<h1>Freiwilligendienste und Rente</h1> <h2>Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges soziales oder &ouml;kologisches Jahr. Wie Sie versichert werden und wer die Beitr&auml;ge zahlt... Quelle Deutsche Rentenversicherung</h2> <p>Freiwilligendienste und Rente Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges soziales oder &ouml;kologisches Jahr Zus&auml;tzliche Zeiten und h&ouml;here Rente Wertvolle Zeit f&uuml;r Ihre Rente Egal ob Sie sich beruflich erst orientieren, nach einem halben Berufsleben mal etwas ganz Neues ausprobieren, Ihre Lebens- und Berufserfahrung weiter einbringen oder einfach ganz praktisch Gutes tun wollen - eine breite Einsatzpalette f&uuml;r Jung und Alt bieten das Freiwillige soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige &ouml;kologische Jahr (F&Ouml;J) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Ihr freiwilliges Engagement in gemeinwohlorientierten Einrichtungen wird dabei vom Staat honoriert: Sie k&ouml;nnen w&auml;hrend dieser Zeit ohne eigene Beitr&auml;ge Anwartschaften f&uuml;r Ihre sp&auml;tere Rente aufbauen. Hiervon ausgenommen sind lediglich Altersrentner im BFD. Wie Sie versichert werden, wer die Beitr&auml;ge zahlt und was Ihrem Rentenkonto gutgeschrieben wird, erfahren Sie in diesem Faltblatt. Und wenn Sie noch weitere Fragen haben: Kommen Sie zu uns wir sind f&uuml;r Sie da. Jeder kann dabei sein Sozial engagiert und zugleich versichert Beitr&auml;ge f&uuml;r die Rente Dienstzeit ist Rentenzeit Darauf sollten Sie achten Nur einen Schritt entfernt: Ihre Rentenversicherung Jeder kann dabei sein Sie k&ouml;nnen sich auf vielf&auml;ltige Weise freiwillig engagieren. Im Freiwilligen sozialen oder &ouml;kologischen Jahr (FSJ, F&Ouml;J) und im Bundesfreiwilligendienst (BFD) sind Sie sozial abgesichert. Bis zum 27. Lebensjahr haben Sie die M&ouml;glichkeit, ein Freiwilliges soziales oder &ouml;kologisches Jahr zu leisten. F&uuml;r den Bundesfreiwilligendienst gibt es keine Altersbeschr&auml;nkung - auch als Rentner k&ouml;nnen Sie sich hierf&uuml;r entscheiden. Einzige Voraussetzung f&uuml;r diese Dienste ist, dass Sie die Pflichtschulzeit absolviert haben (je nach Bundesland im Alter von 15 oder 16 Jahren). Auch Ausl&auml;nder k&ouml;nnen diese freiwilligen Dienste leisten, wenn sie einen Aufenthaltstitel besitzen, der ihnen eine Erwerbst&auml;tigkeit erm&ouml;glicht. Welche Einsatzm&ouml;glichkeiten gibt es? Sie k&ouml;nnen sich auf ganz unterschiedlichen Gebieten einbringen, so zum Beispiel in der Kranken- und Altenpflege, in der Behindertenhilfe oder Kinderbetreuung (BFD und FSJ). Auch beim Naturschutz und bei der Landschaftspflege sowie in der Umweltbildung sind Eins&auml;tze m&ouml;glich (BFD und F&Ouml;J). Dar&uuml;ber hinaus gibt es Angebote in den Bereichen Sport, Integration, Kultur, Zivilund Katastrophenschutz. Wie lange dauert der freiwillige Dienst? Ihr freiwilliger Einsatz dauert in der Regel in allen Diensten 12 Monate, mindestens jedoch sechs und h&ouml;chstens 18 Monate, im Ausnahmefall bis zu 24 Monate. Im FSJ und F&Ouml;J wird er im Rahmen einer Vollbesch&auml;ftigung durchgef&uuml;hrt. Im BFD ist f&uuml;r &uuml;ber 27-J&auml;hrige auch eine Teilzeitbesch&auml;ftigung m&ouml;glich, wobei Sie jedoch mehr als 20 Stunden pro Woche aufwenden m&uuml;ssen. Der Freiwilligendienst kann auch in Teilbl&ouml;cken von mindestens drei Monaten geleistet werden. Im Gegensatz zum Freiwilligen sozialen oder &ouml;kologischen Jahr kann der Bundesfreiwilligendienst nicht nur einmal, sondern nach jeweils f&uuml;nf Jahren wiederholt geleistet werden. Kann ich auch ins Ausland gehen? Das FSJ und das F&Ouml;J k&ouml;nnen auch im Ausland geleistet werden. F&uuml;r