<h1>Auswertung von Vereinbarungen zum dualen Studium</h1> <h2>Das duale Studium bietet sowohl Betrieben als auch Studierenden eine Reihe von Vorteilen, aber... Quelle Hans-B&ouml;ckler-Stiftung</h2> <p>Duales Studium: Betriebliche Ausbildung und Studium Duale Studieng&auml;nge, die ein wissenschaftliches Studium mit betrieblicher Praxis verkn&uuml;pfen und in einigen F&auml;llen einen doppelten (Ausbildungs- und Hochschul-) Abschluss bieten, erleben einen wahren H&ouml;henflug. Derzeit gibt es mehr als 700 Studieng&auml;nge an Fachhochschulen, Universit&auml;ten oder Berufsakademien mit knapp 49.000 Studierenden. Etwa 12.000 Betriebe beteiligen sich als Kooperationspartner an solchen Studieng&auml;ngen - Tendenz steigend. Das duale Studium bietet sowohl Betrieben als auch Studierenden eine Reihe von Vorteilen: Die Betriebe erhalten auf diese Weise hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bestens mit den betrieblichen Abl&auml;ufen und der Betriebskultur vertraut sind und eine hohe Bindung an das Unternehmen aufweisen, den Studierenden selbst bietet ein duales Studium ausgezeichnete Besch&auml;ftigungs- und Aufstiegschancen, da sie in der Regel von den Betrieben &uuml;bernommen und weiter gef&ouml;rdert werden. Es gibt vier verschiedene Typen von dualen Studieng&auml;ngen: 1) solche, die eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf integrieren und zu einem doppelten Abschluss f&uuml;hren, 2) solche, die ein Studium mit l&auml;ngeren Praxisphasen im Betrieb verkn&uuml;pfen, 3) berufsintegrierende duale Studieng&auml;nge, die eine berufliche Teilzeitt&auml;tigkeit konsequent und inhaltlich mit einem Studium kombinieren, 4) berufsbegleitende Studieng&auml;nge, in denen ein Studium neben der betrieblichen Vollzeitt&auml;tigkeit und relativ unabh&auml;ngig davon absolviert wird. In der Pra-xis verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen diesen vier Typen. Sie unterscheiden sich vor allem in Bezug auf die Einbindung von Studierenden in den Betrieb und auf das angestrebte Studienziel. Die Auswertung von betrieblichen Vereinbarungen zum dualen Studium bietet einen &Uuml;berblick &uuml;ber die einschl&auml;gigen Regelungsaspekte: den Status der dual Studierenden im Betrieb, Entgeltfragen, Arbeitszeiten sowie die &Uuml;bernahme in ein Arbeitsverh&auml;ltnis nach Beendigung des Studiums. Sie gibt Hinweise, wie sich bestimmte Sachverhalte klarer regeln lassen und zeigt M&ouml;glichkeiten auf, die bislang eher schwache Rolle der betrieblichen Interessenvertretung bei der Gestaltung und Umsetzung des Regelungswerks zum dualen Studium zu st&auml;rken. F&uuml;r die Analyse wurden 10 betriebliche Vereinbarungen der Jahre 2001 bis heute ausgewertet. Eine duale Ausbildung besteht aus zwei zusammengeh&ouml;renden Elementen: Lernen im Betrieb sowie Lernen in der Berufsschule. Doch was ist ein duales Studium? Auch das duale Studium zeichnet sich durch zwei Lernorte aus: einerseits die Hochschule (Fachhochschule bzw. Universit&auml;t) oder eine Berufs-, Verwaltungs- oder Wirtschaftsakademie, andererseits den Betrieb. Idealerweise sind Theorie- und Praxislernen an beiden Lernorten eng miteinander verzahnt. Das ist jedoch bei weitem nicht immer der Fall. Duale Studieng&auml;nge, die ein wissenschaftliches Studium mit beruflicher