<h1>Duale Berufsausbildung (Handlungsempfehlung)</h1> <h2>Wenn Sie als Unternehmen Ihren Fachkr&auml;ftenachwuchs selbst passgenau ausbilden, kann Ihr Unternehmen vom externen Arbeitskr&auml;fteangebot unabh&auml;ngiger werden... Quelle BMWi</h2> <p>Duale Berufsausbildung. Was bringt eine duale Berufsausbildung? Anforderungen an Ausbildende und Ausbilder bzw. die Ausbilderinnen. Lohnt sich eine duale Berufsausbildung? Planung des Bedarfs an Fachkr&auml;ften mit einer dualen Berufsausbildung. Planung des Ausbildungsbudgets. Erstellung eines betrieblichen Ausbildungsplans. Rekrutierung von Auszubildenden. Vorbereitung der dualen Berufsausbildung. Betreuung von Auszubildenden. Zu Beginn der Ausbildung. W&auml;hrend der Ausbildung. Gegen Ende der Ausbildung. Wenn Sie als Unternehmen Ihren Fachkr&auml;ftenachwuchs selbst passgenau ausbilden, kann Ihr Unternehmen vom externen Arbeitskr&auml;fteangebot unabh&auml;ngiger werden. Sie gewinnen so loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach Abschluss ihrer Ausbildung keine oder eine deutlich geringere Einarbeitungs-/Eingliederungszeit ben&ouml;tigen als neu eingestellte Fachkr&auml;fte, da sie die Unternehmensabl&auml;ufe und die Unternehmenskultur kennen. Zudem k&ouml;nnen Sie Ihre Kosten, die im Zusammenhang mit Neueinstellungen bzw. gegebenenfalls auch aufgrund von Fehlbesetzungen entstehen, deutlich reduzieren. Die Berichte zufriedener Auszubildender und Ihrem Betrieb verbundener Fachkr&auml;fte k&ouml;nnen eine positive Au&szlig;enwahrnehmung Ihres Unternehmens sehr unterst&uuml;tzen. T&auml;tigkeitsprofile auch theoriegeminderte Ausbildungsg&auml;nge, die lediglich auf zwei Jahre ausgerichtet sind. In Abstimmung mit der zust&auml;ndigen Stelle sind jedoch unter entsprechenden Voraussetzungen grunds&auml;tzlich f&uuml;r alle Berufe Verl&auml;ngerungen oder Verk&uuml;rzungen der Ausbildungszeit m&ouml;glich. F&uuml;r den Start in eine Berufsausbildung ist grunds&auml;tzlich kein formaler Bildungsabschluss erforderlich. Sie sind also bei der Auswahl Ihrer zuk&uuml;nftigen Auszubildenden nicht auf Jugendliche mit bestimmten Schulabschl&uuml;ssen beschr&auml;nkt. Berufliche (Erst-)Ausbildungen werden im deutschsprachigen Raum vorrangig im so genannten dualen System durchgef&uuml;hrt. Der oder die Auszubildende wird an zwei Lernorten ausgebildet: im Unternehmen (praktischer Teil) und in der Berufsschule (fachtheoretische Ausbildung und Allgemein bildung). Zust&auml;ndig sind im Regelfall die zust&auml;ndige Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern. Sie beraten zu ausbildungsrelevanten Fragen und &ouml;ffentlichen F&ouml;rderleistungen, die Sie gegebenenfalls in Anspruch nehmen k&ouml;nnen, wenn Sie einen Ausbildungsplatz zur Verf&uuml;gung stellen. Die zust&auml;ndige Stelle ist Ihr/e zentraler Ansprechpartner/-in bei allen organisatorischen und rechtlichen Fragen einer Ausbildung. Eine duale Berufsausbildung dauert f&uuml;r die meisten Berufe drei bis dreieinhalb Jahre. F&uuml;r einige Branchen existieren f&uuml;r weniger umfangreiche Angesichts der demographischen Entwicklung wird es zuk&uuml;nftig wichtiger werden, auch andere als bisher im Mittelpunkt stehende Zielgruppen anzusprechen - wie zum Beispiel Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;nger ohne formalen Schulabschluss, junge Erwachsene (in der Regel im Alter von 20 bis 29 Jahren), die bereits einen Arbeitsplatz hatten oder haben, aber &uuml;ber keinen fachlichen Ausbildungsabschluss verf&uuml;gen, Ihre eigenen (bisherigen) Mitarbeiter/-innen, die keinen oder aber einen fachfremden Ausbildungsabschluss haben, Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher. Weiterhin sind auch die Potenziale von Altbewerberinnen und Altbewerbern (d.h. Personen, die die Schule bereits vor dem aktuellen Bewerbungsjahr verlassen haben) hervorzuheben. Auch die Besetzung von Ausbildungspl&auml;tzen mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder auch mit Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;ngern aus dem europ&auml;ischen Ausland sowie mit Leistungsschw&auml;cheren kann eine Option darstellen. Die rechtliche Grundlage f&uuml;r die duale Ausbildung bildet das Berufsbildungsgesetz (BBiG). Bevor Sie die Ausbildungst&auml;tigkeit beginnen, m&uuml;ssen verschiedene rechtliche Rahmenbedingungen erf&uuml;llt und sichergestellt werden. Passgenauigkeit Ihrer Fachkr&auml;fte: Viele Ausbildungsordnungen er&ouml;ffnen Ihnen einen relativ gro&szlig;en Spielraum im Hinblick darauf, welche Inhalte Sie wie vermitteln wollen und k&ouml;nnen. Dies gibt Ihnen die M&ouml;glichkeit, auch sehr unternehmensspezifische Besonderheiten im Rahmen der Ausbildung zu vermitteln und auf diese Weise Ihre Auszubildenden genau auf ihren sp&auml;teren