45 Euro. Im Normaltarif kostet das Ticket 100 Euro. Das Verkehrsunternehmen gew&auml;hrt dem Arbeitgeber einen Gro&szlig;kundenpreisnachlass von 10%. &uuml;blicher Preis eines Job-Tickets 100,00 Euro Gro&szlig;kundenerm&auml;&szlig;igung von 10% - 10,00 Euro vom Arbeitgeber zu entrichten 90,00 Euro davon pauschal 96% (gesetzlicher Abschlag von 4% vom &uuml;blichen Verkaufspreis) 86,40 Euro abz&uuml;glich Zuzahlung des Arbeitnehmers - 45,00 Euro monatlicher geldwerter Vorteil 41,40 Euro Werden dem Arbeitnehmer keine weiteren Sachbez&uuml;ge im Monat gew&auml;hrt, bleibt der Vorteil von 41,40 Euro lohnsteuerfrei. Hinweis Fahrtkostenzusch&uuml;sse des Arbeitgebers zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers f&uuml;r Pendelfahrten zur Arbeit sind in vollem Umfang lohnsteuerpflichtig. Der Fiskus bietet dem Arbeitgeber allerdings die M&ouml;glichkeit an, die Lohnsteuer mit 15% pauschal zu erheben (Details unter Punkt 5.2). Kinderbetreuung Lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei sind Arbeitgeberleistungen zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern des Arbeitnehmers in betrieblichen und au&szlig;erbetrieblichen Kinderg&auml;rten. Beg&uuml;nstigt ist auch die Betreuung des Kindes in Schulkinderg&auml;rten, Kindertagesst&auml;tten, Kinderkrippen, bei Tagesm&uuml;ttern, Wochenm&uuml;ttern oder Ganztagspflegestellen. Hinweis Steuer- und Beitragsfreiheit tritt allerdings nur ein, wenn der Arbeitgeber die Betreuungsleistungen zus&auml;tzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbringt. Eine Gehaltsumwandlung (Herabsetzung des Lohns und &Uuml;bernahme der Kinderbetreuungskosten) erkennt der Fiskus steuerlich nicht an. Zahlt der Arbeitgeber den Zuschuss in bar aus, muss ihm der Arbeitnehmer einen Nachweis &uuml;ber die angefallenen Kosten vorlegen. Der Arbeitgeber muss diese Nachweise im Original als Belege zum Lohnkonto aufbewahren. Der H&ouml;he der Arbeitgeberleistungen sind hierbei keine Grenzen gesetzt, sofern der Betrag nicht &uuml;ber den tats&auml;chlich entstandenen Kosten liegt. In H&ouml;he der erhaltenen Erstattungen k&ouml;nnen Arbeitnehmer dann jedoch keine Kinderbetreuungskosten mehr in der Steuererkl&auml;rung absetzen. Tipp Mit dem Kindergartenzuschuss erhalten Arbeitnehmer eine steuerfreie Gehaltserh&ouml;hung, sofern sie mit ihrem Arbeitgeber vereinbaren, dass die n&auml;chste Lohnerh&ouml;hung f&uuml;r die Kinderbetreuung gezahlt wird. F&uuml;r die Steuerfreiheit der Betreuungszusch&uuml;sse muss nicht einmal der beim Arbeitgeber besch&auml;ftigte Elternteil die Kosten getragen haben. Lebt das Kind beispielsweise beim Ex-Partner, kann der Betrieb auch dessen Aufwendungen &uuml;bernehmen, ohne dass dieser Vorgang eine Mehrsteuer beim Arbeitnehmer ausl&ouml;st. Hinweis Aufwendungen f&uuml;r die Betreuung des Kindes im eigenen Haushalt (z.B. durch eine Haushaltshilfe) k&ouml;nnen vom Arbeitgeber nicht lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei erstattet werden. Zudem sind Leistungen des Arbeitgebers, die den Unterricht von Kindern finanzieren (z.B. Besuch einer Vorschule) und nicht unmittelbar der Betreuung dienen (z.B. die Bef&ouml;rderung zwischen Wohnung und Kindergarten), lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig. Bezahlt der Arbeitgeber auch die Betreuung schulpflichtiger Kinder - etwa im Hort -, sind diese Beihilfen ebenfalls steuerpflichtig. Die