<h1>AGG-Wegweiser (Erl&auml;uterungen und Beispiele)</h1> <h2>Die Brosch&uuml;re gibt Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind oder sich &uuml;ber ihre Rechte informieren m&ouml;chten, einen ersten &Uuml;berblick &uuml;ber den Schutz durch das AGG... Quelle Antidiskriminierungsstelle des Bundes</h2> <p>AGG-Wegweiser Erl&auml;uterungen und Beispiele zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz Jeder Mensch hat die gleichen Rechte unabh&auml;ngig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Behinderung, Religion oder Weltanschauung, Alter oder sexueller Identit&auml;t. Vielfalt bringt uns alle voran: Eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ist lebenswerter und er&ouml;ffnet allen die gleichen Chancen. Deutschland soll ein Land werden, das von einer diskriminierungsfreien Kultur gepr&auml;gt ist. Den rechtlichen Rahmen f&uuml;r einen weitgehend einheitlichen Diskriminierungsschutz hat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geschaffen, das 2006 in Kraft getreten ist. Im gesellschaftlichen Bewusstsein hat sich seitdem einiges ver&auml;ndert - aber noch lange nicht genug. Der Abbau von Vorurteilen sowie die Ver&auml;nderung von Einstellungen und Sichtweisen sind ein langer Prozess und brauchen mehr als nur ein Gesetz. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz mit Leben zu f&uuml;llen, es auch im Alltag durchzusetzen, das ist unser wichtigstes Anliegen. Die vorliegende Brosch&uuml;re gibt Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind oder sich &uuml;ber ihre Rechte informieren m&ouml;chten, einen ersten &Uuml;berblick &uuml;ber den Schutz vor Diskriminierung durch das AGG und andere Gesetze. Dies gilt sowohl f&uuml;r den Bereich Besch&auml;ftigung und Beruf als auch f&uuml;r Alltagsgesch&auml;fte oder Wohnungssuche. Unternehmerinnen und Unternehmer k&ouml;nnen sich dar&uuml;ber informieren, welche Ma&szlig;nahmen zur Verhinderung von Diskriminierung geboten sind und wie sie reagieren k&ouml;nnen, sollte es zu Diskriminierungen in ihrem Unternehmen kommen. Rechtliche Grundlagen des Diskriminierungsschutzes Rassistische Diskriminierung/ethnische Herkunft. Sexuelle Identit&auml;t. Mehrfachdiskriminierung. Sachlicher Anwendungsbereich In welchen Situationen gilt das AGG? Zul&auml;ssige unterschiedliche Behandlung und Ausnahmen im Bereich Besch&auml;ftigung und Beruf. Zul&auml;ssige unterschiedliche Behandlung und Ausnahmen im Zivilrecht. Benachteiligungsbegriff nach dem AGG. Benachteiligungsformen. Unmittelbare Benachteiligung. Mittelbare Benachteiligung. Bel&auml;stigung. Mobbing. Sexuelle Bel&auml;stigung. Anweisung zur Benachteiligung. Beweislast. Gerechtfertigte Ungleichbehandlungen. Handlungsm&ouml;glichkeiten bei bestehenden oder drohenden Verst&ouml;&szlig;en gegen das AGG. Benachteiligungen verhindern. Benachteiligungen beseitigen. Benachteiligungen ausgleichen. Unterst&uuml;tzung bei Diskriminierung. Das AGG sch&uuml;tzt Menschen, die aus rassistischen Gr&uuml;nden oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identit&auml;t benachteiligt werden. Entsprechend den europ&auml;ischen Vorgaben der Antirassismus richtlinie ist im privaten Gesch&auml;ftsverkehr der Schutz vor rassistischen Diskriminierungen und Benachteiligungen aufgrund der ethnischen Herkunft am weitgehendsten geregelt. Er erstreckt sich auf alle Vertr&auml;ge, die den Zugang zu G&uuml;tern und Dienstleistungen, einschlie&szlig;lich Wohnraum, regeln. F&uuml;r die anderen gesch&uuml;tzten Diskriminierungskategorien bestehen solche europ&auml;ischen Vorgaben nicht oder nicht in gleichem Ma&szlig;e. Hier ist das Diskriminierungsverbot auf sogenannte Massen gesch&auml;fte beschr&auml;nkt (siehe Seite 22). Bez&uuml;glich der Weltanschauung fehlt ein Schutz von Vertragspartnerinnen und -partnern bei Massengesch&auml;ften ganz. Die Gr&uuml;nde, aus denen Diskriminierungen erfolgen, sind in einem solchen Fall nicht immer klar voneinander abzugrenzen. Sollte in so einem Fall die Ungleichbehandlung in Bezug auf eine dieser Diskriminierungskategorien gerechtfertigt sein, kann damit nicht automatisch die Benachteiligung wegen eines anderen Merkmals gerechtfertigt werden. Jede Ungleichbehandlung muss auf ihre Rechtfertigung &uuml;berpr&uuml;ft werden. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nennt allerdings keine Konsequenzen, die sich aus einer Mehrfachdiskriminierung ergeben. In der amtlichen Begr&uuml;ndung zur arbeitsrechtlichen Schadensersatz- und Entsch&auml;digungsregelung wird jedoch hervorgehoben, dass eine erh&ouml;hte Entsch&auml;digung geboten sein wird, wenn eine Besch&auml;ftigte/ein Besch&auml;ftigter aus mehreren Gr&uuml;nden unzul&auml;ssig benachteiligt wird. Der Schutz des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes erstreckt sich im Bereich Besch&auml;ftigung und Beruf sowohl auf die selbstst&auml;ndige als auch auf die unselbstst&auml;ndige Erwerbst&auml;tigkeit. Zu einer Erwerbst&auml;tigkeit geh&ouml;rt jede T&auml;tigkeit, die auf Dauer angelegt ist und der Schaffung und Erhaltung einer Lebensgrundlage dient. Auch Teilzeit-, Zweit- und Nebent&auml;tigkeiten sind Erwerbst&auml;tigkeiten. Selbstst&auml;ndige sind nur beim Zugang zur Erwerbst&auml;tigkeit und bei beruflichem Aufstieg gesch&uuml;tzt. Bei abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten sind auch sonstige Arbeitsbedingungen, insbesondere die Entlassungsbedingungen, vom Anwendungsbereich des AGG erfasst</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01651.pdf">Publikation zeigen</a></p>