Einsatzbereich vorzubereiten. Gest&auml;rkte Personalauswahl: Da Ihr Unternehmen potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits im Vorfeld einer sp&auml;teren Besch&auml;ftigung kennenlernt, l&auml;sst sich die zu erwartende Arbeitsleistung zuverl&auml;ssiger beurteilen. Dadurch k&ouml;nnen Sie das Risiko einer sp&auml;teren Fehlbesetzung von Stellen deutlich reduzieren. Fr&uuml;hzeitige Bindung Ihrer Fachkr&auml;fte: Nach einer mehrj&auml;hrigen Ausbildung werden Auszubildende die Vorteile Ihres Unternehmens zu sch&auml;tzen wissen. Es besteht gegenseitiges Vertrauen und eine hohe Bindung zu Ihrem Unternehmen. Dies geht in der Regel einher mit einer hohen Motivation Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die so zu leistungsstarken St&uuml;tzen Ihres Unternehmens werden. Leistungserbringung: Die Auszubildenden wachsen sehr schnell in Ihre Arbeitsabl&auml;ufe hinein und sind so schon fr&uuml;h produktiv t&auml;tig. Sie profitieren direkt von deren T&auml;tigkeit. St&auml;rkung Ihres Unternehmensimages: Indem Sie Jugendlichen eine Zukunftsperspektive geben, werden Ihr Kunden- und Lieferantenkreis, aber vor allem auch Ihr eigenes Personal sowie die &Ouml;ffentlichkeit Sie als engagierten Ausbildungsbetrieb wahrnehmen. Ein Betrieb muss f&uuml;r eine duale Berufsausbildung &uuml;ber alle Einrichtungen verf&uuml;gen, die f&uuml;r die Berufsbildung ben&ouml;tigt werden. Das sind je nach Ausbildungsberuf entsprechend ausgestattete B&uuml;ror&auml;ume, Werkst&auml;tten und eine Grundausstattung der ben&ouml;tigten Maschinen und Werkzeuge. Weiterhin sollte die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verh&auml;ltnis zur Zahl aller besch&auml;ftigten Fachkr&auml;fte im Betrieb stehen. Auf der Webseite des Bundesinstituts f&uuml;r Berufsbildung finden Sie n&auml;here Informationen und ein Zahlenbeispiel, an dem Sie sich orientieren k&ouml;nnen. Ob Ihr Betrieb diese Anforderungen erf&uuml;llt, stellt die zust&auml;ndige Stelle (in der Regel die Kammern) fest. Eine geringe Unternehmensgr&ouml;&szlig;e muss kein Grund sein, sich gegen die eigene Ausbildung zu entscheiden: K&ouml;nnen Sie die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten allein nicht im vollen Umfang vermitteln, ist es m&ouml;glich, diese durch Ausbildungsma&szlig;nahmen au&szlig;erhalb der Ausbildungsst&auml;tte zu erg&auml;nzen. Falls keine vollst&auml;ndige Ausbildungseignung vorliegt, kann auch die M&ouml;glichkeit einer Verbundausbildung in Kooperation mit weiteren Ausbildungsbetrieben oder Bildungseinrichtungen gepr&uuml;ft werden. N&auml;here Informationen zu den verschiedenen Verbundmodellen in Ihrer Region geben Ihnen die Beraterinnen und Berater Ihrer zust&auml;ndigen Stelle. Bei der Organisation einer Ausbildung stehen Anbieter eines externen Ausbildungsmanagements insbesondere kleineren Unternehmen beratend und unterst&uuml;tzend zur Seite. Sie k&ouml;nnen beispielsweise die Ausbildungsorganisation, die Auswahl der passenden Auszubildenden oder die Pr&uuml;fungsvorbereitung unterst&uuml;tzen. Au&szlig;erdem kann es hilfreich sein, Ausbildungserfahrungen mit anderen Unternehmen auszutauschen. Der oder die Ausbildende ist die Person, die mit dem Auszubildenden den Ausbildungsvertrag abschlie&szlig;t bzw. diesen unterzeichnet. Dies kann die Inhaberin oder der Inhaber des Unternehmens oder die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Ausbildungsunternehmens sein. Die Ausbilderin bzw. der Ausbilder ist hingegen die Person, die f&uuml;r die konkrete praktische Berufsausbildung verantwortlich ist. Der oder die Ausbildende sowie die Ausbilderin bzw. der Ausbilder m&uuml;ssen eine pers&ouml;nliche Eignung vorweisen, das hei&szlig;t, bisher nicht gegen gesetzliche Vorgaben versto&szlig;en haben (vgl. Berufsbildungsgesetz, &sect; 25 Jugendarbeitsschutzgesetz). Au&szlig;er den pers&ouml;nlichen Voraussetzungen muss die Ausbilderin bzw. der Ausbilder auch die fachliche sowie eine berufs- und arbeitsp&auml;dagogische Eignung nachweisen. Die fachlichen Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten werden beispielsweise durch den Abschluss eines Ausbildungsberufs oder den Abschluss eines Studiums in der entsprechenden Fachrichtung nach gewiesen. Der Nachweis der berufs- und arbeitsp&auml;dagogischen Kenntnisse wird durch die Ausbildereignungsverordnung (AEVO) geregelt. Demnach muss jede Ausbilderin und jeder Ausbilder diese Kenntnisse durch das Ablegen einer Ausbildereignungspr&uuml;fung nachweisen. In einem Lehrgang zur Ausbildung der Ausbilder (AdA) werden die entsprechenden Kompetenzen vermittelt: Ausbildung planen, Ausbildung vorbereiten, Ausbildung durchf&uuml;hren, etc</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01757.pdf">Publikation zeigen</a></p>