<h1>Qualifizierung von An- und Ungelernten</h1> <h2>M&ouml;glichkeiten zur Qualifizierung von An- und Ungelernten, die &uuml;ber eine einfache Unterweisung am Arbeitsplatz hinausgehen. Nachqualifizierungsma&szlig;nahmen... Quelle BMWi</h2> <p>Qualifizierung von An- und Ungelernten. Was bringt eine Qualifizierung von An- und Ungelernten? Lohnt sich eine Qualifizierung von An- und Ungelernten? Analyse des Qualifikationsbestands und -bedarfs. Auswahl geeigneter Qualifizierungsma&szlig;nahmen und -formen. Aufgabenspezifische Schulungen. Berufliche Nachqualifizierung. Direkter Weg zur Externenpr&uuml;fung. Betriebliche Umschulung. Finanzierung der Qualifizierungsma&szlig;nahme. Unterst&uuml;tzungsm&ouml;glichkeiten w&auml;hrend der Qualifizierungsdauer. An- und Ungelernte sind von Personalentwicklungsma&szlig;nahmen wie zum Beispiel Fort- und Weiterbildungen, die auf den Erwerb spezieller Fach- oder Sozialkompetenzen ausgerichtet sind, h&auml;ufig ausgeschlossen, obwohl sie im Wertsch&ouml;pfungsprozess vieler Unternehmen eine wichtige Rolle spielen. Verschiedene Gr&uuml;nde sprechen daher f&uuml;r die Qualifizierung An- und Ungelernter: Zielgruppe dieses Instruments sind Ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss, anderweitig Geringqualifizierte bzw. Personen ohne fachspezifische Qualifikation. Der Bedarf an Arbeitskr&auml;ften f&uuml;r die Ausf&uuml;hrung ein facher T&auml;tigkeiten nimmt tendenziell ab, der Bedarf an qualifizierten Fachkr&auml;ften hingegen stetig zu. An- und Ungelernte bilden eine ernstzunehmende Reserve zur Schlie&szlig;ung dieser sich ausweitenden Fachkr&auml;ftel&uuml;cke. Daf&uuml;r bed&uuml;rfen sie aber in der Regel einer konkreten Qualifizierung. Ihre an- und ungelernten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen Ihr Unternehmen schon und bringen aus den Bereichen, in denen sie t&auml;tig sind, gewisse Vorkenntnisse mit. Dies kann ihre Qualifizierung (zu Fachkr&auml;ften) deutlich erleichtern. Auch Sie haben bereits einen Eindruck von den Kompetenzen und Potenzialen Ihrer Besch&auml;ftigten, den Sie bei der Auswahl passender Weiterbildungsma&szlig;nahmen ber&uuml;cksichtigen k&ouml;nnen. Die vorliegende Handlungsempfehlung zeigt Ihnen M&ouml;glichkeiten zur Qualifizierung von An- und Ungelernten auf, die auch &uuml;ber eine einfache Unterweisung am Arbeitsplatz hinausgehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf Nachqualifizierungsma&szlig;nahmen, die zu einem Berufsabschluss f&uuml;hren k&ouml;nnen. Dabei handelt es sich um eine sehr heterogene Gruppe: junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit abgebrochenem Studium und/oder abgebrochener Berufsausbildung, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund, deren Abschluss in Deutschland nicht anerkannt ist, Personen, die nach dem Ende der allgemeinbildenden Schule direkt ins Arbeitsleben eingestiegen sind, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen Berufsabschluss erworben haben, der auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr verwertbar ist, wenn sich beispielsweise Technologien und die damit verbundenen Aufgabenbereiche stark ver&auml;ndert haben, oder auch Berufswechslerinnen und Berufswechsler, die seit mehr als vier Jahren in einem Beruf arbeiten, der mit ihrem erworbenen Abschluss nicht verwandt ist. Sollten Sie aktuell keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gruppen besch&auml;ftigen, dennoch daran interessiert sein, dieses Arbeitnehmerpotenzial zu nutzen, kann es sich anbieten, Ihr Unternehmen als Partner f&uuml;r Qualifizierungsma&szlig;nahmen bei einem Bildungstr&auml;ger anzumelden. Diese sind h&auml;ufig auf der Suche nach kooperierenden Unternehmen und k&ouml;nnen Ihnen eine Auswahl an Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen, die in Ihr Unternehmen passen k&ouml;nnten. Informationen, welche Bildungstr&auml;ger sich in Ihrer Region f&uuml;r entsprechende Qualifizierungen anbieten, k&ouml;nnen Sie in der Regel bei der f&uuml;r Sie zust&auml;ndigen Kammer erhalten. Fachkr&auml;ftesicherung: Die Nachqualifizierung Ihres an- und ungelernten Personals bietet Ihnen die M&ouml;glichkeit, qualifizierte Fachkr&auml;fte aus Ihrer eigenen Belegschaft zu entwickeln. Damit steigt Ihre Unabh&auml;ngigkeit vom externen Arbeitsmarkt. Senkung der Fehlbesetzungsquote: Durch die Besetzung einer offenen Stelle mit einer Person, die Sie selbst qualifiziert haben, senken Sie das Risiko einer Fehlbesetzung. Ihre Angestellten kennen das Unternehmen und die Arbeitsabl&auml;ufe bereits und sind daher mit den ben&ouml;tigten Anforderungen vertraut. Zudem k&ouml;nnen Sie die fachlichen wie &uuml;berfachlichen F&auml;higkeiten (wie z.B. Sozialkompetenzen) und Potenziale Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zumeist gut einsch&auml;tzen. Kosteneinsparung: Eine Nachqualifizierung anund ungelernter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann f&uuml;r Sie kosteng&uuml;nstiger sein als eine externe Rekrutierung geeigneter Fachkr&auml;fte. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Unterst&uuml;tzungsangebote durch Externe (z.B. der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit) in Anspruch nehmen wollen bzw. es sich um ein spezielles, abgegrenztes Aufgabenspektrum handelt. Flexibleres Personal: Je besser Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifiziert sind, desto eher k&ouml;nnen sie auch unterschiedliche Aufgaben in Ihrem Unternehmen &uuml;bernehmen und somit zum Beispiel bei Krankheit oder Urlaub ihre Kolleginnen und Kollegen vertreten. Dar&uuml;ber hinaus erh&ouml;ht sich durch eine umfangreichere Expertise auch die Innovationskraft Ihres Unternehmens. Erh&ouml;hte Mitarbeiterbindung: Die F&ouml;rderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern &uuml;ber Qualifizierungsma&szlig;nahmen zeigt, dass Sie als Arbeitgeber bereit sind, in sie zu investieren. Sie dr&uuml;cken Ihren an- und ungelernten Arbeitskr&auml;ften damit Ihr Vertrauen und Ihre Wertsch&auml;tzung aus. Weiterhin signalisieren Sie, dass auch f&uuml;r geringqualifizierte Besch&auml;ftigte Karrierem&ouml;glichkeiten innerhalb des Unternehmens offen stehen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01788.pdf">Publikation zeigen</a></p>