<h1>&Uuml;bergang vom Bachelor- zum Masterstudium</h1> <h2>Diese Studie nimmt die gegen&uuml;ber der herk&ouml;mmlichen Studienstruktur deutlich erweiterten M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Studierende in den Blick... Quelle DZHW</h2> <p>&Uuml;bergang vom Bachelor- zum Masterstudium. Umfang und Art des &Uuml;bergangs vom Bachelor- in ein Masterstudium. Zugang zum Masterstudium. Motive der Entscheidung f&uuml;r ein Masterstudium. Motive der Entscheidung gegen ein Masterstudium. Die Studie &#039;&#039;&Uuml;bergang vom Bachelor- zum Masterstudium&#039;&#039; nimmt die gegen&uuml;ber der herk&ouml;mmlichen Studienstruktur deutlich erweiterten M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Studierende in den Blick, das Studium nach eigenen Vorstellungen, Zielen und Erfahrungen zu gestalten. Die Studie befasst sich mit der Frage, inwieweit diese im Bologna-Prozess implementierten erweiterten Optionen bereits Realit&auml;t sind, inwieweit sie sich im tats&auml;chlichen Verhalten, in den Entscheidungen sowie in den Einstellungen und Motiven der Studierenden und Absolvent(inn)en manifestieren. Hierf&uuml;r wurden neben der Amtlichen Hochschulschulstatistik aktuelle Untersuchungen und Analysen der empirischen Hochschulforschung, vor allem der Absolventenforschung, herangezogen und vertiefend ausgewertet. Da die Daten- und Informationslage zur Schnittstelle von Bachelor- und Masterstudium noch unzureichend, teilweise auch heterogen und in den Befunden nur eingeschr&auml;nkt kompatibel ist, k&ouml;nnen auch die Antworten auf die Fragestellung nur vorl&auml;ufig sein. Differenziert analysiert wurden vor allem folgende Aspekte des &Uuml;bergangs vom Bachelor zum Master: Umfang des &Uuml;bergangs (&Uuml;bergangsquote), fachliche Ausrichtung, Art der Hochschule, regionale Mobilit&auml;t, Zugangsm&ouml;glichkeiten und -h&uuml;rden sowie Motivationen f&uuml;r bzw. gegen die Aufnahme eines Masterstudiums. Einer der zentralen Befunde: Es gibt wenig belastbare Hinweise daf&uuml;r, dass der Bachelorabschluss in absehbarer Zeit Regelabschluss bzw. als solcher von den Bachelors entsprechend den KMK-Vorgaben angenommen wird. F&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Bachelorabsolvent(inn)en sind die Motive der &#039;&#039;pers&ouml;nlichen Weiterbildung&#039;&#039; und der &#039;&#039;Verbesserung der eigenen Berufschancen&#039;&#039; wichtig bei der Entscheidung f&uuml;r ein Masterstudium. Diese Kombination d&uuml;rfte sich als stabile motivationale Grundlage f&uuml;r eine weiterhin hohe &Uuml;bergangsquote - gegenw&auml;rtig knapp drei Viertel - erweisen. Bei den Bilanzierungen der bisherigen &#039;&#039;Folgen von Bologna&#039;&#039; werden, zumal wenn sie aus studentischer Sicht erfolgen, in der Regel einzelne Aspekte, etwa die Qualit&auml;t des Studiums, die Studienbedingungen oder die regionale Mobilit&auml;t, thematisiert und in ihren Auswirkungen auf das Studium h&auml;ufig in kritischer Perspektive sowie im Vergleich zu den herk&ouml;mmlichen Studieng&auml;ngen bewertet (Verdichtung des Studiums, hohe Arbeits- und Pr&uuml;fungsbelastung, kein nachhaltiges Lernen, gestiegene bzw. ver&auml;nderte Abbruchrisiken, Erschwerung von Auslandsaufenthalten im Bachelorstudium etc.).1 Nicht ausreichend in den Blick genommen, zumindest in ihrem Potenzial nicht gen&uuml;gend beachtet, wird dabei eine gegen&uuml;ber der bisherigen Studienstruktur spezifische Eigenschaft und Zielrichtung des Bologna-Prozesses, n&auml;mlich die strukturell erheblich erweiterten und zu verschiedenen Zeitpunkten des Studiums implementierten