Lohnsteuer auf eine arbeitst&auml;gliche Mahlzeitengestellung kann vom Arbeitgeber auch pauschal mit 25% erhoben werden, so dass die Zusch&uuml;sse in der Sozialversicherung beitragsfrei sind. Stellt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer arbeitst&auml;glich kostenlose oder verbilligte Mahlzeiten zur Verf&uuml;gung (z.B. in einer selbstbetriebenen Kantine), muss dieser Vorteil mit dem amtlichen Sachbezugswert angesetzt werden. Dieser g&uuml;nstige Wertansatz ist auch ma&szlig;geblich, wenn die Mahlzeiten in einer nicht vom Arbeitgeber betriebenen Einrichtung (z.B. Gastst&auml;tte) offeriert werden, sofern der Arbeitgeber durch Barzusch&uuml;sse oder andere Leistungen (z.B. Raumgestellung) zur Verbilligung der dortigen Mahlzeiten beitr&auml;gt. Die aktuellen Sachbezugswerte betragen Als Arbeitslohn muss der Arbeitnehmer die Differenz zwischen dem Sachbezugswert und der eigenen Zuzahlung versteuern. Die Sachbezugswerte gelten auch, wenn der Arbeitnehmer Essenmarken oder Restaurantschecks vom Seit 2014 d&uuml;rfen die Sachbezugswerte auch f&uuml;r Mahlzeiten angesetzt werden, die der Arbeitnehmer w&auml;hrend einer beruflich veranlassten Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit vom Arbeitgeber erh&auml;lt. Voraussetzung f&uuml;r diese Form der Bewertung ist allerdings, dass der Preis der Mahlzeit nicht h&ouml;her als 60 Euro ist. Die steuerliche Erfassung einer solchen &uuml;blichen Mahlzeit kann allerdings komSteuerg&uuml;nstige Gehaltszuwendungen an Arbeitnehmer des Grundlohns nicht &uuml;bersteigen. Nachtarbeit ist die Arbeit in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr. Wird an Sonnund Feiertagen auch nachts gearbeitet, so erh&ouml;hen sich die Sonn- und Feiertagszuschl&auml;ge um den Zuschlagssatz f&uuml;r Nachtarbeit. Neben dem Grundlohn gezahlte Zuschl&auml;ge sind nur steuerfrei, wenn sie f&uuml;r tats&auml;chlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit gezahlt werden. Sie sind in der Regel nicht befreit, wenn sie Teil einer einheitlichen T&auml;tigkeitsverg&uuml;tung sind und pauschal gezahlt werden. F&uuml;r diese Zuschl&auml;ge gilt die Steuerfreiheit nur, wenn sie Abschlagszahlungen oder Vorsch&uuml;sse f&uuml;r tats&auml;chlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit darstellen. Die Steuerfreiheit geht in der Praxis h&auml;ufig verloren, weil die Arbeitsparteien pauschale Zuschl&auml;ge vereinbaren. Aus steuerlichen Gr&uuml;nden sollten Sie daher bereits im Arbeitsvertrag darauf achten, dass die Zuschl&auml;ge nur f&uuml;r tats&auml;chlich geleistete Arbeitsstunden zu beg&uuml;nstigten Zeiten gezahlt werden. Pauschalsteuer auf Sachzuwendungen Erh&auml;lt ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber eine Sachzuwendung, muss diese Zuwendung in der Regel auf Seiten des Arbeitnehmers steuererh&ouml;hend erfasst werden. Alternativ kann aber auch der Arbeitgeber die ertragsteuerlichen Folgen der Sachzuwendung &uuml;bernehmen, indem er f&uuml;r die Zuwendung eine Pauschalsteuer von 30% abf&uuml;hrt. Mit diesem Schritt kann die steuerliche Erfassung eines geldwerten Vorteils beim Arbeitnehmer unterbleiben - der Arbeitgeber schenkt ihm die Steuer also quasi mit. Die Pauschalversteuerung gilt allerdings nur f&uuml;r Zuwendungen, die nicht in Geld ausbezahlt werden und die der Arbeitgeber zus&auml;tzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbringt. Das