den BFD gilt das nicht. W&auml;hrend Ihres freiwilligen Dienstes erhalten Sie ein Taschengeld, Sachleistungen und kostenlose Seminare. Diese Rahmenbedingungen k&ouml;nnen von Tr&auml;ger zu Tr&auml;ger und von Bundesland zu Bundesland verschieden sein. Au&szlig;erdem sind Sie in allen Zweigen der Sozialversicherung pflichtversichert, also in der Rentenversicherung, der Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung. Eine Ausnahme gibt es nur f&uuml;r Rentner, die bereits eine volle Altersrente erhalten und den Bundesfreiwilligendienst leisten: Sie sind nicht mehr in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Informationen zum BFD finden Sie auf www.bundesfreiwilligendienst.de oder &uuml;ber die Hotline des Bundesamtes f&uuml;r Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) unter der Telefonnummer 0221 36730. Eine &Uuml;bersicht &uuml;ber alle Regionalbetreuer erhalten Sie unter http://www.bafza.de/dasbundesamt/organisation/beraterinnen.html im Internet. Wissenswertes zum FSJ erfahren Sie unter www.pro-fsj.de, zum F&Ouml;J unter www.foej.de. Ihre Fragen beantworten auch die Servicestelle f&uuml;r Jugendfreiwilligendienste beim BAFzA (per E-Mail an servicebafza.bund.de) und die jeweiligen Tr&auml;ger. Sozial engagiert und zugleich versichert W&auml;hrend Ihres freiwilligen Dienstes sind Sie in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig. Das gilt auch f&uuml;r die vorgeschriebenen Seminarzeiten. Die Versicherungspflicht tritt kraft Gesetzes ein, das hei&szlig;t, ohne dass Sie einen Antrag stellen m&uuml;ssen. Zu Beginn Ihres Dienstes meldet Sie Ihr Arbeitgeber beim zust&auml;ndigen Rentenversicherungstr&auml;ger an. Zudem &uuml;bermittelt er Ihre Besch&auml;ftigungszeiten und Arbeitsentgelte f&uuml;r das jeweils abgelaufene Kalenderjahr. Grundlage f&uuml;r die Rentenversicherungspflicht ist Ihr Vertrag mit der Einsatzstelle. Darin m&uuml;ssen alle wesentlichen Inhalte Ihres Dienstes geregelt sein. Sie k&ouml;nnen jedoch nicht die entstehende Versicherungspflicht ausschlie&szlig;en. Bitte beachten Sie: F&uuml;r die Zeit des freiwilligen Dienstes besteht die Versicherungspflicht auch in den &uuml;brigen Sozialversicherungszweigen (Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung). Kann Versicherungsfreiheit entstehen? Freiwillige k&ouml;nnen sich als geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte nicht von der Versicherungspflicht befreien lassen. Wer bereits eine volle Altersrente erh&auml;lt und Bundesfreiwilligendienst leistet, ist jedoch in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei. F&uuml;r Sie werden keine Beitr&auml;ge gezahlt. Die Kapitel Beitr&auml;ge f&uuml;r die Rente und Dienstzeit ist Rentenzeit treffen deshalb f&uuml;r Sie nicht zu. Ende der Versicherungspflicht Die Versicherungspflicht endet gleichzeitig mit dem freiwilligen Dienst, zum Beispiel bei Vertragsende oder bei K&uuml;ndigung aus wichtigem Grund. Beitr&auml;ge f&uuml;r die Rente Die automatische Versicherungspflicht f&uuml;hrt zur Beitragspflicht. W&auml;hrend Ihres Freiwilligendienstes werden Sie jedoch nicht an den Beitr&auml;gen beteiligt - diese zahlt Ihr Arbeitgeber in voller H&ouml;he allein. W&auml;hrend des freiwilligen Dienstes erhalten Sie ein Taschengeld. Es ist Grundlage f&uuml;r die Beitragsbemessung. Das Taschengeld darf zurzeit h&ouml;chstens 363 Euro im Monat betragen. Dieser H&ouml;chstwert entspricht sechs Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung. Sie betr&auml;gt im Jahr 2015 monatlich 6 050 Euro. Sachbez&uuml;ge Zus&auml;tzlich zum Taschengeld kann der Arbeitgeber noch Sachleistungen wie zum Beispiel Unterkunft und Verpflegung gew&auml;hren. Diese sind