M&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Studierenden, ihr Studium nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Diese Verbreiterung der Optionen der Gestaltung des Studiums ist, zum einen, Ergebnis einer Verbindung von weiterentwickelten, bereits vorhandenen und f&uuml;r die deutsche Studienlandschaft neuen Merkmalen. Wesentlich f&uuml;r die Innovationswirkung sind aber, zum zweiten, weniger die einzelnen Elemente als vielmehr ihre simultane und/oder sequenzielle individuelle Entscheidbarkeit sowie die dadurch gegebene partielle Offenheit im jeweiligen Studienverlauf. Zu nennen sind die folgenden acht Aspekte: Studienstruktur: Die gestufte Studienstruktur impliziert zwei grunds&auml;tzlich voneinander unabh&auml;ngige und deshalb eigenst&auml;ndige berufsqualifizierende Hochschulabschl&uuml;sse. &#039;&#039;Kennzeichen der neuen Abschl&uuml;sse ist die Vermittlung eigenst&auml;ndiger Berufsqualifikationen sowohl auf der Bachelor- wie auch auf der Masterebene.&#039;&#039;2 Damit ergeben sich f&uuml;r Bachelorabsolvent(inn)en sowohl die M&ouml;glichkeit des direkten Eintritts in den Arbeitsmarkt als auch die Option, einen weiteren berufsqualifizierenden Studienabschluss im direkten Anschluss an das erste Studium oder auch nach einer zwischenzeitlichen Phase der Berufst&auml;tigkeit als Bachelorabsolvent(in) zu erwerben (s. unten). Auch im traditionellen Studiensystem gab es die (vergleichsweise selten genutzte) M&ouml;glichkeit f&uuml;r den Einzelnen, einen weiteren Studienabschluss zu erwerben (Zweitstudium, Aufbau- oder Weiterbildungsstudium etc.), neuartig im Zusammenhang des Bologna-Prozesses ist indes, dass die M&ouml;glichkeit der akademischen Weiterqualifizierung nach dem Erststudium bereits in der Studienstruktur der einzelnen Fachrichtungen angelegt ist. Da Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge an Universit&auml;ten (und gleichgestellten Hochschulen) wie auch an Fachhochschulen gleicherma&szlig;en eingerichtet werden k&ouml;nnen, erweitert dies zugleich f&uuml;r Absolvent(inn)en von Fachhochschulen mit (lediglich) Fachhochschulreife die bislang nur auf Umwegen erreichbare M&ouml;glichkeit, einen Abschluss auf bislang den Universit&auml;ten vorbehaltenem Niveau zu erreichen. Forschungs-/Berufsfeldbezug und zeitliche Abfolge: Unabh&auml;ngig von der jeweiligen Anlage und damit der Wahlm&ouml;glichkeit des Bachelorstudiums als fachlicher Mono- oder Kombinationsbachelor sollen, so die Zielsetzung, in jedem grundst&auml;ndigen Bachelorstudium die wissenschaftlichen Grundlagen, die Methodenkompetenz und die berufsfeldbezogenen Qualifikationen des Studiengangs mit dem Ziel des (m&ouml;glichen) Berufseintritts als Bachelorabsolvent(in) vermittelt werden. Masterstudieng&auml;nge sind dagegen - zumindest nach politischer Vorgabe - jeweils zu differenzieren nach den Profiltypen &#039;&#039;anwendungsorientiert&#039;&#039; und &#039;&#039;forschungsorientiert&#039;&#039; und dienen der fachlichen und wissenschaftlichen Spezialisierung der Bachelorabsolvent(inn)en. Zugleich ist zwischen konsekutiven und weiterbildenden Masterstudieng&auml;ngen zu unterscheiden. Konsekutive Masterstudieng&auml;nge sind als &#039;&#039;vertiefende, verbreiternde, fach&uuml;bergreifende oder fachlich andere Studieng&auml;nge auszugestalten&#039;&#039;.3 Auf die Adjektive &#039;&#039;fach&uuml;bergreifend&#039;&#039; sowie &#039;&#039;fachlich anders&#039;&#039; ist besonders hinzuweisen, weil diese Kennzeichnung die fachlichen Wahl- und Kombinationsm&ouml;glichkeiten enorm verbreitert und beispielsweise die Option von