Wahlrecht zur Anwendung der Pauschalierung der Einkommensteuer muss der Arbeitgeber einheitlich f&uuml;r alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gew&auml;hrten Zuwendungen aus&uuml;ben. Der Arbeitgeber kann sich sogar noch im Nachhinein &uuml;berlegen, ob er die Pauschalregel anwenden m&ouml;chte. Die Entscheidung muss er sp&auml;testens in der letzten LohnsteuerAnmeldung des Wirtschaftsjahres der Zuwendung treffen. Hierf&uuml;r reicht die Abgabe einer ge&auml;nderten LohnsteuerAnmeldung aus, solange dies verfahrensrechtlich noch m&ouml;glich ist. Privatnutzung betrieblicher Telefone/Computer Die Vorteile, die einem Arbeitnehmer aus der privaten Nutzung von betrieblichen Datenverarbeitungs- oder Telekommunikationseinrichtungen (z.B. Personalcomputer, Smartphones, Tablets) erwachsen, sind steuerfrei. Dies gilt selbst dann, wenn die Ger&auml;te in der Privatwohnung des Arbeitnehmers genutzt werden. Die vom Arbeitgeber getragenen Verbindungsentgelte (Grundgeb&uuml;hr und laufende Kosten) sind ebenfalls nicht zu versteuern. Die Steuerfreiheit umfasst auch die Nutzung von Zubeh&ouml;r und Software des Arbeitgebers (z.B. sogenannte Home-Use-Programme zur Textverarbeitung). Hinweis Die Steuerfreiheit gilt unabh&auml;ngig vom Verh&auml;ltnis der beruflichen zur privaten Nutzung der Ger&auml;te. Hinweis zur Umsatzsteuer Es ist wie folgt zu unterscheiden: Privatnutzung des betrieblichen Telefons gegen Entgelt: Kann der Arbeitnehmer das betriebliche Telefon privat nutzen und hat er daf&uuml;r ein Entgelt an den Arbeitgeber zu zahlen, ist dies ein umsatzsteuerbarer und auch steuerpflichtiger Vorgang. Privatnutzung des betrieblichen Telefons ohne Entgelt: Wenn der Arbeitnehmer das Telefon f&uuml;r private Zwecke kostenlos nutzen darf, erbringt der Arbeitgeber ihm gegen&uuml;ber grunds&auml;tzlich eine steuerbare und steuerpflichtige unentgeltliche Wertabgabe. Privatnutzung des Telefons gegen den Willen des Arbeitgebers: Fehlt es an der willentlichen Wertabgabe des Arbeitgebers, liegt ein nicht steuerbarer Vorgang vor, aus dem gegebenenfalls zivil- bzw. arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen werden k&ouml;nnen. Sachpr&auml;mien bei Kundenbindungsprogrammen Steuerfrei sind Sachpr&auml;mien, die der Arbeitnehmer aus sogenannten Kundenbindungsprogrammen bezieht (z.B. Bonusmeilen). Der Pr&auml;mienwert darf allerdings j&auml;hrlich 1.080 Euro nicht &uuml;bersteigen (siehe Belegschaftsrabatte). Dies gilt auch f&uuml;r die Sozialversicherung. Verg&uuml;nstigungen in Form von Freifl&uuml;gen wie beispielsweise im Programm &#039;&#039;Miles und More&#039;&#039; haben beim Arbeitnehmer in der Regel keine steuerliche Auswirkung. Nutzt der Arbeitnehmer den Bonus, den er auf dienstlichen Reisen angesammelt hat, f&uuml;r private Reisen, bleibt dieser Vorteil zun&auml;chst einmal bis zu 1.080 Euro im Kalenderjahr steuerfrei. Den dar&uuml;ber hinausgehenden Betrag k&ouml;nnen die Fluggesellschaften pauschal versteuern, so dass der Arbeitnehmer von den steuerlichen Folgen freigestellt ist. Der Vorteil aus einem Bonusprogramm unterliegt also nur dann der Lohnsteuer, wenn eine Fluggesellschaft die pauschale Regelung nicht anwendet. Die Fluggesellschaften m&uuml;ssen den Arbeitnehmer &uuml;ber die Steuer&uuml;bernahme informieren. Sofern er nicht entsprechend unterrichtet wurde, muss er die Sachpr&auml;mie in seiner