<h1>Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen</h1> <h2>BMF-Schreiben zur einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Vorsorgeaufwendungen... Quelle BMF</h2> <p>Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen IV C 3 - S 2221/16/10001 :004 2017/0392623 Zum Sonderausgabenabzug f&uuml;r Beitr&auml;ge nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2, 3 und 3a Einkommensteuergesetz (EStG) gilt im Einvernehmen mit den obersten Finanzbeh&ouml;rden der L&auml;nder Folgendes: Inhalts&uuml;bersicht Inhalt A. Abzug von Vorsorgeaufwendungen - &sect; 10 EStG I. Sonderausgabenabzug f&uuml;r Altersvorsorgeaufwendungen nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 EStG (Basisversorgung) 1. Beg&uuml;nstigte Beitr&auml;ge 1.1 Beitr&auml;ge i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe a EStG (gesetzliche Altersvorsorge) 1.1.1 Beitr&auml;ge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen 1.1.2 Beitr&auml;ge zur landwirtschaftlichen Alterskasse 1.1.3 Beitr&auml;ge zu berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen 1.2 Beitr&auml;ge i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG (private Basisrente) a) Allgemeines b) Voraussetzungen der vertraglichen Vereinbarungen aa) Monatliche Zahlung bb) Gleichbleibende oder steigende Leibrente cc) Lebenslange Leibrente dd) Nichtvererblichkeit ee) Nicht&uuml;bertragbarkeit ff) Nichtbeleihbarkeit gg) Nichtver&auml;u&szlig;erbarkeit hh) Nichtkapitalisierbarkeit 1.2.1 Beitr&auml;ge i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG (Basisrente-Alter) a) Allgemeines b) Erg&auml;nzende Absicherung von Berufsunf&auml;higkeit, verminderter Erwerbsf&auml;higkeit und Hinterbliebenen 1.2.2 Beitr&auml;ge i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe bb EStG i. V. m. &sect; 2 Absatz 1a AltZertG (Basisrente-Erwerbsminderung) 1.3 Steuerfreie Zusch&uuml;sse und Beitragsr&uuml;ckerstattungen 1.4 Beitragsempf&auml;nger 2. Ermittlung des Abzugsbetrags nach &sect; 10 Absatz 3 EStG 2.1 H&ouml;chstbetrag 2.2 K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags nach &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 EStG 2.2.1 K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags beim Personenkreis des &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 1 Buchstabe a EStG 2.2.2 K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags beim Personenkreis des &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 1 Buchstabe b EStG 2.2.3 K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags beim Personenkreis des &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 2 EStG 2.3 K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags bei Ehegatten und Lebenspartnern 1 2.4 &Uuml;bergangsregelung (bis 2024) 2.5 K&uuml;rzung des Abzugsbetrags bei Arbeitnehmern nach &sect; 10 Absatz 3 Satz 5 EStG 2.6 Beispiele II. Sonderausgabenabzug f&uuml;r sonstige Vorsorgeaufwendungen nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 3 und 3a EStG 1. Allgemeines 2. Sonstige Vorsorgeaufwendungen 2.1 Beitr&auml;ge zur Basiskrankenversicherung (&sect; 10 Absatz 1 Nummer 3 Satz 1 Buchstabe a EStG) a) Allgemeines b) Steuerfreie Zusch&uuml;sse und Beitragsr&uuml;ckerstattungen c) Beitr&auml;ge an ausl&auml;ndische Versicherungsunternehmen (&sect; 10 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 Buchstabe a EStG) 2.1.1 Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Krankenversicherung a) Allgemeines b) K&uuml;rzung der Beitr&auml;ge bei Anspruch auf Krankengeld 2.1.2 Beitr&auml;ge zur privaten Krankenversicherung 2.2 Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Pflegeversicherung (&sect; 10 Absatz 1 Nummer 3 Satz 1 Buchstabe b EStG) a) Allgemeines b) Steuerfreie Zusch&uuml;sse und Beitragsr&uuml;ckerstattungen 2.3 Weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen (&sect; 10 Absatz 1 Nummer 3a EStG) 3. Ermittlung des Abzugsbetrags 3.1 H&ouml;chstbetrag nach &sect; 10 Absatz 4 EStG 3.2 Mindestansatz 3.3 Abzugsbetrag bei Ehegatten und Lebenspartnern a) Zusammenveranlagung nach &sect; 26b EStG Der Begriff &#039;&#039;Lebenspartner&#039;&#039; bezeichnet in diesem BMF-Schreiben Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. b) Einzelveranlagung nach &sect; 26a EStG und &#039;&#039;Patchwork-Familien&#039;&#039; 4. Beitragsvorauszahlungen 4.1 Anwendungsbereich 4.2 Zeitliche Zuordnung der Beitragsvorauszahlungen a) Ermittlung des zul&auml;ssigen Vorauszahlungsvolumens b) Summe der geleisteten Vorauszahlungen 4.3 Rechtsfolge a) Allgemein a) Vorauszahlungen vs. regelm&auml;&szlig;ig wiederkehrende Zahlungen 5. Verfahren 5.1 Gesetzlich Versicherte a) Pflichtversicherte Arbeitnehmer b) Freiwillig gesetzlich versicherte Arbeitnehmer c) Freiwillig gesetzlich versicherte Selbst&auml;ndige d) Pflichtversicherte selbst&auml;ndige K&uuml;nstler und Publizisten e) Freiwillig gesetzlich versicherte K&uuml;nstler und Publizisten f) Pflichtversicherte Rentner g) Pflichtversicherte Empf&auml;nger einer Kapitalleistung aus der betrieblichen Altersversorgung h) Freiwillig gesetzlich versicherte Rentner 5.2 Privat Versicherte a) Privat versicherte Arbeitnehmer b) Privat versicherte K&uuml;nstler und Publizisten c) Privat versicherte Rentner III. Gemeinsame Regelungen 1. Daten&uuml;bermittlung 2. Einwilligung in die Daten&uuml;bermittlung a) Allgemeines b) Einwilligungsfiktion bei Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;gen 3. Nachweis bei fehlgeschlagener Daten&uuml;bermittlung a) Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge b) Beitr&auml;ge zur Basisrente 4. Zufluss- und Abflussprinzip (&sect; 11 EStG) 5. Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen 6. Erstattungs&uuml;berh&auml;nge 7. Globalbeitr&auml;ge 8. &Auml;nderungsnorm IV. G&uuml;nstigerpr&uuml;fung nach &sect; 10 Absatz 4a EStG B. Anwendungsregelung Abzug von Vorsorgeaufwendungen - &sect; 10 EStG Sonderausgabenabzug f&uuml;r Altersvorsorgeaufwendungen nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 EStG (Basisversorgung) 1.1 Beitr&auml;ge i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe a EStG (gesetzliche Altersvorsorge) Beitr&auml;ge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen Beg&uuml;nstigt sind nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe a EStG Beitr&auml;ge an folgende Tr&auml;ger der gesetzlichen Rentenversicherung (RV): Deutsche Rentenversicherung Bund, Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, Deutsche Rentenversicherung Regionaltr&auml;ger. Die K&uuml;nstlersozialkasse fungiert dagegen nicht als Tr&auml;ger der gesetzlichen RV, sondern lediglich als Einzugsstelle der Beitr&auml;ge. Die Beitr&auml;ge k&ouml;nnen wie folgt erbracht und nachgewiesen werden: Art der Beitragsleistung Pflichtbeitr&auml;ge aufgrund einer abh&auml;ngigen Besch&auml;ftigung einschlie&szlig;lich des nach &sect; 3 Nummer 62 EStG steuerfreien Arbeitgeberanteils Pflichtbeitr&auml;ge aufgrund einer selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit freiwillige Beitr&auml;ge /Nachzahlung von freiwilligen Beitr&auml;gen freiwillige Zahlung von Beitr&auml;gen zum Ausgleich einer Rentenminderung (bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Altersrente), &sect; 187a des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VI) freiwillige Zahlung von Beitr&auml;gen zum Auff&uuml;llen von Rentenanwartschaften, die durch einen Versorgungsausgleich gemindert worden sind, &sect; 187 SGB VI Abfindung von Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung, &sect; 187b SGB VI Nachweis durch Lohnsteuerbescheinigung Beitragsbescheinigung des Rentenversicherungstr&auml;gers oder der K&uuml;nstlersozialkasse Beitragsbescheinigung des Rentenversicherungstr&auml;gers Lohnsteuerbescheinigung oder Beitragsbescheinigung des Rentenversicherungstr&auml;gers Besondere Beitragsbescheinigung des Rentenversicherungstr&auml;gers Besondere Beitragsbescheinigung des Rentenversicherungstr&auml;gers Selbst&auml;ndige K&uuml;nstler und Publizisten, die nach dem K&uuml;nstlersozialversicherungsgesetz versicherungspflichtig sind, entrichten die H&auml;lfte des zu entrichtenden Gesamtbeitrags an die K&uuml;nstlersozialkasse. Dieser Anteil am Gesamtbeitrag ist als Beitrag zur gesetzlichen RV nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Der &uuml;brige Beitragsanteil wird in der Regel von der K&uuml;nstlersozialkasse aufgebracht und setzt sich aus der K&uuml;nstlersozialabgabe und einem Zuschuss des Bundes zusammen. Dieser von der K&uuml;nstlersozialkasse gezahlte Beitragsanteil ist nicht als Beitrag des Steuerpflichtigen i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Zu den Beitr&auml;gen nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe a EStG geh&ouml;ren auch Beitr&auml;ge an ausl&auml;ndische gesetzliche Rentenversicherungstr&auml;ger (vgl. BFH vom 24. Juni 2009, BStBl II 2009, S. 1000), die inl&auml;ndischen Beitragsbemessungsgrenzen zur gesetzlichen RV sind insoweit nicht ma&szlig;gebend. Zur Aufteilung von Globalbeitr&auml;gen wird auf Rz. 205 verwiesen. Der Beitrag eines inl&auml;ndischen Arbeitgebers an eine ausl&auml;ndische RV ist dem Arbeitnehmer zuzurechnen, wenn die Abf&uuml;hrung auf vertraglicher und nicht auf gesetzlicher Grundlage erfolgte (BFH vom 18. Mai 2004, BStBl II 2004, S. 1014). &sect; 3 Nummer 62 EStG greift in diesen F&auml;llen nicht. Die &Uuml;bertragung von Anrechten auf eine zwischen- oder &uuml;berstaatliche Einrichtung aufgrund eines Abkommens zur Begr&uuml;ndung von Anrechten auf Altersversorgung ist steuerfrei nach &sect; 3 Nummer 55e EStG. Das &uuml;bertragene Verm&ouml;gen ist nicht als Beitrag nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe a EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Beitr&auml;ge zur landwirtschaftlichen Alterskasse In der Alterssicherung der Landwirte k&ouml;nnen der Landwirt, sein Ehegatte, sein Lebenspartner oder in bestimmten F&auml;llen mitarbeitende Familienangeh&ouml;rige versichert sein. Beitr&auml;ge zur landwirtschaftlichen Alterskasse k&ouml;nnen, soweit sie zum Aufbau einer eigenen Altersversorgung f&uuml;hren, von dem zur Zahlung Verpflichteten als Beitr&auml;ge i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe a EStG geltend gemacht werden. Beitr&auml;ge zu berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen Berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtungen im steuerlichen Sinne sind &ouml;ffentlich-rechtliche Versicherungs- oder Versorgungseinrichtungen f&uuml;r Besch&auml;ftigte und selbst&auml;ndig t&auml;tige Angeh&ouml;rige der kammerf&auml;higen freien Berufe, die den gesetzlichen RV vergleichbare Leistungen erbringen. Welche berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen diese Voraussetzung erf&uuml;llen, wird jeweils durch gesondertes BMF-Schreiben bekannt gegeben (vgl. zuletzt BMFSchreiben vom 8. Juli 2014, BStBl I 2014, S. 1098). Die Mitgliedschaft in der berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtung ist bei Aufnahme der betreffenden Berufst&auml;tigkeit gesetzlich verpflichtend. Sie f&uuml;hrt in den in &sect; 6 Absatz 1 SGB VI genannten F&auml;llen auf Antrag zu einer Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Beitr&auml;ge