gezielten (individualisierten sowie innovativen) Hybridqualifikationen - etwa nach den spezifischen Erfordernissen der angestrebten Berufst&auml;tigkeit - er&ouml;ffnet. Weiterbildende Masterstudieng&auml;nge setzen dagegen qualifizierte berufspraktische Erfahrungen von mindestens einem Jahr voraus und sollen diese beruflichen Erfahrungen gezielt ber&uuml;cksichtigen und in den Fachinhalten an diese ankn&uuml;pfen. Auch sie erlauben eine - auch berufsbegleitende - gezielte Anreicherung der bisherigen Qualifikationen nach Ma&szlig;gabe beruflicher Anforderungen und Erfahrungen. Art der Hochschule: An Universit&auml;ten (und gleichgestellten Hochschulen) sowie an Fachhochschulen eingerichtete Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge sind gleichwertig. Daraus folgt u. a., dass ein(e) Absolvent(in) eines Bachelorstudiums das Masterstudium grunds&auml;tzlich &#039;&#039;an jeder anderen Hochschule&#039;&#039; (KMK) durchf&uuml;hren kann. Konkret: Absolvent(inn)en eines Bachelorstudiums an einer Fachhochschule haben die Option, ihr Masterstudium an einer Universit&auml;t aufzunehmen und umgekehrt. Und: &#039;&#039;Masterabschl&uuml;sse, die an Universit&auml;ten und gleichgestellten Hochschulen oder an Fachhochschulen erworben wurden, berechtigen grunds&auml;tzlich zur Promotion.&#039;&#039;4 Regelstudienzeit: Bei konsekutiven Studieng&auml;ngen betr&auml;gt die gesamte Regelstudienzeit zehn Semester. Dabei sind f&uuml;r das Vollzeit-Bachelorstudium Regelstudienzeiten zwischen sechs, sieben oder acht Semestern und f&uuml;r die Masterstudieng&auml;nge vier, drei oder zwei Semester m&ouml;glich. Wichtig f&uuml;r die sich hier f&uuml;r die Studierenden ohnehin er&ouml;ffnenden individuellen Wahloptionen f&uuml;r die L&auml;nge &#039;&#039;ihres&#039;&#039; Bachelor- bzw. Masterstudiums ist dar&uuml;ber hinaus, dass die Studierenden &#039;&#039;nicht gehindert (sind), nach einem vierj&auml;hrigen Bachelorstudium an einer Hochschule einen zweij&auml;hrigen Masterstudiengang an einer anderen Hochschule zu studieren&#039;&#039;5, also eine &#039;&#039;regul&auml;re&#039;&#039; Studienzeit von zw&ouml;lf Semestern in Anspruch zu nehmen. Eine formale (qualitative) Differenzierung der Abschlussgrade nach der Dauer der Regelstudienzeit erfolgt allerdings nicht. Mobilit&auml;t: Ein weiteres Kernziel des Bologna-Prozesses ist die F&ouml;rderung und Erleichterung der studentischen Mobilit&auml;t, und zwar sowohl international als auch national (u. a. mittels der international gebr&auml;uchlichen und kompatiblen Abschl&uuml;sse Bachelor und Master sowie durch die homogenisierende Bewertung der Studienleistungen anhand des European Credit Transfer System ECTS). Mit der gegen&uuml;ber den bisherigen einphasigen Studieng&auml;ngen nun neu eingef&uuml;hrten Gliederung in zwei voneinander unabh&auml;ngige Phasen wird an deren Schnittstelle ein Mobilit&auml;tsfenster quasi in der Studienstruktur implementiert. Die gestufte Studienstruktur er&ouml;ffnet deshalb besonders f&uuml;r den direkten ebenso wie f&uuml;r den indirekten &Uuml;bergang von der Bachelor- zur Masterphase erheblich erweiterte M&ouml;glichkeiten der regionalen Mobilit&auml;t, die neben einem Auslandsstudium (&#039;&#039;europ&auml;ischer Hochschulraum&#039;&#039;) auch die Option einschlie&szlig;en bzw. diese nahelegen, &#039;&#039;das erworbene Qualifikationsprofil durch gezielte fachliche Akzentsetzung auf der Masterebene an einer anderen deutschen Hochschule zu erweitern.