Einkommensteuererkl&auml;rung angeben. Schadenersatz Schadenersatzleistungen des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer geh&ouml;ren nicht zum Arbeitslohn, wenn dieser zur Leistung verpflichtet ist oder einen zivilrechtlichen Schadenersatzanspruch des Arbeitnehmers wegen schuldhafter Verletzungen arbeitsvertraglicher F&uuml;rsorgepflichten erf&uuml;llt. Hinweis zur Umsatzsteuer Beim Schadenersatz fehlt es an einem Leistungsaustausch, so dass keine Umsatzsteuer anf&auml;llt (nicht steuerbarer Vorgang). Sonstige Beihilfen Erholungsbeihilfen stellen grunds&auml;tzlich steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Hinweis F&uuml;r diese Beihilfen kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer jedoch pauschal mit 25% &uuml;bernehmen. Maximale pauschalisierbare Beihilfe: f&uuml;r Arbeitnehmer f&uuml;r Ehegatten und je Kind Beihilfen im Krankheits- oder Ungl&uuml;cksfall sind bis 600 Euro je Kalenderjahr lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Bei Betrieben mit mehr als f&uuml;nf Arbeitnehmern m&uuml;ssen aber zus&auml;tzliche Voraussetzungen erf&uuml;llt werden (z.B. Einrichtung einer Unterst&uuml;tzungskasse, Beteiligung des Betriebsrats etc.). Sparanreize Mitarbeiterbeteiligung Die Abgabe von Firmenbeteiligungen an Arbeitnehmer bleibt bei j&auml;hrlichen Kursvorteilen bis zu 360 Euro steuerund sozialversicherungsfrei. Diese Verg&uuml;nstigung bezieht sich auf die unentgeltliche oder verbilligte &Uuml;berlassung von Verm&ouml;gensbeteiligungen am Unternehmen des Arbeitgebers und an Mitarbeiterbeteiligungsfonds. Voraussetzung f&uuml;r die Steuerfreiheit ist noch nicht einmal, dass die Verm&ouml;gensbeteiligung zus&auml;tzlich zu ohnehin geschuldeten Leistungen gew&auml;hrt wird. Somit darf die Beteiligung auch auf bestehende oder k&uuml;nftige Lohnanspr&uuml;che angerechnet werden. Voraussetzung f&uuml;r die Steuerfreiheit ist jedoch, dass der Vorteil allen Arbeitnehmern offensteht, die mindestens ein Jahr im Betrieb besch&auml;ftigt sind. Die Teilnahme an Mitarbeiterkapitalbeteiligungen muss zudem freiwillig sein. Nicht beg&uuml;nstigt sind Geldleistungen des Arbeitgebers zum Erwerb von Beteiligungen sowie der Erwerb von herk&ouml;mmlichen Aktien- oder Mischfonds. Beg&uuml;nstigt werden alle Personen im Rahmen eines gegenw&auml;rtigen Dienstverh&auml;ltnisses, also auch Aushilfskr&auml;fte und Mini-Jobber. Die Steuerfreiheit kann beim unterj&auml;hrigen Arbeitgeberwechsel oder bei parallelen Arbeitsverh&auml;ltnissen mehrfach in Anspruch genommen werden. Verm&ouml;genswirksame Leistungen (VL) Geldleistungen, die der Arbeitgeber f&uuml;r den Arbeitnehmer anlegt, werden als verm&ouml;genswirksame Leistungen bezeichnet. Diese Sparform wird vom Fiskus durch die sogenannte Arbeitnehmersparzulage subventioniert. Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf die Zulage, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen Bausparen Trinkgelder Trinkgeld, das ein Arbeitnehmer anl&auml;sslich einer Arbeitsleistung von Dritten erh&auml;lt, ist in unbegrenzter H&ouml;he steuer- und beitragsfrei. Diese steuerg&uuml;nstigen Folgen treten jedoch nur ein, wenn das Trinkgeld dem Arbeitnehmer freiwillig - ohne Rechtsanspruch - und zus&auml;tzlich zu dem f&uuml;r die Arbeitsleistung geschuldeten Betrag gezahlt wird. Hinweis zur Umsatzsteuer Das dem Bedienungspersonal freiwillig gezahlte Trinkgeld geh&ouml;rt nicht