<h1>R&uuml;ckkehr- und Fehlzeitengespr&auml;che (Leitfaden)</h1> <h2>Die R&uuml;ckkehr- und Fehlzeitengespr&auml;che sind ein F&uuml;hrungsinstrument und unterst&uuml;tzen die betriebliche Gesundheitsf&ouml;rderung... Quelle Charit&eacute; Universit&auml;tsmedizin Berlin</h2> <p>R&uuml;ckkehr- und Fehlzeitengespr&auml;che Ziele der R&uuml;ckkehr- und Fehlzeitengespr&auml;che R&uuml;ckkehrgespr&auml;che Fehlzeitengespr&auml;che Worauf es in einem Fehlzeitengespr&auml;ch ankommt 1. Ziele der R&uuml;ckkehr- und Fehlzeitengespr&auml;che Das &#039;&#039;R&uuml;ckkehr- und Fehlzeitengespr&auml;ch&#039;&#039; ist ein F&uuml;hrungsinstrument und unterst&uuml;tzt die betriebliche Gesundheitsf&ouml;rderung. Die Gespr&auml;che verfolgen das Ziel, die Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Besch&auml;ftigten zu verbessern und die Fehlzeiten zu reduzieren. Wir gehen davon aus, dass sich soziale Verbindlichkeiten zwischen den Gespr&auml;chspartnern positiv auf die Anwesenheit und die Gesundheit der Besch&auml;ftigten auswirken. Die Gespr&auml;che dienen dazu, herauszufinden, ob die Ursachen f&uuml;r die Abwesenheit betrieblich bedingt sind. Es geht darum, krankheitsverursachende Bedingungen rund um den Arbeitsplatz zu erkennen und soweit wie m&ouml;glich zu beseitigen. 2. R&uuml;ckkehrgespr&auml;che R&uuml;ckmeldungen sind nach jeder Abwesenheit notwendig. R&uuml;ckkehrgespr&auml;che werden nach einer Abwesenheit (Urlaub, Sonderurlaub ect.) von in der Regel drei Wochen gef&uuml;hrt. Sie sind ein Motivations- und Integrationsgespr&auml;ch und sollten den Arbeitseinstieg erleichtern. Merkmale des R&uuml;ckkehrgespr&auml;chs: 1. Die F&uuml;hrungskraft f&uuml;hrt das Gespr&auml;ch. 2. Es findet unmittelbar (zeitnah) nach einer R&uuml;ckkehr statt und wird 3. mit den Besch&auml;ftigten gef&uuml;hrt, die aus einer Abwesenheit zur&uuml;ckkehren. Ziele des R&uuml;ckkehrgespr&auml;chs sind: 1. Aus einer Abwesenheit zur&uuml;ckkehrenden Besch&auml;ftigten die Arbeitsaufnahme zu erleichtern, indem sie &uuml;ber sich w&auml;hrend der Abwesenheit ereignete Vorkommnisse offizieller und nicht-offizieller Art informiert werden. 2. Bei krankheitsbedingter Abwesenheit zu erfahren, ob die Abwesenheit m&ouml;glicherweise urs&auml;chlich mit der Arbeitssituation der/des Besch&auml;ftigten in Verbindung steht, damit diese Ursachen abgebaut werden k&ouml;nnen. 3. Der/dem Besch&auml;ftigten durch das R&uuml;ckkehrgespr&auml;ch zu verdeutlichen, dass die Abwesenheit im positiven Sinne von der Leitung wahrgenommen wurde, d.h. der Mensch vermi&szlig;t wurde und nicht (nur) die mit ihm oder ihr verbundene Arbeitskraft. Die/der Besch&auml;ftigte erf&auml;hrt dadurch konkret, dass sich die F&uuml;hrungskraft um sie/ihn k&uuml;mmert (Wertsch&auml;tzung). R&uuml;ckkehrgespr&auml;che haben folgendes gemeinsames Motto: Fehlzeitengespr&auml;che Fehlzeitengespr&auml;che werden mit Besch&auml;ftigten gef&uuml;hrt, bei denen h&auml;ufig Fehlzeiten auftreten, also mit Besch&auml;ftigten, die &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig krank sind. Die Fehlzeitengespr&auml;che unterscheiden sich dadurch von den R&uuml;ckkehrgespr&auml;chen, dass hier ein offensichtliches Problem ansteht, das es gilt, gemeinsam zu analysieren und zu l&ouml;sen. Fehlzeitengespr&auml;che werden in der Regel von der F&uuml;hrungskraft ausgel&ouml;st, die anhand der Fehlzeitenquote verfolgen kann, wann ein derartiges Gespr&auml;ch