<h1>Traineeprogramme (Handlungsempfehlung)</h1> <h2>Durch Traineeprogramme werden Hochschulabsolventinnen und -absolventen gezielt in die berufliche Praxis eingef&uuml;hrt... Quelle BMWi</h2> <p>Traineeprogramme Was bringen Traineeprogramme? Lohnen sich Traineeprogramme? Trainee-Auswahlverfahren Trainee-Nachbetreuung Durch Traineeprogramme werden Hochschulabsolventinnen und -absolventen gezielt in die berufliche Praxis eingef&uuml;hrt. Sie durchlaufen verschiedene Unternehmensabteilungen und/oder -standorte und werden auf diese Weise systematisch in das Unternehmen integriert und auf die &Uuml;bernahme von Verantwortung vorbereitet. Auf Basis systematischer Arbeitsplatzwechsel (Job-Rotation) sollen sie unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennenlernen. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnen Traineeprogramme zu einem positiven Image des Unternehmens sowie zur Bindung guter Fach- und F&uuml;hrungskr&auml;fte beitragen. Traineeprogramme sind zeitlich befristet und dauern in der Regel zwischen 6 und 24 Monaten. Traineeprogramme richten sich in erster Linie an Hochschulabg&auml;nger/innen und damit an akademische Berufsanf&auml;nger/innen, die nach Einf&uuml;hrung des gestuften Hochschulsystems statt eines der klassischen (Diplom-)Hochschulabschl&uuml;sse inzwischen auch einen Master- oder Bachelortitel f&uuml;hren. In der Praxis lassen sich zwei Zielrichtungen von Traineeprogrammen unterscheiden: zum einen die allgemeine Entwicklung von F&uuml;hrungskr&auml;ftenachwuchs, zum anderen die gezielte Einarbeitung in und Vorbereitung auf einen vorher festgelegten Unternehmensbereich. Die zweite Variante stellt das im Rahmen der Bindung von Fachkr&auml;ften besonders relevante FachtraineeProgramm dar. Dabei wird - im Gegensatz zum Direkteinstieg - der Trainee in verschiedenen Bereichen, die in direktem Zusammenhang zur festgelegten Position stehen, eingesetzt. Dies soll ihn in die Lage versetzen, nach Beendigung des Programms auf ein breites Wissen &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Position und die mit ihr in Verbindung stehenden Bereiche zur&uuml;ckgreifen zu k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem kann der Trainee sich ein Netzwerk aufbauen. Auch Fachtrainees nehmen an verschiedenen Seminaren und Workshops teil, wobei diese in gr&ouml;&szlig;erem Ausma&szlig; auf die tats&auml;chliche &Uuml;bernahmeabteilung zugeschnitten sind als bei allgemeinen Traineeprogrammen. Im Kontext einer zeitnahen Fachkr&auml;ftegewinnung k&ouml;nnte angedacht werden, f&uuml;r die Teilnahme an einem solchen Programm auch weitere Zielgruppen zu ber&uuml;cksichtigen: Zu denken w&auml;re hier zum Beispiel an Hochschulabsolvierende aus dem Ausland oder an Wiedereinsteiger/innen, die schon zuvor einmal erste Berufserfahrungen sammeln konnten - zum Beispiel Frauen, die nach einer Erziehungspause wieder in ihren Beruf zur&uuml;ckkehren m&ouml;chten. Fachkr&auml;ftesicherung: Der Betrieb kann sich im Rahmen dieses umfassenden Personalrekrutierungs- und -entwicklungsverfahrens mit besonders qualifiziertem Personal versorgen. H&ouml;herqualifizierung: Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auf die unternehmensspezifischen Anforderungen vorbereitet und entsprechend qualifiziert. Sinnvoll ist eine Qualifizierung auf diese Weise auch dann, wenn geplant ist, in absehbarer Zeit F&uuml;hrungspositionen neu zu