zum Entgelt f&uuml;r die Leistungen des Unternehmers und ist daher umsatzsteuerrechtlich nicht zu erfassen. Warengutscheine Gutscheine &uuml;ber Waren bzw. Dienstleistungen stellen typischerweise Sachbez&uuml;ge dar. Der entsprechende Vorteil ist mit dem &uuml;blichen Verkaufspreis (Bruttowert) abz&uuml;glich eines pauschalen Preisnachlasses von 4% anzusetzen und kann steuerlich komplett au&szlig;er Ansatz bleiben, wenn er monatlich insgesamt 44 Euro nicht &uuml;bersteigt. Hinweis Aufgrund der ge&auml;nderten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs liegt bei Gutscheinen auch dann ein beg&uuml;nstigter Sachbezug vor, wenn sie bei einem Dritten (einem fremden Leistungserbringer) einzul&ouml;sen sind und neben der Bezeichnung der abzugebenden Ware oder Dienstleistung auch einen anzurechnenden Betrag oder H&ouml;chstbetrag enthalten. In diesem Fall hat der Gutschein nicht mehr die Funktion von Bargeld, und damit gilt auch f&uuml;r Gutscheine die 44-Euro-Freigrenze. nicht &uuml;berschreitet und sie verm&ouml;genswirksame Leistungen f&uuml;r wohnwirtschaftliche Zwecke ansparen. F&uuml;r andere Anlageformen liegt die Einkommensgrenze bei 20.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 40.000 Euro (Ehegatten/Lebenspartner). Der 4%ige Abschlag darf bei der Berechnung jedoch nicht abgezogen werden, wenn der Warengutschein eine konkrete Betragsangabe enth&auml;lt. In diesem Fall m&uuml;ssen die Arbeitsparteien den ungek&uuml;rzten Wert des Gutscheins bei der Vorteilsberechnung ansetzen. Die Mittel zur Ansparung kann der Arbeitgeber laut Vereinbarung oder Tarifvertrag zus&auml;tzlich zum normalen Gehalt extra zahlen. Alternativ kann der Arbeitnehmer den Betrag vom eigenen Lohn abzweigen. Als Gutscheine kommen beispielsweise Benzingutscheine, Job-Tickets oder Gutscheine f&uuml;r sportliche Aktivit&auml;ten in Betracht. Es gelten folgende F&ouml;rderh&ouml;chstwerte: Steuerg&uuml;nstige Gehaltszuwendungen an Arbeitnehmer Weitere Gehaltsextras im &Uuml;berblick L&auml;sst der Arbeitgeber einem entlassenen Arbeitnehmer eine sogenannte Outplacement-Beratung zur beruflichen Neuorientierung zukommen, sind diese Leistungen zumeist Teil der Abfindungsvereinbarung und k&ouml;nnen somit vom Arbeitnehmer mit dem erm&auml;&szlig;igten Steuertarif (siehe unter Punkt 3 &#039;&#039;Abfindungen&#039;&#039;) versteuert werden. Derartige Outplacement-Leistungen k&ouml;nnen sogar komplett steuerfrei sein, wenn der Arbeitgeber ein ganz &uuml;berwiegend eigenbetriebliches Interesse an der Beratung hat. Es besteht die M&ouml;glichkeit, Arbeitslohn zuerst nur betragsm&auml;&szlig;ig auf einem Zeitwertkonto beim Arbeitgeber zu erfassen und erst sp&auml;ter in der Freistellungsphase des Arbeitnehmers auszubezahlen. Die Gutschrift von laufendem Arbeitslohn sowie von Einmal-, Bonus- und Sonderzahlungen auf dem Zeitkonto f&uuml;hrt noch nicht zum Zufluss von Arbeitslohn - die Besteuerung erfolgt erst bei Auszahlung in der sp&auml;teren Freistellungsphase. F&uuml;r nebenberufliche T&auml;tigkeiten als &Uuml;bungsleiter, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer gew&auml;hrt der Fiskus einen j&auml;hrlichen Freibetrag von 2.400 Euro. Honorare f&uuml;r ehrenamtliche T&auml;tigkeiten (z.B. als Vereinskassierer, Platzwart) bleiben bis 720 Euro pro Jahr steuerfrei. Entsch&auml;digungen des Arbeitgebers f&uuml;r die betriebliche Nutzung von