sinnvoll und notwendig ist. In den Fehlzeitengespr&auml;chen geht es darum, herauszufinden, ob die Ursachen f&uuml;r die Fehlzeiten betrieblich bedingt sind, es geht um die gemeinsame Suche nach L&ouml;sungen, um Hilfe und Unterst&uuml;tzung durch die Leitung, aber auch um die F&ouml;rderung des Problembewu&szlig;tseins der Besch&auml;ftigten f&uuml;r Fehlzeiten. Fehlzeitengespr&auml;che werden unter folgendem Motto gef&uuml;hrt: Wir bieten nochmalige Hilfe und Unterst&uuml;tzung an Wir betreiben eine kritische Analyse Wir analysieren, warum die Ziele nicht erreicht wurden Wir formulieren eventuell neue Ziele Wir untersuchen, ob eine L&ouml;sung der Probleme absehbar ist Wir analysieren, ob die/der Besch&auml;ftigte &uuml;ber-/unterfordert ist Wir weisen nochmals auf Probleme in den Arbeitsabl&auml;ufen hin Viele F&uuml;hrungskr&auml;fte sind immer noch der Auffassung, Fehlzeiten seien kaum oder gar nicht zu beeinflussen und damit hinzunehmen. Fehlzeiten sind aber sehr h&auml;ufig durch bestimmte Ursachen hervorgerufen, die allein in der betrieblichen Arbeitssituation verborgen sein k&ouml;nnen, wie z.B. - Umgebungseinfl&uuml;sse (Zug, L&auml;rm, Licht, Wege.) - &Uuml;berforderung / Unterforderung in der T&auml;tigkeit - Organisation, Arbeitsabl&auml;ufe - Betriebsklima - F&uuml;hrungsverhalten Fehlzeiten / Signale Zum Teil sind wirkungsvolle Verbesserungen mit nur wenig Aufwand zu erzielen. Voraussetzung allerdings ist, dass die Ursachen bekannt sind. Das beste Mittel um Informationen &uuml;ber m&ouml;gliche krankheitsverursachende Aspekte in der Arbeitssituation zu erfahren, ist das Gespr&auml;ch zwischen F&uuml;hrungskraft und der/dem aus der Abwesenheit zur&uuml;ckkommenden Besch&auml;ftigten. Wann wird ein Fehlzeitengespr&auml;ch gef&uuml;hrt? 1. bei Auff&auml;lligkeiten 2. bei h&auml;ufigen Einzelfehltagen ohne Attest 3. bei mehreren Kurzzeiterkrankungen Die Gespr&auml;che werden jeweils zeitnah und personenbezogen gef&uuml;hrt. Auff&auml;lligkeiten / Einzelfehltage 1. Es wird unmittelbar nach der Abwesenheit (am ersten Tag nach der R&uuml;ckkehr) von der F&uuml;hrungskraft ein Fehlzeitengespr&auml;ch durchgef&uuml;hrt. Es wird eine Vereinbarung getroffen. 2. Bleibt die Fehlquote der/des Besch&auml;ftigten innerhalb der n&auml;chsten drei Monate weiterhin &uuml;berdurchschnittlich hoch bzw. wird die Vereinbarung nicht eingehalten, so wird ein weiteres Fehlzeitengespr&auml;ch mit der/dem Besch&auml;ftigten vereinbart. An diesem Gespr&auml;ch nimmt die &uuml;bergeordnete F&uuml;hrungskraft teil, die Gespr&auml;chsf&uuml;hrung liegt jedoch bei der direkten F&uuml;hrungskraft. Das Gespr&auml;ch wird dokumentiert. Es erfolgt ggf. eine Information an den Gesch&auml;ftsbereich Changemanagement / Personal, Abteilung Personalmanagement / -betreuung. Mehrere Kurzzeiterkrankungen / Langzeiterkrankungen 1. Die F&uuml;hrungskraft f&uuml;hrt zeitnah zur Abwesenheit mit der/dem Besch&auml;ftigten ein Fehlzeitengespr&auml;ch. Eine Zielvereinbarung wird geschlossen. 