i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG (private Basisrente) Eine Basisrente i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG i. V. m. dem Altersvorsorgevertr&auml;ge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) liegt vor bei einem Vertrag zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung (Basisrente-Alter), ggf. erg&auml;nzt um eine Absicherung des Eintritts der verminderten Erwerbsf&auml;higkeit, der Berufsunf&auml;higkeit oder von Hinterbliebenen oder zur Absicherung gegen den Eintritt der verminderten Erwerbsf&auml;higkeit im Versicherungsfall (Basisrente-Erwerbsminderung), ggf. verbunden mit einer Absicherung gegen den Eintritt der Berufsunf&auml;higkeit. Nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG sind nur die eigenen Beitr&auml;ge des Versicherten abziehbar. Dies setzt Personenidentit&auml;t zwischen dem Beitragszahler, der versicherten Person und dem Leistungsempf&auml;nger voraus (bei Ehegatten siehe R 10.1 EStR 2016 - bei Lebenspartnern entsprechend). Dies gilt nicht f&uuml;r Beitr&auml;ge zu einer die BasisrenteAlter erg&auml;nzenden Hinterbliebenenabsicherung, insoweit ist ein abweichender Leistungsempf&auml;nger zul&auml;ssig. Der Anbieter kann davon ausgehen, dass die zugunsten des Vertrags geleisteten Beitr&auml;ge der Person zuzurechnen sind, die einen vertraglichen Anspruch auf die Leistung hat. Ihn trifft keine Verpflichtung zur Feststellung der Mittelherkunft. Auch Beitr&auml;ge an Pensionsfonds, Pensionskassen und f&uuml;r Direktversicherungen, die im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung erbracht werden, k&ouml;nnen nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG beg&uuml;nstigt sein, sofern es sich um Beitr&auml;ge zu einem zertifizierten Vertrag handelt (vgl. Rz. 15). Nicht zu ber&uuml;cksichtigen sind dagegen steuerfreie Beitr&auml;ge, pauschal besteuerte Beitr&auml;ge und Beitr&auml;ge, die aufgrund einer Altzusage geleistet werden (vgl. Rz. 349 ff., 374 und 376 des BMF-Schreibens vom 24. Juli 2013, BStBl I 2013, S. 1022, ge&auml;ndert durch BMF-Schreiben vom 13. Januar 2014, BStBl I 2014, S. 97 und BMFSchreiben vom 13. M&auml;rz 2014, BStBl I 2014, S. 554). Beinhaltet ein Vorsorgevertrag u. a. folgende M&ouml;glichkeiten, liegen keine Beitr&auml;ge nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG vor: - Kapitalwahlrecht, - Anspruch bzw. Optionsrecht auf (Teil-)Auszahlung nach Eintritt des Versorgungsfalls, - Zahlung eines Sterbegeldes, - Abfindung einer Rente - Abfindungsanspr&uuml;che und Beitragsr&uuml;ckerstattungen im Fall einer K&uuml;ndigung des Vertrags, dies gilt nicht f&uuml;r gesetzliche Abfindungsanspr&uuml;che (z.B. &sect; 3 Betriebsrentengesetz - BetrAVG) oder die Abfindung einer Kleinbetragsrente Voraussetzung f&uuml;r den Sonderausgabenabzug nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG ist u. a., dass - die Beitr&auml;ge zugunsten eines Vertrags geleistet wurden, der nach &sect; 5a AltZertG zertifiziert ist (Grundlagenbescheid i. S. d. &sect; 171 Absatz 10 Abgabenordnung - AO), und - der Steuerpflichtige gegen&uuml;ber dem Anbieter in die Daten&uuml;bermittlung nach &sect; 10 Absatz 2a EStG eingewilligt hat (vgl. Rz. 186 ff.). Voraussetzungen der vertraglichen Vereinbarungen Monatliche Zahlung Der Vertrag darf nur die Zahlung einer monatlichen Leibrente vorsehen. Abweichend hiervon ist eine vertragliche Vereinbarung, wonach bis zu zw&ouml;lf Monatsleistungen in einer Auszahlung zusammengefasst werden k&ouml;nnen, zul&auml;ssig. Gleichbleibende oder steigende Leibrente Der Vertrag darf nur die Zahlung einer gleichbleibenden oder steigenden Leibrente vorsehen. Ein planm&auml;&szlig;iges Sinken der Rentenh&ouml;he ist nicht zul&auml;ssig. Geringf&uuml;gige Schwankungen in der Rentenh&ouml;he sind jedoch unsch&auml;dlich, sofern diese Schwankungen auf in einzelnen Jahren unterschiedlich hohen &Uuml;berschussanteilen w&auml;hrend der Rentenzahlung beruhen, die f&uuml;r die ab Leistungsbeginn garantierten Rentenleistungen gew&auml;hrt werden. F&uuml;r die Basisrente-Alter bedeutet dies z.B., dass der auf Basis des zu Beginn der Auszahlungsphase garantierten Kapitals zzgl. der unwiderruflich zugeteilten &Uuml;bersch&uuml;sse zu errechnende Rentenbetrag w&auml;hrend der gesamten Auszahlungsphase nicht unterschritten werden darf. Um das Vorliegen der Voraussetzungen f&uuml;r eine Leibrente i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG sicherzustellen, insbesondere dass die Rente w&auml;hrend ihrer Laufzeit nicht sinken kann, muss der Vertrag die Verpflichtung des Anbieters enthalten, vor Rentenbeginn die Leibrente auf Grundlage einer anerkannten Sterbetafel zu berechnen und dabei den w&auml;hrend der Laufzeit der Rente geltenden Zinsfaktor festzulegen. Lebenslange Leibrente Der Vertrag darf nur die Zahlung einer lebenslangen Leibrente vorsehen. Eine Auszahlung durch die regelm&auml;&szlig;ige Gutschrift einer gleichbleibenden oder steigenden Anzahl von Investmentanteilen sowie die Auszahlung von regelm&auml;&szlig;igen Raten im Rahmen eines Auszahlungsplans sind keine lebenslange Leibrente i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG. Hierbei wird nur ein bestimmtes Kapital &uuml;ber eine gewisse Laufzeit verteilt. Nach Laufzeitende ist das Kapital aufgebraucht, so dass die Zahlungen dann enden. Insoweit ist eine lebenslange Auszahlung nicht gew&auml;hrleistet. Eine andere Wertung ergibt sich auch nicht durch eine Kombination eines Auszahlungsplans mit einer sich anschlie&szlig;enden Teilkapitalverrentung. Begrifflich ist die &#039;&#039;Teilverrentung&#039;&#039; zwar eine