<h1>Tarifpolitik f&uuml;r familienbewusste Arbeitszeiten</h1> <h2>Individuelle Arbeitszeiten und eine familienfreundliche Arbeitszeitkultur, damit private Bed&uuml;rfnisse mit den betrieblichen Anforderungen ausbalanciert werden... Quelle BDA, Erfolgsfaktor Familie</h2> <p>Tarifpolitik f&uuml;r familienbewusste Arbeitszeiten. Mit der &#039;&#039;Charta f&uuml;r familienbewusste Arbeitszeiten&#039;&#039; hat sich die Bundesvereinigung der Deut schen Arbeitgeberverb&auml;nde im Jahr 2011 dazu verpflichtet, darauf hinzuwirken, dass die Tarif partner ausreichend Spielr&auml;ume f&uuml;r familienbewusste Arbeitszeiten in den Betrieben schaffen. Heute finden sich in Tarifvertr&auml;gen viele Optionen zur Flexibilisierung und Individualisierung der Arbeitszeit genauso wie konkrete Regelungen zur lebensphasenorientierten Arbeitszeitge staltung. Aufgrund der spezifischen betrieblichen Belange und M&ouml;glichkeiten sowie der individuellen Bed&uuml;rfnisse der Besch&auml;ftigten setzt die Tarifpolitik bei der Arbeitszeitgestaltung vorrangig auf eine &Ouml;ffnung der Tarifvertr&auml;ge: Die Betriebspartner sollen anhand ihrer eigenen Anforderungen konkrete Arbeitszeitmodelle ausgestalten k&ouml;nnen. Die Tarifvertr&auml;ge erm&ouml;glichen daf&uuml;r einen flexiblen Rahmen. Dadurch l&auml;sst sich ein angemessener Ausgleich zwischen den Belangen der Unternehmen und den Arbeitszeitw&uuml;nschen der Besch&auml;ftigten finden. Zum Teil sind in den Ta rifvertr&auml;gen auch gezielt Regelungen etwa zur lebensphasenorientierten Arbeitszeitgestaltung vereinbart. Es gibt vielf&auml;ltige L&ouml;sungen, mit denen die Tarifpartner die Betriebe bei der Arbeits zeitgestaltung unterst&uuml;tzen. In der vorliegenden Publikation werden unterschiedliche Modelle und Philosophien aus der Praxis verschiedener Branchen und Unternehmen vorgestellt. Wir werben f&uuml;r weitere Anstrengungen bei der Arbeitszeitflexibilisierung. Sie unterst&uuml;tzt Arbeit nehmerinnen und Arbeitnehmer dabei, Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren zu k&ouml;nnen. Die Unternehmen werden im Wettbewerb um Fachkr&auml;fte attraktiver, wenn sie familien bewusste Arbeitszeitregelungen schaffen. Die deutsche Wirtschaft hat angesichts des demografischen Wandels k&uuml;nftig enorme Anstrengungen zu meistern, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und an sich zu binden. Individuelle Arbeitszeiten und eine familienfreundliche Arbeitszeitkultur entsprechen den W&uuml;nschen der Besch&auml;ftigten, um private Bed&uuml;rfnisse mit den betrieblichen Anforderungen ausbalancieren zu k&ouml;nnen. Die demografische Entwicklung stellt die Tarifpolitik vor immer gr&ouml;&szlig;ere Herausforderungen. Wegen einer altern den und schrumpfenden Bev&ouml;lkerung wird es immer wichtiger, das vorhandene Besch&auml;ftigungspotenzial bestm&ouml;glich zu nutzen, Besch&auml;ftigte zu binden und ihre Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit langfristig sicherzustellen. F&uuml;r die Tarifpartner ist das Thema &#039;&#039;Demografie&#039;&#039; des halb von zentraler Bedeutung. Dies schl&auml;gt sich z.B. in Regelungen zur F&ouml;rderung von Aus- und Weiterbildung, zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zu lebensphasenorientierten Arbeitszeitmodellen in sog. Demografie-Tarifvertr&auml;gen nieder. Seit einigen Jahren ist verst&auml;rkt zu beobach ten, dass die Lebensgestaltung der Menschen wesentlich flexibler und facettenreicher geworden ist. W&auml;hrend in der Vergangenheit der Lebenslauf meistens noch der klassischen Dreiteilung Ausbildung, Beruf und Ruhestand folgte, hat sich die Lebenswirklichkeit vieler Erwerbspersonen mittlerweile ausdifferenziert. Die Folgen sind: Die &Uuml;berg&auml;nge zwischen den Phasen von Ausbildung, Erwerbst&auml;tigkeit und Renten eintritt mit aktivem Ruhestand sind flie&szlig;end geworden, das Arbeitsleben ist wesentlich st&auml;rker mit den Aktivit&auml;ten des lebenslangen Lernens und dem Privatleben verzahnt. Immer selbstverst&auml;ndlicher werden berufsbegleitende Studieng&auml;nge zur H&ouml;herqualifizierung von Technikern, Meistern oder Absolventen mit Bachelorabschluss. Immer h&auml;ufiger gibt es wechselnde Phasen von Vollzeit und Teilzeit, um abschnittweise famili&auml;ren Verpflichtungen nachgehen oder intensiver ehrenamtliches Engagement betreiben zu k&ouml;nnen. Eine flexible, an verschiedenen Lebensphasen orientierte Arbeitszeitgestaltung, etwa mit Optionen zur Bildung von Langzeit- bzw. Lebensarbeitszeitkonten, ist dabei ein viel seitiges Instrument einer zukunftsgerichteten Personalpolitik. Sie bietet Vorteile f&uuml;r beide Seiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbei ter k&ouml;nnen ihre pers&ouml;nlichen Vorstellungen von Beruf und Familie in den verschiedenen Lebensphasen verwirklichen (etwa Berufseinstieg, Weiterbildung, Gr&uuml;ndung einer Familie oder Pflege von Angeh&ouml;rigen). Auf der anderen Seite beeinflusst sie betriebliche Erfolgsfaktoren wie z.B. Arbeitsmotivation und Produktivit&auml;t und steigert nicht zuletzt die Attraktivit&auml;t als Arbeitgeber im zunehmenden Wettbewerb um Fachkr&auml;fte. Es gibt h&auml;ufiger Teilzeitausbildungen, die eine Verzahnung von Ausbildung und Familienpflichten erm&ouml;glichen</p> <p><a href="https://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/res/Tarifpolitik_fuer_Familienbewusste_Arbeitszeiten.pdf/$file/Tarifpolitik_fuer_Familienbewusste_Arbeitszeiten.pdf">Publikation zeigen</a></p>