als geldwerter Vorteil ebenfalls dem beitragspflichtigen Arbeitsentgelt hinzuzurechnen. Den Wert der Sachbez&uuml;ge legt das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales f&uuml;r jedes Kalenderjahr im Voraus fest. Bitte beachten Sie: Bei der Beitragsberechnung bestehen keine Unterschiede zwischen einem Dienst in den alten oder in den neuen Bundesl&auml;ndern. Beitragssatz Der Beitragsberechnung Dienstzeit ist Rentenzeit Auch wenn f&uuml;r Sie der Zeitpunkt Ihres Rentenbeginns vielleicht noch in ferner Zukunft liegt, wirken sich diese Zeiten auf Ihr Rentenkonto aus. H&ouml;here Rente Generell gilt, dass jeder einzelne Beitrag sich positiv auf die sp&auml;tere Rentenh&ouml;he auswirkt - je mehr Beitr&auml;ge Sie einzahlen, desto h&ouml;her wird Ihre Rente. Wir teilen Ihnen in Ihrer individuellen Renteninformation j&auml;hrlich mit, wie viel Rente Sie sp&auml;ter erhalten werden. Diese Information bekommen sie ab Ihrem 27. Lebensjahr automatisch zugesandt. N&auml;heres erfahren Sie in unserer Brosch&uuml;re Die Renteninformation - mehr wissen. Nat&uuml;rlich h&auml;ngt die H&ouml;he der sp&auml;teren Rente auch von der H&ouml;he der erzielten Arbeitsverdienste ab. Da Sie w&auml;hrend des freiwilligen Dienstes ein nicht so hohes Arbeitsentgelt in Form von Taschengeld erhalten, ist der hieraus resultierende monatliche Rentenanspruch deshalb ebenfalls nicht so hoch. Zus&auml;tzliche Zeiten Au&szlig;erdem sind die Zeiten, in denen Sie der Versicherungspflicht unterliegen, f&uuml;r die Erf&uuml;llung der Mindestversicherungszeiten (auch Wartezeiten genannt) wichtig. In der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es Rentenanspr&uuml;che mit Wartezeiten von f&uuml;nf, 15, 35 und 45 Jahren. Daher legen Sie auch mit den Pflichtbeitr&auml;gen aus den freiwilligen Diensten den Grundstock f&uuml;r eine sp&auml;tere Vorsorge aus der gesetzlichen Rentenversicherung. N&auml;here Informationen finden Sie in der Brosch&uuml;re Rente: Jeder Monat z&auml;hlt. Waisenrenten Anders als beim Zivildienst besteht f&uuml;r Sie w&auml;hrend des Bundesfreiwilligendienstes ein Anspruch auf Waisenrente. Der Bundesfreiwilligendienst ist hier dem Freiwilligen sozialen und &ouml;kologischen Jahr gleichgestellt. Darauf sollten Sie achten Auch wenn Sie f&uuml;r den freiwilligen Dienst nur ein Taschengeld erhalten, kann sich dieser Verdienst auf andere Leistungen auswirken. Bitte kl&auml;ren Sie vor Ihrer Entscheidung f&uuml;r einen Freiwilligendienst, inwieweit die Zahlungen aus den freiwilligen Diensten auf andere Leistungen anzurechnen sind - wie zum Beispiel auf die Grundsicherung (unter anderem Arbeitslosengeld II). Das Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr wird unabh&auml;ngig von den Zahlungen aus den freiwilligen Diensten gezahlt. Hinzuverdienstgrenzen f&uuml;r Rentner Wenn Sie den Bundesfreiwilligendienst leisten und bereits eine Altersrente als Vollrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze bekommen, m&uuml;ssen Sie die Hinzuverdienstgrenze beachten. Diese betr&auml;gt monatlich 450 Euro. Wird dieser Wert &uuml;berschritten, f&auml;llt die Rente nicht weg, sondern kann als niedrigere Teilrente weiter bezogen werden. Weitere Besonderheiten sind zu beachten, wenn Sie bereits Rente wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit beziehen. Unser Tipp: Sind Sie als Rentner wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit am Bundesfreiwilligendienst interessiert, kl&auml;ren Sie bitte vorab mit Ihrem Rentenversicherungstr&auml;ger, ob im Fall einer Besch&auml;ftigung die Erwerbsminderung weiter besteht</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01575.pdf">Publikation zeigen</a></p>