&#039;&#039;6 Die mit den skizzierten Merkmalen des Bologna-Prozesses gegen&uuml;ber der bisherigen Studienstruktur f&uuml;r den Einzelnen er&ouml;ffneten neuen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Studiums haben sich in der letzten Dekade mit der zunehmenden Umstellung der herk&ouml;mmlichen Studieng&auml;nge auf die neue Studienstruktur nicht nur quantitativ stark erweitert, sondern stellen sich als &#039;&#039;Zwang&#039;&#039; der individuellen Entscheidung auch einer zunehmenden Zahl von Studienanf&auml;nger(inne)n, Studierenden und Absolvent(inn)en in den Bachelorstudieng&auml;ngen: Entwicklung der Studienangebote7: Im Wintersemester 2010/11 entfielen von den insgesamt rund 14.100 Studieng&auml;ngen ca. 6.050 auf Bachelor- und ca. 5.500 auf Masterstudieng&auml;nge, was einem Anteil von 82% an allen Studieng&auml;ngen entspricht (von den etwa 2.550 noch nicht umgestellten Studieng&auml;ngen entfallen allein 1.900 auf Studieng&auml;nge mit staatlichem oder kirchlichem Abschluss, d.h. nur noch ca. 650 traditionelle Studieng&auml;nge bleiben um- bzw. einzustellen). Vor zehn Jahren, im Wintersemester 2000/01 gab es erst insgesamt 442 Bachelor- (227) und Masterstudieng&auml;nge (165). Nach Hochschulart differenziert, liegen die Fachhochschulen mit einem Umstellungsgrad ihres Gesamtstudienangebots von 97% klar vor den Universit&auml;ten mit 78%8 und den Kunst- und Musikhochschulen mit 51%. F&uuml;r die hier besonders interessierenden Studieng&auml;nge in den F&auml;chergruppen Mathematik/Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften liegt der gegenw&auml;rtige Anteil der umgestellten an allen Studieng&auml;ngen bei 82% bzw. 95%. Entwicklung der Zahl der Bachelorabsolvent(inn)en: 2009 schlossen 71.300 Absolvent(inn)en ihr Erststudium mit einem Bachelor ab, was einem Anteil von knapp einem F&uuml;nftel (18%) an allen Erstabsolvent(inn)en entspricht, 2010 waren es bereits 111.200, was mit einem Anstieg des Anteils auf etwas mehr als das Doppelte (38%) einherging. Zehn Jahre zuvor war der Anteil statistisch faktisch noch nicht messbar. F&uuml;r die F&auml;chergruppe Mathematik/Naturwissenschaften liegt der entsprechende Anteil 2009 mit 27% (12. 800) deutlich, im Jahr 2010 mit 40% (19.700) nur noch knapp &uuml;ber dem Durchschnittswert f&uuml;r alle F&auml;chergruppen von 38%. Ein &auml;hnliches Bild ergibt sich f&uuml;r die Ingenieurwissenschaften: Innerhalb dieser F&auml;chergruppe entfiel 2009 ein Viertel aller Erstabsolvent(inn)en (11.900) auf die Bachelors, 2010 waren es bereits 41% (20.200).9 Entwicklung der Zahl der Studienanf&auml;nger(innen): Bei einer durchschnittlichen Gesamtstudiendauer von gut sieben Semestern rekrutieren sich die Bachelorabsolvent(inn)en des Jahres 2009 ganz &uuml;berwiegend aus den Studienanf&auml;ngerjahrg&auml;ngen 2004 bis 2006. In diesen Jahren betrug die Zahl der Bachelor-Studienanf&auml;nger(innen) im ersten Hochschulsemester (ohne Lehramtsstudieng&auml;nge) zwischen 44.400 (2004) und 135.900 (2006), was einem Anteil an allen Studienanf&auml;nger(inne)n zwischen 12% (2004) und 39% entspricht. Bis 2009 hat sich ihre Zahl mehr als verdoppelt (2009: 294.600), was einen Anteil von 69% an allen Studienanf&auml;nger(inne)n ausmacht. Unter sonst gleichen Bedingungen wird sich deswegen auch die Zahl der Bachelorabsolvent(inn)en mit der Option auf ein Masterstudium in den n&auml;chsten Jahren erheblich erh&ouml;hen. Dies gilt besonders wegen der Erh&ouml;hung der Studierendenzahlen als Folge der &#039;&#039;doppelten Abiturientenjahrg&auml;nge&#039;&#039; in bev&ouml;lkerungsstarken Bundesl&auml;ndern. Bei der Bearbeitung des Schwerpunktthemas &#039;&#039;&Uuml;bergang vom Bachelor- zum