Leibrente, allerdings wird der Auszahlungsplan durch die Verkn&uuml;pfung mit einer Rente nicht selbst zu einer Leibrente. Nichtvererblichkeit Die Vertragsbedingungen d&uuml;rfen eine Auszahlung an die Erben im Todesfall nicht vorsehen. Das vorhandene Verm&ouml;gen kommt dann der Versichertengemeinschaft bzw. der Gemeinschaft der verbleibenden Vorsorgesparer zugute. Die Nichtvererblichkeit wird nicht ber&uuml;hrt durch gesetzlich zugelassene Hinterbliebenenleistungen im Rahmen der erg&auml;nzenden Hinterbliebenenabsicherung (Rz. 37 ff.) bei der Basisrente-Alter oder durch Rentenzahlungen an die Erben f&uuml;r den Zeitraum bis zum Ablauf des Todesmonats der versicherten Person. Eine Rentengarantiezeit - also die Vereinbarung, dass die Rente unabh&auml;ngig vom Tod der versicherten Person mindestens bis zum Ablauf einer vereinbarten Garantiezeit gezahlt wird widerspricht der im EStG geforderten Nichtvererblichkeit. Im Rahmen von Fondsprodukten (Publikumsfonds) kann die Nichtvererblichkeit bei der Basisrente-Alter dadurch sichergestellt werden, dass keine erbrechtlich relevanten Verm&ouml;genswerte aufgrund des Basisrentenvertrags beim Steuerpflichtigen vorhanden sind. Diese Voraussetzung kann entweder &uuml;ber eine aufl&ouml;send bedingte Ausgestaltung des schuldrechtlichen Leistungsanspruchs (&#039;&#039;Treuhandl&ouml;sung&#039;&#039;) oder im Wege spezieller Sonderverm&ouml;gen erf&uuml;llt werden, deren Vertragsbedingungen vorsehen, dass im Falle des Todes des Anlegers dessen Anteile zugunsten des Sonderverm&ouml;gens eingezogen werden (&#039;&#039;Fondsl&ouml;sung&#039;&#039;). Ebenso kann diese Voraussetzung durch eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Anbieter und dem Steuerpflichtigen erf&uuml;llt werden, nach der im Falle des Todes des Steuerpflichtigen der Gegenwert seiner Fondsanteile der Sparergemeinschaft zugutekommt (&#039;&#039;vertragliche L&ouml;sung&#039;&#039;). F&uuml;r die bei einem fondsbasierten Basis-/R&uuml;rup-Rentenprodukt im Rahmen der &#039;&#039;vertraglichen L&ouml;sung&#039;&#039; anfallenden &#039;&#039;Sterblichkeitsgewinne&#039;&#039; sowie f&uuml;r den Einzug der Anteile am Sonderverm&ouml;gen und die anschlie&szlig;ende Verteilung bei der &#039;&#039;Treuhandl&ouml;sung&#039;&#039; f&auml;llt mit Blick auf die pers&ouml;nlichen Freibetr&auml;ge der Erwerber keine Erbschaftsteuer an. Nicht&uuml;bertragbarkeit Der Vertrag muss die M&ouml;glichkeit zur &Uuml;bertragung der Anspr&uuml;che des Leistungsempf&auml;ngers auf eine andere Person (z.B. im Wege der Schenkung) ausschlie&szlig;en, die Pf&auml;ndbarkeit nach den Vorschriften der Zivilprozessordnung (ZPO) steht dem nicht entgegen. Der Vertrag darf zulassen, dass die Anspr&uuml;che des Leistungsempf&auml;ngers aus dem Vertrag unmittelbar auf einen nach &sect; 5a AltZertG zertifizierten Vertrag (vgl. Rz. 15) des Leistungsempf&auml;ngers auch bei einem anderen Unternehmen &uuml;bertragen werden. Dabei ist lediglich die &Uuml;bertragung innerhalb der jeweiligen Produktgruppe (Basisrente-Alter oder BasisrenteErwerbsminderung) zul&auml;ssig. Dieser Vorgang ist steuerfrei nach &sect; 3 Nummer 55d EStG. Das &uuml;bertragene Verm&ouml;gen ist nicht als Beitrag nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Die &Uuml;bertragung von Anrechten aus einem Basisrentenvertrag i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG zur Regelung von Scheidungsfolgen nach dem Versorgungsausgleichsgesetz (VersAusglG) vom 3. April 2009 (BGBl. I 2009, S. 700), insbesondere im Rahmen einer internen (&sect; 10 VersAusglG) oder externen Teilung (&sect; 14 VersAusglG), ist unsch&auml;dlich. Es muss vertraglich ausgeschlossen sein, dass die Anspr&uuml;che - z.B. sicherungshalber abgetreten oder verpf&auml;ndet werden k&ouml;nnen. Nichtbeleihbarkeit Nichtver&auml;u&szlig;erbarkeit Der Vertrag muss so gestaltet sein, dass die Anspr&uuml;che nicht an einen Dritten ver&auml;u&szlig;ert werden k&ouml;nnen. Nichtkapitalisierbarkeit Vertraglich darf kein Recht auf Kapitalisierung des Rentenanspruchs vorgesehen sein. Eine Ausnahme gilt bei der Abfindung einer Kleinbetragsrente in Anlehnung an &sect; 93 Absatz 3 Satz 2 und 3 EStG. Die Abfindungsm&ouml;glichkeit besteht bei einer Altersrente i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG erst mit dem Beginn der Auszahlungsphase, fr&uuml;hestens mit Vollendung des 62. Lebensjahres des Leistungsempf&auml;ngers (bei vor dem 1. Januar 2012 abgeschlossenen Vertr&auml;gen ist grunds&auml;tzlich die Vollendung des 60. Lebensjahres ma&szlig;gebend, vgl. Rz. 35). Bei Renten aus einem Basisrentenvertrag (Basisrente-Alter oder Basisrente-Erwerbsminderung) wegen Berufsunf&auml;higkeit, verminderter Erwerbsf&auml;higkeit und an Hinterbliebene ist die Abfindung einer Kleinbetragsrente schon im Versicherungsfall m&ouml;glich. 