<h1>Qualifizierungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Ausbilder/innen</h1> <h2>Heute ist die T&auml;tigkeit in der betrieblichen Ausbildung anspruchsvoll und vielseitig wie nie zuvor. Dies bedeutet aber gleichzeitig, dass die Anforderungen an das ausbildende Personal gestiegen sind... Quelle BMBF</h2> <p>Qualifizierungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Ausbilderinnen und Ausbilder Gepr&uuml;fte/-r Aus- und Weiterbildungsp&auml;dagoge/-in Gepr&uuml;fte/-r Berufsp&auml;dagoge/-in Ausbildungs-Eignungsverordnung (AEVO) In fr&uuml;heren Zeiten wurde meist unterstellt, dass der qualifizierte Fachmann auch in der Lage ist, sein Wissen und K&ouml;nnen anderen zu vermitteln. Eine besondere Ausbildung zum Ausbilder wurde nicht f&uuml;r n&ouml;tig erachtet. Das Bild des typischen Lehrlings hat sich in den letzten Jahrzehnten vehement ver&auml;ndert. Das Durchschnittsalter und das durchschnittliche Bildungsniveau sind gestiegen. Gleichzeitig ist nach Einsch&auml;tzung zahlreicher Bildungsverantwortlicher die Ausbildungsf&auml;higkeit der Auszubildenden gesunken. Meist muss die Ausbildung Funktionen &uuml;bernehmen, die bis dato nicht zum T&auml;tigkeitsprofil der Ausbilderinnen und Ausbilder geh&ouml;rten. Diese m&uuml;ssen die neuen Rollen als Lernprozessbegleiter, als Coach und Moderator erst neu kennenlernen und in sie hineinfinden. Ohne qualifizierte Fortbildungsangebote ist dies nicht m&ouml;glich. Die Fortbildungsordnungen Gepr&uuml;fter Aus- und Weiterbildungsp&auml;dagoge und Gepr&uuml;fter Berufsp&auml;dagoge aus dem Jahre 2009 haben hierf&uuml;r einen neuen Rahmen geschaffen. Berufliche Ausbildung und Qualifizierung von Jugendlichen sind Erfolgsfaktoren f&uuml;r wirtschaftliche Prosperit&auml;t und tragen zur gesellschaftlichen Entwicklung bei. Die Qualifizierung des Ausbildungspersonals ist daf&uuml;r eine Voraussetzung um eine m&ouml;glichst hohe Qualit&auml;t der betrieblichen Ausbildung. Die Fortbildungsangebote f&uuml;r betriebliche Ausbilder/-innen bauen aufeinander auf und sollen einen engen Bezug zu dem eigenen berufliche Umfeld ber&uuml;cksichtigen. Die Pr&uuml;fung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) kann unmittelbar nach der Berufsausbildung erfolgen. F&uuml;r den Abschluss zum Gepr&uuml;ften Aus- und Weiterbildungsp&auml;dagogen, ist nach der zugrunde liegenden Verordnung Berufserfahrung notwendig. Die Pr&uuml;fung nach der AEVO wird insbesondere von Industrie- und Handelskammern aber auch von anderen sogenannten zust&auml;ndigen Stellen im Sinne des Berufsbildungsgesetzes abgenommen. (Das sind die Stellen, in der Regel Kammern, die auch die Abschlusspr&uuml;fungen in der Aus- und Fortbildung abnehmen.) Die entsprechende Pr&uuml;fung nehmen die Handwerkskammern im Rahmen des Teils IV (Berufs- und arbeitsp&auml;dagogische Kenntnisse) der Handwerksmeisterpr&uuml;fung ab. Die Abschl&uuml;sse zum Gepr&uuml;ften Aus- und Weiterbildungsp&auml;dagogen und zum Berufsp&auml;dagogen werden zurzeit nicht an allen Kammern angeboten. Mit steigenden Teilnehmerzahlen wird voraussichtlich die Anzahl der pr&uuml;fenden Kammer ebenfalls anwachsen. Im Rahmen der auf dem oben dargestellten mehrstufigen