2. Bleibt die Fehlzeitenquote der/des Besch&auml;ftigten (im weiteren Verlauf &uuml;berdurchschnittlich hoch bzw. wird die Vereinbarung nicht eingehalten, so ist das weitere Verfahren mit dem Gesch&auml;ftsbereich Changemanagement / Personal, Abteilung Personalmanagement / -betreuung abzustimmen. Das betriebliche Eingliederungsmanagement im Sinne des &sect; 84 Abs. 2 SGB IX wird gesondert geregelt und ist nicht Inhalt dieses Leitfadens. Worauf es in einem Fehlzeitengespr&auml;ch ankommt eine kleine Hilfestellung f&uuml;r die F&uuml;hrungskraft Besch&auml;ftigte erwarten von der F&uuml;hrungskraft im Gespr&auml;ch, dass. die Arbeitsaufnahme nach &uuml;berstandener Krankheit bemerkt wurde und Beachtung findet. sie rechtzeitig ein Krankengespr&auml;ch f&uuml;hrt und nicht so lange wartet, bis der Fall zu einem Problem und durch Versetzung an einen anderen Arbeitsplatz verschoben wird. kein Krankengespr&auml;ch zwischen T&uuml;r und Angel oder im Beisein der Kolleg/innen gef&uuml;hrt wird.vorgetragene Beschwerden nicht verniedlicht, bagatellisiert und verharmlost werden. sie oder er ernst genommen werden, die F&uuml;hrungskraft Verst&auml;ndnis zeigt und sich in ihre oder seine Lage versetzt. Hilfsangebote vorgeschlagen werden, wenn Probleme am Arbeitsplatz genannt werden. sie es mit der F&uuml;rsorge ehrlich meint und Informationen und Tipps vermittelt. sie &uuml;ber die Dinge informiert, die w&auml;hrend der Abwesenheit geschehen sind. Eine verantwortungsbewu&szlig;te F&uuml;hrungskraft f&uuml;hrt das Gespr&auml;ch so, dass. sie die/den Besch&auml;ftigten begr&uuml;&szlig;t und sich freut, dass sie/er wieder gesund ist. sie zwischen Ank&uuml;ndigung und Durchf&uuml;hrung eines R&uuml;ckkehr- oder Fehlzeitengespr&auml;chs den Termin so kurz wie m&ouml;glich legt. sie um eine unangenehme Sache nicht lange herumredet, sondern Probleme fr&uuml;hzeitig, klar, offen und taktvoll anspricht. sie sich Zeit nimmt und die Sorgen, Probleme, Vorschl&auml;ge, Bef&uuml;rchtungen und Kritik in Ruhe anh&ouml;rt. sie es in einer ruhigen, interessierten und freundlichen Weise f&uuml;hrt, ohne der/dem Besch&auml;ftigten unredliches Verhalten zu unterstellen. sie die Bereitwilligkeit, helfen zu wollen vor allem betont, wenn die Beseitigung von Ursachen in ihrem Kompetenzbereich liegt. ein Dialog mit der/dem Besch&auml;ftigten erfolgt und sie/er mit in die Verantwortung einbezogen wird: &#039;&#039;Was k&ouml;nnen wir gemeinsam tun, damit sich Ihr Problem l&ouml;st? Lassen Sie uns gemeinsam &uuml;berlegen, was zu tun ist.&#039;&#039; Auch Zuh&ouml;ren will gelernt sein - 10 Gebote des guten Zuh&ouml;rens: 1. Nicht sprechen! 2. Nicht denken! 3. Zeigen Sie, dass Sie zuh&ouml;ren! 4. Halten Sie Ablenkung fern! 5. Stellen Sie sich auf Ihr Gegen&uuml;ber ein! 6. Geduld! 7. Beherrschen Sie sich! 8. Lassen Sie sich durch Vorw&uuml;rfe und Kritik nicht aus dem Gleichgewicht bringen! 9. Fragen Sie! 10. Sorgen Sie f&uuml;r eine entspannte Atmosph&auml;re! Typische Fehler beim Zuh&ouml;ren. Reden w&auml;hrend der andere noch spricht Schon an die Gegenargumente denken, w&auml;hrend der andere spricht Kein Augenkontakt Mit anderen Dingen besch&auml;ftigt sein Schon fertige Antworten im Kopf haben Ungeduld Gereizt reagieren, wenn der andere aufbraust Behauptungen aufstellen Nicht auf den konkreten Fall eingehen Eigene Ungeduld den anderen sp&uuml;ren lassen H&auml;ufige Fehler beim Sprechen. Sprechen und denken zur gleichen Zeit Zu lange S&auml;tze Schachtels&auml;tze, komplizierte S&auml;tze Kein &Uuml;berblick Kein logischer Aufbau Monotones Sprechen Abstraktes, unanschauliches Sprechen Unverst&auml;ndliche Worte, Begriffe verwenden Zuviel auf einmal Monolog</p> <p><a href="https://fakultaetspersonalrat.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/sonstige/personalrat/Dienst/fehlleit.pdf">Publikation zeigen</a></p>