1.2.1 Beitr&auml;ge i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG (Basisrente-Alter) Beitr&auml;ge zur Basisrente-Alter k&ouml;nnen nur ber&uuml;cksichtigt werden, wenn die Laufzeit des Vertrags nach dem 31. Dezember 2004 beginnt (zu Laufzeitbeginn und mindestens einer Beitragsleistung vor dem 1. Januar 2005 vgl. Rz. 122) und der Vertrag eine Leibrente vorsieht, die nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres des Steuerpflichtigen beginnt (bei vor dem 1. Januar 2012 abgeschlossenen Vertr&auml;gen ist regelm&auml;&szlig;ig die Vollendung des 60. Lebensjahres ma&szlig;gebend). Voraussetzung f&uuml;r den Abzug nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG ist seit dem Veranlagungszeitraum (VZ) 2010, dass der Vertrag zertifiziert ist (vgl. Rz. 15). Erg&auml;nzende Absicherung von Berufsunf&auml;higkeit, verminderter Erwerbsf&auml;higkeit und Hinterbliebenen Bei der Basisrente-Alter k&ouml;nnen erg&auml;nzend der Eintritt der Berufsunf&auml;higkeit, der verminderten Erwerbsf&auml;higkeit oder auch Hinterbliebene abgesichert werden, wenn die Zahlung einer Rente vorgesehen ist. Eine zeitliche Befristung einer Berufsunf&auml;higkeits- oder Erwerbsminderungsrente ist ausschlie&szlig;lich im Hinblick auf die entfallende Versorgungsbed&uuml;rftigkeit (Verbesserung der Gesundheitssituation oder Erreichen der Altersgrenze f&uuml;r den Bezug der Altersrente aus dem entsprechenden Vertrag) nicht zu beanstanden. Ebenso ist es unsch&auml;dlich, wenn der Vertrag bei Eintritt der Berufsunf&auml;higkeit oder der verminderten Erwerbsf&auml;higkeit anstelle oder erg&auml;nzend zu einer Rentenzahlung eine Beitragsfreistellung vorsieht. Die erg&auml;nzende Absicherung ist nur dann unsch&auml;dlich, wenn mehr als 50% der Beitr&auml;ge auf die eigene Altersversorgung des Steuerpflichtigen entfallen. F&uuml;r das Verh&auml;ltnis der Beitragsanteile zueinander ist regelm&auml;&szlig;ig auf den konkret vom Steuerpflichtigen zu zahlenden (Gesamt-)Beitrag abzustellen. Dabei d&uuml;rfen die &Uuml;berschussanteile aus den entsprechenden Risiken die darauf entfallenden Beitr&auml;ge mindern. Sieht der Basisrentenvertrag vor, dass der Steuerpflichtige bei Eintritt der Berufsunf&auml;higkeit oder einer verminderten Erwerbsf&auml;higkeit von der Verpflichtung zur Beitragszahlung f&uuml;r diesen Vertrag - vollst&auml;ndig oder teilweise - freigestellt wird, sind die insoweit auf die Absicherung dieses Risikos entfallenden Beitragsanteile der Altersvorsorge zuzuordnen. Das gilt jedoch nur, wenn sie der Finanzierung der vertraglich vereinbarten lebenslangen Leibrente i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG dienen und aus diesen Beitragsanteilen keine Leistungen wegen Berufsunf&auml;higkeit oder verminderter Erwerbsf&auml;higkeit gezahlt werden, d.h., es wird lediglich der Anspruch auf eine Altersversorgung weiter aufgebaut. Eine Zuordnung zur Altersvorsorge erfolgt jedoch nicht, wenn der Steuerpflichtige vertragsgem&auml;&szlig; w&auml;hlen kann, ob er eine Rente wegen Berufsunf&auml;higkeit oder verminderter Erwerbsf&auml;higkeit erh&auml;lt oder die Beitragsfreistellung in Anspruch nimmt. Sieht der Basisrentenvertrag vor, dass der Steuerpflichtige eine Altersrente und nach seinem Tode der &uuml;berlebende Ehegatte oder Lebenspartner seinerseits eine lebenslange gleichbleibende oder steigende Leibrente i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG (insbesondere nicht vor Vollendung seines 62. bzw. 60. Lebensjahres, vgl. Rz. 35) erh&auml;lt, handelt es sich nicht um eine erg&auml;nzende Hinterbliebenenabsicherung, sondern insgesamt um eine Altersvorsorge. Der Beitrag ist in diesen F&auml;llen in vollem Umfang der Altersvorsorge zuzurechnen. Erf&uuml;llt dagegen die zugesagte Rente f&uuml;r den hinterbliebenen Ehegatten oder Lebenspartner nicht die Voraussetzungen des &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa EStG (insbesondere im Hinblick auf das Mindestalter f&uuml;r den Beginn der Rentenzahlung), liegt eine erg&auml;nzende Hinterbliebenenabsicherung vor. Die Beitragsanteile, die nach versicherungsmathematischen Grunds&auml;tzen auf das Risiko der Rentenzahlung an den hinterbliebenen Ehegatten oder Lebenspartner entfallen, sind daher der erg&auml;nzenden Hinterbliebenenabsicherung zuzuordnen. Wird die Hinterbliebenenversorgung ausschlie&szlig;lich aus dem bei Tod des Steuerpflichtigen vorhandenen Altersvorsorge-(Rest)kapitals finanziert, ist die Hinterbliebenenabsicherung keine Risikoabsicherung und der Beitrag ist insoweit der Altersvorsorge zuzurechnen. Das gilt auch, wenn der Steuerpflichtige eine entsprechend gestaltete Absicherung des Ehegatten oder Lebenspartners als besondere Komponente im Rahmen seines (einheitlichen) Basisrentenvertrags hinzu- oder sp&auml;ter wieder abw&auml;hlen kann (z.B. bei Scheidung, Wiederheirat etc.). Sowohl die Altersversorgung als auch die erg&auml;nzenden Absicherungen m&uuml;ssen in einem einheitlichen Vertrag geregelt sein. Andernfalls handelt es sich nicht um erg&auml;nzende Absicherungen zu einem Basisrentenvertrag, sondern um eigenst&auml;ndige Versicherungen. Die Aufwendungen hierf&uuml;r sind bei Vorliegen der Voraussetzungen nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 3a EStG als sonstige Vorsorgeaufwendungen zu ber&uuml;cksichtigen (Rz. 121 ff.). Erf&uuml;llt die Absicherung der verminderten Erwerbsf&auml;higkeit jedoch die Voraussetzungen des &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe bb EStG, ist auch ein Abzug der Aufwendungen nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG m&ouml;glich. Bei einem Basisrentenvertrag auf Grundlage von Investmentfonds kann der Einschluss einer erg&auml;nzenden Absicherung des Eintritts der Berufsunf&auml;higkeit, der verminderten Erwerbsf&auml;higkeit oder einer zus&auml;tzlichen Hinterbliebenenrente im Wege eines einheitlichen Vertrags zugunsten Dritter gem. &sect;&sect; 328 ff. des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) erfolgen. Hierbei ist die Kapitalanlagegesellschaft Versicherungsnehmer (VN), w&auml;hrend der Steuerpflichtige die versicherte Person ist und den eigentlichen (Renten-)Anspruch gegen das entsprechende Versicherungsunternehmen erh&auml;lt. Dies wird im Fall der Vereinbarung einer Berufsunf&auml;higkeits- bzw. Erwerbsunf&auml;higkeitsrente in den Vertragsbedingungen durch Abtretung des Bezugsrechts an den Steuerpflichtigen erm&ouml;glicht. Im Falle der Vereinbarung einer zus&auml;tzlichen Hinterbliebenenrente erfolgt die Abtretung des Bezugsrechts an den privilegierten Hinterbliebenen. Die Kapitalanlagegesellschaft leitet die Beitr&auml;ge des Steuerpflichtigen, soweit sie f&uuml;r die erg&auml;nzende Absicherung bestimmt sind, an den Versicherer weiter. Zu den Hinterbliebenen, die zus&auml;tzlich abgesichert werden k&ouml;nnen, geh&ouml;ren nur der Ehegatte oder der Lebenspartner des Steuerpflichtigen und Kinder i. S. d. &sect; 32 EStG. Der Anspruch auf Waisenrente ist dabei auf den Zeitraum zu begrenzen, in dem das Kind die Voraussetzungen des &sect; 32 EStG erf&uuml;llt. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Waisenrente auch f&uuml;r den Zeitraum gezahlt wird, in dem das Kind nur die Voraussetzungen nach &sect; 32 Absatz 4 Satz 1 EStG erf&uuml;llt. F&uuml;r die vor dem 1. Januar 2007 abgeschlossenen Vertr&auml;ge gilt f&uuml;r das Vorliegen einer beg&uuml;nstigten Hinterbliebenenversorgung die Altersgrenze des &sect; 32 EStG in der bis zum 31. Dezember 2006 geltenden Fassung (&sect; 52 Absatz 32 Satz 3 EStG). In diesen F&auml;llen k&ouml;nnen z.B. Kinder in Berufsausbildung in der Regel bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres ber&uuml;cksichtigt werden. 1.2.2 Beitr&auml;ge i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b Doppelbuchstabe bb EStG i. V. m. &sect; 2 Absatz 1a AltZertG (BasisrenteErwerbsminderung) Beitr&auml;ge zur Basisrente-Erwerbsminderung k&ouml;nnen nur ber&uuml;cksichtigt werden, wenn diese auf einen nach &sect; 5a AltZertG zertifizierten Vertrag eingezahlt werden (vgl. Rz. 15). Zertifizie Seite 14 rungen k&ouml;nnen auf Antrag des Anbieters erstmalig mit Wirkung zum 1. Januar 2014 erteilt werden. Demnach sind Beitr&auml;ge zur Basisrente-Erwerbsminderung grunds&auml;tzlich ab dem VZ 2014 abziehbar. Der Vertrag muss nach &sect; 2 Absatz 1a Nummer 1 AltZertG zwingend eine Absicherung gegen den Eintritt der teilweisen oder vollen Erwerbsminderung vorsehen. Eine Erwerbsminderung liegt vor, wenn der VN voraussichtlich f&uuml;r mindestens zw&ouml;lf Monate aufgrund von Krankheit, K&ouml;rperverletzung oder Behinderung nicht in der Lage ist, unter den &uuml;blichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes voll erwerbst&auml;tig zu sein. Dabei ist von einer teilweisen Erwerbsminderung auszugehen, wenn der VN nicht imstande ist, mindestens sechs Stunden t&auml;glich erwerbst&auml;tig zu sein. Eine volle Erwerbsminderung liegt dagegen vor, wenn er hierzu nicht mindestens drei Stunden t&auml;glich in der Lage ist. F&uuml;r die Beurteilung, ob eine Besch&auml;ftigung unter den &uuml;blichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes m&ouml;glich und zumutbar ist, kommt es ausschlie&szlig;lich auf die gesundheitlichen Einschr&auml;nkungen des Versicherten an. Die allgemeine Arbeitsmarktlage ist nicht zu beachten. Neben der Absicherung gegen den Eintritt der verminderten Erwerbsf&auml;higkeit darf ein Basisrentenvertrag-Erwerbsminderung zus&auml;tzlich auch die Absicherung gegen den Eintritt der Berufsunf&auml;higkeit enthalten. Es handelt sich in diesen F&auml;llen weiterhin um einen einheitlichen Vertrag. Die verschiedenen Vertragskomponenten k&ouml;nnen versicherungsrechtlich sowohl der Haupt- als auch der Zusatzversicherung zugeordnet werden. Tritt der Versicherungsfall (Erwerbsminderung oder ggf. Berufsunf&auml;higkeit) im versicherten Zeitraum, sp&auml;testens bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres ein, hat der Anbieter eine lebenslange gleichbleibende oder steigende Leibrente vorzusehen. Eine zeitliche Befristung der Erwerbsminderungs- oder Berufsunf&auml;higkeitsrente ist nur dann nicht zu beanstanden, wenn die Erwerbsminderung oder Berufsunf&auml;higkeit bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres weggefallen ist. Der Wegfall ist medizinisch zu begr&uuml;nden. Ein medizinisch begr&uuml;ndeter Wegfall der Berufsunf&auml;higkeit kann - wenn dies vereinbart wurde auch dann vorliegen, wenn der VN eine andere T&auml;tigkeit aus&uuml;bt oder aus&uuml;ben kann, die zu &uuml;bernehmen er aufgrund seiner Ausbildung und F&auml;higkeiten in der Lage ist und die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht. Sofern der Steuerpflichtige bei Eintritt des Versicherungsfalls das 55. Lebensjahr vollendet hat, darf die zugesagte Rente in ihrer H&ouml;he vom Alter des Steuerpflichtigen bei Eintritt des Versicherungsfalls abh&auml;ngig gemacht werden. Es muss allerdings auch bei Eintritt des Versicherungsfalls zwischen dem 55. und 67. Lebensjahr eine gleichbleibende oder steigende lebenslange Leibrente ( 0 Euro) gezahlt werden (vgl. aber Rz. 33 f.). F&uuml;r die Absicherung gegen den Eintritt der Berufsunf&auml;higkeit sind die allgemeinen versicherungsvertraglichen Grunds&auml;tze zu beachten. Daneben m&uuml;ssen f&uuml;r die Absicherung gegen den Eintritt der verminderten Erwerbsf&auml;higkeit folgende Regelungen nach &sect; 2 Absatz 1a AltZertG im Vertrag vorgesehen werden: - Leistungsumfang: Sieht der Vertrag sowohl eine Absicherung des Eintritts der vollen als auch teilweisen Erwerbsminderung vor, hat der Anbieter bei Eintritt der teilweisen Erwerbsminderung mindestens die H&auml;lfte der versicherten Leistung zu gew&auml;hren. - Leistungsbeginn: Die Leistung ist sp&auml;testens ab Beginn des Kalendermonats zu gew&auml;hren, der dem Kalendermonat folgt, in dem die teilweise oder volle Erwerbsminderung eingetreten ist. Dies gilt, wenn die Leistung bis zum Ende des 36. Kalendermonats nach Ablauf des Monats des Eintritts