Werkzeugen des Arbeitnehmers bleiben steuer- und sozialversicherungsfrei. Das gilt jedoch nur, wenn die gezahlten Entsch&auml;digungen die entsprechenden Aufwendungen des Arbeitnehmers nicht offensichtlich &uuml;bersteigen. Die Gestellung oder &Uuml;bereignung typischer Berufskleidung durch den Arbeitgeber ist steuerfrei (siehe Punkt 5.1). Die Beitr&auml;ge des Arbeitgebers an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder f&uuml;r eine Direktversicherung zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung sind steuerfrei, soweit die j&auml;hrlichen Beitr&auml;ge 4% der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung nicht &uuml;bersteigen. Hinzu kommen weitere 1.800 Euro, wenn die Versorgungszusage nach 2004 erteilt wurde. Erstattung von Werbungskosten durch den Arbeitgeber Berufskleidung Die unentgeltliche oder verbilligte &Uuml;berlassung von typischer Berufskleidung an Arbeitnehmer ist lohnsteuerund sozialversicherungsfrei. Unter typischer Berufskleidung versteht die Finanzverwaltung z.B. Arbeitsschutzkleidung oder Uniformen, bei denen die private Nutzung so gut wie ausgeschlossen ist. Kann jedoch die private Nutzung nicht ausgeschlossen werden (z.B. beim Anzug des Bankangestellten), liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Kleidung unentgeltlich oder verbilligt &uuml;berl&auml;sst. Auch normale Schuhe und Unterw&auml;sche sind keine typische Berufskleidung. Hinweis zur Umsatzsteuer Die unentgeltliche oder verbilligte &Uuml;berlassung von Berufsbekleidung ist eine nicht steuerbare Leistung, wenn sie &uuml;berwiegend durch das betriebliche Interesse des Arbeitgebers veranlasst ist, so dass dieser Vorgang keine Umsatzsteuer ausl&ouml;st. Fahrten zur Arbeitsst&auml;tte Fahrtkostenerstattungen des Arbeitgebers f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und erster T&auml;tigkeitsst&auml;tte des Arbeitnehmers f&uuml;hren zu steuerpflichtigem Arbeitslohn. Allerdings kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer von der Steuerlast befreien, indem er den Vorteil pauschal mit 15% versteuert. Die Pauschalversteuerung ist jedoch auf den Betrag begrenzt, den der Arbeitnehmer als Werbungskosten f&uuml;r seine Pendelfahrten zur Arbeit geltend machen k&ouml;nnte (0,30 Euro pro Entfernungskilometer). Die pauschale Besteuerung des Fahrtkostenzuschusses ist auch zul&auml;ssig, wenn dem Arbeitnehmer ein Firmenwagen zur privaten Nutzung &uuml;berlassen wurde und er den geldwerten Vorteil f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte versteuert. Die Gew&auml;hrung beruflicher Fort- oder Weiterbildungsma&szlig;nahmen durch den Arbeitgeber stellt f&uuml;r den Arbeitnehmer keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar, wenn das betriebliche Interesse des Arbeitgebers an der Fortbildung &uuml;berwiegt. Ein solches Interesse nimmt die Finanzverwaltung an, wenn die Bildungsma&szlig;nahme die Einsatzf&auml;higkeit des Arbeitnehmers im Betrieb erh&ouml;hen soll. Der Arbeitgeber muss die Teilnahme an der Bildungsma&szlig;nahme hierbei nicht einmal auf die Arbeitszeit des Arbeitnehmers anrechnen. Bei Sprachkursen muss der Arbeitnehmer allerdings Sprachkenntnisse erlangen, die sein vorgesehenes Aufgabengebiet verlangt. Nur dann hat die Fortbildung keine steuererh&ouml;henden Folgen f&uuml;r den Arbeitnehmer. Hinweis zur Umsatzsteuer Die Kosten&uuml;bernahme f&uuml;r eine berufliche Fort- oder