Praxis verkn&uuml;pfen, erleben seit den 1970er Jahren einen wahren H&ouml;henflug. Nach Auskunft der Informationsplattform www.ausbildung-plus.de gibt es im September 2009 mehr als 700 duale Studieng&auml;nge an Fachhochschulen, Universit&auml;ten oder Berufsakademien mit knapp 49.000 Studierenden - Tendenz steigend.1 Es lassen sich vier Typen dualer Studieng&auml;nge unterscheiden: Ausbildungsintegrierende duale Studieng&auml;nge verkn&uuml;pfen die Ausbildung in einem nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannten Ausbildungsberuf mit einem Vollzeitstudium. Praxisintegrierende duale Studieng&auml;nge bzw. kooperative Studieng&auml;nge verbinden das Studi um an Berufsakademien und Fachhochschulen mit l&auml;ngeren Praxisphasen im Unternehmen. Dabei wird nicht unbedingt ein berufsbildender Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf angestrebt. Berufsintegrierende duale Studieng&auml;nge kombinieren die berufliche Praxis in einer Teilzeitt&auml;tigkeit mit einem Studium. Berufsbegleitende duale Studieng&auml;nge werden von den Studierenden neben ihrer betrieblichen Vollzeitt&auml;tigkeit im Selbststudium absolviert. Der Betrieb ist bei dieser Form des Studiums nicht direkt beteiligt. Es ist umstritten, ob der vierte Typ noch zu den dualen Studieng&auml;ngen gerechnet werden kann, da hier keine echte Dualit&auml;t von Arbeit und Studium gegeben ist. L&auml;ngst nicht alle, die nach diesen Definitionen dual studieren, beenden das Studium mit einem doppelten Bildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf sowie in einem Studienfach. Nach einer Studie von Becker (2006, S. 59) sind dies h&ouml;chstens ein Drittel der dual Studierenden. Die Chancen, nach Abschluss eines dualen Studiums Besch&auml;ftigung zu finden, sind aufgrund der engen Anbindung des Studierenden an den Betrieb ausgesprochen gut, das Angebot kann bei weitem nicht die Nachfrage decken. Dies f&uuml;hrt dazu, dass immer mehr Hochschulen ihr Angebot an dualen Studieng&auml;ngen ausweiten bzw. private Fachhochschulen speziell zu diesem Zweck gegr&uuml;ndet werden. Inzwischen beteiligen sich 12.000 Betriebe als so genannte Kooperationspartner an dualen Studieng&auml;ngen - und auch hier ist eine Zunahme abzusehen. Das Interesse an dualen Studienpl&auml;tzen ist in Betrieben mit mehr als 500 Besch&auml;ftigten am gr&ouml;&szlig;ten. &#039;&#039;Besonders innovative Industriebetriebe nutzen diese M&ouml;glichkeit, ihr Personal gezielt auszubilden, weil sie dr&auml;ngenden (internen und externen) &Auml;nderungserfordernissen ausgesetzt sind&#039;&#039; (Berufsbildungsbericht 2000, S. 79). Die Vermutung, dass ein steigendes Angebot an dualen Studieng&auml;ngen zur Abnahme der Zahl an &#039;&#039;normalen&#039;&#039; betrieblichen Ausbildungspl&auml;tzen nach dem BBiG bzw. an Meisterpl&auml;tzen f&uuml;hrt, l&auml;sst sich dem Bericht zufolge nicht best&auml;tigen (vgl. auch Dobischat u. a. 2008, S. 76). Duale Studieng&auml;nge bieten f&uuml;r Unternehmen sowie f&uuml;r die Studierenden eine Reihe von Vorteilen: Die Studieng&auml;nge liefern Betrieben ein ganzheitliches Instrument bedarfsgerechter Perso nalentwicklung und Nachwuchssicherung auf hohem Niveau</p> <p><a href="https://www.boeckler.de/pdf/mbf_bvd_duales_studium.pdf">Publikation zeigen</a></p>