der teilweisen oder vollen Erwerbsminderung beantragt wird. Wird der Antrag zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt gestellt, hat der Anbieter sp&auml;testens ab Beginn des Kalendermonats zu leisten, der 36 Monate vor dem Monat der Beantragung liegt, fr&uuml;hestens jedoch ab Vertragsbeginn. - Beitragsstundung: Die Beitr&auml;ge (Beitragsanteile) zur Absicherung des Risikos &#039;&#039;verminderte Erwerbsf&auml;higkeit&#039;&#039; sind auf Antrag des Steuerpflichtigen ab dem Zeitpunkt der Rentenantragstellung wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung bis zur endg&uuml;ltigen Entscheidung &uuml;ber die Leistungspflicht zinslos und ohne andere Auflagen zu stunden. - K&uuml;ndigungs- und Ab&auml;nderungsverzicht: Verletzt der Steuerpflichtige (Vertragspartner) schuldlos seine Pflicht, ihm bekannte erhebliche Gefahrumst&auml;nde anzuzeigen, die f&uuml;r den Versicherer hinsichtlich der Entscheidung zum Abschluss des Vertrags entscheidend sein k&ouml;nnen, hat der Anbieter auf sein K&uuml;ndigungsrecht nach &sect; 19 Absatz 3 Satz 2 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und das Ab&auml;nderungsrecht nach &sect; 19 Absatz 4 VVG zu verzichten. - Begrenzung der medizinischen Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen: Die Verpflichtung des Steuerpflichtigen zur medizinischen Mitwirkung muss nicht nur auf medizinisch indizierte, sondern auch auf zumutbare &auml;rztliche Untersuchungs- und Behandlungsleistungen begrenzt sein. Dies gilt sowohl zur als auch nach der Feststellung der teilweisen oder vollen Erwerbsminderung. Steuerfreie Zusch&uuml;sse und Beitragsr&uuml;ckerstattungen Steuerfreie Beitragszusch&uuml;sse und Beitragsr&uuml;ckerstattungen mindern den Sonderausgabenabzug f&uuml;r Altersvorsorgeaufwendungen, z.B. bei - steuerfrei gezahlten Zusch&uuml;ssen zum Beitrag nach &sect; 32 des Gesetzes &uuml;ber die Alterssicherung der Landwirte (&sect; 3 Nummer 17 EStG), - steuerfreien Zusch&uuml;ssen und geleisteten Erstattungen von Beh&ouml;rden i. S. d. &sect; 6 Absatz 1 AO) und anderen &ouml;ffentlichen Stellen (z.B. vom Jugendamt, &sect; 23 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 des Achten Buches Sozialgesetzbuch - SGB VIII - i. V. m. &sect; 3 Nummer 9 EStG). Auch bei R&uuml;ckzahlung von zu Unrecht geleisteten Beitr&auml;gen infolge einer r&uuml;ckwirkenden Vertrags&auml;nderung oder aufgrund einer Erstattung nach &sect; 26 SGB IV, mindern diese als Beitragsr&uuml;ckerstattung die im Jahr des Zuflusses geleisteten Rentenversicherungsbeitr&auml;ge und sind nach &sect; 10 Absatz 4b Satz 4 EStG zu melden. F&uuml;r unterj&auml;hrige Beitragsr&uuml;ckerstattungen, die Beitr&auml;ge desselben VZ betreffen, ist in der Beitragsbescheinigung der saldierte Wert anzugeben. Beitragsempf&auml;nger Zu den Beitragsempf&auml;ngern i. S. d. &sect; 10 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 EStG geh&ouml;ren auch Pensionsfonds, die wie Versicherungsunternehmen den aufsichtsrechtlichen Regelungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) unterliegen und - seit 1. Januar 2006 - Anbieter i. S. d. &sect; 80 EStG. Die Produktvoraussetzungen f&uuml;r das Vorliegen einer Basisrente (&sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG) werden dadurch nicht erweitert. Ermittlung des Abzugsbetrags nach &sect; 10 Absatz 3 EStG H&ouml;chstbetrag Die beg&uuml;nstigten Beitr&auml;ge sind nach &sect; 10 Absatz 3 EStG bis zu dem H&ouml;chstbeitrag zur knappschaftlichen RV (West) - aufgerundet auf einen vollen Betrag in Euro - als Sonderausgaben abziehbar (g&uuml;ltig ab VZ 2015: 22.172 Euro, f&uuml;r VZ 2016: 22.767 Euro). Dieser ergibt sich aus der von der Bundesregierung zu erlassenen Verordnung &uuml;ber ma&szlig;gebende Rechengr&ouml;&szlig;en der Sozialversicherung und der Verordnung zur Bestimmung der Beitragss&auml;tze in der gesetzlichen RV unter Anwendung des jeweiligen Beitragssatzes auf die Beitragsbemessungsgrenze der knappschaftlichen RV (West). Im Falle der Zusammenveranlagung von Ehegatten oder Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag nach Rz. 59, unabh&auml;ngig davon, wer von den Ehegatten oder Lebenspartnern die beg&uuml;nstigten Beitr&auml;ge entrichtet hat. K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags nach &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 EStG Der H&ouml;chstbetrag nach &sect; 10 Absatz 3 Satz 1 EStG ist bei Steuerpflichtigen, die zum Personenkreis des &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 1 oder 2 EStG geh&ouml;ren, um den Betrag zu k&uuml;rzen, der dem (fiktiven) Gesamtbeitrag (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) zur allgemeinen RV entspricht. Der (fiktive) Gesamtbeitrag ist anhand der erzielten steuerpflichtigen Einnahmen aus der T&auml;tigkeit zu ermitteln, die die Zugeh&ouml;rigkeit zum genannten Personenkreis begr&uuml;nden (Bemessungsgrundlage f&uuml;r den K&uuml;rzungsbetrag). Dabei ist unerheblich, ob die Zahlungen insgesamt beitragspflichtig gewesen w&auml;ren, wenn Versicherungspflicht in der gesetzlichen RV bestanden h&auml;tte. Bei der Berechnung des K&uuml;rzungsbetrags ist einheitlich h&ouml;chstens auf die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) in der allgemeinen RV abzustellen. F&uuml;r die Berechnung des K&uuml;rzungsbetrags ist der zu Beginn des jeweiligen Kalenderjahres geltende Beitragssatz in der allgemeinen RV ma&szlig;gebend. 