Weiterbildungsma&szlig;nahme ist eine nicht steuerbare Leistung, wenn sie &uuml;berwiegend durch das betriebliche Interesse des Arbeitgebers veranlasst ist, so dass keine Umsatzsteuer anf&auml;llt. Doppelte Haushaltsf&uuml;hrung Erstattungen des Arbeitgebers an seinen Arbeitnehmer im Rahmen der doppelten Haushaltsf&uuml;hrung k&ouml;nnen bis zur H&ouml;he der abzugsf&auml;higen Werbungskosten lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei ausgezahlt werden. Eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer aus beruflichen Gr&uuml;nden au&szlig;erhalb des Orts, an dem er seinen eigenen Hausstand unterh&auml;lt, besch&auml;ftigt ist und auch am Besch&auml;ftigungsort &uuml;bernachtet. Die Anzahl der &Uuml;bernachtungen ist dabei unerheblich. Als erstattungsf&auml;hige Kosten kommen in Fahrtkosten aus Anlass des Wohnungswechsels zu Beginn und bei Beendigung der doppelten Haushaltsf&uuml;hrung in H&ouml;he von 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer, Entfernungspauschale von 0,30 Euro je Kilometer f&uuml;r eine Heimfahrt zur Familie pro Woche, Verpflegungsmehraufwendungen nach Reisekostengrunds&auml;tzen (siehe Punkt 5.5) f&uuml;r einen &Uuml;bergangszeitraum von drei Monaten nach Bezug der Wohnung am neuen Besch&auml;ftigungsort, die gesamten Aufwendungen f&uuml;r die Zweitwohnung (dazu geh&ouml;rt auch die Zweitwohnungssteuer) bis zu einer Obergrenze von 1.000 Euro, Umzugskosten anl&auml;sslich der Begr&uuml;ndung, der Beendigung oder des Wechsels einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung. Des Weiteren muss der Arbeitgeber Folgendes beachten: Er kann bei Arbeitnehmern in den Steuerklassen III, IV oder V ohne weiteres unterstellen, dass sie einen eigenen Hausstand haben, an dem sie sich auch finanziell beteiligen (Voraussetzung f&uuml;r die Annahme einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung). Bei anderen Arbeitnehmern darf der Arbeitgeber einen eigenen Hausstand nur dann anerkennen, wenn sie schriftlich erkl&auml;ren, dass sie neben einer Zweitwohnung am Besch&auml;ftigungsort au&szlig;erhalb des Besch&auml;ftigungsorts einen eigenen Hausstand unterhalten, an dem sie sich auch finanziell beteiligen. Die Richtigkeit dieser Erkl&auml;rung muss der Arbeitnehmer durch seine Unterschrift best&auml;tigen. Diese Erkl&auml;rung muss der Arbeitgeber als Beleg zum Lohnkonto nehmen, so dass sie bei sp&auml;teren Lohnsteuerau&szlig;enpr&uuml;fungen vorgelegt werden kann. Erstattet der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer beruflich bzw. betrieblich veranlasste Reisekosten, k&ouml;nnen diese bis zur H&ouml;he der abzugsf&auml;higen Werbungskosten steuer- und sozialversicherungsfrei bleiben. Zu den Reisekosten geh&ouml;ren Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen, &Uuml;bernachtungs- sowie Reisenebenkosten. Abziehbare Fahrtkosten sind die tats&auml;chlichen Aufwendungen des Arbeitnehmers, die ihm durch die Nutzung eines Bef&ouml;rderungsmittels entstehen. Benutzt der Arbeitnehmer seinen eigenen Pkw, kann der Arbeitgeber entweder eine Pauschale von 0,30 Euro je Kilometer oder den beruflichen Anteil an den tats&auml;chlichen Pkw-Kosten (ermittelt aus den j&auml;hrlichen Gesamtkosten des Pkw) steuerfrei zahlen. Um die steuerfreie Kostenerstattung zu erhalten, muss der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber Unterlagen vorlegen, aus denen