Masterstudium&#039;&#039; geht es um die Frage, inwieweit die o. g. erweiterten Optionen, politischen Vorgaben und normativen Ziele der Bologna-Erkl&auml;rung von 1999 sowie die o. g. Beschl&uuml;sse der Kultusministerkonferenz bereits Realit&auml;t geworden sind, d.h. inwieweit sie sich im tats&auml;chlichen Verhalten und in den Einstellungen der Studierenden manifestieren (k&ouml;nnen). So ist etwa hinsichtlich der Option, nach dem Bachelorstudium ein Masterprogramm aufzunehmen, zu fragen, inwieweit diese M&ouml;glichkeit f&uuml;r die Bachelorabsolvent(inn)en wirklich, d.h. in Relation zur Nachfrage in ausreichendem Ma&szlig;e, zur Verf&uuml;gung steht bzw. faktisch zug&auml;nglich ist. M&ouml;gliche &#039;&#039;H&uuml;rden&#039;&#039; stellen sich in vielfacher Weise: Nach den politischen Vorgaben der Kultusministerkonferenz ist der Bachelor der Regelabschluss f&uuml;r die Mehrheit der Studierenden. Dies rechtfertigt nach Auffassung der KMK sowohl begrenzte Lehrkapazit&auml;ten, die wiederum in der Konsequenz auch Zulassungsbeschr&auml;nkungen nach sich ziehen k&ouml;nnen, als auch besondere, hochschulbezogen unterschiedliche, aber auf jeden Fall selektiv wirkende Zugangsvoraussetzungen zum Masterstudium. Sein mediales Echo findet dies etwa in der publizistischen Diagnose einer politisch &#039;&#039;hausgemachten&#039;&#039; &#039;&#039;Master-Misere&#039;&#039;10. Zu nennen sind aber auch m&ouml;gliche finanzielle H&uuml;rden des Absolvierens eines Masterstudiums. Denn zu den ohnehin anfallenden Kosten der Finanzierung eines weiteren Studiums kommen ggf. weitere Kosten hinzu. Weiterbildende, insbesondere berufsbegleitende Masterstudienprogramme werden von den Hochschulen h&auml;ufig nur entgeltlich angeboten. Kosten von 10.000 Euro f&uuml;r ein solches Studium sind keine Seltenheit. Wie viele der Bachelorabsolvent(inn)en entscheiden sich im Anschluss an das Bachelorstudium f&uuml;r ein Masterstudium bzw. wie viele der Bachelorstudierenden streben einen entsprechenden weiteren Abschluss nach ihrem jetzigen Studium an? Wie hoch sind also die &#039;&#039;&Uuml;bergangsquoten&#039;&#039; in ein Masterprogramm? Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Subpopulationen? Wie ist insbesondere die Situation in den MINT-Studienrichtungen? (Kapitel 2). Welche Masterstudieng&auml;nge werden von Bachelorabsolvent(inn)en bzw. Bachelorstudierenden im Verh&auml;ltnis zu ihrem ersten Studium gew&auml;hlt bzw. angestrebt? Dabei wird differenziert nach folgenden Aspekten: Fachrichtung (gleiche oder andere Fachrichtung), Art des MasterFrankfurter Allgemeine Zeitung, 21./22. Mai 2011, unter Bezug u. a. auf den Deutschen Hochschullehrerverband (DHV) wird weiter ausgef&uuml;hrt, dass auf l&auml;ngere Sicht nur f&uuml;r jeden dritten Bachelorabsolventen ein Master-Studienplatz zur Verf&uuml;gung steht, die staatliche Hochschulpolitik zwinge die Hochschulen dazu, den &#039;&#039;L&ouml;wenanteil ihrer Ressourcen&#039;&#039; in die Bachelor-Programme zu investieren, das Resultat sei wiederum eine politisch gewollte &#039;&#039;Verknappung an Master-Studienpl&auml;tzen&#039;&#039;. Als Ursache der &#039;&#039;Master-Misere&#039;&#039; gilt der gezielt unterfinanzierte Hochschulpakt von Bund und L&auml;ndern. Mit der Forderung, den Master in Deutschland zum Regelabschluss zu erkl&auml;ren und das dazu erforderliche Studienangebot staatlicherseits ausreichend zu finanzieren, stellt der DHV sozusagen die Gegenposition zur KMK dar</p> <p><a href="https://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201207.pdf">Publikation zeigen</a></p>