besetzen. Senkung sp&auml;terer Qualifizierungskosten: Im Vorfeld umfassend qualifizierte Fach- bzw. zuk&uuml;nftige F&uuml;hrungskr&auml;fte ben&ouml;tigen ggf. weiterf&uuml;hrende Schulungen lediglich in geringerem Umfang als ohne Durchlaufen eines Traineeprogramms eingestellte Fachkr&auml;fte. Mitarbeiterbindung: Durch die mit dem Traineeprogramm verbundene Qualifizierung und F&ouml;rderung lassen sich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Ihr Unternehmen binden. Verringerung der Fehlbesetzungsquote: Durch die eigene Entwicklung Ihres F&uuml;hrungskr&auml;ftenachwuchses k&ouml;nnen Sie Fehlbesetzungen durch externe F&uuml;hrungskr&auml;fte vermeiden und somit Kosten sparen. Identifikation mit dem Unternehmen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Ihr Unternehmen gut kennen und die Zusammenh&auml;nge zwischen den verschiedenen Bereichen aufgrund der durchlaufenden Job-Rotation gut verstehen, k&ouml;nnen sich eher mit dem Unternehmen identifizieren. Diese pers&ouml;nliche Bindung schafft oftmals eine erh&ouml;hte Leistungsbereitschaft und Motivation. St&auml;rkung des Unternehmens-Images: Der Einsatz anspruchsvoller personalpolitischer Instrumente f&ouml;rdert ein positives Image des Unternehmens. Im Rahmen eines Traineeprogramms durchl&auml;uft ein Trainee durchschnittlich f&uuml;nf verschiedene Stationen. Dazu kann auch ein Auslandsaufenthalt z&auml;hlen. Ratsam ist es, die Traineeausbildung in ein Personalentwicklungsprogramm einzubetten, das Teil der Vorbereitung auf die zuk&uuml;nftige &Uuml;bernahme von Verantwortung im Unternehmen ist. Das Angebot, eine konkrete Personalentwicklungsma&szlig;nahme zu durchlaufen, l&auml;sst sich mit entsprechenden Vertragsklauseln verkn&uuml;pfen. So k&ouml;nnen Vereinbarungen getroffen werden, f&uuml;r welchen Zeitraum sich Ihre Fachkraft als Gegenleistung f&uuml;r Ihre &Uuml;bernahme etwaiger Schulungskosten verpflichtet, weiterhin f&uuml;r Ihr Unternehmen t&auml;tig zu sein. Die Kosten des Programms und sein Nutzen ergeben sich aus der tats&auml;chlichen Ausgestaltung. Die H&ouml;he der Ihrem Unternehmen entstehenden Kosten ist vor allem abh&auml;ngig von der Anzahl der von Ihnen gleichzeitig bereitgestellten Traineepl&auml;tze, der Laufzeit des Ausbildungsprogramms sowie von Art und Umfang gew&auml;hrter Zusatzleistungen in Form von Schulungen und Coachings. Zur Amortisation der Kosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung eines Traineeprogramms erhalten Trainees w&auml;hrend dieser Ausbildungszeit in der Regel ein geringeres monatliches Gehalt als Personen, die direkt als Fachkraft f&uuml;r einen bestimmten Aufgabenbereich eingestellt werden. Wenn Sie als Unternehmen die Durchf&uuml;hrung eines (Fach-)Traineeprogramms planen, empfiehlt es sich zun&auml;chst zu &uuml;berlegen, welches konkrete Ziel Sie mit der Durchf&uuml;hrung dieses Programms verfolgen und welche Eigenschaften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erf&uuml;llen m&uuml;ssen. Zwar spricht ein solches Programm vor allem externe Fachkr&auml;fte an, nicht zuletzt um die Akzeptanz des Programms bei Ihrer Belegschaft sicherzustellen, dennoch k&ouml;nnte es sinnvoll sein, das Durchlaufen einer Traineeausbildung auch bereits bei Ihnen angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erm&ouml;glichen. Von gro&szlig;er Bedeutung ist hierbei die klare Kompetenzaufteilung im Team. Sinnvoll ist