die Voraussetzungen f&uuml;r die Steuerfreiheit der Erstattung ersichtlich werden (z.B. Nachweis der Fahrtkilometer, Rechnungen &uuml;ber Werkstattkosten). Der Arbeitgeber muss diese Unterlagen als Belege zum Lohnkonto nehmen. Als Verpflegungsmehraufwendungen k&ouml;nnen einheitliche Pauschbetr&auml;ge steuerfrei erstattet werden. Sie sind der H&ouml;he nach wie folgt gestaffelt - je nach Abwesenheitsdauer von der Wohnung und der ersten T&auml;tigkeitsst&auml;tte: Als &Uuml;bernachtungskosten kann der Arbeitgeber die tats&auml;chlichen Aufwendungen des Arbeitnehmers steuerfrei erstatten. F&uuml;r &Uuml;bernachtungen im Inland kann der Arbeitgeber statt der tats&auml;chlichen Kosten auch einen Pauschbetrag von 20 Euro pro &Uuml;bernachtung steuerfrei zahlen. Die pauschale Erstattungsvariante ist f&uuml;r &Uuml;bernachtungen im Fahrzeug aber ausgeschlossen (z.B. Lkw-Fahrer &uuml;bernachtet in Schlafkabine seines Lkw). Ein beruflich veranlasster Umzug liegt unter anderem dann vor, wenn die Entfernung zwischen Wohnung und T&auml;tigkeitsst&auml;tte durch den Umzug erheblich verk&uuml;rzt wird (arbeitst&auml;glich mindestens um eine Stunde). Bei &Uuml;bernachtungen im Ausland darf der Arbeitgeber die &Uuml;bernachtungskosten ohne Einzelnachweis der tats&auml;chlichen Aufwendungen mit l&auml;nderspezifischen Pauschbetr&auml;gen (&Uuml;bernachtungsgelder) steuerfrei auszahlen. Seit 2014 ist eine steuerfreie Erstattung von &Uuml;bernachtungskosten aber durch eine zeitliche Komponente beschr&auml;nkt: Bei einer l&auml;ngerfristigen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit des Arbeitnehmers im Inland kann der Arbeitgeber nach Ablauf von 48 Monaten nur noch Unterbringungskosten von maximal 1.000 Euro pro Monat steuerfrei erstatten. Bei Ausw&auml;rtst&auml;tigkeiten im Ausland gilt diese Regelung jedoch nicht. Zu den erstattungsf&auml;higen Reisenebenkosten z&auml;hlen Parkgeb&uuml;hren, Geb&uuml;hren f&uuml;r die Aufbewahrung und den Transport von Gep&auml;ck, Mautgeb&uuml;hren sowie Kosten f&uuml;r Ferngespr&auml;che und Schriftverkehr beruflichen Inhalts mit dem Arbeitgeber oder dessen Gesch&auml;ftspartnern. Sie m&uuml;ssen dem Arbeitgeber vom Arbeitnehmer im Einzelnen nachgewiesen werden und k&ouml;nnen nur in der tats&auml;chlichen H&ouml;he steuerfrei erstattet werden (keine Pauschalen). Der Arbeitgeber muss diese Unterlagen als Belege zum Lohnkonto nehmen. Sammelbef&ouml;rderung Die vom Arbeitgeber durchgef&uuml;hrte unentgeltliche oder verbilligte Sammelbef&ouml;rderung eines Arbeitnehmers zu seiner Arbeitsst&auml;tte ist steuer- und sozialversicherungsfrei, soweit sie f&uuml;r den betrieblichen Einsatz des Arbeitnehmers erforderlich ist. Hinweis zur Umsatzsteuer Die unentgeltliche oder verbilligte Sammelbef&ouml;rderung ist eine nicht steuerbare Leistung, sofern sie &uuml;berwiegend durch das betriebliche Interesse des Arbeitgebers veranlasst ist. Es f&auml;llt somit keine Umsatzsteuer an. Umzugskostenverg&uuml;tungen des Arbeitgebers sind lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei, wenn der Umzug beruflich veranlasst ist. F&uuml;r sonstige Umzugsauslagen kann statt der tats&auml;chlichen Kosten ein Pauschbetrag angesetzt werden. F&uuml;r Verheiratete betr&auml;gt er aktuell 1.460 Euro (2014: 1.429 Euro), f&uuml;r Ledige</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01538.pdf">Publikation zeigen</a></p>