Qualifizierungssystem basierenden Weiterbildungsm&ouml;glichkeiten werden die unterschiedlichen T&auml;tigkeitsfelder des ausbildenden Personals ber&uuml;cksichtigt. F&uuml;r die gro&szlig;e Zahl der nebenberuflichen, ausbildenden Fachkr&auml;fte bildet die Qualifizierung nach der AEVO eine gute Grundlage f&uuml;r ihre Aufgabe. Die Fortbildung zum Gepr&uuml;ften Aus- und Weiterbildungsp&auml;dagogen spricht vor allem die neben- und hauptberuflichen Ausbilder in Betrieben und Bildungsunternehmen an. Personen, die F&uuml;hrungsfunktionen in der Berufsbildung und in der Personalentwicklung anstreben finden im Abschluss zum Gepr&uuml;ften Berufsp&auml;dagogen eine anspruchsvolle Aufstiegsfortbildung. Diese bundeseinheitlichen Aufstiegsfortbildungen f&uuml;r das Berufsbildungspersonal erm&ouml;glichen es, in Etappen auf diesen Entwicklungspfad zu gehen. Wenn Unternehmen dies in ihre Personalentwicklung einbinden k&ouml;nnen sie f&uuml;r die Mitarbeiter die Attraktivit&auml;t und Bedeutung des T&auml;tigseins in der Berufsbildung deutlich erh&ouml;hen, was sich positiv auf die zu Beginn geschilderten Erwartungen von Auszubildenden, Unternehmen und Gesellschaft an die betriebliche Ausbildung auswirken kann. An der Entwicklung dieser Qualifizierungsm&ouml;glichkeiten, zur Professionalisierung des Ausbildungspersonals, waren insbesondere Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen beteiligt. Durch diese breite Unterst&uuml;tzung erfahren die neuen Fortbildungsberufe eine durchgehende Anerkennung. Dieser Konsens gibt, auch wenn die Etablierung noch ein paar Jahre in Anspruch nehmen wird, dem Personal Sicherheit bei der Planung individueller Berufslaufbahnen. Um als Ausbilder t&auml;tig sein zu k&ouml;nnen werden die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten ben&ouml;tigt. Die liegen z.B. vor, wenn die Abschlusspr&uuml;fung in dem Ausbildungsberuf bestanden wurde. Zu den gesetzlichen Anforderungen geh&ouml;ren dar&uuml;ber hinaus das Vorliegen von berufs- und arbeitsp&auml;dagogischen Fertigkeiten, Kenntnissen und F&auml;higkeiten. (Vgl. &sect; 30 Berufsbildungsgesetz) Neben einer fachlichen Eignung innerhalb des Berufes in dem man ausbilden m&ouml;chte, sind Interesse am Arbeiten mit jungen Menschen und die Freude am Vermitteln von Wissen, F&auml;higkeiten und Kompetenz. Letztendlich geht aus auch um die Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung in der ersten Phase des Berufslebens. Der erste Schritt in eine Laufbahn als Ausbilderin oder Ausbilder ist meist ein Lehrgang mit entsprechender Pr&uuml;fung nach der Aus bilder-Eignungsverordnung (AEVO). Darin wird die berufliche Handlungsf&auml;higkeit hervorgehoben. F&uuml;r die Ausbildung der Ausbilder/-innen hat der Hauptausschuss des Bundesinstituts f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) einen Rahmenplan beschlossen und dessen Anwendung empfohlen. Ein Blick in diesen neuen Rahmenplan macht deutlich, &uuml;ber welche berufs- und arbeits p&auml;dagogischen Kompetenzen Ausbilder/-innen f&uuml;r den Nachweis der Ausbildereignung nach der AEVO verf&uuml;gen m&uuml;ssen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01605.pdf">Publikation zeigen</a></p>