es, w&auml;hrend der Konzeptphase weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen mit einzubeziehen - wie etwa zuk&uuml;nftige Vorgesetzte der Trainees. Diese k&ouml;nnen beispielsweise um ein Feedback zum Programmdesign oder zu den Auswahlkriterien f&uuml;r die Kandidatinnen und Kandidaten gebeten werden. Auf diese Weise wird auch eine positive Annahme des Programms bei Ihren &uuml;brigen Fachkr&auml;ften erzielt, die in die Durchf&uuml;hrung der Traineeausbildung involviert sein werden. Bei der Gestaltung des Konzepts ist darauf zu achten, dass das Programm &uuml;ber die gesamte Dauer der Ma&szlig;nahme hinweg s&auml;mtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer motiviert sowie ihnen betriebs- und branchenspezifisches Wissen vermittelt. Hierzu z&auml;hlen ein regelm&auml;&szlig;iger Kontakt mit den Trainees und ein Austausch &uuml;ber Inhalte und Probleme, aber auch die abwechslungsreiche Gestaltung der Arbeitsauftr&auml;ge w&auml;hrend der einzelnen Programmabschnitte. Zudem k&ouml;nnen fach&uuml;bergreifende Themen ber&uuml;cksichtigt werden, die sich auf die Unternehmenskultur, das Leitbild und die personalpolitischen Grunds&auml;tze beziehen. Zur Entwicklung des Konzepts ist es ratsam, im Vorfeld eine Projektgruppe zu bilden, die idealerweise aus Vertreterinnen bzw. Vertretern der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, der Personalabteilung und der jeweiligen Fachabteilung zusammengesetzt ist. Nach Absprache und Festlegung der Zielsetzung kann die Aufgabensteuerung und -verteilung durch die Projektgruppe selbst organi Ziel einer erfolgreichen Auswahlstrategie ist die termingerechte Rekrutierung von Trainees, die die fachlichen und pers&ouml;nlichen Voraussetzungen besitzen, um das Programm erfolgreich zu absolvieren. Auf Basis eines schon in der Konzeptentwicklung mitgedachten Anforderungskatalogs kann der Prozess der Suche und Auswahl von Hochschulabsolventinnen bzw. Hochschulabsolventen sowie ggf. weiterer Zielgruppen zum Erfolg gef&uuml;hrt werden. Je nach unternehmensspezifischer Zielvorgabe sollten die Trainees w&auml;hrend des Programms in kurzer Zeit relevante Firmenbereiche - bzw. im Rahmen des Fach-Traineeprogramms den zuk&uuml;nftigen Arbeitsbereich und seine betrieblichen Schnittstellen - und Personen kennenlernen und dabei selbst Kontakte kn&uuml;pfen. Die F&auml;higkeiten und Fertigkeiten sowie das Wissen des Trainees werden dabei systematisch den Erfordernissen des Unternehmens angepasst. Sinnvoll ist es, das Traineeprogramm in die bestehende Personalentwicklung zu integrieren. Damit dies gelingt, werden in der Regel flankierende Ma&szlig;nahmen eingeleitet: So sollte der Trainee w&auml;hrend des Programmdurchlaufs f&uuml;r inhaltliche und pers&ouml;nliche Fragen sowie organisatorische Belange eine/n feste/n Ansprechpartner/in haben. Hierbei w&auml;re zu &uuml;berdenken, ob eventuell ein Paten- und Mentorensystem implementiert werden sollte. Auch F&ouml;rder- und Entwicklungsgespr&auml;che k&ouml;nnen als Instrument dienen, um etwaige St&ouml;rungen im Ablauf zu identifizieren. Sie haben zudem die Funktion, den Trainee systematisch in das Beurteilungssystem aufzunehmen. Ziel sollte es zudem sein, w&auml;hrend des Programms im Rahmen von Qualifizierungsma&szlig;nahmen identifizierte Defizite von vornherein abzubauen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01804.pdf">Publikation zeigen</a></p>