2.2.1 K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags beim Personenkreis des &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 1 Buchstabe a EStG Zum Personenkreis des &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 1 Buchstabe a EStG geh&ouml;ren u. a.: - Beamte, Richter, Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit, Amtstr&auml;ger, - Arbeitnehmer, die nach &sect; 5 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 und 3 SGB VI oder &sect; 230 SGB VI versicherungsfrei sind (z.B. Besch&auml;ftigte bei Tr&auml;gern der Sozialversicherung, Geistliche der als &ouml;ffentlich-rechtliche K&ouml;rperschaften anerkannten Religionsgemeinschaften), - Arbeitnehmer, die auf Antrag des Arbeitgebers von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit worden sind, z.B. eine Lehrkraft an nicht &ouml;ffentlichen Schulen, bei der eine Altersversorgung nach beamtenrechtlichen oder entsprechenden kirchenrechtlichen Grunds&auml;tzen gew&auml;hrleistet ist. 2.2.2 K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags beim Personenkreis des &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 1 Buchstabe b EStG Zum Personenkreis des &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 1 Buchstabe b EStG geh&ouml;ren seit dem VZ 2008 Arbeitnehmer, die w&auml;hrend des ganzen oder eines Teils des Kalenderjahres nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen und denen eine betriebliche Altersversorgung im Zusammenhang mit einem im betreffenden VZ bestehenden Dienstverh&auml;ltnis zugesagt worden ist. Hierzu k&ouml;nnen insbesondere beherrschende Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH oder Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft geh&ouml;ren (f&uuml;r VZ 2005 bis 2007 vgl. BMF-Schreiben vom 22. Mai 2007, BStBl I 2007, S. 493). F&uuml;r die Beurteilung der Zugeh&ouml;rigkeit zum Personenkreis sind alle Formen der betrieblichen Altersversorgung zu ber&uuml;cksichtigen. Ohne Bedeutung sind dabei die Art der Finanzierung, die H&ouml;he der Versorgungszusage und die Art des Durchf&uuml;hrungswegs. Ebenso ist unerheblich, ob im betreffenden VZ Beitr&auml;ge erbracht wurden oder die Versorgungsanwartschaft angewachsen ist. F&uuml;r die Beurteilung, ob eine K&uuml;rzung vorzunehmen ist, ist auf das konkrete Dienstverh&auml;ltnis in dem jeweiligen VZ abzustellen. Nicht einzubeziehen sind Anwartschaftsrechte aus einer im gesamten VZ privat fortgef&uuml;hrten Direktversicherung, bei der der Arbeitnehmer selbst VN ist. 2.2.3 K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags beim Personenkreis des &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 2 EStG Zu den Steuerpflichtigen mit Eink&uuml;nften nach &sect; 22 Nummer 4 EStG geh&ouml;ren u. a. - Bundestagsabgeordnete, - Landtagsabgeordnete, - Abgeordnete des Europaparlaments. Nicht zu diesem Personenkreis geh&ouml;ren z.B. - ehrenamtliche Mitglieder kommunaler Vertretungen, - kommunale Wahlbeamte wie Landr&auml;te und B&uuml;rgermeister. Eine K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags nach &sect; 10 Absatz 3 Satz 3 Nummer 2 EStG ist vorzunehmen, wenn der Steuerpflichtige zum genannten Personenkreis geh&ouml;rt und ganz oder teilweise ohne eigene Beitragsleistung einen Anspruch auf Altersversorgung nach dem Abgeordnetengesetz, dem Europaabgeordnetengesetz oder entsprechenden Gesetzen der L&auml;nder erwirbt. K&uuml;rzung des H&ouml;chstbetrags bei Ehegatten und Lebenspartnern Bei Ehegatten ist jeweils gesondert zu pr&uuml;fen, ob und in welcher H&ouml;he der gemeinsame H&ouml;chstbetrag nach &sect; 10 Absatz 3 Satz 2 EStG zu k&uuml;rzen ist (Rz. 61 ff.). Dies gilt f&uuml;r Lebenspartner entsprechend. &Uuml;bergangsregelung (bis 2024) K&uuml;rzung des Abzugsbetrags bei Arbeitnehmern nach &sect; 10 Absatz 3 Satz 5 EStG Bei Arbeitnehmern, die steuerfreie Arbeitgeberleistungen nach &sect; 3 Nummer 62 EStG oder diesen gleichgestellte steuerfreie Zusch&uuml;sse des Arbeitgebers erhalten haben, ist der sich nach Rz. 73 ergebende Abzugsbetrag um diese Betr&auml;ge zu k&uuml;rzen (maximal bis 0 Euro). Haben beide Ehegatten oder beide Lebenspartner steuerfreie Arbeitgeberleistungen erhalten, ist der Abzugsbetrag um beide Betr&auml;ge zu k&uuml;rzen. Bei der Berechnung der Beispiele wurde ein Beitragssatz zur allgemeinen RV i. H. v. 18,7% herangezogen. Ein lediger Arbeitnehmer zahlt im Jahr 2016 einen Arbeitnehmeranteil zur allgemeinen RV i. H. v. 4.000 Euro. Zus&auml;tzlich wird ein steuerfreier Arbeitgeberanteil in gleicher H&ouml;he gezahlt. Daneben hat der Arbeitnehmer noch Beitr&auml;ge in einen Basisrentenvertrag i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG i. H. v. 3.000 Euro eingezahlt. Im Jahr 2016 k&ouml;nnen Altersvorsorgeaufwendungen i. H. v. 5.020 Euro als Sonderausgaben nach &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 i. V. m. Absatz 3 EStG abgezogen werden: Arbeitnehmerbeitrag 4.000 Euro Arbeitgeberbeitrag 4.000 Euro Basisrentenvertrag 3.000 Euro insgesamt 11.000 Euro H&ouml;chstbetrag (91.800 Euro x 24,8%) 22.767 Euro 82% des geringeren Betrags 9.020 Euro abz&uuml;gl. steuerfreier Arbeitgeberanteil 4.000 Euro verbleibender Betrag 5.020 Euro Zusammen mit dem steuerfreien Arbeitgeberbeitrag werden Altersvorsorgeaufwendungen i. H. v. 9.020 Euro von der Besteuerung freigestellt. Dies entspricht 82% der insgesamt geleisteten Beitr&auml;ge. Ein lediger Beamter zahlt 3.000 Euro in einen beg&uuml;nstigten Basisrentenvertrag i. S. d. &sect; 10 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1 Buchstabe b EStG, um zus&auml;tzlich zu seinem Pensionsanspruch eine Altersversorgung zu erwerben. Seine Einnahmen aus dem Beamtenverh&auml;ltnis betragen 42.781 Euro</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01607.pdf">Publikation zeigen</a></p>